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von SWEETTWeety    erstellt: 08.11.2009    letztes Update: 18.09.2011    Geschichte, Abenteuer, Romanze / P18    (fertiggestellt)
****auf Los geht's loooooos^^**
glg SWEETTWeety**
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Das berühmteste Schiff seiner Zeit lief langsam in den Hafen ein. An Bord war die Crew damit beschäftigt alles andockfertig zu machen.

„Leinen rausholen! Segel einholen und räumt verdammt noch mal den Rum in den Keller!“ schrie einer der Meute.

Die Crew tat, wie ihnen befohlen.

„Capt., wir werden in Kürze den Hafen Tortugas erreichen. Wie lange wird unsere Rast dauern? Die Meute wird schon ungeduldig, und will endlich das nächste Schiff kapern.“ erklärte Mr. Gibbs, der erste Maat, einem Mann, der ihn jedoch keineswegs zur Kenntnis nahm.

Nach einem kurzen Moment der Stille zwischen den 2 Herren drehte sich der jüngere um.

„Danke Mr. Gibbs, aber wir werden nur kurz hier bleiben, obwohl es hier verlockende Angebote von weiblicher Seite gibt. Die Crew braucht sich also keinerlei Sorgen machen. Das nächste Schiff es kommt gewiss, auch wenn’s erst in weiter Ferne ist, klar soweit?“

„Ach und noch etwas…zurück an die Arbeit!“ schrie er dem Kleineren entgegen.
Der machte sich mürrisch in Richtung seines Postens auf.

Bei dem Jüngeren der beiden Männer handelte es sich zweifelsohne um den berühmtesten aller Piraten- Jack Sparrow.

In seiner stoischen Ruhe drehte er sich wieder um und schaute auf den Hafen Tortugas, an dem sie in wenigen Momenten andocken würden. Endlich konnte er sich wieder den Freuden dieser Insel hingeben.

Er widmete sich der Flasche Rum, die er in der rechten Hand hielt.
Seit 3 Jahren war er permanent auf See gewesen.

Seitdem er Davy Jones in die Tiefen des Meeres zurückverbannt hatte, war er ständig auf Beutezug. Jeder Schatz sollte durch ihn gefunden werden. Und seine Crew hatte ihm immer stets zur Seite gestanden.
Will hatte sich mit Elizabeth in Port Royale niedergelassen, mehr wusste Jack nicht.

Brieftauben waren eben auch nicht mehr das, was sie einmal waren.

Das Schiff war zum einen Teil durch seine auffallenden schwarzen Segel und durch seine Piratenflagge bekannt geworden.

Den größeren Teil seiner Aufmerksamkeit hatte es allerdings durch seinen Kapitän erlangt.
Capt. Jack Sparrow hatte es mit Untoten, der britischen Armee und Davy Jones, dem Kapitän des Fliegenden Holländers, einem riesigen Unterseeboot, aufgenommen.

Langsam dockte die Black Pearl an.
Die Mannschaft begab sich langsam in den Hafen. Sie räumten um und ein, kauften Lebensmittel und natürlich den heißgeliebten Rum, das wichtigste Getränk auf hoher See.

Jack begab sich sofort in Richtung Spelunke. Dort angekommen, bestellte er sich seinen Rum und setzte sich in eine freie Nische am hinteren Ende der Kneipe. Eine Kellnerin brachte ihm seine Bestellung und verließ ihn wieder.

Neben ihm saßen 2 Männer und unterhielten sich.

„Sie sträubt sich noch immer, sagst du? Lange wird das der Käpt’n nicht mehr mit anschauen. Sie wird schon sehen, was sie davon hat, den Kapitän zu beleidigen, hä hä hä.“, lachte einer der beiden verächtlich.
„Ja, aber wenn wir die Karte erst einmal haben, werden wir reich, sag ich dir.“, bestätigte ihn darauf der andere.
„Und sie ist wirklich die Einzige, die weiß, wo der Schatz der Menturia ist?“, erkundigte sich sein Saufkumpane.
„Ja. Das ist ja das Schlimme. Sie allein weiß wo der Schatz vergraben ist.“
Jack hatte das gesamte Gespräch mit verfolgt und war sich sicher, dass das der Schatz seiner Träume sein würde.

Langsam stand er auf und verließ die Kneipe.

>Ihr Schiff muss im Hafen liegen, da bin ich sicher. Jetzt muss ich nur das Schiff finden, die Person entführen, die anscheinend weiß, wo sich der Schatz befindet und nach ihm suchen< ging es Jack durch den Kopf.
„Klingt doch einfach. Also los!“ feuerte er sich enthusiastisch an.

Er lief zum Pier und suchte an allen Stegen nach einem Schiff auf dem sich die 2 Männer einfinden würden. Doch selbst nach einer dreiviertel Stunde fand er das Schiff der Beiden nicht.

Gerade als er sich gefrustet auf zur Black Pearl machen wollte, hörte er 2 ihm bekannte Stimmen.

„Stell dich nicht so an. Sag uns endlich wo sich die Karte befindet, sonst gibt es Peitschenhiebe vom Captain, Süße!“, schrie eine männliche Stimme herum.

Langsam schlich er sich an die einzelnen Personen heran.
Es waren die 2 Männer aus der Kneipe und eine junge Frau.

Jack schätzte sie auf Anfang 20. Ihre roten Locken hingen ihr sanft über die Schultern und ihre grünen Augen funkelten die beiden Seemänner böse an.

„Das hättet ihr wohl gern! Vergesst es! Ich werde euch niemals verraten, wo sich die Karte befindet, selbst wenn ich sterben müsste.“
„Wer nicht hören will, muss eben fühlen!", raunte ihr einer der 2 Typen entgegen.
Er stieß sie mit dem Kopf nach unten auf den Steg.
Langsam holte er eine Peitsche aus seiner Gürtelschnalle.

Gerade wollte er mit dem Lederband in der Hand ausholen, da hielt es Jack nicht mehr aus. Er sprang aus seinem Versteck und schnitt die Kordel einiger aufgestapelter Fässer auf, die sich auf einer Anhöhe befanden.
Die schweren Weinfässer rollten langsam los und wurden immer schneller.
„Was ist das denn für ein Gepolter?“, rief der andere der 2 Männer und drehte sich um.
„Ah, Cotton, da kommen zig Weinfässer auf uns zu. Lass uns abhauen!“, schrie er seinem Kumpanen zu.
„Und was machen wir mit der Kleinen?“, rief er zu Woolen, so der Name des anderen.
„Um die kümmere ich mich, wenn ihr gestattet.“, rief Jack vom Mast eines nahegelegen Schiffes den Beiden entgegen.

Er griff ein Seil, schwang sich zu der jungen Frau hinunter, ergriff sie und stand wieder oben auf dem Mast, mit ihr als Anhang.

„Hei, was soll das? Gib sie sofort wieder her! Sie gehört uns, du Möchtegern-Don Juan.“, schrie Cotton Jack entgegen.
„Entschuldigung, darf ich dich mal was fragen? Hast du mit den Zweien da unten was am Laufen? Sie scheinen dich nämlich sehr dringend zu benötigen!“, flüsterte er der jungen Frau ins Ohr.

„Was? Sag mal ticken sie noch ganz? Ich glaub ja wohl ich spinne! Ich bin doch keine Kurtisane aus irgend so einem Freudenhaus! Ich gehör’ den Beiden ja noch nicht mal. Die 2 da unten haben mich entführt. Außerdem heißt es immer noch >Sie<, Idiot!“, schimpfte sie wie ein Rohrspatz.

„Alles klar! Also, ihr habt es gehört, sie will nicht zu euch... Ach übrigens, die Fässer sind gleich da. Tschüss und vergesst nie den Tag an dem euch Captn. Jack Sparrow  eure Kurtisane weggeschnappt hat.“
Die Fässer rollten unaufhaltsam auf Cotton und Woolen zu, sodass ihnen nichts anderes übrig blieb, als ins Wasser zu springen.

Zur gleichen Zeit hatten Jack und seine Begleitung die Pearl erreicht.
„Lassen sie mich runter! Mit Piraten will ich nichts mehr zu tun haben, Mr. Sparrow! Und noch mal zum Mitschreiben…wenn sie das überhaupt können... Ich bin KEINE Liebesdienerin oder Kurtisane.“, begann sie von Neuem.
„Ah jaaa. Und was wollten Sie dann mit den 2 Männern? Und außerdem, wie heißen Sie überhaupt?“
„Das geht Sie nichts an. Ich danke Ihnen für meine Rettung und jetzt bringen Sie mich bitte auf ein Passagierschiff, verstanden?“, tobte sie weiter.
„Passagierschiff? Ich glaub’ ich fall in Ohnmacht. Ihr nicht auch Crew? CREW?“, rief Jack plötzlich, sodass seine gesamte Schiffscrew aus heiterem Himmel hinter ihm stand.

„Den Auftritt sollten wir nochmal üben...“, murmelte er in sein Kinnbärtchen.

„Kapitän, unsere Vorräte sind wieder aufgefüllt. Dürfen wir fragen wer das ist? Doch nicht etwa schon wieder eine neue Eroberung Tortugas?“, erkundigte sich Mr. Gibbs.
„Was, die? Nee. Die hab ich vor ihren Freiern gerettet. Das arme Ding mit 2 üblen Schurken. Da konnte ich nicht anders.“

Pammm…

Schon hatte Jack den glühenden Handabdruck seiner jungen „Gefangenen“ im Gesicht.
„Die habe ich aber wirklich nicht verdient…“
Fiona drehte sich eingeschnappt um.

„Ähm, könnten wir uns kurz allein unterhalten?“, bat Mr. Gibbs Sparrow.
„Natürlich... was habt ihr Mr. Gibbs?" Probleme unter der Crew?“, begann Jack das Gespräch.
„Oh nein Captn., es ist nur... ihr rettet eine Kurtisane? Geht es euch nicht gut?“
„Wer? Ich? Nein... Soll ich euch die Wahrheit sagen? Sie ist die Einzige, die weiß, wo sich der Schatz der Menturia befindet. Klar soweit?“, erklärte Jack.
„Ah, ich verstehe. Ihr habt sie nur befreit, um gut vor ihr auszusehen, sodass sie euch freiwillig verrät, wo sich der Schatz befindet. Ai, das ist brillant.“
„Spielen wir ihr das Schmierentheater noch etwas länger vor. So wird sie mir schon noch alles verraten.“

Mit diesen Worten wandte sich Jack wieder seiner „Gefangenen“ zu.

„Über die Ohrfeige verhandeln wir noch…Aber eine Frage habe ich: Seid Ihr euch bewusst, wo Ihr seid?
Ihr seid in einem Piratenhafen. Hier landen keine „Passagierschiffe“, klar soweit? Ihr müsst also wohl oder übel mit uns in See stechen. Im nächsten Hafen lassen wir euch dann von Bord.“, erklärte er ihr langsam.
„Was? Nein. Ich will sofort von Bord. Lasst mich gehen. Ich will nichts mehr mit euch Gesindel zu tun haben.“, schrie sie wieder.
Sie wollte gerade das Schiff verlassen, als Jack sie am Arm festhielt.
„Was? Lasst mich los. Ich will nicht auf einem Piratenschiff bleiben. Ich verachte euch. Ihr habt mir alles genommen, was mir wichtig war. Ich will nicht! Nein!“
Tränen füllten ihre Augen. Sie trommelte immer wieder gegen Jacks Brust. Dann fiel sie in Ohnmacht.

„Ich bringe sie in meine Kajüte.“, äußerte sich der Captain kurz und verschwand mit seiner namenlosen Gefangenen unter Deck.

Der Rest der Crew stand sprachlos da, bis Mr. Gibbs begann zu brüllen: „An die Arbeit! Holt die Leinen ein! Hisst die Segel! Wir haben noch einen weiten Weg vor uns.“

Langsam verließ die Black Pearl den Hafen Tortugas und verschwand in der Dunkelheit der Nacht.
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