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von Jaina-Danielle F    erstellt: 14.12.2009    letztes Update: 18.11.2010    Geschichte, Mystery / P16    (fertiggestellt)
So, hier nun das veränderte Chap 2 und das neue folgt als bald!


2.     Vollmondnacht

Chris saß nachdenklich vor dem Stadtplan, in seiner rechten Hand hielt er das Pendel und spielte damit zwischen seinen Fingern. Er schüttelte seufzend den Kopf. Dreieinhalb Wochen war es jetzt her seit er sie zuletzt gesehen hatte, mehr als vier, seit dem Angriff in der Bibliothek. Er ließ das Pendel auf den Tisch fallen und stand auf. Er schloss die Augen, raufte sich die Haare und trat mit einem langen Seufzer an das Fenster. Dann begann er auf und ab zu gehen. Er konnte sich einfach nicht dazu durchringen sie aus zu pendeln, doch was er auch anstellte er traf sie einfach nirgendwo an und aus dem Kopf bekam er sie auch nicht.

XXX~*~XXX

„Heute Alte Vettel, heute ist dein letzter Tag!“
„Vielleicht, vielleicht aber auch nicht! In...aaahh!“

Die Greisin krachte gegen die nächste Wand. Krächzend sah sie auf. „Du gewinnst nicht.“
„Mmmh? Ich denke schon. Verrate mir wo die letzte Erbin ist, oder sterbe qualvoll, such es dir au...“
„Mach, oder lass, doch ich schweige, wie alle zuvor.“
„Elende Brut!“

Er beschwor einen Feuerball herauf und spielte kurz damit, dann riss ihr die Kette ab. „Ich wette damit finde ich sie, nicht? Siehst du wir lernen. Ihr nicht!“
Der Feuerball traf die Hexe und schreiend verbrannte sie. Er aber grinste und verschwand, noch ehe die Flammen den Vorhang ergriffen. Und lange Zeit ehe der Feuermelder ansprang stand er schon beobachtend vor dem Haus.

XXX~*~XXX

Sie standen am Grab und warfen eine Handvoll Erde auf den Sarg, seine kleine Schwester eine kleine Rose und dann sah sie zu ihnen auf und fasste Wyatts Hand. „War sie auch eine...wie wir?“
Wyatt schüttelte rasch den Kopf und Chris sah ertappt zu Boden, er war erleichtert das sie nicht ihn gefragt hatte, lügen, das hätte er nicht gekonnt.
„Nein,“ antwortete Wyatt unterdessen. „Nein sie war keine Hexe, sie war nur eine Tante unserer Großmutter, von uns kannte sie eigentlich keiner richtig.“
„Warum, warum sind wir dann hier?“
„Weil sie zur Familie gehört.“
„Aha.“

Die Brüder warfen sich einen stummen Blick zu genau genommen verstanden sie ja selber nicht, wieso ihre Mütter sie her geschleppt hatten, wo Phoebe doch erst am Vorabend hatte verlauten lassen, sie habe bisher nicht mal was von dieser mysteriösen Tante Pharra Lyra Colden gehört. Auch Piper und Paige hatten mit dem Namen, der Adresse nichts anfangen können und hatten die Frau erst nach einer längeren Internetrecherche gefunden. Sie war eine an geheiratete Tante ihrer Großmutter gewesen. Chris seufzte.

*~*~*

Chris sah auf und entdeckte mitten unter den Trauergästen in der Halle ein bekanntes Gesicht. Er konnte sein Glück kaum fassen. Automatisch griff er nach dem Anhänger den er immer in seiner Hosentasche gehabt hatte und ging dann nach einigem zögern langsam auf sie zu. „Hi.“
„Ähm...'tschuldige!“ Sie drehte sich herum und lief weg. Chris öffnete den Mund, doch noch ehe er was sagen konnte, vertrat ihr ein junger Mann den Weg. Er beugte sich zu ihr, flüsterte etwas und schob sie zurück. Sie starrte ihn wütend an, er aber nickte und deutete auf ihn. Chris starrte ihn an, sie kam zurück und entschuldigte sich erneut. „Mein...mein Bruder meint ich soll...mit dir reden?“
„Ah...sagt er?“
Sie nickte und irgendwie hatte er das Gefühl sie fühle sich unwohl.
„Warum will er das, oder warum weichst du mir aus?“
„Ist das nicht offensichtlich?“
„Nein.“ Er schüttelte den Kopf.
„Ähm,“ sie stutzte und schüttelte dann den Kopf. „Wir sind hexen, beide, wenn das nicht...“
„Eigentlich dachte ich, grade das macht es einfach, wir kennen schon unser größtes Geheimnis, wir müssen es nicht verstecken. Unser Verschwinden hinter Ausreden, Lügen verbergen. Nein, ich finde es gar nicht offensichtlich. Eigentlich dachte ich sogar das es endlich mal was werden könnte.“
Perplex starrte sie ihn an. „Was mit...uns?“
Er nickte. Sie starrte ihn an. „Hier,“ Chris drückte ihr den Anhänger in die Hand und mit ihm einen kurzen Brief, dann wandte er sich ab. „Schade, das du so denkst, ich dachte nämlich ich hätte eine Freundin gefunden, die mich verstehen könnte, wirklich verstehen.“
Sie seufzte und sah zu Boden. Als sie aufblickte war er fort, sie fluchte. Ich Sturrkopf!

XXX~*~XXX

„Aaahhh!“
„MAMIIII!“

„Prue!“ Phoebe sprang auf und rannte los. Chris beamte sich hinauf und als er seine Cousine in der Raumecke entdeckte vor der ein kräftige Mann in schwarz mit schmutzig, braunem Haar stand. „He! Weg da!“

„Prue!“ Rief Phoebe hinter ihm und einen Moment später war das Mädchen neben ihm. „Bring sie weg!“
Er nickte.

Mit seiner Cousine Prue beamte er sich zu seinem Vater in die Zauberschule, dort wartete er ganz gegen seinen Willen bis die Eltern ihn zurück riefen. Prue aber blieb wo sie war, bei seinem Vater, ihrem Onkel.

XXX~*~XXX

Chris seufzte seit drei Wochen trafen sie sich nun heimlich und genossen die Zeit miteinander und auch heute sollte es wieder soweit sein und so wunderte er sich überaus, als sie weit über der Zeit lag. Besorgt versuchte er es zum wiederholten male auf ihrem Handy und endlich, ging sie dran. „Liza! Wo....“
„Chris sorry, ehrlich, aber ich...ich muss unbedingt nach meiner Freundin sehen, Katee hat sich jetzt seit drei Tagen nicht gemeldet, das ist....so...über-haupt nicht ihre...Art.“
„Was machst du da? Rennst du Treppen hoch, das hört sich gar nicht so a...“
„In ihrem Hausflur, den Schlüssel aus dem Versteck fischen und...“ er hörte eine sich öffnende Tür. „....nachsehen was...AAAH!“
Chris schrack zusammen. Er schloss die Augen und konzentrierte sich auf die Freundin, ließ sein Handy zusammen klappen ehe er sich zu ihr beamte.

Einen Moment später stand er hinter ihr. Sie zitterte und rasch machte er einen Schritt an ihre Seite blieb stehen. Vor ihnen halb vom Küchenthresen verborgen lag reglos ein junges Mädchen. Hinter ihnen wurde die Tür aufgeschoben. Instinktiv ergriff er ihre Hand und beamte sie zwei fort. Neben dem Haus in einer Gasse tauchten sie wieder auf. Verwirrt sah sie zu ihm hoch, dann stürzte sie weinend in seine Arme und erst jetzt bemerkte er den kühlen Gegenstand in ihrer zitternden Hand. Er nahm es ihr vorsichtig ab und sah es an. Angewiedert wollte er es schon wegwerfen entschied sich dann aber anders und beamte es auf den häuslichen Dachboden, seiner Eltern. Sie schloss die Augen. „Weißt du...weißt du was vorgestern war?“
„Ihr wart verabredet und...“
„Nein,“ verzweifelt schüttelte sie den Kopf. „Nein, Vollmond. Vor zwei Tagen...Nächten, war Vollmond und seit dem Abend hat sie keiner mehr gesehen. Weißt du...weißt du was das...“
„Der Mondmörder lebt noch.“
Sie nickte. „Der Dämon ist wieder auf Jagd. Oh, Gott.“
„Es reicht jetzt, ich nehme dich mit zu mir. Dort ist es sicherer, zumindest als auf offener Straße und von dort kannst du auch deinen Bruder anrufen. Nun, komm!“
Noch immer zitternd nickte sie. „Ja...ja ich glaube du hast...Recht.“
Besorgt sah er sie an, sie nickte nur. „Ja...ja.“

Oben in seinem Zimmer setzte er sie langsam auf sein Bett. Sie starrte ihn an. „Wo sind wir hier?“
„Meinem Zimmer, alles ok. Keine Sorge. Liza, Liza bitte, wusstest du das sie...Katee eine Hexe ist?“
Sie schüttelte den Kopf, da sie sich aber immer noch nicht wirklich beruhigte nahm er sie fest in die Arme und drückte sie an sich. Ganz langsam entspannte sie schließlich.
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