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Geschichte: Freie Arbeiten
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von Solitaire
erstellt: 12.11.2009
letztes Update: 07.06.2011
Geschichte, Drama / P18
(abgebrochen)
Er war einer von ihnen. Müde und abgekämpft schlich er in Richtung des Waldrandes, die Wunden schmerzten, er konnte fast verrückt werden, doch wenigstens lebte er ja noch, viele seiner Freunde hatten nicht so viel Glück gehabt, sie lagen nun mit starren gebrochenen Blicken im blutgetränkten Sand der Heide, würde niemals wieder die Sonne aufgehen sehen, niemals wieder ihre Liebsten in die Arme schließen, nie sehen, wie ihre Kinder größer wurden, aufwuchsen.
Er hatte von Anfang an nicht in diese verdammte Schlacht ziehen wollen, wußte vorher, daß es nur Verlierer, keine Sieger geben würde, doch niemand hatte ihn gefragt. Das Volk wurde niemals gefragt, das Volk hatte einfach nur die Schnauze zu halten und sich seinem Schicksal und den Befehlen zu beugen. Wer etwas dagegen zu sagen wagte, wurde schon vor der Schlacht erschossen. Sie wurden wie Lämmer zur Schlachtbank getrieben, mußten in Reihe antreten und dann mit Trommeln und Pfeifen, in bunte Uniformen gehüllt, dem Feind entgegenmarschieren, während diejenigen, die das alles angezettelt hatten, weit genug entfernt auf einer sicheren Anhöhe standen und es sich ansahen.
Auf der Feindesseite war es genauso.
Der Mensch war das abartigste Tier, das auf diesem Planeten je herumgekrochen war !
Abartig und pervers !
Nun war das alles vorbei, die Nacht senkte sich vollends herab, hüllte alles in Schweigen.
Morgen früh würden sich die Krähen auf die toten Körper stürzen und sich ihren Teil der Kriegsbeute holen. Wenn es ein Morgen gab. Wenn es nach ihm ging, konnte er getrost darauf verzichten.
Sollte die Zeit doch einfach stillstehen, all das Morden, das Gemetzel, all diesen Irrsinn, den sich Menschen erdacht hatten, beenden.
Er erreichte den Waldrand. Alles war finster dort, als er den Wald betrat. Immer weiter hineinging, bis er nichts mehr hörte, nichts mehr sah, auch nichts mehr hören oder sehen wollte. In seinem Kopf klangen noch immer die Trommeln, die Pfeifen, die Befehle.
Umhersurrende Geschosse, Schreie Verwundeter, Sterbender, er sah ihre überraschten Blicke im Moment des Todes, die Verzweiflung, die Enttäuschung, den Schmerz.
Nur weiter, immer weiter, fort von diesem Ort. Doch die Erinnerung hielt Schritt, begleitete ihn wie ein treuer Kamerad !
Müdigkeit überfiel ihn irgendwann, er sank auf nachtfeuchtes Moos.
Ruhe um ihn herum, Ruhe auch in seinem Kopf, wenn auch nur vorübergehend !
Er hatte von Anfang an nicht in diese verdammte Schlacht ziehen wollen, wußte vorher, daß es nur Verlierer, keine Sieger geben würde, doch niemand hatte ihn gefragt. Das Volk wurde niemals gefragt, das Volk hatte einfach nur die Schnauze zu halten und sich seinem Schicksal und den Befehlen zu beugen. Wer etwas dagegen zu sagen wagte, wurde schon vor der Schlacht erschossen. Sie wurden wie Lämmer zur Schlachtbank getrieben, mußten in Reihe antreten und dann mit Trommeln und Pfeifen, in bunte Uniformen gehüllt, dem Feind entgegenmarschieren, während diejenigen, die das alles angezettelt hatten, weit genug entfernt auf einer sicheren Anhöhe standen und es sich ansahen.
Auf der Feindesseite war es genauso.
Der Mensch war das abartigste Tier, das auf diesem Planeten je herumgekrochen war !
Abartig und pervers !
Nun war das alles vorbei, die Nacht senkte sich vollends herab, hüllte alles in Schweigen.
Morgen früh würden sich die Krähen auf die toten Körper stürzen und sich ihren Teil der Kriegsbeute holen. Wenn es ein Morgen gab. Wenn es nach ihm ging, konnte er getrost darauf verzichten.
Sollte die Zeit doch einfach stillstehen, all das Morden, das Gemetzel, all diesen Irrsinn, den sich Menschen erdacht hatten, beenden.
Er erreichte den Waldrand. Alles war finster dort, als er den Wald betrat. Immer weiter hineinging, bis er nichts mehr hörte, nichts mehr sah, auch nichts mehr hören oder sehen wollte. In seinem Kopf klangen noch immer die Trommeln, die Pfeifen, die Befehle.
Umhersurrende Geschosse, Schreie Verwundeter, Sterbender, er sah ihre überraschten Blicke im Moment des Todes, die Verzweiflung, die Enttäuschung, den Schmerz.
Nur weiter, immer weiter, fort von diesem Ort. Doch die Erinnerung hielt Schritt, begleitete ihn wie ein treuer Kamerad !
Müdigkeit überfiel ihn irgendwann, er sank auf nachtfeuchtes Moos.
Ruhe um ihn herum, Ruhe auch in seinem Kopf, wenn auch nur vorübergehend !
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