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Geschichte: Fanfiktion
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von Maline
erstellt: 20.11.2009
letztes Update: 14.07.2010
Geschichte, Allgemein / P12
(fertiggestellt)
oooOOOooo
Zwiegespräche
Zwiegespräche
„Willst du mir ein Loch durch die Stirn starren oder was?“ fragte sie und stemmte eine Hand ihre Hüfte.
Aus den Gedanke gerissen fuhr Teague auf und blickte sie für einen Moment an, als sähe er sie heute das erste Mal. „Wie?“
„Ob du noch lange so starren willst…“
„Was? Ich?“ Teague schüttelte heftig den Kopf bis seine Haare flogen. „Ich musste nur gerade an etwas denken.”
„So?” Sie kam zu ihm herüber, hielt vor seinem Sitzplatz an und stemmte sich die Hände in den Rücken. Vielleicht hatte sie Rückenschmerzen, vielleicht aber auch nicht. So genau konnte er das nicht wissen.
Sie beklagte sich ja auch nie. Vor allem nicht wegen des Kindes. Mit keinem Stück wollte sie Teague dazu veranlassen, das kleine Leben in ihr noch weniger zu mögen, als ohnehin schon.
Ihr Bauch war bereits auf beachtliche Größe angeschwollen und selbst das weite Hemd, das sie trug und das nur von dem bunten Tuch unter ihrer Brust zusammengehalten wurde, schien ihr nicht mehr lang passen zu wollen.
„An was dachtest du denn gerade?“
Teague biss sich auf die Lippe.
Ertappt.
Verdammt.
Konnte er sich so eine Blöße geben? Aber immerhin war niemand in der Nähe um ihn zu hören.
„Ich musste daran denken, dass ich mich damals geirrt habe.“
Sie runzelte die Stirn, ergriff aber seine schwielige Hand, die er ihr entgegenstreckte. Mit einem sanften Zug hatte er sie auf seinen Schoß befördert und mit einer Hand umschlungen.
„Vielleicht vor 6 Monaten hab ich noch geglaubt, dass dich der dicke Bauch unansehnlich machen würde.“
Er erkannte, wie sie die Lippen schürzte und beeilte sich, weiter zu sprechen.
„Aber ich muss eingestehen, dass ich mich geirrt hab. Der Bauch steht dir ausgesprochen gut.“
„Oh, du Schwerenöter…“ Sie schenkte ihm einen sündigen Augenaufschlag und wollte ihm soeben einen Kuss auf die Lippen hauchen, als sie mitten in der Bewegung inne hielt.
„Au…“
Alarmiert sah Teague sie an. „Was ist?“
Es dauerte ein, zwei Herzschläge, bis sie sich wieder halbwegs aufrichtete und sich aufatmend eine Strähne aus der Stirn strich.
Ein Lächeln lag auf ihren Zügen und ein eigenartiges Glänzen strahlte ihn aus ihren Augen entgegen. „Er hat mich getreten.“
„Getreten? Wer hat dich getreten? Das Kiehlschwein lass ich…”
Sie lachte auf, schob mit einer Hand ihr Hemd auseinander, während sie mit der anderen seine Hand packte und sich auf den kugelrunden Babybauch legte. „Er, du Dummerchen. Dein Sohn hat mich getreten. Spürst du das? Er muss aufgewacht sein.”
Tausend Gefühle durchzuckten Teague auf einmal. Angst, Verwirrung und tatsächlich Aufregung. Aber er konnte nur da sitzen und die Bewegungen ertasten, die er in ihrem kugelrunden Bauch ertasten konnte. Er konnte sich nicht daran erinnern, jemals etwas Vergleichbares gefühlt zu haben.
Das erste Mal schien ihm das Kind so greifbar nahe. So lebendig. Ihr Kind. Sein Kind. Direkt hier unter seiner Hand.
„Unglaublich, nicht wahr?“ hauchte sie an seinem Ohr und selbst aus ihrer Stimme war ihr Lächeln zu hören.
Er wusste nicht, was er sagen sollte. Sein Kopf war leer. So vollkommen leer.
„Kannst du ihn spüren?“
Er nickte und fühlte sich wie berauscht. „Ja. Ja ich spür es.“
Unglaublich. Vollkommen unglaublich.
„Ihn. Du spürst ihn.”
Stirnrunzelnd blickte Teague zu ihr auf. „Woher weißt du, dass es ein Junge ist?“
Ihr Lächeln wirkte ebenso berauschend, wie zuvor der Tritt des Kindes. Sie vergrub eine Hand in seinem Haar und drehte sich eine Strähne um den Finger.
„Das weiß ich einfach. Immerhin wird er dein Sohn, Edward.“
Schaudernd zuckte er mit den Schultern und verdrehte die Augen: „Du weißt, dass ich es hasse, wenn du mich so nennst.“
Ein helles Lachen perlte von ihren Lippen. „Aber wir müssen doch einen Namen für den Jungen finden. Fändest du Edward denn nicht passend? Edward, nach seinem Vater.“
Ein Stöhnen verließ Teagues Lippen. „Nur über meine Leiche. Ich werde dem armen Würmchen sicherlich nicht die gleiche Folter antun, wie meine Eltern mir.“
Abermals musste sie lachen und schmiegte sich in seinen Arm, der noch immer halb um ihrer Hüfte lag. „Also kein Edward?“
„Nein. Niemals.“ Mit einem Mal rückte Teague näher an sie heran und sog den Duft ihrer Haare in sich ein. „Müssen wir seinen Namen denn ausgerechnet jetzt besprechen? Ist es nicht noch zu früh?“
„Zu früh?“ Seufzend lehnte sie sich näher an ihn und ließ ihn sein Gesicht in ihrer Schulter vergaben. „Wir haben kaum noch 2 Monate.“
„Aber im Moment hätte ich eigentlich auf etwas ganz anderes Lust.“
„Teague…der Junge…“ Sie entzog sich gerade noch so seinen Lippen und sah ihn beinahe rügend an. „Denkst du nicht, dass das etwas unpassend ist. Jedenfalls mit ihm dabei…“
Aus Teagues Kehle entwich ein Laut, als wäre er tödlich getroffen worden, doch er zog sich tatsächlich zurück. Eine Hand auf ihren kugelrunden Bauch legend, seufzte er abermals auf und verdrehte die Augen.
„Und gerade hab ich angefangen den kleinen Kerl zu mögen…“
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