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Ich kann es dir nicht sagen!
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von Smiley95    erstellt: 24.12.2009    letztes Update: 19.03.2010    Romanze / P16 Slash     90 Reviews
Es war schon Nachmittag, als Bill aufwachte. Er öffnete die Augen und schaute mürrisch umher. Es war kalt im Zimmer und sein Kopf tat ihm weh. Er zitterte, doch nicht vor Kälte. Langsam setzte er sich auf und bemerkte einen blauen Fleck an seinem Hüftknochen. Schlagartig erinnerte er sich wieder an den Gestrigen Abend. Er schauderte und machte sich auf den Weg ins Badezimmer um zu duschen.

Er stand schon sehr lange unter dem heißen Wasser, als jemand gegen die Tür hämmerte.
,,Bill, was machst du denn da drin, jetzt mach die Tür auf" hinter der verschlossenen Tür hörte er Toms Stimme. Er schaltete das Wasser aus, wickelte sich in ein Handtuch ein und und öffnete die Tür. Tom guckte ihn aus großen Augen an.

,,Was ist denn mit dir passiert?" fragte er besorgt.
,,Ich bin müde" grummelte Bill.
Tom sah ihn ungläubig an.
,,Das meine ich nicht, was ist das für eine Verletzung an deinem Kopf?" Tom guckte ihn noch immer schockiert aus großen Augen an.
,,Was?" Bill drehte sich zum Spiegel um und es traf ihn wie der Blitz. Ein fetter blauer Fleck war knapp über seiner Schläfe zu sehen. Ihm kamen abermals die Erinnerungen an das Geschehen von Gestern Abend in den Sinn. Er schluckte, fing sich doch schnell wieder und sagte nur: ,,Ach das... Ähm ich bin Gestern mit dem Kopf gegen die Tür geknallt, mehr ist das nicht!" Er schenkte Tom ein aufgesetztes Lächeln, blickte noch einmal in den Spiegel und ging dann ohne ein weiteres Wort an dem verdutzt drein blickenden Tom vorbei.


Tom blickte ihm noch lange hinterher. Bill war schon längst in seinem Zimmer verschwunden und hatte die Tür hinter sich zugezogen. Doch Tom blieb wie angewurzelt stehen und blickte noch immer auf die Stelle, wo Bill verschwunden war.

Irgendetwas sagte ihm, dass mit Bill etwas ganz und gar nicht stimmte, doch wusste er beim besten Willen nicht was es war. Langsam ging er in sein Zimmer zurück und vergaß dabei, das er ja eigentlich aufs Klo musste. Er setzte sich auf sein Bett und zerbrach sich den Kopf darüber, was Bill ihm nur verheimlichte. Er mochte es nicht sein zweites ich so verzweifelt zu sehen. Etwas belastete ihn, das hatte er gespürt. Ihm war auch nicht entgangen, wie Bill geguckt hatte, als er sich im Spiegel betrachtet hatte.
Nein, so konnte es nicht weiter gehen.

Entschlossen stand Tom auf und ging hinüber zu Bills Zimmer. Er hob die Hand und klopfte sachte gegen die Tür. Tom vernahm ein unterdrücktes Schluchzen aus dem inneren des Zimmers, doch nichts deutete darauf hin, dass Bill Tom in seiner Nähe haben wollte. Aber so leicht würde Tom sich nicht geschlagen geben. Er wollte jetzt wissen was mit seinem kleinen Bruder los war, also erhob er die Hand noch ein mal und klopfte ein weiteres mal sachte gegen die Tür.
Wieder keine Antwort.

,,Bill, was ist denn nur los mit dir, ich hör doch das du weinst. Lass mich rein." sagte Tom mit ruhiger Stimme.
Von innen kam ein Gemurmel, welches Tom als: ,,Okay, komm rein." deutete.

Tom drückte die Türklinke hinunter und schob die Tür langsam auf. Er schaute im Zimmer umher und entdeckte Bill in einer Ecke seines Zimmers sitzen.
Den Kopf auf den Knien und das Gesicht in den Händen vergruben, saß er da und weinte leise vor sich hin.

Tom trat langsam zu ihm rüber und legte ihm beschwichtigend eine Hand auf die Schulter.
Bill hob den Kopf und blickte Tom aus verheulten Augen an. Tom spürte ein stechen in seinem Herzen. Er hätte am liebsten auf der Stelle mit geweint, so traurig machte es ihn, seinen Bruder so verzweifelt zu sehen. Doch das würde auch nichts bringen.
Er kniete sich vor Bill und blickte ihm tief in die Augen.

,,Was ist passiert?" fragte er vorsichtig.
Bill schüttelte den Kopf.
,,Hey, du kannst mit mir über alles reden." fügte Tom hinzu.
Bill schüttelte abermals den Kopf.
,,Nein, ich will nicht drüber reden." meinte er mit weinerlicher Stimme.
,,Aber ich möchte dir doch nur helfen." Tom guckte ihn mit einem traurigen Gesichtsausdruck an..
Was war nur passiert, worüber Bill nicht mal mit IHM drüber reden wollte.

Bill schaute ins leere.
,,Niemand kann mir helfen." er fing erneut an zu weinen.
Tom nahm ihn in die Arme und zog ihn an sich.
Er wusste, dass Bill jetzt Zuneigung braucht, aber er wusste auch, dass man ihn jetzt nicht drengen durfte etwas zu sagen.

Also meinte Tom nur: ,,Wenn du doch mit jemanden drüber reden möchtest, egal was es ist......ich bin immer für dich da. Ich hab dich doch liebt!"
Damit gab er ihm einen Kuss auf die Wange und drückte Bill noch fester an sich.
 
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