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von Kelly Elric    erstellt: 23.12.2009    letztes Update: 21.06.2010    Geschichte, Abenteuer, Romanze / P12 Slash    (pausiert)
Hallo ihr lieben!
Fröhliche Weihnachten wünsche ich euch allen und ein wunderschönes Fest!
Ich hoffe ihr seid alle reichlich beschenkt worden!
Auch wenn ich es eigentlich noch nicht hochladen wollte, habe ich mich doch entschlossen, das erste Kapitel zu posten.
Schließlich ist heute Weihnachten :D
Also, viel Spaß wünsche ich euch!
Film ab! xD

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Die Neue (Part I)



„Bunny ist schon wieder zu spät…“, flüsterte Naru Osaka leise, als die Lehrerin das Klassenzimmer betrat.
„Guten Morgen, meine Lieben. Darf ich euch eure neue Mitschülerin vorstellen? Das ist Cahaya Merah. Sie wird von heute an in eure Klasse gehen“, sagte Frau Aimi* und deutete auf das Mädchen neben sich.

„Hallo, ich bin Caya! Freut mich sehr, euch kennen zu lernen!“, begrüßte diese die Klasse, alle starrten sie interessiert an. Sie trug bereits ein Matrosenkleid, also die Schuluniform, die auf dieser Schule üblich war. Außerdem hatte sie leuchtend rotes, langes Haar, welches in ihrem Nacken zu einem Pferdeschwanz zusammengebunden war und ihr bis zur Hüfte reichte. Sie hatte ein herzliches Lächeln und smaragdgrüne, freundliche Augen, die vor Begeisterung strahlten.

„Das ist also die Neue, von der sie uns letzte Woche bereits erzählt hat“, flüsterte Minako Aino ihrer Freundin Makoto Kino zu.
„Ja, sieht ganz so aus. Scheint nett zu sein, wollen wir sie in der Mittagspause nicht ein wenig in der Schule herumführen, um ihr alles zu zeigen?“, fragte diese.
Minako zögerte einen Augenblick, doch dann nickte sie. „Klar, warum nicht?“

Frau Aimi deutete auf die freien Plätze. „Du kannst dir aussuchen, wo du sitzen möchtest.“
Caya zögerte. „Äh, ist davon vielleicht einer besetzt? Ich meine… ist jemand krank oder so?“, fragte sie dann unsicher.
„Alle, außer der hier vorne, sind frei. Der gehört Bunny. Sie… ist wieder einmal zu spät dran. Das kommt öfters vor.“
„Genau genommen jeden Tag“, murmelte Makoto und hielt sich mit der rechten Hand den Kopf, als ob es ihr peinlich wäre.

„Seit drei meiner Schüler letztes Jahr die Schule verlassen haben, sind die anderen Plätze nicht mehr besetzt worden“, erklärte die Lehrerin freundlich.
Caya nickte und sah sich um. Schließlich entschied sie sich für den Platz hinter Bunny, der am zentralsten lag, sodass sie eine gute Sicht auf die Tafel hatte.
„So, und nun wollen wir mit dem Unterricht beginnen. Ihr könnt Cahaya auch später noch bewundern.“
Sofort drehten sich alle Gesichter peinlich berührt nach vorne.

„ICH BIN SCHON WIEDER ZU SPÄÄÄÄÄT!!!“, hörte man eine ziemlich laute, quietschende Mädchenstimme von draußen erklingen.
Ein dumpfes Lachen war in der Klasse zu hören.
Caya bemerkte das und zählte eins und eins zusammen. „Das… ist dann wohl Bunny, wenn ich mich nicht täusche.“
„Wie sie leibt und lebt“, lachte Minako.

Alle Schüler hörten gespannt rasende Schritte näher kommen. Dann flog die Tür auf und die gleiche Stimme dröhnte durch den Raum.
„ES TUT MIR LEID, FRAU AIMI!!“ Bunny, ein blondes Mädchen mit zwei langen Zöpfen stürmte ins Klassenzimmer.

„Nicht so stürmisch, Bunny!“, warnte Makoto, doch zu spät.
Bunny, tollpatschig wie sie nun einmal war, blieb an einem Stuhlbein, welches etwas im Gang stand, hängen und stolperte. „AHHH!!!“
„PASS AUF!!“, rief Frau Aimi.

Bunny schrie und wartete nur darauf, auf dem Boden oder gegebenenfalls auf einer Tischplatte aufzuschlagen, doch der Aufprall blieb aus. Langsam und vorsichtig öffnete sie ihre zusammengekniffenen Augen wieder. Etwas hatte sich um ihre Taille geschlungen und ihren Fall abgefangen. Als sie nach oben Blickte, sah sie in ein ihr unbekanntes Mädchengesicht.

„Hey, ich bin Caya, die neue Mitschülerin. Du solltest ein bisschen vorsichtiger sein, sonst verletzt du dich noch.“ Sie lächelte.
Caya war im letzten Moment aufgesprungen und hatte Bunny aufgefangen. Diese stellte sich nun wieder richtig hin.
„D-danke…“, sagte sie ungläubig.

„Wow, das war unglaublich gut reagiert“, stellte Makoto hochachtungsvoll fest.
Auch die anderen in der Klasse sahen Caya mit großen Augen an.
Diese setzte sich nun wieder, sah Bunny dabei immer noch lächelnd an, welche immer noch ziemlich perplex war.

Dann setzte sie sich allerdings auch, nicht ohne noch einmal einen neugierigen Blick über die Schulter zu werfen, wo Caya sich nun ihrem Schulbuch zuwandte, dass sie soeben aus der Tasche gezogen hatte.
Sie ist wirklich schnell.



Als es zur Mittagspause läutete, war Caya die letzte, die die Klasse verließ. Doch kaum hatte sie die Schwelle zum Flur übertreten, wurde sie von drei Mädchen gleichzeitig abgefangen. Eine erkannte sie sofort, es war Bunny.

„Hey, freut mich sehr, dich kennen zu lernen! Ich hatte gar keine Gelegenheit, mich vorzustellen oder richtig bei dir zu bedanken. Also, ich bin Bunny Tsukino und nochmals vielen Dank, dass du mich aufgefangen hast!“, stellte Bunny sich vor und lachte, während sie die ganze Zeit Cayas Hand schüttelte.

Diese wusste bald nicht wie ihr geschah. „Oh… keine Ursache.“ Sie lächelte wieder und zwinkerte mit dem rechten Auge.
„Super Aktion, du hast gute Reflexe!“, lobte sie die andere Blondine, die die Haare offen trug, bis auf die große rote Schleife in ihrem Haar. „Ich heiße Minako Aino.“
„Freut mich wirklich sehr.“

„Und ich bin Makoto Kino“, gab sich das große, brünette Mädchen zu erkennen, welches einen Pferdeschwanz trug. „Sollen wir dich etwas in der Schule herumführen? Dann findest du dich später leichter zurecht.“
„Oh, das würdet ihr tun? Das wäre wirklich sehr nett“, bedankte sich die Rothaarige.
„Ach, das ist doch Ehrensache“, sagte Bunny.

„Sag mal, Caya, wo genau kommst du her? Dein Name hört sich so exotisch an“, fiel Minako auf.
„Oh, von einem weit entfernten Ort. Ich bezweifle, dass ihr ihn kennt“, lachte sie.
„Bist du mit deinen Eltern hergezogen?“, fragte Makoto.
Cahaya sah sie an. „Nein, ich wohne allein. Eine kleine Wohnung, gar nicht so weit weg von hier. Ich kann es euch nachher zeigen.“

„Ganz allein? Aber wie kommst du an Geld, wenn du noch zur Schule gehst?“, fragte Bunny verwundert.
„Nun ja, meine Eltern haben ein kleines Konto für mich angelegt, auf das sie jeden Monat ein bisschen Geld für mich überweisen. Das ist allerdings nur für das Nötigste. Für alles weitere gehe ich selbst arbeiten“, erklärte Caya.

„Du arbeitest?“, fragten die drei Mädchen gleichzeitig.
„Nur nebenbei, das ist nichts wirklich Anspruchsvolles.“
„Was machst du denn?“, kam wieder von Bunny.
„Ach, nichts Besonderes. Ich kellnere in einer kleinen Karaokebar, ein paar Straßen von meiner Haustür entfernt“, lachte sie nun.

„Wow, das ist ja wirklich ziemlich cool… Singst du auch selber?“, fragte Minako.
„Na ja, ob das so cool ist… Gelegentlich traue auch ich mich mal an das Mikrofon. Aber eigentlich eher, wenn keiner zuhört“, kicherte der Rotschopf.  
„Sei doch nicht so bescheiden! Du bist bestimmt ein angehender Star!“ In Minakos Augen funkelten hunderte von Sternen, sie war schon jetzt hin und weg von Caya.

Diese lächelte verlegen und kratzte sich am Hinterkopf, als sie auf dem Schulhof ankamen. „Das ist wirklich nichts Besonderes. Freizeit eben. Ganz ehrlich. Und eigentlich macht mir die Schule auch mehr Spaß.“
„Das ist eine gute Einstellung.“

Alle drehten sich verwundert zu der Stimme um, die das gesagt hatte.
„Ami“, sagten die drei Mädchen wie aus einem Mund.
„Hallo, mein Name ist Ami Mizuno. Ich gehe in die Parallelklasse. Schön, dich kennen zu lernen.“
„Cahaya Merah. Aber nennt mich ruhig Caya. Freut mich ebenfalls. Wow, jetzt bin ich gerade mal einen Tag hier und habe direkt so viele nette Leute getroffen. Erst heute Morgen hat mir ein netter junger Mann den Schulweg gezeigt, ich glaube, sein Name war Motoki.“

„Du hast Motoki getroffen??“, fragte Makoto und lief mit einem Schlag rot an.
„Ja, er arbeitet in der Spielhalle direkt neben meinem Wohnblock. Kennt ihr ihn etwa?“, fragte Caya.
„Ja, er ist ein guter Freund. Wie klein doch die Welt ist“, lachte Bunny.

„Jetzt, wo du uns alle kennst, musst du auch unbedingt Rei kennen lernen! Du wirst sie sicher mögen“, sagte Ami und lächelte.
„Sei dir da mal nicht so sicher, Ami…“, sagte Bunny darauf.
„Wie meinst du das?“, fragte Caya verwundert.
„Glaub mir, Rei kann ganz schön gemein werden, besonders, wenn du nicht immer alles gleich verstehst oder ein wenig tollpatschig bist“, erklärte die Blonde mit erhobenem Zeigefinger.


„Oje, dann mag sie mich ganz bestimmt nicht“, lachte die Rothaarige herzhaft.
Die anderen stimmten ein.
Als sie sich beruhigt hatten, setzte Minako zum Wort an.
„Wie sieht es aus, Caya? Hast du dich schon für einen Wahlkurs entschieden, den du besuchen möchtest?“
„Wahlkurs?“

„Ja, es gibt an dieser Schule eine Reihe von Kursen, die du zusätzlich zu deinen Pflichtfächern wählen kannst“, erklärte sie.
„Du musst allerdings nicht, ich hab auch keinen“, zischte Bunny der Neuen zu.
„Das ist ja interessant, was gibt es denn bei euch? Könnt ihr mich rumführen? Für dieses Jahr wird es sich nicht mehr lohnen, aber ich kann mir ja schon einen für das nächste aussuchen!“
„Aber sicher, direkt nach der Schule können wir die verschiedenen Kurse durchgehen, wenn du magst“, sagte Makoto.

Plötzlich stockte Caya und drehte sich erschrocken um, direkt in Richtung Schuleingang. Doch dort war nichts.
„Alles in Ordnung?“, fragte Bunny dann.
„Tut mir leid, heute kann ich leider nicht. Ich habe noch etwas Wichtiges zu erledigen. Aber morgen würde mir ganz gut passen, wenn es euch nichts ausmacht“, sagte Caya, als sie sich wieder zu ihnen drehte.

„Klar, kein Problem“, lachte Minako. „Wenn du gerne Volleyball spielst, dann komm doch einfach in unsere Schulmannschaft!“
„Na mal sehen, ich bin nicht so geschickt im Umgang mit Bällen. Geht schon mal vor ins Klassenzimmer, ich komme gleich nach.“

„Bist du sicher, dass du den Weg zurück findest?“, fragte Ami zur Sicherheit.
„Ja, klar. Danke vielmals.“
Als die Mädchen außer Sichtweite waren, drehte sich Caya wieder zum Schuleingang.
Was war das? Diese vertraute Energie… und wohin ist sie so plötzlich verschwunden? Oder habe ich mir das alles nur eingebildet?

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* Die Frau ist komplett erfunden, aber sie soll ungefähr so drauf sein wie Bunnys frühere Lehrerin Haruna Sakurada. Die fand ich einfach zu genial^^

Das war es auch schon :D
Ich hoffe, es hat euch gefallen!
Lasst mir doch was da! Sowohl Lob als auch Kritik ist sehr gern gesehen!

Ganz liebe Grüße,
Eure Kelly-san
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