Fanfiktion / Bücher / Bis(s) / Interactive Love - The Story
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von nicee    erstellt: 06.11.2009    letztes Update: 17.03.2010    Allgemein / P18     22 Reviews
„So ein verdammter Idiot!“ schimpfte ich vor mich hin, während ich die Couch von diesem ekligen Durcheinander befreite. „Da kann er noch so gut aussehen!“ Ich wusste, dass ich mir da selbst einen vormachte. Gutaussehend war ein Begriff, der nicht im Mindesten beschrieb, was mir durch den Kopf ging – oder durch den Körper! – wenn ich ihn auch nur aus der Nähe sah.
Oh, dieser Körper... muskelbepackt, gestählt, in einem perfekten Braunton...
„Das kommt alles vom Fitnessstudio und der Sonnenbank. Jeder Kerl kann so aussehen!“ murmelte ich, mit spitzen Fingern ein Hauch von nichts – ein Höschen, das mehr aus Luft und Spitze bestand – ein wirklich nettes – ein wirklich heißes Höschen – vor mich haltend, das ich aus der Couchritze gezogen hatte.
Grummelnd sah ich mich suchend im Wohnwagen um.
Das schien dann alles gewesen zu sein.
Das war das letzte Beweisstück.
Und sauber war es auch wieder.

Obwohl ich wirklich sauer war, erfüllte mich doch auch diese Zufriedenheit, wenn ich einen Job gut erledigt hatte.
Darüber gab es nichts zu diskutieren, meine Jobs erledigte ich immer super.
Teamassistentin. Pffhhh!
Kopfschüttelnd dachte ich an die Stellenausschreibung, die mir vor einer gefühlten Ewigkeit auf der Internetseite der Produktionsfirma ins Auge gesprungen war.
Alleinstehend, reiselustig, flexibel..., ich schnaufte. Das hatte ich nun davon, dass ich wie die Faust aufs Auge ins Profil gepasst hatte. Seitdem durfte ich den Stars hinterher räumen!

Mit einem lauten Schlag knallte die Tür des Wohnwagens gegen die Innenwand, er hüpfte mit einem süffisanten Grinsen in den engen Raum und rief „Bam!“
Erschrocken ließ ich den Slip fallen.
Badabingbadaboom!“ schrie er noch lauter und riss in Siegerpose die Arme hoch.
Er war soo kindisch!
Genervt verdrehte ich die Augen und schnappte: „Was?“
Er kicherte. „Oh. Deiner? Nett.“, diese Wahnsinnsaugen auf das Stück Stoff am Boden gerichtet.

Arrrrghh! Er wusste genau, dass...
Ich schüttelte den Gedanken ab.
Es war völlig egal, was er wusste, er scherte sich nämlich einen Dreck drum. Immer. Es interessierte ihn nicht im Geringsten... Die Welt drehte sich nämlich nur um ihn, und ich lebte somit nur, um ihm zu Gefallen zu sein.
Verächtlich stieß ich die Luft zwischen den Zähnen hervor.
„Was willst Du?“ Die Kälte in meiner Stimme hätte einen See zufrieren lassen können.
Er zwinkerte und grinste. In seinen Wangen entstanden dann immer so süße Grübchen. Und die winzigen Lachfältchen um seine Augen ließen ihn so ...sympathisch aussehen.
Pah! Nur, dass an ihm aber auch rein gar nichts sympathisch ist.

„Mal wieder schlechte Laune? Ich glaube, wir sollten auch mal...“ Er zeigte mit dem Kopf auf die Couch, die vor meiner Aufräumaktion noch anschaulich gezeigt hatte, was zwei leidenschaftliche Menschen mit so wenig Platz anstellen konnten.
„Ich glaub, dann geht´s Dir besser.“ Er grinste noch breiter und öffnete einladend die Arme.

Ich müsste nur zwei Schritte machen. Sein Blick, sein Körper versprachen den Himmel auf Erden... seine Art leider so gar nicht.
Ich presste ein Lachen hervor.
„Klar. Träum weiter!“ Seufzend hob ich den Slip vom Boden auf, um ihn nicht mehr ansehen zu müssen.
Mein Inneres war in absoluter Aufruhr, wie immer, wenn er vor mir stand. Das war doch Irrsinn! Ich würde eher sterben wollen, als ihm zu zeigen, was er in mir auslöste.
Pure Wut! Nichts als pure Wut!, redete ich mir ein.
Solange wir hier noch zusammen eingepfercht waren, musste ich einen klaren Kopf behalten.

„Was willst Du?“ wiederholte ich meine Frage.
„Dich.“ schoss er prompt zurück.
Abwartend sah ich ihn an.
Einen kurzen Augenblick versanken unsere Augen ineinander, dann drehte er sich weg, ging zur winzigen Küchenzeile und machte sich am Kühlschrank zu schaffen.
„Hier muss doch...“ murmelte er.

Erleichtert. Enttäuscht. Ich verschränkte die Arme vor der Brust und räusperte mich.
Ich lebte nicht nur für ihn! Was bildete der sich eigentlich ein?
Kauend drehte er sich wieder zu mir um, mit einer Hand begann er, die Knöpfe seines Hemdes zu öffnen.
Ganz langsam.
Einen nach dem anderen.
Von oben nach unten.

Ich schluckte.
Wie gebannt hing mein Blick an seiner kräftigen Hand mit den langen, schlanken Fingern.
In der angespannten Stille konnte man außer unserem Atem nur das Surren der Standheizung hören.
Oh. Seine Brust war schon entblößt.
Meine Knie wurden weich wie Pudding, mein Magen zog sich krampfhaft zusammen.
Meine Hände begannen zu schwitzen.
Er kam einen Schritt auf mich zu, zwinkerte und schnurrte verführerisch: „Bin ich nicht ein flauschiges Kuschelwölfchen?“
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