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Brown Bread or White Bread
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von xxJerseyxx    erstellt: 06.11.2009    letztes Update: 07.11.2009    Romanze / P16     14 Reviews
Brown Bread or White Bread

„Sohn, wie war dein erster Schultag?“, fragte mich mein Dad erwartungsvoll, als er an der Tür auf mich wartete. Er hatte chaotisches schwarzes Haar und leuchtende graue Augen. Er schaute mich vorsichtig an und versuchte meinen Gesichtsausdruck zu deuten, als ich meine Tasche an der Garderobe ablegte und mir die Schuhe abstreifte. Meine Mutter sauste in das Zimmer, eine Schürze um ihre Taille gebunden und noch Mehl vom Backen in ihrem Gesicht.

„Stille, wie jeden Tag“, erwiderte ich knapp und nickte meinem Dad zu bevor ich meine Mutter umarmte. Als ich mich zu ihm umdrehte sah ich die Enttäuschung in seinem Gesicht.

„Ich war mir so sicher“, sagte er zu sich selbst und folgte mir und meiner Mom in die Küche. „Ich hatte dasselbe Gefühl, bevor ich deine Mutter gefunden habe. Es ist wie ein Kribbeln und dann hat man seltsame Träume von dem Ort …“ Als er aufschaute bemerkte er, dass ihm niemand zuhörte. Ich war damit beschäftigt mir ein Stück Brot zu schneiden und meine Mutter beobachtete ihn, ihre grünen Augen strahlten vor Erheiterung.

„Du kannst die Stadt jetzt noch nicht ausschließen“, sagte sie sanft, ging zu ihm und schlang ihre Arme um seinen Hals. „Sie kann in diesem Jahr auch noch hierher ziehen.“ Ich musste husten und ließ meine Augen wild von meiner Mom zu meinem Dad wandern.

„Ihr wollt das ganze Jahr bleiben.“ Es war keine Frage. Es war eine Aussage, ein Ausruf von Schock, obwohl ich wusste, dass wir dasselbe jedes Jahr taten.

„Das tun wir doch immer.“ Die Worte meines Vaters echoten meine Gedanken, als ob er sie gehört hätte, nicht nur die von Mom. „Ich bin mir sicher, dass du Freunde finden wirst.“ Er sah mich mitleidig an.

„Ich habe schon einen Freund.“ Es war kindisch und bescheuert von mir, das zu sagen, aber ich hasste es, dass er von mir dachte, ich wäre unfähig soziale Kontakte zu knüpfen. Sicher, ich verbrachte viel Zeit alleine und sicher, ich konnte unhöflich sein – es war ein Teil meiner sarkastischen Natur – aber ich hatte vorher schon Freunde gehabt. „Er ist der Sohn von dem Doktor.“

„Oh, ich habe Carlisle heute Morgen getroffen“, erklärte Dad. „Ein netter Mann. Kultiviert. Er hat eine gutherzige Frau. Esme heißt sie. Es freut mich, dass du mit seinem Sohn befreundet bist. Ich habe gehört, dass er ein ziemliches Partytier ist. Vielleicht kann er ja ein wenig Genuss in dein Leben bringen, Eddie.“ Er zwinkerte mir zu, als ich die Stirn runzelte und aus dem Zimmer ging.

„Lass deinen Vater, Edward“, sagte Mom weich, als Dad außer Hörweite war. „Er macht sich Sorgen um dich. Du hälst dich selbst zu sehr zurück, wenn du verstehst, was ich meine. Er will, dass du das beste in deinem Leben bekommst.“

„Warum lässt er dann Aro nicht helfen?“ Ich war 22 und verhielt mich wie ein Zwei-Jähriger.

„Weil Alex”, Mom betonte Aros richtigen Namen, „dir nicht helfen kann. Seine Methoden sind unkonventionell und unsicher. Ich würde lieber einhundert Jahre damit leben“, ich schnaubte, „sie zu suchen, als auch nur fünf Sekunden nach ihr zu jagen und deine Chancen auf Glück zu zerstören. Bitte, Edward. Gib Forks eine Chance!“

Ich blieb still und missmutig. Mom kam zu mir und küsste mich auf die Stirn, bevor sie wieder in die Küche ging. Der Fall war für sie beendet. Wir würden Forks also nicht bis zum nächsten Sommer verlassen. Ich seufzte, wütend aber resignierend. Mein Vater war der Herr des Hauses, trotz allem, und ich respektierte seine Wünsche. Doch anstatt ihm zu folgen, um nochmal über alles zu reden, drehte ich mich auf dem Absatz um und ging rauf in mein Zimmer.

Es war ein normalgroßes Zimmer, die Hauptwand bestand nur aus einer großen Glasfront mit einer bequemen Fensterbank und Blick auf einen grünen See. An der anderen Wand in dem Zimmer stand mein Bett, ein brandneues Himmelbett. Das restliche Zimmer belagerte mein Laptop, der auf einem Schreibtisch stand, mein Bücherregal – randvoll gefüllt mit zahlreichen Büchern – und meiner Stereoanlage, neben dieser standen meine ganzen CDs. Die Wände waren alle in hellen Farben gestrichen, von Cremefarben bis hin zu einem hellen Braun, eine beruhigende Mischung.

Ich lief hinüber zu meiner Stereoanlage, legte eine neue CD ein und drehte die Musik leise. Dann ließ ich mich auf mein Bett fallen, hörte die Musik im Hintergrund, während sich meine Gedanken um den heutigen Tag drehten.

Heute hatte mich mal wieder kein Gedanke erreicht, das hieß also, dass sie nicht hier war. Aber auf der anderen Seite hatte ich auch Emmett kennengelernt und mich mit ihm angefreundet. Ich könnte ja mit ihm rumhängen und ihn besser kennenlernen, einfach eine gute Freundschaft aufbauen. Ich hatte vorher noch nie eine langhaltende tiefe Freundschaft. Ich schüttelte die Gefühle von Einsamkeit ab. Ich hatte für mich selbst beschlossen, dass ich es so besser wäre, weil ich nicht altern konnte und ich somit nicht lange den Anschein wahren konnte. Aber hinter dieser Fassade machte es mir was aus. Sehr viel sogar.

Bevor ich Emmett Cullen kennenlernte, hasste ich es umzuziehen. Nun würde ein Umzug schmerzhaft für mich sein. Alles was ich tun musste war, Onkel Aro anzurufen und er würde sich dem Fall sofort annehmen, sodass ich nie wieder von hier wegziehen müsste. Ich könnte hier ein schönes Leben führen, während Aro für mich das Mädchen ausfindig machen würde. Aber ich würde so was nie hinter dem Rücken meines Vaters machen; ich wusste, wie sehr es ihm wehtun würde. Er wollte alles tun wie es die Tradition verlangte und ich würde das respektieren.

Meine Gedanken über meine Seelenverwandte verliefen im Kreis und ein anderer Gedanke schlich sich hinein. Die braunen Augen, die ich gesehen hatte, als ich aus Emmett Einfahrt fuhr. Ihre Erschrockenheit, aber da war auch noch was anderes. Die Neugierde hatte in ihren Augen gebrannt und als sie mich erblickte, versteckte sie sich. Ich schüttelte meinen Kopf. Woher wusste ich, dass es ein Mädchen war? Und warum war ein elektrischer Strom durch mich gefahren, als ich sie gesehen hatte? Wieso hatte ich zu ihr laufen und sie finden wollen?

Zu wem gehörten diese braunen Augen?


~~~*~~~



Die Schule war genauso langweilig wie am Tag zuvor. Dieselben Leute in jeder Stunde. Dasselbe Gerede in jeder Stunde. Dieselben Personen in jeder Stunde, die sich mir annäherten. Ich begann das ungesagte Versprechen zu brechen, dass ich meinen Eltern vorenthielt, als Emmett mich vor meiner stillen geistigen Unterhaltung rettete.

„Hey, Masen. Was machst du denn?“, dröhnte er laut, als er mich in die Cafeteria kommen sah.

„Was essen. War das jetzt eine Fangfrage?“, fragte ich vorschnell. Er lachte und schlang seinen Arm um die Taille einer großen Blondine, die mich warm anlächelte.

„Nein, war es nicht“, sagte sie mit einer seidigen Stimme und ich genoss es, dass sie mir keine Tour durch Forks angeboten hatte. „Aber er muss einen unauffälligen Weg finden, sich selbst daran zu erinnern, wohin er geht oder was er als nächstes tun will.“ Sie küsste Emmett schnell auf seine Wange, während er sich beleidigt umdrehte. Ich lachte leicht und folgte ihnen zu ihrem Tisch in der Ecke des Raumes.

Es waren schon zwei weitere Leute da mit zwei Papiertüten, die vor ihnen standen. Eine von ihnen war ein kleines dünnes Mädchen mit kurzem schwarzen Haar, dass in verschiedenste Richtungen abstand. Ihr dunkles Haar verlieh ihr einen blassen Teint, mit dem ihre ungewöhnliche Augenfarbe sehr auffiel; eine warme Bernsteinfarbe, das mit einem Braun gespränkelt war. Sie schaute mich freundlich an und winkte mir zu, während ich mich ihr gegenüber setzte.

„Hey, Neuer.“ Sie grinste und ich hatte das starke Verlangen sie genauso herunterzumachen.

„Hey Pixie“, erwiderte ich stattdessen und sie lachte. Meine Feindseligkeit verrauchte, als sie mir zuzwinkerte. Ich wendete meine Aufmerksamkeit nun auf die Person zu, die neben ihr saß. Er hatte blondes Haar und strahlende blaue Augen, die auf sein Essen vor ihm gerichtet waren. Er war groß, nicht so sehr wie Emmett, aber größer als ich. Meiner Männlichkeit wurde ein weiterer Schlag versetzt, als ich sah, wie Pixie ihre Hand auf die Seine legte. Er sah auf und lächelte, bevor er sich wieder seinem Sandwich zuwandte.

„Na gut“, rief Emmett und setzte sich auf einen Stuhl. Er hielt mehrere Limos in den Händen und begann, sie an jede einzelne Person zu verteilen. „Das ist Masen. Masen, das sind alle.“

„Und aus wem besteht ´alle´?“, fragte ich amüsiert, als ich meine Limodose öffnete.

„Das ist Alice Brandon.“ Er deutete auf Pixie und sie streckte ihm die Zunge raus. „Und das neben ihr Jasper Whitlock. Das ist Rosalie Hale, meine wunderschöne Freundin. Und das ist Emmett Cullen“, er deutete auf sich selbst. „Das ist Edward Masen.“ Er zeigte auf mich. „Und bevor sie angefangen hat, diesen Penner Mike Newton zu daten, saß noch Bella Swan hier.“

„Es ist nicht dasselbe ohne Bella“, sagte Alice leise. Ich war mir sicher, dass Bella diejenige gewesen sein musste, von der Mike Newton gestern gesprochen hat. Wie viele Mädchen konnten denn sonst hier in Forks mit demselben Namen leben?

„Danke, Alice“, sagte Rosalie und Alice schaute schnell auf.

„Ich meinte, sie ist normalerweise immer so hilflos und ich könnte ihr ja ein paar Fachkenntnisse aneignen“, fuhr Alice fort und Rosalie grinste.

„Bella war hilflos?“ Ich sah mich in der Gruppe um und war erstaunt, als alle zu lachen begannen. Alle außer mir.

„Wie süß“, kicherte Rosalie. „Edward ist ein moderner Gentlemen, der sich nach hilflosen Mädchen umsieht. Sowas blödes, dass Bella nicht ihn datet. Mike braucht ein paar Lektionen für richtige Manieren.“

„Nein, Mike braucht ein paar Lektionen für Sich- Wie- Ein- Mensch- Verhalten.“ Jasper überraschte mich, als er uns alle ansah. Seine Augen verdunkelten sich und sie alle blickten dann zu dem Tisch, der am nähesten an der Tür stand. Ich sah sofort Mikes dreckigblondes Haar inmitten anderer; Jessica, Lauren, Tyler, Eric. Es war leicht zu erkennen, dass sie dachten, sie seien etwas besseres, vor allem, wenn man die Blicke sah, die sie über die anderen Tische schweifen ließen. Vielen von ihnen schauten hierher. Ich sah wieder zu Jasper.

„Hier, hier“, sagte Emmett und hob seine Limodose an. Ich hustete, als er eine Tischrede hielt und jedermanns Aufmerksamkeit lag auf mir.

„Du hast mir meine Frage nicht beantwortet“, sagte ich eindringlich. „Warum war Bella hilflos? War sie es in ihrem Liebesleben?“ Ich war einfach nur verwirrt, wie sie einen ihrer Freunde auf diese Weise ´hilflos´ nennen konnten. Alice kicherte.

„Es ist nichts ernsthaftes, Edward“, sprach sie, während sie Limo in ihrem Mund hatte. Es wunderte mich, wie sie das Getränk im Mund behalten konnte, obwohl sie redete. Sie schluckte und fuhr fort: „Es bezieht sich nur auf ihren modischen Geschmack. Oder eher ihrem mangelnden modischen Geschmack.“

„Miss Brandon ist besessen von Mode und Designersachen. Unsere Bella sieht das nicht so ernst mit den neuesten Trends.“ Emmett biss in dein Sandwich. „Wie dem auch sei, wo war ich stehengeblieben? Oh, ja. Bei uns und den neuen Freunden.“

Emmett hob seine Dose schon zum zweiten Mal an und jeder hier am Tisch stieß mit ihm an, bevor sie einen Schluck tranken. Ich schaute enttäuscht auf meine leere Dose.

„Dein jetziger Gesichtsausdruck wird Herzen brechen, Masen. Kopf hoch!“, meinte Rosalie und reichte mir eine Dose. Ihre Dose, wie mir auffiel.

„Ich glaube er ist schon ein paar Mal gebrochen worden“, sagte Alice. „Lauren Mallory hat sich vorhin in der Mädchentoilette bei Jessica ausgeheult. Du musst ja wirklich ihr Ego angekratzt haben, sie war wütend.“

„Gut, wieder ein weiterer Grund für sie, sich von mir fernzuhalten.“ Ich stach in meine Spaghetti. Ich freute mich nicht auf Biologie, die einzige Stunde, die ich mit ihr (Lauren) hatte.

„Ah, glaub nicht, dass sie aufgeben wird“, fuhr Alice fort. „Sie ist keine, die schnell nachgeben wird. Sie wird nur denken, dass ihr beide gut zusammenpasst. Verriegle deinen Reißverschluss!“ Alle lachten.

Meine Erwiderung blieb mir im Hals stecken, als die Cafeteriatür aufging und jemand hereinkam. Jemand, den ich vorher noch nie gesehen hatte. Sie hatte eine helle Hautfarbe und lange mahagonifarbene Locken, die ihr Gesicht umrahmten. Sie lief geradewegs zur Essensausgabe. Alice folgte meinem Blick.

„Bella ist also wieder in der Schule“, sagte sie sanft. „Sie war heute morgen nicht hier. Ich frage mich, was los war.“

Rosalie lehnte sich zu ihr für ein privates Gespräch und ich tat dasselbe, um mehr zu erfahren. Ich schnappte die Worte „denkst du, Mike …“ auf, bevor Emmett mir seinen MP3-Player mit riesigen Kopfhörern reichte. Ich hob eine Augenbraue.

„Meine Musik“, erklärte er und übertönte so Alice´ Antwort auf Rosalies Frage. Diese lehnte sich wieder an ihrem Sitz zurück. „Wie versprochen. Die beste (Musik) auf der Welt. Hör mal rein.“

„Was ist mit den Kopfhörern? Sind sie so riesig, damit sie über deinen großen Kopf passen?“, fragte ich unschuldig. Jasper bekam sich vor Lachen nicht mehr ein.

„Nein“, warf Emmett ein. „Das sind meine DJ-Kopfhörer.“

„Du bist DJ?“ Ich sah ihn verblüfft an.

„Nö, aber die Ladies lieben solche Männer. Die denken, das ist sexy.“ Ich lächelte und platzierte die Kopfhörer über meine Ohren.

Als ich reinhörte, bekam ich nichts mehr mit außer die laute Musik, die aus harten Techno gepaart mit Rapsounds bestand. Ich verstand kein Wort mehr von Emmett oder den anderen Schülern und ich sah mich in der Cafeteria um. Und dann hörte ich ihre Stimme. Obwohl ich sonst nichts mitbekam, kein gesprochenes Wort, hörte ich ihre Frage.

Soll ich braunes Brot oder weißes Brot nehmen?

Ich schaute auf, mein Herz raste als ich überlegte woher diese Stimme kam. Ich kannte sie nicht, also war es eine Stimme, die ich noch nie gehört hatte. Und dann trafen meine Augen auf braune Augen und Bella Swan drehte sich wieder zu dem Büffet, wo die ganzen Sandwiches lagen.

Sie war allein und sie hatte kein Wort gesagt.



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Oh la la, wer hätte denn DAS gedacht? *gg*
Als ich heute Vormittag über das gestern von mir gepostete erste Kapitel gelesen hab, hats mir echt den Vogel rausgehauen - ein riesiges SORRY für die ganzen banalen Rechtschreibfehler, die ich so bald wie möglich ausbessern werde! Nur ich komme mit "Word" einfach nicht so klar wie mit "Open Office". Bei "Word" will meine Tastatur irgendwie nicht immer so, wie ich das gern hätte. -.-"

Ich hoffe es hat euch gefallen und es würde mich freuen, wenn ein paar von den 22 Leuten, die meine Geschichte in ihrer Favo-Liste haben, auch mal ein kleines Kommi hinterlassen würden. ^^

Wer möchte, kann mir auf Twitter folgen und ein wenig an meinem verrückten Leben teilhaben. xDD
http://twitter.com/xxxJerseyxxx

Viele liebe Grüße! <33
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