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Geschichte: Fanfiktion
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von Maline
erstellt: 20.11.2009
letztes Update: 14.07.2010
Geschichte, Allgemein / P12
(fertiggestellt)
oooOOOooo
Eigentlich hab ich das hier nur als Sammlung von kleinen Kurzgeschichten aus dem Leben der Familie „Teague“ geplant. Also keine zusammenhängende Geschichte. Die ersten paar Kapitel werden vermutlich auch mehr oder weniger in chronologischer Reihenfolge kommen, aber irgendwann wird’s wohl drunter und drüber gehen ;D
Ich hoffe, ihr könnt mir das verzeihen.
oooOOOooo
Nachtgedanken
Eigentlich hab ich das hier nur als Sammlung von kleinen Kurzgeschichten aus dem Leben der Familie „Teague“ geplant. Also keine zusammenhängende Geschichte. Die ersten paar Kapitel werden vermutlich auch mehr oder weniger in chronologischer Reihenfolge kommen, aber irgendwann wird’s wohl drunter und drüber gehen ;D
Ich hoffe, ihr könnt mir das verzeihen.
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Nachtgedanken
Teague löste mit den Zähnen den Korken aus dem Flaschenhals und spuckte ihn in hohem Bogen in eine dunkle Ecke seiner Kajüte. Der dumpfe Aufprall verhallte in tiefschwarzen Schatten. Den Korken würde er heute nicht mehr brauchen, denn Teague war sich sicher, dass er diese Flasche Rum jetzt und heute noch bis zur Neige leeren würde. Und nichts und niemand würde ihn daran hindern können.
Er wusste, dass andere bei solchen Anlässen aus Freude zu trinken begannen. Nun ja, aus Freude konnte man das bei ihm wahrlich nicht nennen.
Er fieberte dem neuen Erdenbürger nicht mit ausgelassener Vorfreude entgegen, sondern fragte sich eher, wie er es nur soweit hatte kommen lassen können.
In seinen schwachen Momenten musste Teague daran denken, dass alles einfacher wäre, wenn sie nur eine der vielen namenlosen Straßenhuren wäre, die man nach einer Nacht wieder vergessen konnte. Und wenn eben diese schwachen Momente vorbei waren, dann fragte er sich jedes Mal entsetzt, ob er wirklich so kaltherzig sein und sie einfach sitzen lassen konnte.
Jedes mal ist seine Antwort: Nein. Und jetzt war es wirklich soweit. Schon oft hatte sie von Kindern geredet, aber das war jedes Mal nur Geschwätz, wie es jede Frau es einmal tat.
Sie hatte Frauen mit ihren Kindern auf dem Markt gesehen und hatte zu schwärmen begonnen. Aber ebenso genau wusste sie, dass das Kind, das Teague zum Vater hatte, alles andere als jene normale Kindheit haben würde, die die Kinder der Marktfrauen hatten.
Niemals. Entweder würde das Kind auf einem Schiff groß werden, oder seinen Vater so gut wie nie zu Gesicht bekommen. Egal wie man es wendete, bisher hatte sie das Thema immer von ganz alleine wieder unter den Schrank gekehrt.
Aber jetzt war es zu spät. Eindeutig zu spät. Das Thema konnte nirgendwo mehr hingekehrt werden. Nein, man konnte das Ding, das in ihr heranwuchs, nicht einmal mehr ignorieren.
Hätte er ihr sagen sollen, dass er sich nicht auf das Kind freute? Dass er diesen kleinen Parasiten nicht haben wollte?
Ein Kind wäre nur eine Last und Ärgernis. Welcher Piratenfürst war schon dafür bekannt, ein kleines schreiendes Kind am Gängelband auf seinem Schiff zu hüten? Oder sich allgemein mit ihm in der Öffentlichkeit zu zeigen?
Genau darum nahmen sich die anderen alle keine Frauen. Dann konnte so ein Malheur gar nicht erst passieren.
Er hätte sie auch dazu zwingen können, es sich wegmachen zu lassen, aber das alles hatte er ihr nicht antun können.
Er hatte den Glanz in ihren Augen gesehen. Allen Einwenden zum Trotz.
Teague nahm einen tiefen Schluck aus der halbvollen Rumflasche und ließ sich den Rum die Kehle hinabbrennen.
All das hatte er nicht übers Herz gebracht und musste nun weiter vorgeben, dass er sich ebenso wie sie über das Kind freute.
Andererseits wusste er, dass sie seine Lügen erkannte. Das tat sie immer, so sehr er sich auch bemühte. Vermutlich wusste sie schon bescheid, über die Zwickmühle in der er nun steckte.
Und sie ließ ihn einfach so darin hängen.
Wie grausam Frauen doch sein konnten.
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