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von System-Fehler    erstellt: 07.11.2009    letztes Update: 27.03.2010    Geschichte, Allgemein / P18    (fertiggestellt)
Hui, ein Kapitel& schon 4 Reviews :)
Das freut mich aber, dass ihr so fleißig schreibt.
Ich hoffe, das bleibt beim 2. Kapitel auch so?

Viel Spaaaß <3

Kapitel 2: Verhängnisvolle Begegnung

Kurz darauf kam Sven mit zwei Gläsern in der Hand zurück. „Danke“, lächelte Tara und Sven gab ihr einen Kuss. „Gerne doch“, lächelte er zurück.
Hand in Hand saßen die beiden da, Tara starrte weiterhin den Bildschirm des Fernsehers an, während Sven ein angeregtes Gespräch mit Ingo führte. Tara musste grinsen. Was Jungs immer für sinnlose Themen hatten...

In der Kneipe wurde es langsam voller, im Fernsehen lief nichts Gutes und so setzten sich Tara und die anderen wieder an einen der Tische im vorderen Gastraum. An der Theke saßen nun auch jüngere Leute, während nur noch drei oder vier ältere Herren da saßen.
Tara warf einen Blick auf ihre Handyuhr: Gleich halb eins.
Sie seufzte und hoffte inständig, es würden noch einige ihrer Freunde auftauchen.

Und? Bald darauf wurde ihr Warten belohnt und die Freunde Marvin, Holger, Lisa und Julia kamen herein. Sie setzten sich zu Tara und den anderen und endlich wurde Taras Laune besser.
„Du hast bald Geburtstag“, bemerkte Julia plötzlich und Tara nickte. Stimmt, heute war der 22. März, also nur noch neun Tage.
„Feierst du groß?“, wollte Lisa wissen, die neben Julia saß. Tara zuckte die Achseln. „Mal sehen“, grinste sie, „ich werd ja nur siebzehn.“ Lisa zuckte die Achseln. „Ich will erstmal sechzehn werden“, grinste sie und schaute Tara mit ihren kindlichen Kulleraugen an.
Lisa sah sowieso aus wie ein kleines Mädchen, vom Verhalten her wirkte sie jedoch wesentlich älter als fünfzehn.
Sie war sehr klein, nur ungefähr ein Meter und fünfzig, hatte ein kindliches Gesicht und eine kindliche Stimme. Sie war jedoch sehr verantwortungsvoll, kümmerte sich um ihre Freunde, wenn diese betrunken waren und war eine hervorragende Streitschlichterin.
Tara mochte Lisa. Sie hatte etwas Besonderes an sich, es war wahrscheinlich dieser große Gegensatz zwischen ihrem Aussehen und ihrem Charakter.

„Dauert ja nicht mehr lange“, lachte Tara nun, „du hast doch im Juni Geburtstag?“ Lisa nickte. „Ja, am fünfzehnten.“ „Siehst du, so lange ist es bis dahin auch nicht mehr.“ „Ich finde, du solltest feiern“, mischte Julia sich erneut ein und kam zurück auf Taras Geburtstag zu sprechen, „Deine Partys sind eh immer die besten. Weißt du nicht mehr, deine Hausparty letzten Monat?“ Julia grinste und Tara versteckte ihr Gesicht gespielt beschämt. „Hey ja, ich war nicht so betrunken, wie Steffen und Sven. Und das Schlimmste war ja wohl, dass die Gastgeber, also Sven und ich, längst im Bett lagen und Marvin noch zwei weitere Stunden allein da saß und die Reste getrunken hat.“
Die Party war der Hit gewesen: Es waren viel zu viele Leute da gewesen, über die Hälfte musste stehen und alle waren so betrunken, dass sie teilweise schon gegen drei oder vier Uhr nachts nach Hause gegangen waren. Tara und Sven waren ebenfalls total betrunken gewesen und um halb fünf ins Bett gegangen, während Marvin noch bis fast halb sieben allein da gesessen hatte und die Reste fremder Leute auf getrunken hatte. Taras Mutter hatte ihn morgens, als sie von ihrer Nachtschicht im Krankenhaus nach Hause kam, schließlich sanft aber bestimmt aus dem Haus entfernen müssen. Von der Party wurde noch bis heute geredet und jedes Mal nahm Tara sich vor, dass die nächste Party noch besser werden solle, was ihr meist auch ganz gut gelang.
„Ich geh mal eben los und hol mir etwas zu trinken“, erklärte Tara und erhob sich. Sven warf ihr einen fragenden Blick hinterher, den Julia, die diesen Blick sah, beantwortete. Sven nickte, lächelte seine Freundin an und widmete sich wieder Ingo, mit dem er immer noch diskutierte.

Kopf schüttelnd stand Tara an der Theke, bestellte sich eine Korn-Sprite-Mischung und tippte mit den Fingerspitzen auf dem Tresen.
Als sie ihr Getränk nahm und gehen wollte, hielt sie plötzlich jemand am Arm fest. „Hey!“ Tara drehte sich erschrocken herum und blickte genau in die Augen ihres Ex-Freundes Tom. Dieser grinste sie breit an und fragte: „Was machst du denn hier?“ Tara erwiderte das Grinsen mit einem überraschten Gesichtsausdruck und antwortete nur knapp: „Ich schätze, das Selbe wie du.“
Mit diesen Worten ging sie an ihm vorbei und setzte sich zurück zu Julia und Lisa.
Verwirrt starrte Tara ihr Glas an, wirkte in Gedanken verloren und bekam nicht einmal mit, dass Julia und Lisa mit ihr redeten.
Sie wurde erst aus ihren Gedanken gerissen, als Julia mit ihren Händen vor Taras Gesicht herum fuchtelte. „Hä?“ Erschrocken schaute Tara die Freundin an. „Hast du einen Geist gesehen oder wieso bist du plötzlich so verwirrt?“, wollte diese wissen. „So in etwa“, erwiderte Tara nur und trank einen Schluck.
„Tara? Was ist denn plötzlich los?“, bohrte Julia weiter. Seufzend deutete Tara mit einer Kopfbewegung auf den Tresen. Julia folgte dem Blick. „Und was ist da? Oder wer?“ „Tom“, erklärte Tara und Julia wirkte überrascht. „Was macht der denn hier?“, fragte sie mehr sich selbst als Tara.
Julia kannte Tom. Und mit Tom kannte sie auch seine und Taras gemeinsame Vergangenheit.

Tara und Tom kannten sich schon, seit Tara elf Jahre alt war. Sie hatte den fast drei Jahre älteren Tom zufällig durch gemeinsame Freunde kennen gelernt und die beiden hatten sich schnell angefreundet – um es zu verdeutlichen: Sie waren die besten Freunde gewesen.
Tara hatte sich sofort in den Jungen mit den wundervollen braunen Augen verliebt, er war halt ein Mädchenschwarm, was nachvollziehbar war: Niemand konnte diesen Augen widerstehen.
Als Tara zwölf war, sind Tom und sie schließlich ein Paar geworden, mit ihm hatte sie ihren ersten richtigen Kuss erlebt und etwa ein Jahr später haben sie jedoch Schluss gemacht, da beide der Meinung waren, dass man sich mit dreizehn, beziehungsweise fünfzehn Jahren noch nicht fest binden sollte.
Danach waren die beiden wieder beste Freunde gewesen, doch dann musste Tom zu seinem Vater ziehen. Und der wohnte leider einige Kilometer zu weit entfernt.

Der Kontakt zu Tom wurde weniger, bis er schließlich ganz und gar abbrach.

Als Tara vierzehn war, traf sie Tom durch Zufall auf einem Fest wieder. Diese Begegnung war wirklich mehr als merkwürdig gewesen: Tara war betrunken über den Festplatz geschlendert und hatte ihre Freunde gesucht, als Tom plötzlich geradewegs auf sie zu gelaufen kam. Tara wollte ihn zur Begrüßung erfreut umarmen, doch Tom ergriff sofort die Initiative, legte seine Hände um Taras Wangen und Tara erlebte den leidenschaftlichsten Kuss ihres jungen Lebens.
„Ich wohne jetzt wieder bei meiner Mutter“, hatte Tom erklärt und Tara war in diesem Moment der glücklichste Mensch der Welt gewesen.
Bald darauf kamen die beiden erneut zusammen, die Beziehung schien ernster zu sein, Tom und Tara verbrachten jede freie Minute miteinander und beide genossen die Beziehung sehr.
Doch leider wurde den beiden ihr Glück nicht gegönnt: Tom hing mit den falschen Leuten herum, machte nur Blödsinn und wurde schließlich der Schule verwiesen.
Außerdem ließen er und Tara sich gemeinsam ein Unterlippenpiercing stechen, die Unterschriften der Eltern wurden bei der Einverständniserklärung selbstverständlich gefälscht, da diese ja nichts davon wissen durften und zu Hause gab es so richtig Ärger.

Als Tom dann auch noch des öfteren beim Klauen erwischt worden war und einige Anzeigen wegen Diebstahls bekommen hatte, wurde es der Mutter zu viel und Tom sollte zurück zu seinem Vater.
Für Tara war eine Welt zusammen gebrochen, still und heimlich hatte sie die Mutter verflucht, doch es hatte alles nichts gebracht: Tom musste weg!
Nach dem „Zwangs-Umzug“ hatte Tom sich zu Taras Enttäuschung nie wieder hören oder sehen gelassen, von einem gemeinsamen Freund hatte Tara später erfahren, dass Tom das Haus des Vaters nicht mehr verlassen durfte und auch kein Handy mehr hatte. Er hatte also nie eine Chance gehabt, sich zu melden.

Von dem Tag an, als Tom umgezogen war, hatten sich die beiden nie wieder gesehen – bis heute.
Schon über 2 Jahre war das Ganze her und nun hatte Tara einmal wieder in diese wundervollen Augen geschaut und ihr Herz schlug immer noch viel zu schnell.
„Das gibt es doch nicht“, meinte Julia nun und schaute Tara an, die Tom nachdenklich beobachtete. „Doch, das gibt es. Und er hat immer noch dieses gewisse Etwas, das ich früher schon so geliebt habe.“
Julia schüttelte den Kopf. „Denk gar nicht erst daran.“ Mit einem ernsten Blick schaute sie Tara an. „Ich weiß, ich hab Sven und das ist auch gut so!“ Zufrieden nickte Julia, auch wenn Taras Worte sie nicht überzeugten.
Irgendwie hatte sie das Gefühl, dass das Alles gar nicht gut gehen würde...

____________

tbc.

Was sagt ihr...?^^
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