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Geschichte: Fanfiktion
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von JuliaLupin
erstellt: 07.11.2009
letztes Update: 11.11.2009
Geschichte, Drama / P16
(abgebrochen)
Es ist symbolisch gemeint, ihre Gefühlswelt ist ein eiskalter Winter
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Kapitel 2: Eiskalter Winter
Im Winter schneit es.
Die Winterlandschaften sehen toll aus.
Schnee ist wunderbar.
Schlitten fahren macht Spaß.
Schlittschuhlaufen sieht elegant aus.
Einen Schneeengel machen ist spaßig.
Eine Schneeballschlacht kann man mit ganz vielen Menschen verschiedener Altersklassen machen.
Im Winter Spuren von Tieren im Schnee zu finden ist aufregend.
Im Winter gibt es ganz tolle Festtage wie Nikolaus, Weihnachten und Silvester.
Doch die Wahrheit ist, dass der Winter nicht schön ist.
Er ist grausam. Blutrünstig. Ohne Reue. Ohne Rücksicht auf Verluste.
„Und man kann den eiskalten Winter nicht aufhalten…“, murmele ich leise vor mich hin.
Die Krankenschwester schaut mich an, mal wieder. Sie macht die Betten, wie immer. Sie schaut mich unsicher an, wie immer. Sie möchte schnell wieder hier verschwinden, wie immer. Sie hält mich für verrückt, doch das bin ich nicht. Ich mag vielleicht etwas seltsam sein, jedoch bin ich noch nicht verrückt. Ich bin seelisch gebrochen.
Die Tür geht auf und der Arzt schwebt mal wieder herein. Er nervt, er versucht mit mir zu reden, das möchte ich nicht.
„Guten Morgen, Alina! Wie geht es uns denn heute??“
Mir geht es scheiße und ihnen gut, Herr Doktor. Also wissen wir ja, wie es uns jetzt (wie jeden Tag) geht!!!!
„Ok, du willst immer noch nicht mit mir reden…“
Als ob ich das jemals machen wollen würde. Es wird sich morgen daran auch nichts ändern, auch wenn er immer wieder kommt.
„Alina, du bist jetzt seit genau sieben Wochen hier. Du bist schon wieder gesund und…“
„Und wieso lassen sie mich dann nicht gehen?? Sie können mich hier nicht festhalten!!“
Meine Stimme ist brüchig, heiser, rau. Eben wie eine Stimme klingt, wenn sie in drei Monaten nur wenig benutzt wurde.
„Das ist nur zur Beobachtung, ob auch wirklich alles wieder in Ordnung ist…“
„Also kann ich theoretischer Weise schon längst gehen??“
Das war keine Frage, sondern eine Feststellung. Ich schmeiße die Decke von mir runter und springe förmlich aus dem Bett. Meine Gelenke, die seit geraumer zeit nicht mehr bewegt wurden, schmerzen sehr. Jedoch lasse ich mich nicht davon beirren, sondern schnappe mir meine normalen Klamotten und verschwinde in das angrenzende Badezimmer.
Im Spiegel sehe ich kein glückliches Mädchen, das endlich hier raus kann. Nein, ich sehe ein verletztes Mädchen, das hier endlich verschwinden will.
Als ich wieder aus dem Bad herauskomme, steht Dr. Cullen wieder vor mir.
Natürlich möchte er mich sicher hier behalten, zur `Beobachtung`. Ich traue ihm nicht, ich vertraue keinem mehr.
„Du kannst noch hier bleiben, zur Sicherheit. Falls doch noch etwas ist.“
„Nein, und dabei bleibt es!!“
Ich gehe zur Tür, nicht wissend, was ich da draußen nun tun würde.
Ich gehe in schnellem Schritt zum Ausgang, begegne Kindern. Frauen, Männer. Mädchen, Jungen. Omas, Opas. Schwestern, Ärzten. Keinen, den ich kenne.
Ich habe nun auch niemanden mehr, der sich für mich interessieren könnte.
Meine Mutter, die letzte lebende Verwandte, die ich hatte, ist nach meinem `Unfall` an einem Herzinfarkt gestorben.
Nun bin ich auf mich ganz alleine gestellt. Für immer, bis auch ich sterbe.
Ich stehe also da, vor dem Krankenhaus an einer Bushaltestelle, mit Geld in der Hand, welches mir netterweise eine ältere Dame geliehen hat.
Als der Bus kommt, steige ich als Erste ein, bezahle und setze mich in die hintere Abteilung.
Es ist leer hier drin, ich weiß nicht einmal mehr in welche Stadt man mich notgedrungen gebracht hatte.
Wir fuhren an einem Ortsschild vorbei: Auf Wiedersehen sagt ihnen SEATTLE, Willkommen sagt ihnen FORKS in 28 km.
Seattle kenne ich, aber Forks??
Moment mal, doch ich meine, das Wort Forks irgendwo schon einmal gehört zu haben…
Natürlich, damals, als mein Onkel Billy bei uns zu Besuch war. Er hatte uns (also mir, meiner Mutter und Jakob, seinem Sohn) die Legenden der alten Quilleute, wozu wir im Grunde auch gehörten, erzählt. Da wird erzählt, dass in einer Kleinstadt namens Forks die kalten Wesen, also Vampire, leben und wir, die `Werwölfe`, müssen die Menschheit vor ihnen beschützen.
Eigentlich sind es ja nur Legenden, dennoch redete er mit so einer Ernsthaftigkeit, dass man meinen könnte, er spräche gerade von etwas völlig Natürlichem.
Bei diesen Überlegungen fiel es mir wie Schuppen von den Augen. Billy und Jakob leben in La Push, einem Indianerreservat nahe Forks, ich könnte fragen, ob sie mich für eine Weile aufnehmen würden.
Ich frage den Mann vor mir, ob er wüsste, ob der Bus auch nach La Push fahren würde.
„Nein, aber in zwei Stunden fährt von der Haltstelle, wo ich aussteige einer nach La Push.“
Ich lehne mich zurück und frage mich, was ich in zwei Stunden machen soll.
Ich könnte ein wenig die Stadt erkunden, da wäre allerdings das Risiko, dass ich mich verlaufen könnte.
Ich könnte natürlich auch an der Bushaltestelle warten, aber an einem Herbsttag bei 5°C plus ist das nicht so toll, wenn man nur ein Top, eine leichte, kurzärmlige Jacke und kurze Hose trägt.
Müde schließe ich die Augen, ich hasse solche Tage, an denen ich nicht weiß, was ich machen soll.
„Hey, wir sind da!“ Der Mann vor mir rüttelt mich.
Ich steige mit ihm zusammen aus.
„Danke.“ Meine ich halbherzig. Er nickt mir kurz zu und verschwindet in Richtung Innenstadt, wie es scheint.
Ich entscheide mich dann doch dazu, mich auf die Bank zu setzen und einfach abzuwarten.
Leute gehen vorbei, reden, lachen, schauen mich an.
Ich starre stur auf den Boden vor mir, tue so, als ob ich ihre Blicke nicht sehen würde.
Ein Bus nähert sich, doch leider von der anderen Seit. Er fährt zurück nach Seattle.
Währenddessen hält ein rotes Kabrio vor mir, drinnen sitzen eine wunderschöne Blonde, eine hübsche Frau mit braunen Haaren, Ein muskulöser Mann mit einer blonden Lockenmähne und … Dr. Cullen.
Ich verdrehe genervt die Augen, kann er mich nicht mal in Ruhe lassen??
„Alina, was machst du hier so allein in der Kälte??“
„Warten.“, meine ich barsch.
„Auf was denn??“
„Was geht SIE das an??“
Die Blonde schaut mich hasserfüllt an, soll sie doch, ist mir egal.
Der Mann neben Dr. Cullen rutscht auf seinem Platz hin und her, er verzieht gequält das Gesicht.
„Ich wüsste es nur gerne.“
„Na, da muss ich sie aber leider enttäuschen… und wenn sie mich jetzt bitte entschuldigen würden!!“
Der Bus hält gerade hinter dem Auto an, ich krame den Rest Geld aus den Tiefen meiner Hose und bezahle schnell die Busfahrt.
Hinter mir springt der Mann von vorhin in den Bus.
Mit klopfendem Herzen lasse ich Forks hinter mir, einer unbekannten Zukunft entgegen…
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