■
Kapitel 1: Wut und Freude
||
10px|12px|15px|17px|19px
Times|Arial|Helvetica
25%|50%|75%|100%
| von Hannah12 erstellt: 01.12.2009 letztes Update: 01.12.2009 Drama / P16 (fertiggestellt) | noch keine Reviews |
Kapitel 1: Wut und Freude
Ich wurde damals unsanft geweckt. Durch die lauten Stimmen meiner Eltern, sie stritten, dass der jeweils Andere zu laut war, wir Kinder würden noch aufwachen.
Freude durchströmte mich, lies mich lächeln. Es war doch alles nur ein Traum gewesen, sie interessierten sich doch für mich.
Doch ich irrte mich, das merkte ich Sekunden später als sie weiter stritten.
„SEI DOCH ENDLICH LEISE, BEVOR MAJA NOCH AUFWACHT!!! DAS KÖNNEN WIR JETZT NICHT GEBRAUCHEN, SIE KÖNNTE ALLES KAPUTT MACHEN!!! HAST DU NUN SEINE KOFFER GEPACKT???“
Damals realisierte ich alles wie in Zeitlupe. >>Wessen Koffer??<< dachte ich verwirrt.
„NATÜRLICH!!! ICH BIN JA NICHT SO DOOF WIE DU!!!! FALLS DU MAL DEINEN FETTEN HINTERN VOM SOFA HOCHBEWEGEN WÜRDEST, KÖNNTEST DU IHN VIELLEICHT FERTIG GEPACKT IM FLUR STEHEN SEHEN!!!“
Tränen sammelten sich in meinen Augen, wann würden sie endlich aufhören zu streiten??
Ich konnte damals vieles nicht verstehen, ich war nicht besonders schlau. Wer war das schon mit jungen vier Jahren??
Ich hörte die Schranktür von meinem Bruder quietschen, er war also auch wachgeworden.
Ich blieb jedoch reglos liegen und lauschte weiterhin meinen Eltern.
„JETZT GEH IHN DOCH ENDLICH WECKEN!!!“
„MACH ES DOCH SELBER, DU FAULER SACK!!!“
„DU HAST IHN SO WIE SO SCHON MIT DEINEM LAUTEN GEBRÜLL GEWECKT!!!“
Mutter schnaufte, sie trampelte nicht gerade leise die Treppe hoch. Vor sich hinschimpfend ging sie an meiner Tür vorbei eine weitere Treppe hoch in das Zimmer meines Bruders.
Dort blieb sie eine Weile, redete ruhig mit ihm.
Mir war klar, würde sie solange in meinem Zimmer bleiben, hätte ich mal wieder blaue Flecke und Blutergüsse gehabt. Ich hoffte, dass Vater unten bleiben würde, hoffte, er würde nicht hochkommen.
Und er tat es auch nicht.
Heute blieb ich verschont.
Ich wagte nicht mich zu bewegen, hatte Angst, was nun passieren würde.
Leon, mein Bruder, schlich grummelnd hinter meiner Mutter runter in das Erdgeschoss.
>>Machen sie wieder einen `Familienausflug` und sperren mich in mein Zimmer ein??<< fragte ich mich, die Tränen, die aufsteigen wollten, unterdrückend.
„Wo fahren wir denn hin??“ hörte ich die liebliche Stimme Leons.
„Schätzchen, sei doch leise. Maja möchte weiterschlafen, sie möchte nicht mit. Aber einer von euch muss zu euerer Tante. Es ist doch nur für eine kurze Zeit.“
Ich riss erschrocken die Augen auf. Sie wollten mir meinen lieben Bruder Leon wegnehmen.
>>Nein! Er darf nicht gehen, er ist doch mein Bruder!! Sie können ihn mir nicht wegnehmen!!<< Panisch schlug ich die dünne Decke zurück und wollte schnell aufstehen, doch ich verhedderte mich in ihr und fiel hin.
„Komm, Leon, deine Tante wartet schon!“
Ich versuchte die Decke von meinen Füßen zu befreien, doch es gelang mir nicht sofort.
„Ich möchte mich noch von Maja verabschieden!“
„Sie möchte noch schlafen, du wirst sie doch zu Weihnachten wiedersehen!“
„Jetzt komm, schnell!“
Mit tränenüberströmtem Gesicht stand ich auf und lief zur Tür, sie war verschlossen.
Was hatte ich auch Anderes erwartet? Etwa, dass sie offen war? Wie dumm ich doch mal wieder war.
„Na Gut.“
>>Nein, Leon, bleib bei mir!<<
Ich schluchzte. Er sollte mich nicht alleine lassen, er durfte mich nicht bei unseren Eltern lassen.
Ich rüttelte verzweifelt an der Tür, doch sie ging nicht auf.
Die Haustür wurde zugeknallt. Lauthals hämmerte ich an das Holz vor mir.
Ich hörte Stühle rücken, jemand ging die Treppe hinauf.
Mutter war mit Leon unterwegs, brachte ihn weg.
Dann konnte das nur Vater sein.
Ich erstarrte, meine Augen wurden riesig vor Angst. Ich wusste was nun passieren würde.
Zitternd trat ich zurück, als die Tür mit einem Klicken geöffnet wurde.
Immer weiter wich ich zurück, vor meinem eigenen Vater.
Er trat auf mich zu, diesen irren Blick in den Augen.
Plötzlich stolperte ich über irgendetwas und fiel hin.
„Du kleines Gör hast mal wieder eine Lektion verdient, was?“
_________________________
vll ein bissl kurz, keine Sorge das nächste wird länger:)
Das Lied hat mich insperiert: http://www.youtube.com/watch?v=FH04uQ1Gbbs
ist vll ein bissl dunkel, aber passend
Ich wurde damals unsanft geweckt. Durch die lauten Stimmen meiner Eltern, sie stritten, dass der jeweils Andere zu laut war, wir Kinder würden noch aufwachen.
Freude durchströmte mich, lies mich lächeln. Es war doch alles nur ein Traum gewesen, sie interessierten sich doch für mich.
Doch ich irrte mich, das merkte ich Sekunden später als sie weiter stritten.
„SEI DOCH ENDLICH LEISE, BEVOR MAJA NOCH AUFWACHT!!! DAS KÖNNEN WIR JETZT NICHT GEBRAUCHEN, SIE KÖNNTE ALLES KAPUTT MACHEN!!! HAST DU NUN SEINE KOFFER GEPACKT???“
Damals realisierte ich alles wie in Zeitlupe. >>Wessen Koffer??<< dachte ich verwirrt.
„NATÜRLICH!!! ICH BIN JA NICHT SO DOOF WIE DU!!!! FALLS DU MAL DEINEN FETTEN HINTERN VOM SOFA HOCHBEWEGEN WÜRDEST, KÖNNTEST DU IHN VIELLEICHT FERTIG GEPACKT IM FLUR STEHEN SEHEN!!!“
Tränen sammelten sich in meinen Augen, wann würden sie endlich aufhören zu streiten??
Ich konnte damals vieles nicht verstehen, ich war nicht besonders schlau. Wer war das schon mit jungen vier Jahren??
Ich hörte die Schranktür von meinem Bruder quietschen, er war also auch wachgeworden.
Ich blieb jedoch reglos liegen und lauschte weiterhin meinen Eltern.
„JETZT GEH IHN DOCH ENDLICH WECKEN!!!“
„MACH ES DOCH SELBER, DU FAULER SACK!!!“
„DU HAST IHN SO WIE SO SCHON MIT DEINEM LAUTEN GEBRÜLL GEWECKT!!!“
Mutter schnaufte, sie trampelte nicht gerade leise die Treppe hoch. Vor sich hinschimpfend ging sie an meiner Tür vorbei eine weitere Treppe hoch in das Zimmer meines Bruders.
Dort blieb sie eine Weile, redete ruhig mit ihm.
Mir war klar, würde sie solange in meinem Zimmer bleiben, hätte ich mal wieder blaue Flecke und Blutergüsse gehabt. Ich hoffte, dass Vater unten bleiben würde, hoffte, er würde nicht hochkommen.
Und er tat es auch nicht.
Heute blieb ich verschont.
Ich wagte nicht mich zu bewegen, hatte Angst, was nun passieren würde.
Leon, mein Bruder, schlich grummelnd hinter meiner Mutter runter in das Erdgeschoss.
>>Machen sie wieder einen `Familienausflug` und sperren mich in mein Zimmer ein??<< fragte ich mich, die Tränen, die aufsteigen wollten, unterdrückend.
„Wo fahren wir denn hin??“ hörte ich die liebliche Stimme Leons.
„Schätzchen, sei doch leise. Maja möchte weiterschlafen, sie möchte nicht mit. Aber einer von euch muss zu euerer Tante. Es ist doch nur für eine kurze Zeit.“
Ich riss erschrocken die Augen auf. Sie wollten mir meinen lieben Bruder Leon wegnehmen.
>>Nein! Er darf nicht gehen, er ist doch mein Bruder!! Sie können ihn mir nicht wegnehmen!!<< Panisch schlug ich die dünne Decke zurück und wollte schnell aufstehen, doch ich verhedderte mich in ihr und fiel hin.
„Komm, Leon, deine Tante wartet schon!“
Ich versuchte die Decke von meinen Füßen zu befreien, doch es gelang mir nicht sofort.
„Ich möchte mich noch von Maja verabschieden!“
„Sie möchte noch schlafen, du wirst sie doch zu Weihnachten wiedersehen!“
„Jetzt komm, schnell!“
Mit tränenüberströmtem Gesicht stand ich auf und lief zur Tür, sie war verschlossen.
Was hatte ich auch Anderes erwartet? Etwa, dass sie offen war? Wie dumm ich doch mal wieder war.
„Na Gut.“
>>Nein, Leon, bleib bei mir!<<
Ich schluchzte. Er sollte mich nicht alleine lassen, er durfte mich nicht bei unseren Eltern lassen.
Ich rüttelte verzweifelt an der Tür, doch sie ging nicht auf.
Die Haustür wurde zugeknallt. Lauthals hämmerte ich an das Holz vor mir.
Ich hörte Stühle rücken, jemand ging die Treppe hinauf.
Mutter war mit Leon unterwegs, brachte ihn weg.
Dann konnte das nur Vater sein.
Ich erstarrte, meine Augen wurden riesig vor Angst. Ich wusste was nun passieren würde.
Zitternd trat ich zurück, als die Tür mit einem Klicken geöffnet wurde.
Immer weiter wich ich zurück, vor meinem eigenen Vater.
Er trat auf mich zu, diesen irren Blick in den Augen.
Plötzlich stolperte ich über irgendetwas und fiel hin.
„Du kleines Gör hast mal wieder eine Lektion verdient, was?“
_________________________
vll ein bissl kurz, keine Sorge das nächste wird länger:)
Das Lied hat mich insperiert: http://www.youtube.com/watch?v=FH04uQ1Gbbs
ist vll ein bissl dunkel, aber passend
||
10px|12px|15px|17px|19px
Times|Arial|Helvetica
25%|50%|75%|100%
