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von Iceheart    erstellt: 14.11.2009    letztes Update: 01.02.2011    Geschichte, Drama / P18 Slash    (fertiggestellt, keine anonymen Reviews)
Disclaimer: Die Urheberrechte für "Van Helsing" besitzen die Universal-Studios bzw. der Regisseur Stephen Sommers. Dies ist eine Fanfiction, die der Unterhaltung dient und mit der kein finanzieller Profit erzielt wird bzw. werden soll.


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Fallen Angel
Teil 1 – Frozen Heart


Autorin: Iceheart
Genre: Drama, Dark Romance
Rating: P18-Slash
Pairing: Graf Vladislaus Dracula/Gabriel Van Helsing
Zusammenfassung: s. Kurzbeschreibung im Index



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Prolog


Argwöhnisch betrachtete der attraktive Mann mit der hochgewachsenen Statur die düsteren Mauern der alten Burg, die ihn umgaben. Obgleich ein Feldagent im Namen der heiligen Mutter Kirche, befand er sich nun auf dem ihm fremden Terrain des Feindes, den es zu vernichten galt. Wahrhaftig, er und Anna Valerious, seine nicht minder waghalsige Begleiterin, hatten sich in die Höhle des Löwen begeben. Dabei galt Schloss Frankenstein seit über einem Jahr als verlassen. Der letzte Bewohner hatte sich der Grabräuberei schuldig gemacht, doch damit nicht genug: Mehr als einmal hatten die Unerschrockenen, die sich den schaurigen Legenden über blutlüsterne Schattenwesen zum Trotz auch nach Einbruch der Dämmerung nach draußen wagten, mit gesenkter Stimme von ihren Beobachtungen berichtet. Schauderhaftes schien in den alten Gemäuern vorzugehen, und bald meinte man zu wissen, wer für die geschändeten Gräber auf Vaserias Friedhof verantwortlich war. So endeten Doktor Frankensteins merkwürdige Experimente und sein Leben durch die Lynchjustiz der Dorfbewohner. Und in dem alten Schloss kehrte eine gespenstische Ruhe ein...

... doch wie Gabriel Van Helsing in dieser Nacht erkannt hatte, war es ein trügerischer Frieden. Was Victor Frankenstein dereinst begonnen hatte, war von anderer Hand fortgesetzt worden. Von der eisigen Hand eines grauenhaften Unholds, der ganz Transsylvanien schon seit mehreren Jahrhunderten in Angst und Schrecken versetzte. Dieser Terrorherrschaft wollte der Vatikan ein Ende bereiten und hatte deshalb seinen besten Feldagenten damit beauftragt, den Fürsten der Finsternis zu vernichten. Eine gefährliche Aufgabe, die nur Lebensmüde oder Todesmutige auf sich nehmen würden. Gabriel gehörte freilich zu den Furchtlosen und war außerdem klug genug, die Konsequenzen des eigenen Handelns zu erkennen: Gerade hatte er sich den Zorn seines Gegners zugezogen, was nicht die beste Idee seines Lebens gewesen war.

‚Wenn ich den alten Kasten nicht mit den Füßen nach vorn verlassen will, werde ich verdammt vorsichtig sein müssen.’ Dachte er für sich und verspürte keinen Hauch Reue wegen des stillen Fluchs. Schließlich gab es an diesem gottverlassenen Ort keinen Kardinal Jinette, der solche lästerlichen Worte mit anklagenden Blicken und jener tadelnden Bigotterie bedenken würde, die den meisten kirchlichen Würdenträgern zueigen war.

‚So was hätte mir jetzt auch gerade noch gefehlt.’ Der Mann mit den schulterlangen, kastanienbraunen Locken grinste freudlos. Nein, Menschen wie der Kardinal eigneten sich nicht im Mindesten für die Arbeit, die es hier zu tun galt. Während solche Leute innerhalb der sicheren Mauern der Heiligen Stadt weilten, fernab von weltlichen Sorgen und Nöten, machten Feldagenten wie Gabriel Van Helsing sich in ihrem Namen die Hände schmutzig. Der Lohn dafür bestand in der zweifelhaften Ehre, als meistgesuchter Mann Europas zu gelten und das eigene Konterfei auf unzähligen, mit einem stattlichen Kopfgeld versehenen Steckbriefen wieder zu finden. Abgesehen davon war es auch immer wieder eine Freude, sich als Mörder beschimpfen zu lassen. Fürwahr, die Liste von Gabriels Anhängern war kurz...

Der bedrohliche Schatten einer riesigen, fledermausartigen Kreatur fing den Blick des Jägers und lenkte seine Aufmerksamkeit zur Gegenwart zurück. Wahrhaftig, die Silhouette dieses Wesens war beeindruckend groß! Somit war es nicht verwunderlich, dass dieser Anblick weniger furchtlosen Zeitgenossen das Blut in den Adern gefrieren ließ. Doch der verwegene Feldagent hatte schon zu viele Dämonen gejagt, um sich davon aus der Ruhe bringen zu lassen.

Seine dunkelgrünen Augen folgten der Flugbahn des unheimlichen Wesens und wurden wenige Momente später Zeuge einer übernatürlichen Gestaltwandlung: Innerhalb von Sekunden nahm der Schatten der animalischen Kreatur menschliche Konturen an und schließlich gaben die alten Gemäuer den Blick auf Gabriels Widersacher frei.

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