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von Ju-chan
erstellt: 09.11.2009
letztes Update: 08.02.2011
Geschichte, Humor / P18
(abgebrochen)
Ja, ich lebe tatsächlich noch.
Zur Zeit muss ich nur arbeitstechnisch sooo viel schreiben, dass ich keine Zeit/Lust habe, auch noch FF's zu schreiben...
hiermit will ich nur sagen, dass ich trotzdem, wenn auch langsam, updates mache (auch von divine justice und Out of Time...) ^^ Und ich freue mich sooo, dass ich trotzdem noch Komments bekomme und ihr Geduld mit mir habt!! <3
Viel Spaß mit dem neuen Kapitel und bis, hoffentlich, bald
LG
Kapitel 2
Kenshin saß am Boden und starrte mürrisch in das trübe Wasser des Zubers, in dem die dreckige Wäsche vor sich hin schwamm. Er hatte sich noch nicht wirklich aufraffen können, mit dem Waschen anzufangen, denn ständig sah er Kaorus Gesicht vor sich auf der Wasserfläche gespiegelt, Augen zusammengekniffen, den Mund vorwurfsvoll zur Schnute verzogen und die Wellen des Wassers ließen sie ihre Stirn unheilvoll runzeln. Er hörte ihre schrille Stimme, die anklagend rief: „Bin ich hässlich? Kannst du mich nicht lieben?!“
Der Rurouni schüttelte den Kopf. Er fand seine Frau nicht hässlich und lieben tat er sie sehr wohl... nur anscheinend, was gewisse... Dinge betraf... nicht richtig. Kenshins Kopf sackte mutlos nach unten.
„Was hat Sano mir gesagt?“ überlegte er. „Ich soll auch im Bett ein Schwertkämpfer sein. Ich soll den Battousai in mir rauslassen...“
Voller Wut begann er plötzlich, wie ein Wahnsinniger die Wäsche zu schrubben. „Verflixt, Sano weiß überhaupt nicht, von was er spricht!“ In seinem Kopf sah er Bilder, voller Verlagen und Leidenschaft, Bilder von Battousai, so wie er einst war – zusammen mit Tomoe.
„Oi, Kenshin! Alles in Ordnung?“
„Hm?“ Kenshin sah auf. Vor ihm stand Yahiko, das Boken lässig über der Schulter. Er sah etwas verängstigt aus. „Ist alles okay?“ fragte er vorsichtig. „Du hast gerade die Wäsche angeschaut, als ob du dich gleich mit ihr duellieren willst...“
„Oro...“ Kenshin zwang ein Lächeln in sein Gesicht. „Super,“ dachte er bei sich, „allein der Gedanke an Battousai verleiht mir schon wieder eine unheimliche Aura. Wie soll ich da Kaoru glücklich machen, wenn sie vor mir Angst hat?“
„Ich geh dann mal,“ verkündete Yahiko mit einem Schulterzucken. Er wurde aus Kenshins und Kaorus seltsamen Verhalten in letzter Zeit auch nicht schlau und hatte zudem überhaupt keine Lust, sich damit tiefergehend zu beschäftigen.
Kenshin stand auf und beschloss die Wäsche einfach sein zu lassen. „Wohin gehst du?“ fragte er den stachelhaarigen Jungen.
„Zu Sano? Er hat mich doch heut zum Spielen eingeladen!“
Kenshin zog eine Augenbraue nach oben. „Zum Spielen? Bist du nicht dafür noch zu jung?“
Yahiko drehte sich genervt um. „Alter... ich bin jetzt 14...und ich glaube, ich versteh von manchen Dingen mehr als du.“ Er kicherte frech. „Übrigens weiß ich von Tsubame, dass Frauen auf starke Männer stehen!“ Damit rannte er davon.
Wie ein Fragezeichen starrte Kenshin ihm hinterher, neben ihm die vernachlässigte Wäsche wie ein stummer Vorwurf vor sich hintröpfelnd. Sein Blick wurde finster.
„Jetzt fängt Yahiko auch noch an, sich einzumischen... ich glaube, ich muss trainieren!“
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„Yeeahh!“
Mit einem Pfeifen sauste Kaorus Boken durch die Luft und blieb abrupt auf Höhe des Kopfes ihres imaginären Kämpfers stehen. Schwungvoll holte sie erneut aus, links, rechts, seitlich, unten, oben und Stoss!! Sie konnte sich nicht helfen, aber irgendwie sah sie heute Kenshin vor sich und genoss jeden Schmerz, den die ihm in Gedanken mit ihrem Boken zufügte.
„Wenn ich ihm doch nur – Ha! – etwas Verstand – YeHa! –in sein Gehirn – Aa! – hineinprügeln könnte – Arrgh!“
Kaoru hatte zuviel Kraft in den letzten Schlag gelegt und war nach vorne umgefallen. Etwas entmutigt lag sie auf dem Boden des Dojos, Schweiß tropfte von ihrer Stirn auf das polierte Holz.
„Oi, Kaoru, » rief eine Stimme aus Richtung Tür. Kaoru rappelte sich auf.
„Hey Sanosuke,“ keuchte sie, “was machst du denn hier?”
Der Straßenkämpfer lehnte lässig im Türrahmen. „Ich mach’ heut was mit Yahiko.“
„Oh. Toll. Na dann viel Spaß!“ Kaoru war in zwischen wieder aufgestanden und begann mit weiteren Kata.„Ha! Ha! Haaaa!“
“Äh,” rief Sanosuke von der Tür aus, „übrigens...“
„WAS?!“ brüllte Kaoru, ohne sich umzudrehen.
„Du bist nicht zufällig immer noch sauer auf Kenshin? Wegen gestern?“
„Haaa! Ach was! Überhaupt nicht! Haaaa!“
„Ich weiß nicht,“ meinte Sano etwas schüchtern, „gibt ihm doch noch ne Chance. Du bist manchmal einfach etwas...“
„WAS?!“ Kaoru stürmte mit ihrem Boken auf Sano zu. „Willst du dich jetzt auch noch einmischen? Du hast ja anscheinend schon gestern mit Kenshin geredet, aber es hat nichts gebracht, denn er hat heute nacht nicht mal bei mir geschlafen, aus ANGST wahrscheinlich, dass ich ihn zufällig BERÜHREN könnte!! Und heute hat er noch nicht mal mit mir GEREDET, geschweige denn, dass ich ihn überhaupt GESEHEN hätte!!!“
Sanosuke tauchte unter Kaorus Schlag hinweg und fing mit fester Hand ihr Boken auf.
„STOP!“ rief er und Kaoru kam endlich zum Stehen.
„Begreifst du nicht,“ sagte er jetzt nicht mehr so freundlich, „dass du manchmal verdammt einschüchternd sein kannst?“
Kaoru ließ das Holzschwert los und verschränkte trotzig die Arme vor der Brust.
„Na und? Er muss ja auch mal lernen, sich durchzusetzen!“
„Oh mann...“ Sano rollte mit den Augen. „Muss ich hier den Vermittler spielen? Ihr Zwei checkt echt überhaupt nichts. Glaubst du denn, dass Kenshin, der mit Saito gekämpft hat und gegen Shishio, der Enishi plattgemacht hat, auch genannt Hitokiri Battousai – nebenbei der verdammt beste Attentäter der Revolution - wirklich ein Problem damit hat, sich DURCHZUSETZEN?“
Langsam kam Kaoru ins Nachdenken. „Natürlich ist er willensstark.“ Tränen schossen in ihre Augen. „Nur bei mir... schnief...“ Sie fiel auf die Knie.
Sanosuke ging in die Hocke und streichelte ihr den Rücken.
„Was mach ich falsch?!“ schluchzte sie.
„Er hat nur Angst... Angst, dass er dich verletzt, bei dem Versuch, dich zu bändigen.“
„Aber ich bin doch nicht zerbrechlich. Ich bin eine Schwertkämpferin, verdammt noch mal.“
„Dann mach ihm das mal klar. Provozier ihn und sag ihm, dass du ihn gerne auch mal so hättest, wie er als Schwertkämpfer so drauf ist.“
„Ey, Sanosuke! Gehen wir jetzt oder was?“ rief ein ungeduldiger Yahiko von draußen.
„Ich komm ja gleich!“ antwortete Sano, während er Kaoru noch einmal abschließend den Rücken tätschelte.
Kaoru schniefte, sah ihn aber dankbar an. „Ich wird’s versuchen. Danke, Sanosuke.“
„Gern geschehen,“ lächelte der Schwertkämpfer. „Jetzt versöhnt euch endlich!“
Damit ging er aus der Tür.
Kaoru blieb noch einen Moment sitzen und wischte sich die Tränen ab. Dann eilte sie schnell ins Badehaus, wusch sich den Schweiß ab und schlüpfte in einen frischen Kimono. Möglichst leise schlich sie in ihr Zimmer und band sich die Haare zu einem extra-schönen Pferdeschwanz hoch.
„Okay, Kenshin,“ dachte sie und atmete tief durch. „Du traust dich nicht, ein wirklicher Mann zu sein. Also werde ich dich dazu bringen.“ In ihren Augen blitzte es.
Sie trat in den Hof. „Kenshin?“ rief sie mit so liebenswürdiger und unschuldiger Stimme wie möglich. Es kam keine Antwort.
„Wo ist er?“ Sie trat um den Schuppen herum zum Wäschezuber. Die Leinen waren leer und die dreckige Wäsche schwamm verlassen noch im Holzbottich. „Seltsam... er lässt die Wäsche einfach allein... etwas stimmt da nicht. Kenshin?“
Immer noch keine Antwort. Sofort bereute Kaoru all ihre Wut und ihr unmögliches Verhalten, mit dem sie Kenshin seit ihrem Streit gestern gestraft hatte.
„Warum war ich auch nur so unfreundlich... Hab’ ich ihn vergrault?“
Sie eilte zurück zum Haus und späte in das alte Zimmer, in das sie Kenshin nach ihrem Wutanfall gestern einfach ausquartiert hatte. Der Futon war ordentlich aufgerollt, sonst war das Zimmer staubig und leer wie sonst. Bis auf...
Kaoru sah an die Wand, zum dort angebrachten Schwertständer.
Irgendwas fehlte...
„Das Sakabatou!“ entfuhr es ihr und jetzt bekam sie wirklich Angst. Normalerweise nahm Kenshin sein Schwert kaum noch mit, nicht einmal, wenn er in die Stadt ging. Wo konnte er nur hin sein...
„Ruhig, Kaoru,“ ermahnte sie sich. „Wir sind verheiratet, er läuft nicht einfach davon. Also... er ist bestimmt noch wütend auf mich oder verwirrt... oder enttäuscht. Er hat sein Schwert genommen.“ Sie schnippte mit dem Finger. „Natürlich. Er trainiert!“
Kaoru wusste, wo Kenshin hinging, um zu trainieren. Meistens tat er es so früh morgens, dass sie es gar nicht mitbekam aber er hatte ihr erzählt, wo er sich gerne aufhielt. Er brauchte ab und an seine Kata, so hatte er gesagt, um sich selbst zu finden, ruhig zu werden aber auch, um seine Ki auszuleben, sich abzureagieren.
Eilig verließ Kaoru das Dojo, nicht ohne ihr Boken mitzunehmen, und machte sich auf den Weg in ein nahegelegenes Wäldchen. Es dauerte eine Weile, während sie einen schmalen Pfad erklomm, doch dann hörte sie, ganz schwach, das Geräusch von Metall, dass die Luft mit einem scharfen Pfeifton durchschneidet. Sie raffte ihren Kimono zusammen und schlug sich durchs Unterholz. Leise schlich sie sich heran, kroch zwischen ein paar Büschen hindurch und hielt die Luft an, als sie, den Kopf zwischen Blättern versteckt, schließlich Kenshin auf einer Lichtung sah. Er sah... umwerfend aus.
Sein freier Oberkörper glänzte voller Schweiß, während er mit kraftvollen und mächtigen Bewegungen die Kata des Hiten Mitsurugi durchging. Kaoru hatte ihn schon lange nicht mehr so konzentriert trainieren sehen und wieder einmal merkte sie, wie wenig sie diese kämpferische Seite von dem ansonsten so friedlichen Rurouni kannte. Seine Augen waren ein tiefes, leuchtendes Blau und glitzernden ab und an, wenn die Lichtstrahlen, die durch das Dickicht der Bäume fielen, auf sie trafen. Er wandte ihr den Rücken zu und sie sah, wie seine Muskeln sich dehnten und wölbten, während er sein Schwert in lässigen, aber eleganten Bewegungen durch die kontrollierten Abläufe führte. Sein ganzer Körper war im Einsatz, das Schwert eine Verlängerung seines Armes, sein Werkzeug, sein Spielzeug...
Kaoru entfuhr ein Seufzer und Kenshin erstarrte mitten in der Bewegung.
„Kaoru-dono?“ Er fuhr herum. Mit einem etwas verschämten Grinsen trat Kaoru aus den Büschen und zupfte sich noch schnell ein paar Blätter aus den Haaren.
„Kenshin! Du auch hier?“
Er blickte sie fragend an. „Es ist eher die Frage, was du hier machst.“
Sie lächelte. „Ich hab dich gesucht. Du warst auf einmal verschwunden...“
„Sumanei.“ Kenshin strich sich ein paar tiefrote Strähnen aus der verschwitzten Stirn, während er etwas schuldbewusst auf den Boden blickte. Er sah so gut aus! Kaoru biss sich auf die Unterlippe. Sie durfte jetzt nicht schwach werden.
Kenshin wandte sich zum gehen und sah sich suchend nach seinem rosafarbenem Gi um, den er für das Training abgelegt hatte. „Ich komme schon, Kaoru-dono. Ich weiß, die Wäsche-...“
„Die Wäsche ist mir egal!“ rief Kaoru und sprang ihm in den Weg, Boken erhoben. „Ich möchte, dass du mit mir trainierst!“
Kenshin blieb wie angewurzelt stehen. „Trainieren? Hier? Außerdem hast du nur ein Holzschwert...
„Dann tauschen wir!“ Mit flinker Hand schnappte Kaoru dem fassungslosen Rurouni das Sakabatou aus der Hand und warf ihm das Boken zu. „Ok. Fertig? Eins, Zwei...“
Damit stürmte sie los. Das Gewicht des Sakabatous brachte sie zuerst etwas aus dem Gleichgewicht, doch dann fing sie sich. „Kamiya Kasshin Ryu!!“ brüllte sie und Kenshin hatte alle Mühe, zu parieren, noch dazu, weil er seit ewigen Zeiten kein Holzschwert mehr in den Händen gehabt hatte. Es war viel zu leicht und fühlte sich komisch an.
Wie Blätter tanzten die beiden durch das Unterholz. Kaoru hatte in einer ruckartigen Bewegung ihren Kimono aufgemacht, um sich besser bewegen zu können, und stand jetzt nur im knappen Unterkleid da. In ihren Augen glühte die Freude des Kämpfens, genau wie in denen von Kenshin. Natürlich hielt Kenshin sich zurück, aber Kaoru kämpfte gut und es imponierte ihm, wie gekonnt sie mit dem Sakabatou umgehen konnte. Ihre Schläge waren hart und präzise. „Wehe, du nimmst Rücksicht auf mich!“ rief sie mit grimmigem Lächeln, während sie sich unter einem Ast hindurchduckte, um Kenshins Schlag auszuweichen. „Ich bin nicht aus Porzellan! Ich bin deine Frau und eine Schwertkämpferin!“
Kenshin lächelte frech. „Wie du willst, Kaoru.“ Seine Schläge mit dem Boken kamen nun schneller und härter und Kaoru geriet ganz schön ins Schwitzen. Er genoss es, zu sehen, wie sie ihre ganze Kraft aufbot, um sich zu behaupten, nicht klein beigeben wollte. Ihre Wangen waren gerötet und ihre Augen glitzerten. Unter dem dünnen Unterkimono konnte er ihren ganzen Körper erahnen...
Sie nutzte die kurze Sekunde seiner Ablenkung und startete einen Angriff. Mit all ihrer Kraft warf sie sich nach vorne, wollte ihn an der Seite treffen, ihm das Boken aus der Hand schlagen...
„Netter Versuch,“ lächelte er finster, tauchte unter ihrem Schlag hindurch und packte ihr rechtes Handgelenk, mit dem sie das Sakabatou festhielt. Kenshin zog sie zu sich heran, so dass sie neben ihm war und das Sakabatou nach vorne in einen Baum stieß, wo es stecken blieb. Mit einem Schmerzensaufschrei ließ Kaoru den Griff los und fiel zu Boden. Doch Kenshin war schön über ihr und packte auch ihr anderes Handgelenk.
„Ergibst du dich?“ fragte er lächelnd und seine Augen leuchteten, während er ihre Hände über ihrem Kopf im Laub festhielt.
Sie funkelte ihn an. „Das war nicht fair!“ rief sie und versuchte, sich aus seinem festen Griff herauszuwinden. Sie strengte sich ganz schön an, sodass Kenshin über sie steigen musste, um mit dem Gewicht seines Körpers ihre strampelnden Beine außer Gefecht zu setzen, die sonst seinen Rücken malträtieren würden.
„Und?“
Sie wand sich unter ihm im Laub, versuchte, ihre Handgelenke zu befreien, nach ihm zu treten, aber er war einfach zu stark. Sein feuchter Oberkörper drückte auf sie, seine Haare kitzelten sie im Gesicht. „Neeeiin,“ keuchte sie, „ich will nicht!“
Kenshin ließ nicht locker.„Ergibst du dich? Du hast den Kampf verloren!“
Kaoru bäumte sich unter ihm auf, ihre Brüste drückten gegen seinen Bauch, ihr Gesicht weigerte sich, ihn anzusehen. „Lass mich,“ rief sie, doch ihre Stimme klang nicht wirklich überzeugend. Schließlich ließ ihre Kraft nach und mit einem Seufzer hörte sie auf zu strampeln. „Was soll das?“ keuchte sie und entgegnete seinem herausfordernden Blick trotzig, doch in ihren Augen glitzerte Neugier. So hatte sie ihren Kenshin noch nicht erlebt. Er schien es zu genießen, so über ihr zu sein und sie festzuhalten, sie ganz ihm ausgeliefert, zu schwach sich zu wehren...
Sein Gesicht kam näher, er streifte mit seinen Lippen ihre Wange. „Sei ein braves Mädchen und sag mir, dass du dich ergibst,“ flüsterte er ihr ins Ohr und biss dann neckisch in ihr Ohrläppchen. „Gib zu, dass du nicht alles unter Kontrolle hast, dass du auch manchmal die Schwächere bist...ergib dich.“ Kaoru spürte eine Hitzewelle ihren Körper durchströmen, die nichts mit den Anstrengungen des Kampfes zu tun hatte. „Sag es, und ich lass dich los... Sag es nicht...“ Sein Flüstern wurde noch leiser und fast schon bedrohlich, „...und erleide die Konsequenzen, die einer schlechten Verliererin gebühren.“ Seine Zunge spielte an ihrem Ohr entlang, an der Seite ihres Halses.
„Was für Konsequenzen?“ hauchte sie mit klopfendem Herzen und suchte seinen Blick.
Er sah sie an aber, oh mein Gott, da war etwas in seinen Augen, was sie ganz anders werden ließ, eine Tiefe, ein Funkeln, eine Unberechenbarkeit. Wozu war er fähig, was würde er mit ihr machen, wenn sie sich ihm so hingab, mitten auf der Waldlichtung? Sie war erregt, Kaoru, aber sich einfach so seinen Spielregeln hingeben? Sie versuchte erneut, mehr neckisch als ernsthaft, ihre Handgelenke aus seinem schraubstockartigem Griff zu entwenden.
„Ich befürchte, du willst kein braves Mädchen sein,“ sagte er, seine Stimme irgendwie tiefer als sonst und aus seinem Gesicht war auch das Lächeln verschwunden. Seine Haare hingen ihm immer noch in der Stirn.
Kaoru spürte, dass dies ein gewagtes Spiel war. Sie hatte Kenshin noch nie so erlebt, so bestimmend und unnachgiebig und sie spürte doch, dass er sofort aufhören würde, sobald sie es nicht mehr wollte. Aber wollte sie nicht die dunkle Seite an ihm kennen lernen? Hatte sie nicht davon geträumt, sich seiner Willkür hinzugeben, wie ein Schwert, wie ein Spielzeug in seinen Händen zu sein?
Langsam schüttelte sie den Kopf und begann wieder, gegen Kenshins Klammergriff zu revoltieren. Sie sah, wie es in seinen Augen aufblitzte und er unheilverheißend ihren sinnlosen Widerstand belächelte. Er freute sich, dass Kaoru auf das Spiel einging, denn auch für ihn war es ein neues Experiment.
„Mir scheint, ich muss dir erst mal beibringen, wie sich eine gute Verliererin ihrem Gewinner gegenüber zu verhalten hat.“
Unvermittelt verschloss er ihr mit einem heißen Kuss die Lippen. Kaoru durchfuhr es wie ein Blitz, sein Kuss war so fordernd, dass es in ihr Kribbelte, besonders zwischen ihren Schenkeln. Er hielt ihre Handgelenke immer noch über ihrem Kopf ins Laub gedrückt, doch nahm er jetzt beide in eine Hand, um die andere frei zu haben.
„Eine gute Verliererin,“ flüsterte er zwischen den Küssen, „hat sich dem Gewinner hinzugeben.“ Kaoru seufzte, es fiel ihr nicht leicht, die Kontrolle voll und ganz Kenshin zu überlassen. Sie sah ihm in die Augen und nickte kaum merklich, doch er lächelte und das bestätigte sie. Sie ließ ihren Kopf zurück in das Laub sinken und atmete schwer, entspannte sich, machte sich frei von ihrem eigenen Willen, ganz auf Kenshin konzentriert und seine Berührungen an ihrem Körper.
Seine Lippen berührten ihre Haut ganz leicht, wanderten ihr Kinn hinab und der sanfte Hauch seines Atems strich über ihr Dekoltee – dann ging er plötzlich von ihr zurück. Kaoru wollte ihn schon fragend ansehen, doch mit einer ruckartigen Bewegung riss er ihr den Kimono mit der linken, freien Hand auf, so dass ihre Brüste bloßlagen. Mit leidenschaftlichen Küssen liebkoste er ihren Hals, als dann plötzlich seine linke Hand eine ihrer Brüste packte und zudrückte. Kaoru, immer noch überrascht dreinblickend, entfuhr ein lauter Seufzer aus ihrem Mund, den Kenshin sofort mit seinen Lippen verschloss, während er erneut zudrückte und ihre Brust knetete. Dann wanderte er mit dem Mund zu ihrer Brustwarze hinab, knabberte daran, leicht zuerst, doch dann fester und Kaoru stöhnte auf. Sie spürte, wie sie willenlos wurde, wie es ihr egal wurde, dass sie hier mitten auf einer Waldlichtung waren, sie wohlmöglich zufällig vorbeikommende Menschen sehen oder hören konnten... Alles, was sie sah, waren diese tiefen Augen, die ihr Lust versprachen aber auch Strenge ausstrahlten. Sie spürte, wie er sein Knie zwischen ihre Beine drückte, ihre Beine auseinander spreizte, der Kimono wurde nun rücksichtslos von ihrem ganzen Körper geschoben und sie lag nackt vor ihm.
Er sah auf sie hinunter, Lust in seinen Augen und sie fühlte sich plötzlich voller Scham, wie sie unter seinem gnadenlosen Blick so dalag, ihre Brüste nach seiner Massage pulsierend, ihre Beine gespreizt, so dass er alles sehen konnte, ihr Innerstes, wie feucht und bereit sie war.
Sein Blick wurde plötzlich wieder streng und Kaoru bekam eine Gänsehaut.
„Gehört es sich für ein braves Mädchen, so unbedeckt vor einem Mann zu liegen?“ fragte er und sah sie an.
„N-nein,“ hauchte sie und versuchte, ihre Beine zu schließen, aber sein Knie war dazwischen.
Er zog eine Augenbraue nach oben, während er seinen Blick von ihrem Gesicht aus ihren Körper nach unten wandern ließ. „Oh je, ich glaube auch nicht, dass ich noch ein braves Mädchen aus dir machen kann.“ Langsam ließ er seine linke Hand von ihren Lippen zwischen ihren Brüsten hindurch nach unten gleiten. „Ein braves Mädchen-...“ seine Finger verschwanden zwischen ihren Schenkeln und Kaoru stöhnte auf, „-wäre auch niemals so feucht zwischen den Beinen.“
Mit einem boshaften Lächeln spielte er mit ihren Schamlippen, während sie sich immer noch unter seinem Griff wand. „Oh ja,“ murmelte sie, „mach weiter...“
Doch genau in dem Moment hörte er auf. Etwas entrüstet sah sie ihn an. Er näherte sich wieder ihrem Gesicht und küsste sie. „Du hast etwas vergessen, meine Liebe...“
Dann riss er sie plötzlich hoch aus dem Laub, drehte ihr die Hände auf den Rücken, so dass sie vor ihm im Unterholz kniete, er direkt hinter ihr, ihre Hände festhaltend, sein Oberkörper an ihrem bloßen Rücken. Sie spürte, wie erregt auch er war, als er sich von hinten an sie drückte.
„Erstens: Du hast verloren! Das heißt, ich kann mit dir machen, was ich will.“ Er knabberte an ihrem Ohr, während seine Hand von hinten aus nach vorne zu ihren Brüsten wanderte, die Brustwarzen zwirbelte.
„Zweitens: du hast nicht bitte gesagt. Wenn du schon kein braves Mädchen sein kannst, dann werde ich dir jetzt wenigstens beibringen, wie du um etwas zu bitten hast. Oh ja, ich möchte sehen, wie du dich unter mir windest und bettelst, dass ich deiner Lust ein Ende bereite...“
Kaoru kniete, vornüber gebeugt, ihre Hände auf dem Rücken, ihr Hintern Kenshin entgegengestreckt und ausgeliefert. Sie biss sich auf die Lippe und konnte sich nicht entscheiden, ob sie sich gedemütigt fühlen sollte oder nicht. Sie wollte sich ihm hingeben, oh ja, aber es war so schwer für sie, vollständig die Kontrolle zu verlieren. Kenshin begann, ihren Hintern zu kneten, immer knapp an dem feuchten Inneren vorbei, dass nach so viel mehr seiner Berührungen verlangte. Kaoru wandte sich, streckte sich ihm entgegen, aber je mehr sie sich bewegte, desto weniger streichelte er sie. Es war ein Machtkampf, den Kenshin gewinnen wollte. Ihr starker Kenshin. Der einsame Schwertkämpfer, der sie liebte und alles für sie tun würde. Sie sah über ihre Schultern zu ihm, sah in sein herausforderndes Gesicht, sah aber auch die Liebe zu ihr in den Augen.
Kaoru atmete tief durch und wurde ganz ruhig.
Kenshin schmiegte sich von hinten an sie und berührte ihre Brüste, ihren Bauch, ihren Nabel und... ließ wieder von ihr ab, um sich von hinten an sie zu drücken. Sie spürte seine Erregung, die sich zwischen ihre Beine drückte, sich an ihr rieb und sie fast in Extase versetzte. Wie lange wollte er dieses quälerische Spiel noch mit ihr spielen?
Sie stöhnte auf, als Kenshin erneut mit seinem Glied über ihre sensibelsten Stellen strich.
„Bitte...“ flüsterte sie, und sofort war Kenshin ganz nah bei ihr.
„Ja?“ fragte er gespannt?
„Oh... du machst mich so verrückt,“ stammelte Kaoru, dann bäumte sie sich ihm entgegen. „Bitte, ich will mehr von dir,“ flehte sie, „ich halt es kaum noch aus. Du hast gewonnen. Ich ergebe mich...“
Kenshin lächelte und knabberte zärtlich an ihrem Ohrläppchen. „Besser eine späte Einsicht als gar keine,“ flüsterte er. „Kaoru, du weißt, dass ich nur das mit dir mache, was du auch willst...“
Kaoru stöhnte voller Ungeduld. „Du weißt, was ich jetzt will. Bitte...“
Kenshin beugte sich zurück, so dass Kaorus verlockender Hintern genau vor ihm bereit lag. Dann stieß er kräftig in sie hinein.
Vom Dojo aus sah man Vögel aus dem Wäldchen aufflattern, die die beiden mit ihren Lustschreien verscheut hatten.
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Total erschöpft lag Kaoru im warmen Wasser und beobachtete den Dampf, der in kleinen Schwaden durch das Badezimmer waberte. Sie konnte sich kaum noch an den Heimweg vom Wäldchen nach Hause erinnern, wusste aber, dass Kenshin sie gestützt und umarmt hatte. Noch nie war sie so oft gekommen und hatte die Welt um sich herum so vergessen wie vorhin. Mit einem Lächeln tauchte sie blubbernd unter.
Als sie wieder auftauchte, bemerkte sie Kenshin, der ohne anzuklopfen hereingekommen war. Er war neben dem Badezuber in die Hocke gegangen und lächelte sie an. Kaoru wurde rot und grinste. „Willst du deinen Schweiß nicht auch im Wasser abwaschen?“ fragte sie.
Er schüttelte lächelnd den Kopf. „Ich glaub, die Wanne ist ein bisschen klein für zwei.“
Kaoru sah ihm in die Augen und erst jetzt bemerkte sie seinen ernsten und forschenden Blick. Außerdem fiel ihr auch ein, dass er auf dem ganzen Rückweg fast nichts gesprochen hatte.
„Kenshin?“
Er sah weg.
„Anata, sieh mich an!“ bat sie mit ruhiger Stimme. Kenshin gehorchte. War es Scham, die sie in seinen Augen sah? „Kaoru, ich...“ begann er, aber sie legte ihm den Finger auf die Lippen. Seine blauen Augen wurden groß.
„Du musst nichts sagen oder rechtfertigen, Kenshin,“ sagte Kaoru und lächelte ihn liebevoll an. „Ich weiß, dass ich mit einem starken Schwertkämpfer verheiratet bin. Jemand, der Stärke und Schwäche in sich vereint und zulassen kann.“ Ihre Stimme wurde leiser. „Jemand, der mich lieben kann mit all seinen Facetten. Kenshin...“
Der rothaarige Schwertkämpfer blinzelte gerührt und fasste ihre Hand.
Die beiden küssten sich lang und innig.
Dann drangen plötzlich Stimmen aus dem Innenhof.
Die beiden hörten Yahiko, der angewiedert rief: „Igitt, ich glaube, Kenshin und Busu sind im Badehaus!! Kaum ist man weg, verkommen hier die Sitten, Pfui!“
Kaoru rollte mit den Augen und Kenshin stand auf und krempelte die Ärmel hinter.
„Ich glaube, ich werde Yahiko mal Beine machen,“ sagte er mit einem grimmigen Lächeln, bevor er hinausging. Kaoru kicherte. Ihr gefiel es, dass Kenshin jetzt endlich selbstbewusster auftrat. Solange er es nicht übertrieb...
Kaoru lächelte finster.
„Wenn er zu übermutig wird, werde ich ihn wohl mal wieder belehren müssen, wer die wahre Meisterin dieses Haushaltes ist...“
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