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von spunky    erstellt: 16.11.2009    letztes Update: 31.12.2011    Geschichte, Romanze, Drama / P18    (in Arbeit)
Disclaimer: Edward Cullen gehört Stephenie Meyer. Sexward allerdings mir! :)  AN: "Ungebetate" Version!


























SEXUAL SEDUCTION





Teil 1 - Prolog





















Edward POV



Ich hatte noch nie einen beschisseneren Arbeitstag als an diesem Freitag. Auf der Fahrt von Downtown nach Olympic Hills dachte ich nur darüber nach, diesen 3.September am besten komplett aus meinem Kalender zu streichen und zusätzlich zu verfluchen und zu vergessen. Verdammter Cooper! Einer unserer wichtigsten Kunden wäre heute beinahe von dem Großprojekt, das im Central District entstehen sollte, abgesprungen. Es hätte ein Verlust im siebenstelligen Bereich bedeutet. Das war verdammt noch mal inakzeptabel. Schließlich ging es um ein verdammtes Krankenhaus. Dieser Bastard wollte doch tatsächlich den Bau eines Krankenhauses sabotieren. Was war nur los mit ihm?

Hätte ich gewusst, dass er diese… fuck… - wie hieß sie gleich noch mal? – V..? Vi…? Fuck! In diesem Zustand konnte ich nicht mehr klar denken. Jedenfalls hätte ich nicht mit ihr ficken sollen. Aber Fuck! Sie hätte sich mir in erster Linie nicht so an den Hals werfen sollen. Frauen!

Ich sollte den Scheiß vergessen. Richtig. Ich sollte aufhören darüber nachzudenken. Ich sollte überhaupt aufhören zu denken. Ich merkte, wie angespannt sich meine Finger um das Lenkrad klammerten. Ein kurzer Blick auf den Tachometer verriet mir, dass ich wieder viel zu schnell unterwegs war, doch es war nicht von langer Dauer. Nach rund 6 Kilometern kam mein Vanquish zum Stillstand. Stau. Fucking perfect!

Ich ließ meinen Kopf nach hinten fallen und schloss die Augen, während ich mich mit einer schnellen Handbewegung meiner schwarzen Krawatte entledigte. Am liebsten wäre ich bei der nächsten Ausfahrt abgebogen und nach Hause gefahren. Heiße Dusche. Kaltes Bier. Netter Fick.  Der letzte war schon drei Tage her.

Das hieß wohl, dass auf dem Rückweg ein Zwischenstopp im Velvet angebracht wäre. Ich seufzte frustriert und fuhr mir durchs Haar. Wie lange der Abend mit Black wohl dauern würde? Ich hatte mich schon vor über einer Woche mit ihm verabredet. Es wäre nicht ok einfach abzusagen. Vor allem, weil er mir doch seine Freundin vorstellen wollte, die er während des Telefonats mindestens einmal in jedem Nebensatz erwähnt hatte. Ich hatte keine Ahnung, wieso er so Wert darauf legte, sie mitzunehmen, schließlich hatten wir uns schon seit über anderthalb Jahren nicht mehr gesehen, doch ich hielt charmant die Klappe.

Ich hörte plötzlich, wie jemand hinter mir hupte und öffnete reflexartig meine Augen. Der Stau löste sich allmählich auf und ich trat erneut aufs Gaspedal.

Der Parkplatz des Restaurants, in dem wir uns trafen war völlig ausgelastet, als ich ankam und ich verfluchte erneut diesen beschissenen Tag, als glücklicherweise wie von Zauberhand ein weißer SUV seinen Stellplatz verließ. Die junge Frau, die hinter dem Steuer saß, zwinkerte mir zu, als sie an mir vorbeifuhr und ich schenkte ihr ein kurzes Lächeln.

Danke!

Wer hätte gedacht, dass sich das Glück an diesem Tag doch noch mal kurz melden würde?

Ich parkte schnell, stieg aus und lief gemütlich zum Eingang. Ich hatte absolut keine Ahnung, was mich erwarten würde, aber nachdem ich den Raum scannte und Jakes grinsendes Gesicht sah, erblickte ich sie.

Wunderschön, war der einzige Gedanke, der mir in den Kopf schoss, als ich mich auf sie zubewegte. Und das Beste. Sie sah nicht weg, sondern erwiderte meinen Blick.

Innerhalb weniger Sekunden war ihr Äußeres in mein Hirn eingebrannt. Schulterlanges, dunkles Haar, große, strahlend braune Augen, eine atemberaubende Figur – soweit ich das auf die Schnelle beurteilen konnte. Sie trug ein schwarzes, hautenges Kleid und ich erkannte jede Kurve ihres Oberkörpers. Fuck! Sie war unheimlich sexy. Aber wieso saß sie bloß neben Black?

„Tut mir Leid für die Verspätung, ich stand im Stau. Auf dem Highway ist die Hölle los“, hörte ich mich sagen.

„Ja, ich weiß, wir sind auch erst vor einigen Minuten herein gekommen“, erwiderte Black und reichte mir zur Begrüßung die Hand. Ich klopfte ihm kurz auf die Schulter und grinste. Abgesehen von dem beschissenen Tag, den ich hatte, musste ich zugeben, dass es schön war, ihn wiederzusehen. Er war schon immer ein guter Kerl gewesen. Anders als Cooper, der Bastard!

Wir begrüßten und grinsten uns dabei gegenseitig an, bis ich auf einmal im Augenwinkel bemerkte, wie die sitzende Schönheit mich musterte. Ich schenkte ihr ein Lächeln. Das Lächeln, von dem ich wusste, dass es Frauen schwach werden ließ und sofort hob sie, fast schon reflexartig eine ihrer perfekten Augenbrauen und ich kämpfte darum mir ein Lachen zu verkneifen. Eine harte Nuss also. Das war selten. Äußerst selten.

Aber Moment. Hatte Jake vorhin „Wir“ gesagt? Ich sah ihn an und verfolgte seinen Blick.

Das durfte doch nicht wahr sein. Sie und Black?

Fuck me!

„Wow, Jake, sag bloß, das ist sie? Du Glückspilz“, sprach ich plötzlich meine Gedanken aus und klopfte ihm auf die Schulter.

Bleib bloß cool, Cullen! Lass Dir nichts anmerken!

Aber Verdammt! Sie sah so unfassbar schön aus. Wie hatte Jake so eine wie sie überhaupt abgekriegt? Sie spielte in einer ganz anderen Liga als wir beide zusammen.

„Ja, das ist sie. Edward, das ist Bella. Bella, Edward“, stellte er uns gegenseitig vor.

Bella?

Wollte er mich verarschen?

Ich grinste nur noch mehr. Dieser Name konnte einfach kein Zufall sein.



Bellissima.



Ich machte einen Schritt auf sie zu und streckte ihr meine Hand entgegen, während sie zaghaft lächelte und ihre behutsam in meine legte. Sie fühlte sich so warm an, dass sie mit nur dieser einen Berührung meinen gesamten Körper zu erwärmen schien. Ich hob ihre Hand und küsste sie sanft, während ich ihr dabei in die Augen sah.

„Schön dich kennen zu lernen“, sagte ich leise.

„Gleichfalls“, antwortete sie ruhig und erwiderte mein Lächeln, jedoch weitaus reservierter als ich. Ich ließ mich davon aber nicht abschrecken. Ganz im Gegenteil!

„Ich fass es nicht. Was macht so eine Wahnsinnsfrau mit solch einem Versager wie dir, Jake?“, fragte ich und lachte. Jake schüttelte nur den Kopf und wies mir mit einer Kopfbewegung darauf hin mich zu setzen.

„Ach, halt doch die Klappe“, antwortete er sichtlich amüsiert. „Sag mir lieber wo du Tanya gelassen hast.“

„Tanya?“, fragte ich erstaunt und winkte ab. Was wollte er auf einmal mit Tanya? Ich hatte gehofft, dass er sie bereits vergessen hatte, aber es wäre wohl zu Schön gewesen. Wieso musste sie damals nur an mein Handy gehen?

„Mit der ist doch schon lange Schluss“, hörte ich mich sagen. Schluss?

Fuck, Cullen, was redest du da? Ihr wart nicht einmal zusammen!

„Was heißt lange? Warst du nicht noch vorletzte Woche mit ihr zusammen, als wir telefoniert haben?“, fragte Jake verwirrt.

Oh Mann! Wie wär’s mit einem schnellen Themawechsel? Irgendwie beschlich mich das Gefühl, dass Jake nicht locker lassen würde, wenn ich nicht erwartungsgemäß antworten würde.

„Wir haben letzte Woche Schluss gemacht. Wie auch immer“, antwortete ich möglichst nonchalant und lachte.

Jake schüttelte nur den Kopf.

„Immer noch der Playboy von früher.“

Am liebsten hätte ich ihm oder mir oder irgendjemandem außer der Schönheit an unserem Tisch mit der flachen Hand auf die Stirn geklatscht. Hatte er das gerade tatsächlich gesagt?

„Pscht, Jake, wo hast du deine Manieren gelassen? Sag doch so was nicht vor der Lady“, antwortete ich und sah sie an. Jake lachte nur und schüttelte amüsiert den Kopf.

Was willst du überhaupt, Cullen? Lieber sie erfährt es jetzt, als später.

Moment!? Wieso genau sollte sie es überhaupt erfahren? Schließlich war sie nicht zu haben, oder? Wieso aber ging sie mit Jake so kühl um? Sie erschien beinahe schon unnahbar. So, als würde sie sich gezielt von ihm distanzieren oder bildete ich mir das nur ein, weil ich es mir einbilden wollte?

Noch nie hatte eine Frau vom ersten Augenblick an so eine Faszination auf mich ausgeübt wie sie. Es war wie ein Schlag auf den Kopf. Colpo di Fulmine. Nein, das konnte nicht sein.

„Hier ihre Karte. Wollen die anderen Herrschaften schon bestellen?“, fragte auf einmal der Kellner.

Shit! Wo kam der auf einmal her?

„Nein, wir warten noch“, sagte Bellissima ruhig und erwiderte kurz seinen Blick.

„Sehr wohl“, antwortete er daraufhin und zwinkerte ihr zu, als er sich vergewisserte, dass Black sie nicht beobachtete. Dumm nur, dass ich es sah. Bella verdrehte kurz die Augen und sah auf ihr Weinglas. Sie schien scheinbar sehr angepisst über sein Macho-Verhalten. Kein Wunder. War das nicht ein Vier Sterne Restaurant?



Ich wusste, dass ich nicht einfach so rumsitzen und das Geschehen ignorieren konnte. Intuitiv wandte ich meine Augen von ihr und sah dem Pinguin hinterher.

„Moment bitte“, rief ich. Der Kellner blieb stehen und drehte sich langsam um.
„Ja, Sie wünschen?“, fragte er etwas verunsichert.
„Haben Sie ihr etwa gerade zugezwinkert?“, fragte ich höflich.
„Ähm, nein Sir. Ich glaube, das muss sich um ein Missverständnis handeln.“

Gott, was für ein lausiger Armleuchter. Wer zum Geier hatte ihn überhaupt eingestellt?

„Ach, tatsächlich?“, fragte ich skeptisch.

Er räusperte sich verlegen und haspelte eine schnelle Entschuldigung, während ich in Gedanken nur den Kopf schütteln konnte. Ich konnte ihm nicht verübeln, dass er Bella zugezwinkert hatte. Natürlich nicht! Aber wie hätte man so etwas bitte leugnen können? Sie war so verdammt heiß!

Ich ließ den Kellner laufen und grinste. Black hatte natürlich nichts von dem kurzen Vorfall mitgekriegt. Was war bloß los mit ihm? Wenn Bella meine Freundin wäre, würde ich sie niemals aus den Augen lassen.

Moment, WAS?

Fuck! Vergiss das ganz schnell wieder. Edward Cullen und eine Freundin? Wieso zum Teufel kam mir überhaupt dieser verrückte Gedanke?
Ernsthaft... was zum...?

Auf einmal lächelte sie mich an, wie sie es bisher noch nicht getan hatte. Und zwar ehrlich und nicht aufgesetzt und sah noch schöner aus, als ich es für möglich gehalten hatte. Fuck!

Sie flüsterte mir ein Dankeschön zu, während mein Lächeln immer breiter wurde.

Gott, hör auf wie ein Spast zu grinsen, du Idiot!

Aber mal ehrlich! Wo war sie all die Jahre?
Wieso war ich ihr noch nie über den Weg gelaufen?
Moment, vielleicht war sie auch gar nicht aus Seattle?

„Was war das?“, fragte Jake auf einmal verwirrt.
Ich ignorierte Jakes Frage und schaute sie weiter an.

„Sag bloß, du kennst den Vogel.“, grinste ich.

„Um Himmels Willen, Nein!“, antwortete sie beinahe schon beleidigt, was mich zum Lachen brachte. Sie war einfach bezaubernd... wie sich ihre Augen weiteten und sie sich schnell wieder fing und sich nachdenklich auf ihrer Unterlippe biss.

Jake verwickelte mich in den nächsten Minuten in ein Gespräch. Er war schon immer ein total verrückter Hawks Fan gewesen und ich war früher sogar ab und zu zu einem ihrer Spiele mitgekommen. Kein Wunder also, dass er wieder die alten Geschichten auspackte und mit mir über die aktuelle Season diskutierte. Ich hörte nur mit halbem Ohr zu, weil ich nur darüber nachdenken konnte, wie und wann ich Bella das nächste Mal wiedersehen könnte. Ich ließ mir zwar nichts anmerken, aber ich wusste, dass sie mich beobachtete. Ihr Blick schien mich zu durchbohren. Ich wollte sie wiedersehen. Nein, ich musste.



Wäre eine weitere Verabredung mit Jake und seiner Freun… - fuck, nein! Bella. Sie war Bella… richtig – Wie auch immer. Wäre es zu komisch die nächste Verabredung schon gleich am Montag anzusetzen?

Ach scheiße, wann war ich bloß zu so einer erbärmlichen Pussy mutiert?Seit wann hatte ich das Verlangen Frauen hinterzulaufen? Sie liefen mir hinterher, verdammt.

Gott, das war verrückt. Was war los mit mir? Ich musste tatsächlich über meine kranken Gedanken lachen. Zum Glück machte Jake in diesem Moment einen Joke und ließ mich nicht wie einen Vollidioten aussehen. Verdammt, ich bräuchte dringend einen weiteren Scotch. Bevor ich mich nach dem gestörten Kellner umdrehen konnte, hörte Jake auf einmal auf zu reden und ich sah ihn irritiet an. Hatte er mir etwa eine Frage gestellt und ich hatte es nicht gemerkt?

„Bella?“, fragte er auf einmal und ich verfolgte seinen Blick. Sie schüttelte kurz ihren Kopf und schien sich zu sammeln. Sie war wohl gerade genau wie ich in ihren Gedanken versunken gewesen… Wenn ich doch bloß wüsste, woran sie dachte….

„Ja?“, fragte sie leise und sah mich kurz an.

„Willst du uns nicht von deinem Tagtraum erzählen?“, fragte ich amüsiert und lehnte mich zurück. Erneut hob sie eine Augenbraue. Fuck, wieso machte mich das nur so an, wenn sie das tat?

„Ich hab keine Ahnung wovon du sprichst“, antwortete sie kühl. Oh ja, Baby… es machte mich viel zu sehr an.



„Bella, weißt du schon, was du nimmst?“, fragte Jake auf einmal und deutete mit dem Kopf auf die Kellnerin, die scheinbar aus dem Nichts aufgetaucht war und nun neben Bella stand. Ich verkniff mir ein Lachen, denn so wie es aussah, gefiel es Bella ganz und gar nicht, dass wir nun eine weibliche Bedienung hatten – aus welchem Grund auch immer. Sie funkelte nicht nur sie, sondern auch mich an und gab ihre Bestellung auf, nachdem ich ihr kurz zugezwinkert hatte. Ich konnte es einfach nicht unterdrücken. Sie war zu süß, wenn sie sich aufregte.

Fuck, ich wusste nun, was mein Problem war. Ich. Wollte. Sie.
Es war vollkommen falsch und unpassend, aber… FUCK! Sie war absolut heiß, wunderschön und schien auch nicht auf den Kopf gefallen zu sein. Eine seltene und extrem reizende Mischung. Ich musste wissen, wie ernst sie es mit Jake meinte. Vielleicht hatte ich ihre Körpersprache völlig falsch gedeutet. Vielleicht war sie von Natur aus so unnahbar.

„Nun, erzählt mal, wie lange seid ihr schon zusammen?“, fragte ich und sah dabei nur sie an. Sie zuckte mit den Schultern und sah weg. BINGO! Ich konnte mein Glück kaum glauben. Diese Reaktion war alles, was ich brauchte. Ich hatte mich nicht geirrt. Dieses arrogante Schulterzucken war wohl das Highlight meines Tages. Abgesehen von ihrem Anblick, aber das konnte schließlich eh nichts toppen. Ich hörte, wie Jake auf einmal begann von ihrer ersten Begegnung zu reden, doch ich konnte mich nicht mehr konzentrieren. Ich sah ihn zwar an und nickte an den passenden Stellen, doch ich wusste, dass sie mich beobachtete. Und obwohl es mich extrem ablenkte, ließ ich mir nichts anmerken. Sie machte das extra – keine Frage. Naughty und intelligent. Das war wirklich zu viel für mich. Ehe ich mich zu ihr drehen und sie wieder anschauen konnte, klingelte ihr Handy. Sie entschuldigte sich schnell und ließ uns beide allein.



Nun hieß es: Now or never. Ich trank meinen Scotch aus und sah Jake an, der es mir mit seinem Drink gleich tat.

„Ok, Black, Karten auf den Tisch. Was läuft da wirklich mit dir und Bella?“, fragte ich leise und sah erneut zum Eingang, um sicher zu gehen, dass sie nicht schon zurückkam.

„Ich… ach, keine Ahnung, was du meinst, Kumpel“, erwiderte er und ich unterdrückte es mit den Augen zu rollen. Wen wollte er hier verarschen?

„Ok, sorry, dass ich gefragt habe… Es geht mich überhaupt nichts an.“

Er zuckte auf einmal mit den Schultern und seufzte.

„Nein, es tut mir Leid… Ich bin nur… ach, es ist nur… Es läuft ziemlich… beschissen. Naja, es lief eigentlich nie sehr gut und wir wussten es beide, aber ich wollte es mir nie so richtig eingestehen. Wie auch immer, letzte Woche… Ach, nein, Cullen, schon gut, ich will dich nicht mit meinem Scheiß nerven…“, antwortete er und fuhr sich frustriert durch seine kurzen Haare.

„Du nervst mich nicht. Los, spucks aus. Was ist los?“

„Ich glaube sie macht bald mit mir Schluss“, gestand er und sah dabei extrem gequält und angepisst zugleich aus. Ich konnte ihm schlecht sagen, dass mich diese Vermutung nicht überraschte. Schließlich musste man völlig blind sein, um die Spannung, die zwischen den beiden herrschte, nicht wahrnehmen zu können.

„Liebst du sie?“, platzte es aus mir heraus. Jake sah mich fragend an. Genau so musste ich wohl auch aussehen. Schließlich war ich selbst darüber überrascht, dass ich ihm diese Frage stellte, aber ich musste es wissen.

„Ja, ich denke schon“, antwortete er leise. Er dachte?

„Jake...“

„Da kommt sie“, sagte er auf einmal und wir sahen beide zur Tür.

„Wer war das?“, fragte er und lächelte, als sie sich wieder zu uns an den Tisch setzte. Sie sah auf einmal so ganz anders aus. So glücklich. Sie strahlte übers ganze Gesicht und lächelte mich an… und ich dachte nur daran, wie sehr ich mich vorhin geirrt hatte. Sie sah noch schöner aus, als ich es für möglich hielt. Sie war nicht von dieser Welt.



„Meine zukünftige Chefin. Oh mein Gott, Jake, ich hab den Job“, verkündigte sie glücklich und wir beide erwiderten ihr überglückliches Grinsen. Ich hatte keine Ahnung, dass sie auf Jobsuche war. Wieso hatte sie das nicht erwähnt? Ich hätte sie sofort eingestellt.

„Das ist ja fabelhaft, Bella. Welchen genau? Hast du dich nicht bei mehreren…? Ach, egal… Das muss gefeiert werden. Kellner, Champagner!“, rief Jake aus.

„Was ist das denn für ein Job, wenn ich fragen darf?“, fragte ich interessiert.

„Ich werde Leiterin der PR-Abteilung bei Masen Inc. Schon davon gehört? Das ist dieses riesige Architekturbüro in Seattle“, sagte sie stolz.

Mir stockte der Atem. Hatte ich das gerade richtig gehört? Wollte sie mich verarschen? Ich unterdrückte das Verlangen mich nach Ashton Kutcher umzusehen.



„Oh mein Gott, Edward, hast du das gehört?“, hörte ich Jake auf einmal neben mir. Oh mein Gott. - In der Tat. Es war also wahr. Am liebsten hätte ich vor Glück mit der Faust auf den Tisch gehauen. Es war wie ein Wink des Schicksals. Völlig surreal.

„Schon davon gehört?“, wiederholte ich ihre Frage. „Ich bin Miteigentümer dieser Firma“, sagte ich schließlich und sah sie erwartungsvoll an.

„Edward du Schweinehund. Wusstest du etwa davon?“, fragte Jake auf einmal lachend.

„Nein, natürlich nicht.“, verteidigte ich mich und lachte. „Ich hatte keine Ahnung.“

DAMN. Ich hatte sowas von keine Ahnung!

Bella sah mich an und hob erneut eine Augenbraue. Am liebsten hätte ich sie hier auf dem Tisch flachgelegt. Dieser Blick machte mich wahnsinnig.

„Dann ist Alice wohl…“, begann sie auf einmal.

„Meine Schwester, richtig“, vervollständigte ich ihren Satz und lächelte.
Sie nickte bloß und ich tat es ihr gleich.



Fuck yeah, Baby.

Die Jagd hatte begonnen.
 
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