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von Ruby1899    erstellt: 27.11.2009    letztes Update: 26.05.2010    Geschichte, Romanze / P12    (abgebrochen)
Ja gerade hatte ich noch gesagt, dass ich die Story erstmal nicht hochladen werde, aber na ja, jetzt ist sie doch hier.

Ich wünsche euch auch damit vel Spaß.... :-P Wir können es auch einfach nicht lassen, ne?

Samstag, 13. März 2010

Es ist schon bald elf Uhr, als ich Dennis vom Sofa hochscheuche und sage, dass wir jetzt mal langsam gehen sollten, wenn wir uns gegen elf mit Matthew vorm Planet treffen wollen.

Widerstrebend rafft er sich auf und folgt mir nach unten.

Wir verschwinden beide noch mal kurz in unseren Zimmern – Dennis hat natürlich das wesentlich größere Zimmer sofort an sich gerissen -, um Geldbeutel und Handy einzustecken und treffen uns im Flur wieder. Ich angle mir noch meine Schlüssel, da ich mich breitschlagen habe lassen, zu fahren, dann geht’s los.

„Echt super von dir, dass du fährst, Marcel“, meint Dennis, als wir am Auto sind, und steigt schnell ein, bevor ich etwas nach ihm werfen kann.

Immer dasselbe mit dem Idioten.

Es bin ja doch meistens ich derjenige, der fährt, wenn wir abends weggehen, es sei denn, wir leisten uns mal ein Taxi. Dennis ist, glaube ich, noch nie gefahren. Höchstens einmal vielleicht, der Arsch!

Aber, wenn er meint…

Ich muss nicht unbedingt trinken, um meinen Spaß zu haben.

Mit einem Seufzen steige ich nun auch ein, schlage Dennis gegen den Oberschenkel, bevor ich mich anschnalle. „Du bist ein Depp, weißt du das eigentlich?“

Lachend nickt er, lässt mich noch mehr den Kopf schütteln.

Auf was hab’ ich mich nur eingelassen, als ich zugestimmt habe, mit ihm zusammenzuziehen, nachdem er mit seiner Freundin Schluss gemacht hat? Manchmal frage ich mich echt, ob ich nicht hätte Nein sagen sollen – auch wenn mir dann diese verdammt geile Wohnung entgangen wäre!

Und eigentlich…

Ist er ja schon voll in Ordnung. So ziemlich der beste Freund, den ich hier in Nürnberg habe.

Er ist halt einfach… Dennis.

*

Etwas mehr als zehn Minuten später parken wir vor dem Planet, sammeln Matt ein und betreten dann die Disco durch einen Sondereingang. Diese VIP-Karten, die Dennis uns besorgt hat, haben schon so ihren Vorteil.

In der Disco ist es brechend voll.

Wie immer.

Das Teil kommt einfach gut an, glaube ich. Verständlicherweise! Ich find’s auch jedes Mal aufs Neue ziemlich geil.

Wir suchen uns einen Platz nahe der Bar und ich erkläre mich bereit, die erste Runde Getränke zu holen, während sich die anderen zwei hinsetzen. Sofort bestellen sie munter drauf los und ich rolle nur mit den Augen, ziehe davon und quetsche mich an der Bar zwischen zwei Jugendlichen durch, fische einen Geldschein aus meiner Hosentasche und warte darauf, dass man mich bemerkt.

Scheint seine Zeit zu dauern, so dass ich meinen Blick wandern lasse.

Lande bei einem Mädchen, das drei, vier Meter weiter steht, sich mit einer Freundin unterhält und dabei an einem Cocktail nippt.

Sieht gut aus.

Ich lasse meinen Blick über sie wandern – lange, blonde Haare, die sie locker zusammengebunden hat. Groß, schlank, hübsches Gesicht. Sieht noch ein bisschen jung aus, aber dafür wirklich, wirklich nicht schlecht.

Jetzt sieht sie auf. Der Blick aus hellen grünblauen Augen trifft genau auf mich.

Hat wohl bemerkt, dass sie beobachtet wird.

Leicht lächle ich ihr zu, wende mich dann wieder nach vorne und bin froh, dass einer der Barkeeper jetzt in meiner Nähe ist, sich schließlich zu mir beugt. „Ein Bier, ein Cuba Libre und ’ne Cola“, gebe ich meine Bestellung ab und warte.

Werfe wieder einen Blick nach links, muss nicht lange warten, bis mein Blick erwidert wird und ich ein schüchternes Lächeln ernte.

Ich erwidere, suche und halte den Augenkontakt, bis sie rot wird und wegsieht.

Süß.

„Ey, was ist jetzt?“, reißt mich jemand von der Schönheit weg, lässt mich auffahren. Ich drehe mich zur Bar, nehme die Getränke entgegen und reiche dem Barkeeper meinen Geldschein.

Er schiebt mir noch das Rückgeld zu und wendet sich dem nächsten Kunden zu, so dass ich mir Zeit lassen kann, das Geld einzustecken.

Sehe noch mal zu der Schönheit hinüber, sie steht immer noch bei ihrer Freundin.

Unterhält sich mit dieser.

Diesmal sieht sie nicht auf, so dass ich mir seufzend die Getränke greife, sie zu unserem Tisch balanciere. Was gar nicht so einfach ist, mit zwei Gläsern und einer Flasche, bei der überfüllten Disco, aber ich schaffe es, ohne größere Flüssigkeitsverluste.

Dennis schnappt sich sein Bier. „Mensch, Junge, was hat denn da so lange gedauert, hm?“, fragt er spöttisch.

„Hübsche Lady entdeckt?“, hakt Matt, grinst breit und bringt mich selbst auch fast zum Lachen, schon alleine, wegen seines breiten Akzents. Ist manchmal eben einfach ziemlich komisch. „So wie du grinst… Scheint wohl so!“

Jetzt wird auch Dennis neugierig, reckt seinen Hals. „Wo denn?“

Ich rolle nur die Augen, nehme einen Schluck von meiner Cola und wippe dann mit dem Fuß im Takt der Musik.

Es dauert einen kleinen Moment, aber irgendwann widmen sich die beiden doch einem anderen Thema. Es geht um das Spiel von heute Nachmittag – wir haben gegen Freiburg gewonnen.

3:1.

Das letzte Tor hab’ ich sogar noch aktiv miterlebt.

Auf dem Feld.

Fast schon ein Wunder, wenn man bedenkt, dass ich meistens nur für die letzten zehn Minuten alle paar Spiele mal eingewechselt werde. Dennis geht’s da viel besser, der ist schon von Anfang an Stammspieler hier.

Ein bisschen neidisch bin ich da manchmal schon auf ihn… Wäre ich auch gerne. Ich bin immerhin hier, um Spielpraxis zu sammeln und nicht, um auf der Bank zu sitzen.

Dumm gelaufen.

Ich runzle die Stirn, als ich wieder auf den Platz mir gegenüber schaue. „Wo ist denn Matt jetzt hin?“, wende ich mich an Dennis.

„Na, wo wohl?“, erwidert der, nickt grinsend Richtung Tanzfläche.

Stirnrunzelnd drehe ich mich auf dem Stuhl, lasse meinen Blick über die Menge an Menschen wandern und entdecke Matthew tatsächlich irgendwann mit einer Blondine, die ihn ordentlich anbaggert, sich an ihn herantanzt, fast schon ein wenig lasziv.

Ich schüttle den Kopf.

Immer wieder dasselbe mit dem Kerl.

„Wieso kriegt der immer alle Mädels ab?“, beschwere ich mich bei Dennis, trinke meine Cola leer.

Dennis hebt die Schultern. „Ist Australier, darauf fahr’n die Weiber ab“, meint er und greift sich mein Glas. „Ich hol’ uns mal noch was zu trinken, ja?“, fügt er noch an, dann verschwindet er auch schon an die Bar.

Noch nicht einmal eine Minute später tippt mir jemand vorsichtig auf die Schulter und ich wende mich um.

Ich lächle, als ich erkenne, wer da neben meinem Stuhl steht.

Die Schönheit von der Bar.

„Willst du tanzen?“, fragt sie jetzt und sieht mich dabei fast verschüchtert an.

Sofort nicke ich, lasse mich von meinem Stuhl gleiten und werfe dann einen Blick in Richtung Bar. Dennis kommt schon wieder – wie auch immer er es geschafft hat, sofort dranzukommen – und mustert mich jetzt irritiert. „Moment“, murmle ich meiner Schönheit zu, beuge mich dafür recht nahe an ihr Ohr heran.

Verwirrt nickt sie, während ich kurz zu Dennis gehe, ihm sage, dass es mir leid tue, aber ich ihn jetzt alleine lassen müsse.

Genervt seufzt er auf, blickt zu dem Mädchen hinüber. „Sicher, dass deine Braut schon volljährig ist, Junge?“

Ich verpasse ihm eine Kopfnuss, rufe ihm noch zu, dass er sehen soll, wie er nach Hause kommt und gehe dann zurück zu meiner Schönheit, greife sie an der Hand und ziehe sie mit mir auf die Tanzfläche. „Wie heißt du eigentlich?“, brülle ich über die Musik zu, bevor ich sie näher zu mir heranziehe, mit ihr tanze.

„Esther!“

„Schöner Name. Passt zu einer schönen Frau… Ich bin Marcel“, antworte ich ihr und hole sie noch näher heran, als die Musik jetzt langsam wird. „Wie alt bist du, Esther?“

Ich erhalte die gewünschte Antwort – seit drei Monaten 18 Jahre – und denke triumphierend an Dennis zurück. Klar, sieht sie jung aus, aber das muss ja noch gar nichts heißen, ne?

Schüchtern schlingt Esther jetzt ihre Arme um meinen Hals, so dass ich sie richtig nahe zu mir heranziehen kann.

*

Eine halbe Stunde später sitzen wir in meinem TT und fahren zur mir nach Hause.

Keine Ahnung, was Dennis jetzt macht.

Ich denke, Matthew wird ihn mit nach Hause nehmen. Der ist auch mit dem Auto da – und meint, dass man trotzdem noch ein, zwei Gläser trinken könnte. Depp, aber so ist er eben und na ja… Nicht mein Problem. Bis jetzt ist er immer gut nach Hause gekommen.

Kaum dass der Wagen steht, steige ich aus und gehe drum herum, um Esther die Tür zu öffnen, ihr rauszuhelfen.

Verriegle den Wagen, bevor ich mit ihr an der Hand zur Haustür gehe.

Wir nehmen den Fahrstuhl nach oben.

Ich kann mich schon dort kaum noch beherrschen, schiebe sie gegen die Wand, nehme ihr Gesicht in die Hände und küsse sie fordernd.

Esther erwidert den Kuss vorsichtiger, schüchtern fast.

Aber irgendwie gefällt mir das auch.

Oben angekommen, schiebe ich sie durch den Flur und die Wohnküche in mein Zimmer, schlage die Tür hinter uns mit dem Fuß zu und lehne mich dagegen, ziehe sie zu mir heran und schiebe meine Hände unter ihr Oberteil, streife es ihr über den Kopf, als keine Widerworte von ihr kommen.

Lasse es einfach auf den Boden fallen und schiebe sie dann zu meinem Bett hinüber, drücke sie darauf und lege mich neben sie.
 
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