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Geschichte: Fanfiktion
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von MalaikaSnape
erstellt: 24.12.2009
letztes Update: 24.08.2011
Geschichte, Romanze / P18
(abgebrochen)
Ein tiefer Atemzug und sie öffnete langsam ihre Augen. Eine zarte Hand strich über ihre Wange, woraufhin sie ihre Augen wieder leicht schloss. Langsam drehte sie ihren Kopf zur Seite, ließ ihre Augen dennoch geschlossen.
„Guten Morgen, mein kleines Reh.“, drang es an ihre Ohren und sie lächelte.
„Guten Morgen, mein Engel.“, entgegnete sie und kuschelte sich eng an ihren Bettnachbarn, welcher besitzergreifend seine Arme um sie legte. Sie strich blind über die Wange, spielte leicht mit dem Haar ihres Gegenübers. Langsam, aber lächelnd öffnete sie die Augen.
Mit einem Keuchen schreckte sie auf und sah sich im Raum um. Ihr Atem ging mehr als schnell und heftig. Nur langsam erkannte sie, wo sie war: im Schlafsaal der Mädchen. Ruckartig ließ sie sich in die Kissen zurück fallen.
… ich bin nicht bei Malfoy… warum habe ich davon geträumt? Hermine! Bei Lucius Malfoy… im Bett! … Er hat mich kleines Reh genannt und ich ihn Engel? … Was für ein kranker Gedanke!... Wie komme ich nur auf so etwas… Oh, Merlin! Ich bin zu spät!
Blitzartig sprang sie aus dem Bett und nutzte Magie, um sich fertig zu machen. Eilig hastete sie die Treppen hinunter zu ihrem Unterrichtsraum. Sie hatte Verwandlung bei Professor McGonagall und diese betrat den Raum knapp hinter Hermine, musterte sie fragend, denn sie hatte sich bereits gefragt, warum Hermine nicht beim Frühstück anwesend war. Ron und Harry sahen sie ebenfalls fragend an, doch sie nahm es nicht wahr, denn immer noch war ihr Geist aufgewühlt von dem Traum und der Wirklichkeit.
*
Ihre Hand zitterte, kurz bevor sie an die Tür klopfte. Es dauerte nicht lange und die Tür wurde aufgerissen, Snape sah sie mit gewöhnlichem Gesichtsausdruck an. Hermine war zurück geschreckt und er hob nun eine Augenbraue, konnte sich doch fast denken, warum sie so seltsam reagierte. Er trat aus seinem Büro heraus, warf die Tür hinter sich ins Schloss und lief in Richtung Labor davon, Hermine folgte ihm, konnte jedoch kaum Schritt halten. Plötzlich stoppte er und Hermine bemerkte es zu spät, rannte ihm somit ungebremst in den Rücken.
„Ich muss mich korrigieren, Sie laufen anscheinend doch mit geschlossenen Augen durch die Gänge! Hätten Sie jetzt nicht gerade eine Strafarbeit zu erledigen, hätten Sie jetzt eine! Machen Sie sich an die Arbeit! Ihren Zauberstab?“, kam es von Snape, wobei er gefährlich leise sprach und sich nur langsam zu ihr umdrehte – es machte ihn nur bedrohlicher. Hermine war automatisch ein paar Schritte zurück getreten und sah ihn schuldbewusst an.
„Entschuldigung, Sir. M…mein Zauberstab?“, kam es von Hermine und sie sah ihn zuletzt fragend an. Snape verdrehte die Augen und streckte seine Hand aus.
„Ihren Zauberstab! Sie glauben nicht wirklich, ich lasse Sie die Arbeit mit Magie verrichten? Sie haben doch ein ganzes Wochenende Zeit. Wir wollen doch nicht, dass Sie verfrüht fertig sind.“, meinte er dann und Hermine fühlte sich zu Recht gedemütigt, legte ihren Zauberstab in seine Hand. Er steckte ihn in seine Umhangtasche und ging ein paar Schritte weiter. Hermine folgte ihm dieses Mal nicht, denn sie wollte nicht wieder in ihn hineinlaufen. Er drehte sich langsam um und sah sie an.
„Wenn Sie meinen, es sei zu wenig Arbeit für ein Wochenende, dass Sie sich dermaßen Zeit lassen können, sagen Sie mir Bescheid, ich bin mir sicher, dass ich noch etwas für Sie finde.“, knurrte er leise. Hermine wusste nicht, wo sie anfangen sollte und sah sich beinahe hilflos um, fand schließlich einen Eimer mit Wasser und einem Putzlumpen darin.
… Menschenunwürdiger geht es kaum… er behandelt uns wie Hauselfen… zumindest gerade mich… und nicht einmal Hauselfen verdienen das… Als hätte er mich heute Nacht nicht schon genug gedemütigt… Eigentlich hätte ich es Professor McGonagall melden müssen… ich schlafwandle nicht…
Sie begann ihre Arbeit und säuberte zuerst die Regale, Tische, Stühle. Snape überwachte ihr Tun akribisch genau und ging ihr jedes Mal erst spät aus dem Weg, was Hermine fast zur Weißglut trieb. Erst musste sie um ihn herum putzen und dann ging er doch zur Seite, was ihr praktisch doppelte Arbeit schaffte. Er musste sich eingestehen, dass sie ihre Arbeit gut machte und erstaunlich gut damit umging, dass er sie dermaßen unfair behandelte. Hermine schwieg und erledigte ihre Arbeit. Sie wusste genau, dass sie, wenn sie sich anstrengte, bis Sonntagmittag fertig sein könnte, doch Snape machte es ihr nicht wesentlich leichter. Irgendwann ließ er sich an dem Pult nieder und korrigierte Arbeiten. Hermine seufzte leicht, denn ihre Hände waren schon ziemlich aufgeweicht und das Waser mittlerweile kalt, sodass es keinen Sinn hatte, damit irgendetwas zu putzen. Sie überlegte, wie sie Snape nun bitten könnte, das Wasser wieder zu wärmen. Langsam kam sie ans Pult, den Eimer Wasser in der Hand.
„Entschuldigen Sie, Sir? Könnten Sie bitte einen Wärmezauber über das Wasser legen? Es ist kalt.“, bat Hermine ihn höflich und er sah sie ablehnend an. Sie wartete nur auf einen bissigen Kommentar.
„Gryffindor, 5. Jahr… man sollte meinen, einen einfachen Wärmezauber, sollten Sie hinbekommen, Granger.“, spottete er. Hermine nahm es gelassen auf, denn reizen lassen, wollte sie sich nicht, auch wenn sie ihm dafür nur zu gern Konter gegeben hätte. Schließlich vollzog er eine leichte Zauberstabbewegung und das Wasser war wieder warm. Hermine nickte dankend und machte sich wieder an die Arbeit. Doch kaum, dass sie in dein Eimer fasste, verbrannte sie sich die Hände, da das Wasser mehr als warm war. Leise fluchte sie.
„Irgendwelche Probleme, Miss Granger?“, fragte er mit tiefer Stimme und Hermine erschreckte sich, da er direkt vor ihr stand. Sie stieß dabei den Eimer um und kippte ihm das Wasser über die Füße und an die Knöchel. Sie verbrannte sich erneut die Hände, da sie versuchte, den Eimer zu fangen. Nun war es an Snape, zu fluchen, denn wie er feststellen durfte, war das Wasser wirklich recht heiß. Hermine ahnte Böses, Snape knurrte bereits.
„Anscheinend… Ich denke, wir beenden Ihre Strafarbeit für heute, immerhin ist es Ihre Strafe und NICHT meine.“, meinte er dann und trocknete seine Sachen, ließ den Eimer mitsamt Lappen verschwinden, selbst das vergossene Wasser war getrocknet. Hermine kniete immer noch am Boden und sah zu ihm auf.
„Erwarten Sie jetzt, dass ich Sie trage?“, blaffte er und Hermine starrte ihn lediglich fragend an, zumal ihre Hände schmerzten. Severus verdrehte die Augen und stellte Hermine erst einmal wieder auf ihre Beine. Er sah sich ihre Hände an und sprach schließlich einen Zauber. Hermine war noch etwas perplex.
„Gehen Sie in den Turm zurück. Morgen nach dem Frühstück sind Sie wieder hier. Vielleicht sortieren Sie sich selbst einmal wieder, denn sollten Sie mir noch einmal Probleme bereiten, können Sie sich von Ihren Hauspunkten verabschieden. Dann erhält Gryffindor lediglich den Pokal für den schlechtesten Hauspunkte-Stand, den Hogwarts je gesehen hat.“, meinte er dann und deutete auf die Tür. Hermines Verstand schaffte endlich wieder, mit den ganzen Eindrücken umzugehen und die Informationen zu verarbeiten. Sie nickte knapp und ließ Snape stehen. Sie war recht schnell im Turm angekommen und zu ihrem Glück waren Ron und Harry schon im Bett und sie konnte in Ruhe und ohne Fragen in ihr eigenes. Severus ging zurück in seine Räume und dachte nach, denn ein einziger Besuch von Lucius hatte doch einiges geändert.
Er konnte nicht mehr so einfach verdrängen, dass er Gefühle für Lucius hatte, da dieser zugegeben hatte, ebenfalls noch Gefühle für ihn zu hegen. Zudem brachte ihn Lucius‘ Benehmen Hermine gegenüber zum Grübeln, denn was auch immer der Grund war, es war alles andere als gut. Zudem ging ihm jetzt auch die Granger nicht mehr aus dem Kopf.
… Was interessiert Lucius nur an ihr? … Sie ist Nerv tötend, besserwisserisch und wie ich gerade feststellen durfte, tollpatschig oder zumindest sehr durch den Wind… Noch zwei ganze Tage mit ihr… Wie soll ich das nur überstehen?...
*
„Wo waren Sie so lange?“, kam die Begrüßung von Snape, nachdem Hermine das Labor betrat. Ron und Harry hatten wissen wollen, was sie machen würde und ob sie nicht etwas unternehmen wollten, bzw. nicht weiter üben wollten, zumal das Jahr bald zu Ende wäre. Sie hatte sie anlügen müssen.
„Sie sagten, nach dem Frühstück – Sie haben nicht konkret gesagt, dass ich hier sein soll, sobald SIE mit Ihrem Frühstück fertig wären.“, konterte sie, denn sie war schon nicht gut gelaunt. Er verzog missbilligend das Gesicht, ließ den Eimer mitsamt Wasser und Lappen erscheinen.
„Verschwenden Sie nicht meine Zeit, machen Sie weiter. Da Sie demnächst mit dem Putzen fertig sein sollten,… danach sortieren Sie die Vorräte und füllen Sie gegebenenfalls auf.“, informierte Snape sie und machte sich wieder daran, Aufsätze zu korrigieren.
„Ja, Sir.“, entgegnete Hermine trocken und kümmerte sich wieder darum, das Labor zu reinigen. Hin und wieder spürte sie Snapes Blick auf sich. Sie fragte sich, warum er sie ansah, doch sie konnte es sich nicht erklären.
Der Samstag verlief ohne irgendwelche Vorkommnisse, Hermine beging keine Fehler mehr und Snape machte ihr die Arbeit nicht unnötig schwerer. Es war schon abends und Hermine war gerade damit angefangen, die Vorratskammer aufzuräumen und die Zutaten zu sortieren.
„…Wann hat das eigentlich mal irgendwer gemacht?... Da ist ja sogar Unordnung völlig untertrieben…“, meinte sie leise zu sich selbst und räumte weiter die Gläser hin und her. Severus hörte ihre Worte, doch kommentierte er es nicht, da er beschäftigt war und auch nicht unbedingt mit ihr streiten wollte. Hermine hatte sich von Professor Snape Pergament und Feder geben lassen, damit sie sich aufschreiben konnte, wie viel von welcher Zutat vorhanden und in welchem Regal sie zu finden war. Sie legte das Papier zur Seite und räumte weiter auf, hatte jedoch das Gefühl, nichts mit ihrem Tun zu bewirken. Sie nahm das nächste Glas und hatte sofort eine ordentliche Menge Pulver auf ihren Händen, auf Hals und im Gesicht. Aus Versehen atmete sie etwas ein und musste niesen. Sie stellte das Glas wieder weg und besah ihre Hände.
„Na wunderbar… welcher Idiot hat denn Warzhautpulver in einem kaputten Glas in das Regal gestellt?!“, fluchte sie leicht. Snape wurde von ihrem Gemurmel angelockt und sah das verschüttete Pulver auf Hermine und dem Fußboden, sah auch die Verfärbungen ihrer Haut und schüttelte den Kopf.
„Ich würde es doch wesentlich begrüßen, Sie würden die Zutaten nicht verschütten.“, meinte er und zog seinen Zauberstab um die Verfärbungen zu beheben. Hermine vergaß völlig, wer er war.
„Bitte, was? Was kann ICH denn dafür, wenn irgendein Idiot Warzhautpulver in einem kaputten Gefäß aufbewahrt und es so in ein Regal stellt?!“, fauchte sie und funkelte ihn wütend an. Snape war kurz davor, sich zu vergessen.
„40 Punkte Abzug von Gryffindor für Ihre Maßlosigkeit! Was fällt Ihnen ein, so mit mir zu sprechen, Granger?! Hier, Ihr Zauberstab. Sie können schließlich selbst zaubern. Morgen sind Sie pünktlich hier! MIT einem 4 Rollen Pergament langen Bericht über das korrekte Lagern von Zutaten. Dann können Sie gleich unter Beweis stellen, was Sie geschrieben haben, indem sie die Vorratskammer ordnen.“, bellte er und warf Hermine ihren Zauberstab zu.
„RAUS!“, brüllte er noch nachträglich und deutete auf die Tür. Hermine musste sich jedoch an ihm vorbeidrücken, da er ihr keinen Millimeter Platz machte, den Vorratsraum zu verlassen. Für einen Moment war sie ihm so nah, dass sie deutlich spüren konnte, wie sein Körper vor Wut bebte. Ihn warf es aus der Bahn und auch Hermine ging es nicht besser, denn sie hatte kaum die Kerker verlassen, übersah sie ihre Hauslehrerin, welche sie schließlich an der Schulter zurückhielt.
„Miss Granger? Was ist denn mit Ihnen passiert?“, kam es von Minerva und Hermine nahm sie überhaupt erst wahr, antwortete jedoch nicht, da sie noch nicht wieder ganz bei sich war. McGonagall heilte die Stellen, die sich vom Pulver verfärbt hatten und sah nun weiter fragend zu Hermine, wartete auf eine Erklärung – die jedoch ausblieb.
„Andere Frage, wo kommen Sie so spät her? Wenn ich es richtig gesehen habe, kamen Sie aus den Kerkern?“, hakte sie dann nach und endlich regte Hermine sich.
„Ja, ich war bei Professor Snape.“, antwortete Hermine und legte in seinen Namen mehr Verachtung, als Minerva je erwartet hätte, weshalb sie recht sparsam zu ihrer Schülerin sah.
„Weshalb waren Sie bei ihm?“, fragte sie leicht irritiert, da sie von der Strafe nichts wusste, denn einfach so hingenommen hätte sie diese nicht.
„Eine Wochenend-Strafarbeit. Das eben war ein kleines Missgeschick beim Aufräumen der Vorratskammer.“, schob Hermine als Erklärung nach und Minerva hatte Mühe, nicht laut loszuschreien.
„Wie kommt es, dass gerade Sie… Gehen Sie in den Turm und sehen Sie die Strafe als erledigt an.“, meinte Minerva, ließ Hermine dann auf dem Flur stehen und rauschte die Treppen hinab in die Kerker, wo sie einen, noch immer im Türrahmen der Vorratskammer stehenden Tränkemeister vorfand. Er hatte sich nicht einen Zentimeter bewegt. Lautstark flog die Tür hinter ihr ins Schloss zurück, was seine Starre löste, er vermutete Hermine.
„Immer noch nicht genug?“, knurrte er und sah sich Minerva gegenüber, nachdem er sich gedreht hatte. Ein wutschnaubendes Nashorn war das reinste Schoßhündchen gegen Minerva und Severus hätte sich nur zu gern vor den Kopf geschlagen, hoffte, dass sie genau das gleich nicht tun würde.
„Minerva? Was kann ich für Sie tun?“, fragte er distanziert wie immer, tat so, als habe er das vorherige nicht gesagt. Sie hatte es jedoch gut gehört und das senkte ihre Wut nicht wirklich.
„Miss Granger wird morgen nicht bei dir zu ihrer Strafarbeit erscheinen. Was fällt dir ein? Du hast mich nicht darüber informiert! Was hat sie dir überhaupt getan, dass du so auf sie reagierst?!“, fauchte Minerva und funkelte ihn voller Zorn an.
„Es geht Sie nichts an, warum wer eine Strafe von mir erhält, aber es sei Ihnen gesagt, dass Ihr Löwenbaby die Strafe zurecht erhalten hat. Ich habe es wohl vergessen, zu erwähnen und Miss Granger wird morgen hier erscheinen. Professor Umbridge wird sicherlich meiner Meinung sein.“, sagte er und stärkte seine Haltung. Minerva sank ein Stück zusammen, das konnte er genau sehen. Dumbledore war nicht mehr hier und somit konnte Minerva nicht auf seinen Zuspruch bauen, zumal sie sich mit Umbridge angelegt hatte. Geschlagen verließ Minerva die Kerker und Severus spürte so etwas wie einen Triumph.
… Löwenbaby und Löwenmutter innerhalb kurzer Zeit schachmatt gesetzt… Daran könnte ich mich glatt gewöhnen…
*
Hermine war zu ihrem Nachsitzen erschienen und erst sehr spät fertig gewesen. Sie hatte nicht ein Wort mit Snape gewechselt, er auch keines an sie gerichtet. Er hatte in der Nacht viel darüber nachdenken müssen, warum es sich so seltsam anfühlte, als sie ihm so nah war. Er wusste nicht, dass ihre Nacht ähnlich ausgesehen hatte. Nun ignorierten sie sich, so gut es ihnen möglich war. So verflog der Sonntag und auch die folgenden Tage, Wochen und schließlich der letzte Monat auf Hogwarts. Die Sommerferien waren recht kurz, dafür sehr ereignisreich. Hermine teilte nicht die Wut darüber, dass Lucius Malfoy wieder seinen Hals aus der Schlinge hatte ziehen können. Wieder war er der Gerechtigkeit entkommen und hatte dafür nur etwas schlechte Presse, was ihn nicht weniger ärgerte.
Alleine saß sie in einem Flur und zauberte Vögel um sich herum, um nicht ganz allein zu sein. Ron verstand einfach nicht, dass sie ihn gern hatte. Er ließ sich lieber von Lavender um den kleinen Finger wickeln. Hermine wurde schon schlecht, wenn sie nur daran dachte. Sie hatte gesehen, wie Harry ihr noch gefolgt war, aber sie hatte ihn abgehängt. Wenige stille Tränen tropften ungehört auf den kühlen Stein, von welchem sie sich schließlich erhob und ihren Weg in Richtung Bücherei einschlug. Sie nahm sich wahllos ein Buch aus den Reihen und setzte sich in eine der hinteren Ecken, wo selten jemand war. Sie wusste nicht, dass es das Buch war, welches Lucius im vergangenen Jahr zu einem Portschlüssel gemacht hatte und sie damit zu ihm gereist war. Gedankenversunken strich sie über den Buchrücken, dann über den Titel, der in schwach goldenen Lettern auf der Front prangte. Ein Kribbeln durchzog sie und ehe sie etwas wahrnehmen konnte, verlor sie ihr Bewusstsein.
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