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Winter Wonderland
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| von Anki erstellt: 21.12.2009 letztes Update: 08.02.2010 Drama / P18 Slash | 68 Reviews |
Melde mich mal mit etwas Längerem. Und ich hoffe, dass es gefällt. Über Reviews würde ich mich freuen. Danke
Winter Wonderland
Es war kalt, nicht mal seine Handschuhe hielten seine Hände warm und er wünschte sich in seine Wohnung, weg von all dem Weihnachtsmarkt-Trubel und den regen Menschenmengen.Die Schneeflocken rieselten sanft auf den Boden, blieben an Handschuhen und Mütze hängen. Er roch den Glühwein, hörte leises Lachen und sah glückliche Gesichter.
An manchen Ständen blieb er stehen, sah sich wunderschöne Weihnachtsartikel an, unterhielt sich kurz mit den Verkäufern, fand aber nichts, was er seinen Eltern hätte schenken können.
An einem Glasbläser-Stand blieb er fasziniert stehen, blickte die Figuren an und fragte sich, ob das etwas für seine Eltern wäre – schön sah es aus, allemal. Aber ob es ihnen gefallen würde war die andere Frage. Er unterhielt sich kurz mit der Verkäuferin, 20 war sie, vielleicht 21 und lächelte ihn immer wieder verstohlen an.
Er seufzte lautlos. Hübsch war sie, aber nicht sein Typ. Ihr Bruder – falls es denn ihr Bruder war – war da schon mehr sein Fall. „Danke“, murmelte er und zeigt auf zwei Sachen, die er seinen Eltern kaufte. Jetzt fehlte nur noch das Geschenk für Felix – was er ihm schenkte, schwebte ihm irgendwie vor. Aber irgendwie war das eben auch nichts Besonderes.
Er mochte Weihnachten, mochte die Eintracht und auch den Schnee. Nur die Kälte mochte er nicht. Und den Weihnachtsstress, der immer herrschte.Und er erwischte scheinbar genau die Tage, an denen es verdammt voll war. Er drängte sich vorbei an den Leuten, die immer mal wieder stehen blieben. Die Schneeflocken beobachten und sie sich von den Handschuhen schlugen. Er lachte leise, fast lautlos.
Ein kleines Mädchen, um die sieben, acht Jahre rum, schaute ihn mit großen Augen an, zupfte schüchtern an seiner Jacke. „Duu?“, fragte sie, lachte den Mittelfeldspieler mit ihrer Zahnlücke an und schaute dann doch wieder schüchtern zu Boden. „Ja, Kleine?“, fragte Toni. „Darf ich – ich meine, hast du ein Autogramm für mich?“, fragte sie und Toni kniete sich zu Boden. „Ich hab‘ leider keins, aber wenn du ein Zettelchen hast, dann schreibe ich dir da drauf“, tröstete er die Kleine und sie rannte schnell zu Mama, holte sich einen Zettel. „Ja, hier, schau!“, rief sie ganz begeistert und hielt ihn Toni hin.
„Wie heißt du denn?“, fragte er, strich ihr durch die Haare. „Sophie“, lächelte sie und hielt danach das Autogramm voller Stolz ihrer Mama vor die Nase und Toni grinste leicht. Freute sich, jemandem eine Freude gemacht zu haben und lief zu seinem Auto. Die Geschenke für seine Eltern erfüllten ihn ein wenig mit Stolz – zum ersten Mal hatte er etwas gefunden ohne dass sie davon wussten.
Nur Felix würde eben schwierig werden. Ihm schwebte ein Trikot vor, von allen unterschrieben – aber schenkte man sowas seinem Bruder? Er ließ sich auf den Fahrersitz fallen, rieb sich müde die Augen und legte den Kopf zur Entspannung kurz in den Nacken. Dann startete er den Motor und fuhr die dunklen Straßen Leverkusens entlang.
Wenig später war er an seiner Wohnung angelangt und schloss frierend die Haustür, sowie seine Wohnungstüre auf. Sein Anrufbeantworter blinkte wie verrückt und kopfschüttelnd hörte er die Nachrichten ab. Unwichtiges. Adler, seine Eltern, sein Berater, Felix…
Er schnappte sich das eingepackte Geschenk und hielt es kurz in seinen Händen, dann rief er seine Eltern an.
„Hallo Papa“, meldete er sich und war glücklich, ein wenig Heimat zu verspüren. „Toni, schön von dir zu hören.“
Toni lächelte. „Ihr habt vorhin angerufen und deshalb habe ich zurückgerufen. Was gibt es denn?“, fragte der Leih-Leverkusener und atmete tief durch. „Wir wollten dich nur fragen, ab wann du zu uns kommst“, meinte sein Vater.
Er überlegte kurz. „Ja, am 22., wie schon geplant“, murmelte er und schloss kurz die Augen. Er mochte Weihnachten bei seiner Familie, mochte es wirklich. Aber langsam war er die Geheimniskrämerei um seine wirkliche Person einfach satt. Niemand wusste, dass er Männer liebte, nicht heiraten würde und keine Kinder wolte.
„Tschö Papa, bis denn“, verabschiedete er sich nach einigem belanglosen Hin und Her und stellte das Telefon zurück in die Ladestation. Erschöpft ließ er sich auf sein Bett fallen und fühlte den Tag in seinen Knochen. Seufzend blickte er auf die Uhr und entschied sich, noch schnell unter die Dusche zu hüpfen.
Als er das warme Wasser auf seiner Haut fühlte, merkte er die Verspannungen gleich aus seinen Muskeln weichen. Er stellte das Wasser ab und stieg aus der Dusche.
Seine Gedanken kreisten wieder einmal nur um ihn. Sein Alltag wurde von dieser einen Person bestimmt und obwohl er versuchte, nicht daran zu denken, klappte es doch nicht. Verflixte Liebe.
Er hoffte, sich ablenken zu können, wenn er erst mal bei seiner Familie war. Sich mit Felix unterhalten konnte und seinen Eltern den perfekten Sohn vorspielte. Geschafft fiel er ins Bett und war wenige Minuten später ins Land der Träume verschwunden…
Winter Wonderland
Es war kalt, nicht mal seine Handschuhe hielten seine Hände warm und er wünschte sich in seine Wohnung, weg von all dem Weihnachtsmarkt-Trubel und den regen Menschenmengen.Die Schneeflocken rieselten sanft auf den Boden, blieben an Handschuhen und Mütze hängen. Er roch den Glühwein, hörte leises Lachen und sah glückliche Gesichter.
An manchen Ständen blieb er stehen, sah sich wunderschöne Weihnachtsartikel an, unterhielt sich kurz mit den Verkäufern, fand aber nichts, was er seinen Eltern hätte schenken können.
An einem Glasbläser-Stand blieb er fasziniert stehen, blickte die Figuren an und fragte sich, ob das etwas für seine Eltern wäre – schön sah es aus, allemal. Aber ob es ihnen gefallen würde war die andere Frage. Er unterhielt sich kurz mit der Verkäuferin, 20 war sie, vielleicht 21 und lächelte ihn immer wieder verstohlen an.
Er seufzte lautlos. Hübsch war sie, aber nicht sein Typ. Ihr Bruder – falls es denn ihr Bruder war – war da schon mehr sein Fall. „Danke“, murmelte er und zeigt auf zwei Sachen, die er seinen Eltern kaufte. Jetzt fehlte nur noch das Geschenk für Felix – was er ihm schenkte, schwebte ihm irgendwie vor. Aber irgendwie war das eben auch nichts Besonderes.
Er mochte Weihnachten, mochte die Eintracht und auch den Schnee. Nur die Kälte mochte er nicht. Und den Weihnachtsstress, der immer herrschte.Und er erwischte scheinbar genau die Tage, an denen es verdammt voll war. Er drängte sich vorbei an den Leuten, die immer mal wieder stehen blieben. Die Schneeflocken beobachten und sie sich von den Handschuhen schlugen. Er lachte leise, fast lautlos.
Ein kleines Mädchen, um die sieben, acht Jahre rum, schaute ihn mit großen Augen an, zupfte schüchtern an seiner Jacke. „Duu?“, fragte sie, lachte den Mittelfeldspieler mit ihrer Zahnlücke an und schaute dann doch wieder schüchtern zu Boden. „Ja, Kleine?“, fragte Toni. „Darf ich – ich meine, hast du ein Autogramm für mich?“, fragte sie und Toni kniete sich zu Boden. „Ich hab‘ leider keins, aber wenn du ein Zettelchen hast, dann schreibe ich dir da drauf“, tröstete er die Kleine und sie rannte schnell zu Mama, holte sich einen Zettel. „Ja, hier, schau!“, rief sie ganz begeistert und hielt ihn Toni hin.
„Wie heißt du denn?“, fragte er, strich ihr durch die Haare. „Sophie“, lächelte sie und hielt danach das Autogramm voller Stolz ihrer Mama vor die Nase und Toni grinste leicht. Freute sich, jemandem eine Freude gemacht zu haben und lief zu seinem Auto. Die Geschenke für seine Eltern erfüllten ihn ein wenig mit Stolz – zum ersten Mal hatte er etwas gefunden ohne dass sie davon wussten.
Nur Felix würde eben schwierig werden. Ihm schwebte ein Trikot vor, von allen unterschrieben – aber schenkte man sowas seinem Bruder? Er ließ sich auf den Fahrersitz fallen, rieb sich müde die Augen und legte den Kopf zur Entspannung kurz in den Nacken. Dann startete er den Motor und fuhr die dunklen Straßen Leverkusens entlang.
Wenig später war er an seiner Wohnung angelangt und schloss frierend die Haustür, sowie seine Wohnungstüre auf. Sein Anrufbeantworter blinkte wie verrückt und kopfschüttelnd hörte er die Nachrichten ab. Unwichtiges. Adler, seine Eltern, sein Berater, Felix…
Er schnappte sich das eingepackte Geschenk und hielt es kurz in seinen Händen, dann rief er seine Eltern an.
„Hallo Papa“, meldete er sich und war glücklich, ein wenig Heimat zu verspüren. „Toni, schön von dir zu hören.“
Toni lächelte. „Ihr habt vorhin angerufen und deshalb habe ich zurückgerufen. Was gibt es denn?“, fragte der Leih-Leverkusener und atmete tief durch. „Wir wollten dich nur fragen, ab wann du zu uns kommst“, meinte sein Vater.
Er überlegte kurz. „Ja, am 22., wie schon geplant“, murmelte er und schloss kurz die Augen. Er mochte Weihnachten bei seiner Familie, mochte es wirklich. Aber langsam war er die Geheimniskrämerei um seine wirkliche Person einfach satt. Niemand wusste, dass er Männer liebte, nicht heiraten würde und keine Kinder wolte.
„Tschö Papa, bis denn“, verabschiedete er sich nach einigem belanglosen Hin und Her und stellte das Telefon zurück in die Ladestation. Erschöpft ließ er sich auf sein Bett fallen und fühlte den Tag in seinen Knochen. Seufzend blickte er auf die Uhr und entschied sich, noch schnell unter die Dusche zu hüpfen.
Als er das warme Wasser auf seiner Haut fühlte, merkte er die Verspannungen gleich aus seinen Muskeln weichen. Er stellte das Wasser ab und stieg aus der Dusche.
Seine Gedanken kreisten wieder einmal nur um ihn. Sein Alltag wurde von dieser einen Person bestimmt und obwohl er versuchte, nicht daran zu denken, klappte es doch nicht. Verflixte Liebe.
Er hoffte, sich ablenken zu können, wenn er erst mal bei seiner Familie war. Sich mit Felix unterhalten konnte und seinen Eltern den perfekten Sohn vorspielte. Geschafft fiel er ins Bett und war wenige Minuten später ins Land der Träume verschwunden…
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