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Fish out of water
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| von xxJerseyxx erstellt: 06.11.2009 letztes Update: 11.04.2010 Romanze / P16 | 28 Reviews |
Fish out of water
Auf ein neues, dachte ich mir bitter, als ich teilnahmslos auf die Menschenmenge starrte, in der mich alle ansahen. Ein neues Jahr, eine neue Suche in einem neuen Ort. Diesesmal war es Forks. Als ob ich ein Jahr an diesem öden Ort verbringen wollte, aber wir mussten unseren Anschein wahren. Ein schnelles Abchecken der Schüler sagte mir bereits alles über sie aus. Sie war nicht hier. Doch das hatte meine Eltern nicht daran gehindert mich durch das Land zu scheuchen, in der Hoffnung, dass wir ihr einfach über den Weg laufen würden. Irgendwas, um Aro herauszuhalten. Mein Onkel kannte ein paar Leute, die welche kannten die helfen könnten. Mein Vater traute ihm aber nicht. So verfolgten wir weiterhin seinen Plan das Land abzusuchen bis sie auftauchte.
Mein Name ist Edward Masen. Körperlich bin ich achtzehn. Geistig bin ich auch achtzehn. Aber ich wurde vor zweiundzwanzig Jahren geboren. Du kannst dir bestimmt vorstellen, wie gelangweilt ich von meinem Senior Year bin, doch diese niemals endende Hölle wird immer weitergehen, bis ich sie finde: Meine Seelenverwandte.
Falls sich das jetzt so anhört wie in einer klischeéhaften Schnulze, dann tut es mir wirklich leid, aber mein Leben ist eine ekelerregend lange Liebesgeschichte. Eine Jagd auf die Person, die ich hören kann. Das Buch, das offen ist, bereit, um von mir gelesen zu werden. Das Mädchen, deren Geist mein Geist ist, deren Gedanken meine Gedanken sind. In anderen Worten, ein Mädchen – oder ein Junge, ist ja schon mal passiert – deren Gedanken ich lesen kann. Und ich werde niemals altern, bis ich sie finde und sie ihr Herz für mich öffnet, indem sie meine Liebe akzeptiert. Klingt einfach. Aber warte, ich bin 22, erinnerst du dich? Ich habe schon seit mindestens vier Jahren gesucht. Naja, ich habe mein Leben lang gewartet. Die vier Jahre sind nur die Extra-Zeit, die ich gebraucht habe.
Es läuft so: Ich bin ein Leser. Das heißt, ich habe die Fähigkeit Gedanken zu lesen. Die Fähigkeit. Ich Wirklichkeit werde ich nur die Gedanken einer einzigen Person hören können und das sind die meiner Seelenverwandten. Ein leichter Weg sie zu finden, das Mädchen, das ich für immer bedingungslos und unwiderruflich lieben werde. Aber sie zu finden bedeutet das ganze Land zu durchstreifen, bis ich ihre Stimme höre. Und es gibt viele Highschools in Amerika. Und viele Mädchen, die auf diese Schulen gehen. Kein Wunder, dass ich sie immernoch nicht gefunden habe. Alles, was ich tun muss, ist auf Dads Bauchgefühl zu hören. Bisher aber erfolglos.
Onkel Aro schob meinem Dad die Schuld in die Schuhe wegen meiner fehlenden Seelenverwandten. Die meisten Leser finden sie im Alter von 17 Jahren und ich bin 22 und immernoch ohne eine Partnerin. Das macht Aro Sorgen. Und, wie ich vorher schon gesagt habe, er kennt Leute, die welche kennen, die zielgenau den exakten Standort meiner Gefährtin ausmachen können. Aber mein Dad ist ein Romantiker und er will, dass ich es traditionell mache. Also noch einmal alles von vorne, ein weiteres Highschooljahr, ein weiterer Abschluss.
Meine Gedanken wurden abgelenkt, als Schüler an mir vorbeihetzten, mich anstießen und mich in die letzte Stunde rempelten. Ich würde mich nie auf den Fluren der Highschool wohlfühlen können. Ich fühlte mich wie ein Fisch, den man aus dem Wasser gezogen hatte, als andere Schüler sich gegenseitig mit High-Fives begrüßten, wenn sie aneinander vorbeikamen, sie sich umarmten, neckten und herumschrieen. Vielleicht war Forks ja ein abgelegener Ort, aber es machte hier keinen Unterschied zu all den anderen Großstadt-Highschools, in denen ich schon gewesen bin. Ich seufzte und ging mit den restlichen Schülern in den Biologieraum. Immernoch keine Spur von dem Mädchen. Wenn sie hier wäre, dann wäre das schon was.
„Guten Morgen, Klasse!“, rief der Lehrer, als er in den Raum trat, ein exzentrischer mittelalter Mann, der langsam eine Glatze bekam. Ich verdrehte meine Augen, weil der Lehrer anscheinend immernoch nicht begriffen hatte, dass es mittlerweile Nachmittag war. Wir alle kamen gerade von der Mittagspause. „Heute werden wir die Anatomie von“, er stoppte, um einen dramatischen Effekt zu erzielen, seine Gedanken waren für mich völlig verschlossen, wie bei allen anderen auch in diesem Zimmer. „… dem Blatt durchnehmen. Nehmt euch jetzt alle ein Buch aus dem hinteren Teil des Zimmers und ein Blatt von mir. Und vergesst nicht, besonders nett zu unserem neuen Schüler Edward Masen zu sein.“ Er schwenkte seine Arme voller Enthusiasmus zu mir. Ich hasste es, Mittelpunkt aller Aufmerksamkeit zu sein. Nenn mich einen Einzelgänger, aber ich las lieber alleine ein Buch als inmitten einer Menschenmenge zu sein.
Ich stand von meinem Stuhl auf und ging bis ans Ende des Raumes und ignorierte die neugierigen Blicke, die interessierten Blicke und die wütenden Blicke. Die letzteren Blicke gehörten eindeutig nur den Jungs. Ich betrachtete mich selbst nicht, aber mein Aussehen – meine Haare hatten einen seltenen Bronzefarbton und ich besaß leuchtende smaragdgrüne Augen – schien den Jungs zu signalisieren, dass ich sie herausforderte. Aber ein Leser zu sein bedeutete, dass ich niemals daran interessiert war, mit Mädchen zusammen zu sein, deren Gedanken ich nicht hören konnte. Hierfür war ich also keine Bedrohung und wurde deshalb nach ein paar Wochen in den alten Schulen meist immer als Großkotz bezeichnet.
Es waren nur zwei andere am Ende des Raumes, als ich dorthin kam, ein blonder Junge und ein Mädchen. Der Junge sah mich flüchtig an und schätzte mich ab, bevor er sich wieder an das Mädchen wandte.
„Yeah, ich habe immernoch Probleme mit Bella. Sie wird nicht mehr mit mir reden und sie verbringt ihre ganze Zeit mit Angela und Ben. Ich habe auch schon Dates vereinbart, aber dann hat sie in letzter Minute abgesagt.“ Der Junge verdrehte die Augen und nahm sich das schönste Buch vom Stapel. „Kannst du mir ihr reden, Jess? Ihr zwei seid gute Freunde.“
Das Mädchen – ihr Name war offensichtlich Jess – warf ihm einen gereizten Blick zu, der mir vertraut war. Es war der, wenn das Mädchen ein Auge auf ihn geworfen hatte und er es einfach nicht kapierte. Jess´ Situation wurde noch schlimmer durch die Tatsache, dass der Kerl auch noch eine ihrer Freundinnen datete.
„Klar, Mike. Wie auch immer“, erwiderte Jess und betrachtete ihn, als sie wieder nach vorne gingen. Ich folgte ihnen, wissbegierig, mehr über diese Bella und Forks zu erfahren.
„Ich glaube sie ist immernoch sauer auf mich“, sprach Mike nun zu sich selbst. „Ich wollte einen Kuss. Das war alles. Aber dann musste sie gehen und wurde wütend und hat mich weggeschubst. Was ist nur mit ihr los gewesen? Urgh, lass mich wissen, was sie dir sagt, Jess.“ Den letzten Satz richtete er an Jessica, die sich ein Blatt vom Tisch schnappte und sich wütend von ihm wegdrehte.
Die unwissende Bella tat mir sehr leid. Mike schien ein aufdringlicher arroganter Kerl zu sein und wenn Bella eine Schwester oder eine Cousine von mir wäre würde ich das nicht zulassen. Ich stimmte mit ihrer Wahl ihn wegzuschubsen völlig überein. Aber was würde sie mit jemandem wie ihm als erstes machen? Ich schüttelte meinen Kopf als ich erkannte wohin meine Gedanken verliefen. Ich wurde einer von ihnen.
Es dauerte nicht lang bis ein Mädchen zu mir kam, um ihr Glück bei mir zu versuchen. Sie hatte blondes Haar was kurz geschnitten war und grüne Augen. Ich konzentrierte mich und versuchte ihre Gedanken zu hören, doch sie blieben mir verschlossen. Erleichterung durchfuhr mich, obwohl ich wusste, dass es nicht fair für sie war. Sie könnte ja ein nettes Mädchen sein für alle, die sie kennt. Doch dann öffnete sie ihren Mund.
„Ich bin Lauren“, sagte sie mit einer nasalen Stimme. Es ließ mich erschaudern. Ich musste kein Gedankenleser sein um zu wissen, was nun passieren würde. „Du must Edward sein, der Neue.“
„Warum? Bin ich der einzige Junge, den du noch nicht gedatet hast? Oder erinnerst du dich nicht, weil du schon so viele hattest?“, fragte ich höflich und blätterte auf die nächste Seite meines Buches. Ich hörte wie sie zischend einatmete, aber sie fuhr unbekümmert fort. Ich musste ihr eine Lektion erteilen; sie hatte ein hohes Selbstwertgefühl oder vielleicht war auch nur ihr Ego so groß, sodass mir mein Gesicht entglitt.
„Nein, du bist der einzige, den ich nicht kenne.“ Sie setzte sich auf den freien Platz neben mich. Ich sah sie an und dachte über einen netten Weg nach, mit dem ich sie verscheuchen könnte. Ich wollte nicht der Schulidiot sein.
„Wie clever von dir. Du hast wirklich sehr schlussfolgernde Kenntnisse. Schon mal darüber nachgedacht ein PI zu werden?“, fragte ich und verfluchte mich innerlich dafür, sie so sehr zu beleidigen. Doch dieses Mal bemerkte sie es nicht.
„Danke und nein, habe ich nicht. Aber ich hab drüber nachgedacht eine Stadtführerin zu werden. Willst du, dass ich dich ein wenig in Forks und der Umgebung wie Port Angeles herumführe?“
„Nein, danke, Lauren. Mein Vater nimmt mich dieses Wochenende zum Fischen mit. Vater-Sohn-Beziehung. Und meine Mutter will mit uns alles zusammen herumgehen. Sie hasst es allein zu bleiben.“ Ich betonte die Stelle, dass ich lieber mit meiner Mutter herumhing als mit ihr. Sie reagierte nicht und lächelte mich dafür breit an.
„Es gibt noch eine nächste Woche“, rief sie, als sie aufstand und davonging.
Traurigerweise war Lauren nicht das letzte Mädchen, das es mit mir versucht hat. Eine nach der anderen kam. Da war Jessica, die Mike scheinbar vergessen hatte, dann noch Samantha, Jill, Megan, Ciara, Louise; dann hatte ich mit dem Zählen aufgehört. Ich habe aufgehört zu zählen und mir ihre Namen zu merken. Sie war nicht hier. Ich hatte jedes achtzehnjährige Mädchen, das in Forks lebte schon kennengelernt und keine einzige von ihnen hatte für mich geöffnete Gedanken.
Sie war nicht hier.
Ich ging zu meinem silbernen Volvo und vermied weiteren Kontakt mit dem anderen Geschlecht. Ich hatte mir in meinem Kopf schon Argumente zurechtgelegt, Gründe, weshalb wir Forks sofort verlassen und nicht ein Jahr warten sollten. Mein stärkster Punkt war, dass es der Anfang des Jahres war. Ich könnte an einer anderen Schule neu anfangen und es würde nicht verrückt erscheinen. Mein schwächster und brutalster Punkt war, dass Onkel Aro mehr wissen könnte und dass wir nach Italien sollten. Aber ich würde das nicht meinem Vater sagen.
Ich war so sehr in Gedanken, dass ich gar nicht gemerkt hatte, dass ich auf die Straße gelaufen war. Nicht, bis jemand schrie und mich zurückzog, weg von den vorbeirasenden Autos. Ich schaute auf und sah ein breites Grinsen. Der große muskulöse Junge – ich erinnere mich noch vom Sport an ihn – reichte mir seine Hand und zog mich auf meine Füße.
„Danke“, sagte ich so normal wie möglich, obwohl sich mein Herz so anfühlte, als würde es zerplatzen und durch meine Rippen brechen. Er gluckste, ein tiefes freundliches Geräusch.
„Kein Problem, pass einfach nur auf, wo du hinläufst. Das nächste Mal werde ich das auf der Straße sein und dich schlaksigen Kerl nicht mehr retten können“, sagte er.
„Ich bin nicht schlaksig.“ Die Worte waren aus meinem Mund gesprudelt, bevor ich sie stoppen konnte. Ich war nicht eitel, aber einfach nur sehr unzufrieden mit meiner Figur. Ich war dünn und groß und machte den Eindruck, als hätte ich nie Sport getrieben.
„Nein, bist du nicht.“ Er sah mich genau an. „Naja, bis du neben mir stehst.“ Er begann schallend zu lachen und bot mir einen Händedruck an. „Emmett Cullen, Sohn des Arztes in der Stadt.“
„Edward Masen, Sohn eines Anwalts.“ Ich hob eine Augenbraue und er lachte wieder. Er schien ein gutes Herz zu haben und er war die erste Person, die normal mit mir redete und mich nicht als Bedrohung ansah oder mich um ein Date bat.
„Ah, gehört der dir?“, fragte er und ging um meinen Volvo herum. Ich nickte. „Mein Jeep ist in der Werkstatt. Ich weiß, es ist unverschämt, aber hey, ich bin unverschämt. Könntest du mich nach Hause fahren?“
„Klar.“ Ich erwiderte sein Lächeln. „Das ist doch das mindeste, was ich tun kann. Wo muss ich hin?“
„Mein Haus ist am Stadtrand. In der Nähe des Chiefs. Du siehst den Cruiser vor irgendwas anderem.“ Emmett machte meinen Radio an und hob eine Augenbraue, als Klaviermusik ertönte. Dann wühlte er durch meine CDs und fand ein altes Rockalbum. ´Highway to hell´ begann zu spielen.
„Alter, ich muss dir mal meine Musik ausleihen. Du musst wieder zurück ins 21. Jahrhundert gebracht werden.“
„Nein, du musst dich mit klassischer Musik vertraut machen.“ Ich lächelte und versuchte seine Gedanken zu hören. Nichts. Ich konnte hier eine normale Freundschaft haben. Meine Gedanken von Verschwinden und meine zurechtgelegten Argumente begannen sich aufzulösen.
„Ja, ja, wie auch immer.“ Zehn Minuten später erreichten wir sein Haus, wie versprochen am Stadtrand. „Ah, Mom ist zu Hause.“ Er klatschte in die Hände. „Danke, Kumpel.“ Er salutierte, als er ausstieg. „Ich nehm dich morgen mit.“
Ich sah ihm hinterher, wie er zu seinem Haus ging. Ich fuhr die Auffahrt ein wenig hinauf, um irgendwo einen Platz zu finden, wo ich wieder umdrehen konnte und sah nichts als eine leere Auffahrt. Ich blickte in den Spiegel und als ich das tat fing ich den Blick von dem schönsten Paar brauner Augen auf, das ich je gesehen hatte. Aber dann wurde der Vorhang zugezogen und die Augen waren verschwunden.
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Freut mich, dass ihr hierher gefunden habt. ^^
Ich habe diese Übersetzung schon vor langem begonnen und habe sie irgendwann mal wieder ganz vergessen. Und heute hab ich sie prompt wiedergefunden und dachte mir: Ich muss das jetzt reinstellen, weil der Plot echt der Hammer ist!
Geschrieben ist diese Geschichte von der wunderbaren Autorin von "From Emerald to Gold": linkkinparkk
Hier der Link zur Orginalstory: http://www.fanfiction.net/s/5258687/1/Open_Book
Hope you enjoy. ;D
Auf ein neues, dachte ich mir bitter, als ich teilnahmslos auf die Menschenmenge starrte, in der mich alle ansahen. Ein neues Jahr, eine neue Suche in einem neuen Ort. Diesesmal war es Forks. Als ob ich ein Jahr an diesem öden Ort verbringen wollte, aber wir mussten unseren Anschein wahren. Ein schnelles Abchecken der Schüler sagte mir bereits alles über sie aus. Sie war nicht hier. Doch das hatte meine Eltern nicht daran gehindert mich durch das Land zu scheuchen, in der Hoffnung, dass wir ihr einfach über den Weg laufen würden. Irgendwas, um Aro herauszuhalten. Mein Onkel kannte ein paar Leute, die welche kannten die helfen könnten. Mein Vater traute ihm aber nicht. So verfolgten wir weiterhin seinen Plan das Land abzusuchen bis sie auftauchte.
Mein Name ist Edward Masen. Körperlich bin ich achtzehn. Geistig bin ich auch achtzehn. Aber ich wurde vor zweiundzwanzig Jahren geboren. Du kannst dir bestimmt vorstellen, wie gelangweilt ich von meinem Senior Year bin, doch diese niemals endende Hölle wird immer weitergehen, bis ich sie finde: Meine Seelenverwandte.
Falls sich das jetzt so anhört wie in einer klischeéhaften Schnulze, dann tut es mir wirklich leid, aber mein Leben ist eine ekelerregend lange Liebesgeschichte. Eine Jagd auf die Person, die ich hören kann. Das Buch, das offen ist, bereit, um von mir gelesen zu werden. Das Mädchen, deren Geist mein Geist ist, deren Gedanken meine Gedanken sind. In anderen Worten, ein Mädchen – oder ein Junge, ist ja schon mal passiert – deren Gedanken ich lesen kann. Und ich werde niemals altern, bis ich sie finde und sie ihr Herz für mich öffnet, indem sie meine Liebe akzeptiert. Klingt einfach. Aber warte, ich bin 22, erinnerst du dich? Ich habe schon seit mindestens vier Jahren gesucht. Naja, ich habe mein Leben lang gewartet. Die vier Jahre sind nur die Extra-Zeit, die ich gebraucht habe.
Es läuft so: Ich bin ein Leser. Das heißt, ich habe die Fähigkeit Gedanken zu lesen. Die Fähigkeit. Ich Wirklichkeit werde ich nur die Gedanken einer einzigen Person hören können und das sind die meiner Seelenverwandten. Ein leichter Weg sie zu finden, das Mädchen, das ich für immer bedingungslos und unwiderruflich lieben werde. Aber sie zu finden bedeutet das ganze Land zu durchstreifen, bis ich ihre Stimme höre. Und es gibt viele Highschools in Amerika. Und viele Mädchen, die auf diese Schulen gehen. Kein Wunder, dass ich sie immernoch nicht gefunden habe. Alles, was ich tun muss, ist auf Dads Bauchgefühl zu hören. Bisher aber erfolglos.
Onkel Aro schob meinem Dad die Schuld in die Schuhe wegen meiner fehlenden Seelenverwandten. Die meisten Leser finden sie im Alter von 17 Jahren und ich bin 22 und immernoch ohne eine Partnerin. Das macht Aro Sorgen. Und, wie ich vorher schon gesagt habe, er kennt Leute, die welche kennen, die zielgenau den exakten Standort meiner Gefährtin ausmachen können. Aber mein Dad ist ein Romantiker und er will, dass ich es traditionell mache. Also noch einmal alles von vorne, ein weiteres Highschooljahr, ein weiterer Abschluss.
Meine Gedanken wurden abgelenkt, als Schüler an mir vorbeihetzten, mich anstießen und mich in die letzte Stunde rempelten. Ich würde mich nie auf den Fluren der Highschool wohlfühlen können. Ich fühlte mich wie ein Fisch, den man aus dem Wasser gezogen hatte, als andere Schüler sich gegenseitig mit High-Fives begrüßten, wenn sie aneinander vorbeikamen, sie sich umarmten, neckten und herumschrieen. Vielleicht war Forks ja ein abgelegener Ort, aber es machte hier keinen Unterschied zu all den anderen Großstadt-Highschools, in denen ich schon gewesen bin. Ich seufzte und ging mit den restlichen Schülern in den Biologieraum. Immernoch keine Spur von dem Mädchen. Wenn sie hier wäre, dann wäre das schon was.
„Guten Morgen, Klasse!“, rief der Lehrer, als er in den Raum trat, ein exzentrischer mittelalter Mann, der langsam eine Glatze bekam. Ich verdrehte meine Augen, weil der Lehrer anscheinend immernoch nicht begriffen hatte, dass es mittlerweile Nachmittag war. Wir alle kamen gerade von der Mittagspause. „Heute werden wir die Anatomie von“, er stoppte, um einen dramatischen Effekt zu erzielen, seine Gedanken waren für mich völlig verschlossen, wie bei allen anderen auch in diesem Zimmer. „… dem Blatt durchnehmen. Nehmt euch jetzt alle ein Buch aus dem hinteren Teil des Zimmers und ein Blatt von mir. Und vergesst nicht, besonders nett zu unserem neuen Schüler Edward Masen zu sein.“ Er schwenkte seine Arme voller Enthusiasmus zu mir. Ich hasste es, Mittelpunkt aller Aufmerksamkeit zu sein. Nenn mich einen Einzelgänger, aber ich las lieber alleine ein Buch als inmitten einer Menschenmenge zu sein.
Ich stand von meinem Stuhl auf und ging bis ans Ende des Raumes und ignorierte die neugierigen Blicke, die interessierten Blicke und die wütenden Blicke. Die letzteren Blicke gehörten eindeutig nur den Jungs. Ich betrachtete mich selbst nicht, aber mein Aussehen – meine Haare hatten einen seltenen Bronzefarbton und ich besaß leuchtende smaragdgrüne Augen – schien den Jungs zu signalisieren, dass ich sie herausforderte. Aber ein Leser zu sein bedeutete, dass ich niemals daran interessiert war, mit Mädchen zusammen zu sein, deren Gedanken ich nicht hören konnte. Hierfür war ich also keine Bedrohung und wurde deshalb nach ein paar Wochen in den alten Schulen meist immer als Großkotz bezeichnet.
Es waren nur zwei andere am Ende des Raumes, als ich dorthin kam, ein blonder Junge und ein Mädchen. Der Junge sah mich flüchtig an und schätzte mich ab, bevor er sich wieder an das Mädchen wandte.
„Yeah, ich habe immernoch Probleme mit Bella. Sie wird nicht mehr mit mir reden und sie verbringt ihre ganze Zeit mit Angela und Ben. Ich habe auch schon Dates vereinbart, aber dann hat sie in letzter Minute abgesagt.“ Der Junge verdrehte die Augen und nahm sich das schönste Buch vom Stapel. „Kannst du mir ihr reden, Jess? Ihr zwei seid gute Freunde.“
Das Mädchen – ihr Name war offensichtlich Jess – warf ihm einen gereizten Blick zu, der mir vertraut war. Es war der, wenn das Mädchen ein Auge auf ihn geworfen hatte und er es einfach nicht kapierte. Jess´ Situation wurde noch schlimmer durch die Tatsache, dass der Kerl auch noch eine ihrer Freundinnen datete.
„Klar, Mike. Wie auch immer“, erwiderte Jess und betrachtete ihn, als sie wieder nach vorne gingen. Ich folgte ihnen, wissbegierig, mehr über diese Bella und Forks zu erfahren.
„Ich glaube sie ist immernoch sauer auf mich“, sprach Mike nun zu sich selbst. „Ich wollte einen Kuss. Das war alles. Aber dann musste sie gehen und wurde wütend und hat mich weggeschubst. Was ist nur mit ihr los gewesen? Urgh, lass mich wissen, was sie dir sagt, Jess.“ Den letzten Satz richtete er an Jessica, die sich ein Blatt vom Tisch schnappte und sich wütend von ihm wegdrehte.
Die unwissende Bella tat mir sehr leid. Mike schien ein aufdringlicher arroganter Kerl zu sein und wenn Bella eine Schwester oder eine Cousine von mir wäre würde ich das nicht zulassen. Ich stimmte mit ihrer Wahl ihn wegzuschubsen völlig überein. Aber was würde sie mit jemandem wie ihm als erstes machen? Ich schüttelte meinen Kopf als ich erkannte wohin meine Gedanken verliefen. Ich wurde einer von ihnen.
Es dauerte nicht lang bis ein Mädchen zu mir kam, um ihr Glück bei mir zu versuchen. Sie hatte blondes Haar was kurz geschnitten war und grüne Augen. Ich konzentrierte mich und versuchte ihre Gedanken zu hören, doch sie blieben mir verschlossen. Erleichterung durchfuhr mich, obwohl ich wusste, dass es nicht fair für sie war. Sie könnte ja ein nettes Mädchen sein für alle, die sie kennt. Doch dann öffnete sie ihren Mund.
„Ich bin Lauren“, sagte sie mit einer nasalen Stimme. Es ließ mich erschaudern. Ich musste kein Gedankenleser sein um zu wissen, was nun passieren würde. „Du must Edward sein, der Neue.“
„Warum? Bin ich der einzige Junge, den du noch nicht gedatet hast? Oder erinnerst du dich nicht, weil du schon so viele hattest?“, fragte ich höflich und blätterte auf die nächste Seite meines Buches. Ich hörte wie sie zischend einatmete, aber sie fuhr unbekümmert fort. Ich musste ihr eine Lektion erteilen; sie hatte ein hohes Selbstwertgefühl oder vielleicht war auch nur ihr Ego so groß, sodass mir mein Gesicht entglitt.
„Nein, du bist der einzige, den ich nicht kenne.“ Sie setzte sich auf den freien Platz neben mich. Ich sah sie an und dachte über einen netten Weg nach, mit dem ich sie verscheuchen könnte. Ich wollte nicht der Schulidiot sein.
„Wie clever von dir. Du hast wirklich sehr schlussfolgernde Kenntnisse. Schon mal darüber nachgedacht ein PI zu werden?“, fragte ich und verfluchte mich innerlich dafür, sie so sehr zu beleidigen. Doch dieses Mal bemerkte sie es nicht.
„Danke und nein, habe ich nicht. Aber ich hab drüber nachgedacht eine Stadtführerin zu werden. Willst du, dass ich dich ein wenig in Forks und der Umgebung wie Port Angeles herumführe?“
„Nein, danke, Lauren. Mein Vater nimmt mich dieses Wochenende zum Fischen mit. Vater-Sohn-Beziehung. Und meine Mutter will mit uns alles zusammen herumgehen. Sie hasst es allein zu bleiben.“ Ich betonte die Stelle, dass ich lieber mit meiner Mutter herumhing als mit ihr. Sie reagierte nicht und lächelte mich dafür breit an.
„Es gibt noch eine nächste Woche“, rief sie, als sie aufstand und davonging.
Traurigerweise war Lauren nicht das letzte Mädchen, das es mit mir versucht hat. Eine nach der anderen kam. Da war Jessica, die Mike scheinbar vergessen hatte, dann noch Samantha, Jill, Megan, Ciara, Louise; dann hatte ich mit dem Zählen aufgehört. Ich habe aufgehört zu zählen und mir ihre Namen zu merken. Sie war nicht hier. Ich hatte jedes achtzehnjährige Mädchen, das in Forks lebte schon kennengelernt und keine einzige von ihnen hatte für mich geöffnete Gedanken.
Sie war nicht hier.
Ich ging zu meinem silbernen Volvo und vermied weiteren Kontakt mit dem anderen Geschlecht. Ich hatte mir in meinem Kopf schon Argumente zurechtgelegt, Gründe, weshalb wir Forks sofort verlassen und nicht ein Jahr warten sollten. Mein stärkster Punkt war, dass es der Anfang des Jahres war. Ich könnte an einer anderen Schule neu anfangen und es würde nicht verrückt erscheinen. Mein schwächster und brutalster Punkt war, dass Onkel Aro mehr wissen könnte und dass wir nach Italien sollten. Aber ich würde das nicht meinem Vater sagen.
Ich war so sehr in Gedanken, dass ich gar nicht gemerkt hatte, dass ich auf die Straße gelaufen war. Nicht, bis jemand schrie und mich zurückzog, weg von den vorbeirasenden Autos. Ich schaute auf und sah ein breites Grinsen. Der große muskulöse Junge – ich erinnere mich noch vom Sport an ihn – reichte mir seine Hand und zog mich auf meine Füße.
„Danke“, sagte ich so normal wie möglich, obwohl sich mein Herz so anfühlte, als würde es zerplatzen und durch meine Rippen brechen. Er gluckste, ein tiefes freundliches Geräusch.
„Kein Problem, pass einfach nur auf, wo du hinläufst. Das nächste Mal werde ich das auf der Straße sein und dich schlaksigen Kerl nicht mehr retten können“, sagte er.
„Ich bin nicht schlaksig.“ Die Worte waren aus meinem Mund gesprudelt, bevor ich sie stoppen konnte. Ich war nicht eitel, aber einfach nur sehr unzufrieden mit meiner Figur. Ich war dünn und groß und machte den Eindruck, als hätte ich nie Sport getrieben.
„Nein, bist du nicht.“ Er sah mich genau an. „Naja, bis du neben mir stehst.“ Er begann schallend zu lachen und bot mir einen Händedruck an. „Emmett Cullen, Sohn des Arztes in der Stadt.“
„Edward Masen, Sohn eines Anwalts.“ Ich hob eine Augenbraue und er lachte wieder. Er schien ein gutes Herz zu haben und er war die erste Person, die normal mit mir redete und mich nicht als Bedrohung ansah oder mich um ein Date bat.
„Ah, gehört der dir?“, fragte er und ging um meinen Volvo herum. Ich nickte. „Mein Jeep ist in der Werkstatt. Ich weiß, es ist unverschämt, aber hey, ich bin unverschämt. Könntest du mich nach Hause fahren?“
„Klar.“ Ich erwiderte sein Lächeln. „Das ist doch das mindeste, was ich tun kann. Wo muss ich hin?“
„Mein Haus ist am Stadtrand. In der Nähe des Chiefs. Du siehst den Cruiser vor irgendwas anderem.“ Emmett machte meinen Radio an und hob eine Augenbraue, als Klaviermusik ertönte. Dann wühlte er durch meine CDs und fand ein altes Rockalbum. ´Highway to hell´ begann zu spielen.
„Alter, ich muss dir mal meine Musik ausleihen. Du musst wieder zurück ins 21. Jahrhundert gebracht werden.“
„Nein, du musst dich mit klassischer Musik vertraut machen.“ Ich lächelte und versuchte seine Gedanken zu hören. Nichts. Ich konnte hier eine normale Freundschaft haben. Meine Gedanken von Verschwinden und meine zurechtgelegten Argumente begannen sich aufzulösen.
„Ja, ja, wie auch immer.“ Zehn Minuten später erreichten wir sein Haus, wie versprochen am Stadtrand. „Ah, Mom ist zu Hause.“ Er klatschte in die Hände. „Danke, Kumpel.“ Er salutierte, als er ausstieg. „Ich nehm dich morgen mit.“
Ich sah ihm hinterher, wie er zu seinem Haus ging. Ich fuhr die Auffahrt ein wenig hinauf, um irgendwo einen Platz zu finden, wo ich wieder umdrehen konnte und sah nichts als eine leere Auffahrt. Ich blickte in den Spiegel und als ich das tat fing ich den Blick von dem schönsten Paar brauner Augen auf, das ich je gesehen hatte. Aber dann wurde der Vorhang zugezogen und die Augen waren verschwunden.
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Freut mich, dass ihr hierher gefunden habt. ^^
Ich habe diese Übersetzung schon vor langem begonnen und habe sie irgendwann mal wieder ganz vergessen. Und heute hab ich sie prompt wiedergefunden und dachte mir: Ich muss das jetzt reinstellen, weil der Plot echt der Hammer ist!
Geschrieben ist diese Geschichte von der wunderbaren Autorin von "From Emerald to Gold": linkkinparkk
Hier der Link zur Orginalstory: http://www.fanfiction.net/s/5258687/1/Open_Book
Hope you enjoy. ;D
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