Fanfiktion / Anime & Manga / Yu-Gi-Oh! / Yu-Gi-Oh! 5D's / Verlorene Erinnerung
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von Sisi007    erstellt: 05.11.2009    letztes Update: 07.05.2010    Drama / P12     9 Reviews
Es war bereits Abend in Sattellite. Yuusei, Akisa und Jack saßen in Marthas Küche und warteten auf das Essen, was Martha gerade vorbereitete.
"Zum Glück haben wir die dunklen Auserwählten endlich besiegt", sagte Akisa mitten in die bedrückende Stille.
"Ja. Schon ziehmlich lange her. War doch klar, dass wir gewinnen", antwortete Jack selbstsicher, aber nicht freudig.
Eigentlich war es noch nicht so lange her, doch Akisa berichtigte ihn nicht.
Yuusei schaute still aus dem Fenster. Er war immer noch ziehmlich zurück gezogen, trotz des gemeinsam errungenen Sieges gegen die Dunkelheit.
Akisa starrte auf ihre Fingernägel.
Sie hasste es, wenn es nichts zu besprechen gab, wenn nichts passierte oder es einfach nichts zu sagen gab.
"So. Tut mir leid, dass es so lange gedauert hat."
Martha kam mit einem Topf heißer Suppe an.
"Ich hole Teller", sagte Yuusei und stand auf.
"Da hättet ihr aber auch schon früher drauf kommen können", meinte Martha, aber sie war nicht wütendt, sondern nur ein wenig erschöpft.
Yuusei stellte die Teller vor den Platz seiner Freunde,
die ihre Stühle an den Tisch ran rückten und sich auffüllten.
15 Minuten saßen sie stillschweigend beim Essen, als es plötzlich klopfte. Yuusei horchte auf. "Oh nein, Yuusei! Du wirst jetzt schön weiter essen, während ich..." weiter kam Martha nicht, denn der junge Mann war schon auf gestanden um die Tür zu öffnen.

Noch einmal klopfte es, diesmal schwächer. Yuusei näherte sich langsam der Tür. Dann gab es einen dumpfen Ton, als wenn jemand auf den Boden gefallen wäre.
Hektisch zog Yuusei die Tür auf und da lag ein Mädchen.
Besser- eine junge Frau, etwa in seinem Alter.
Sie war anscheinend lange unterwegs gewesen, oder irgendwer musste sie übel zugerichtet haben. Ihre Kleidung war zerfetzt, ihr Haar zerzaust und ihr Gesicht voller Schmutz.
"Jack! Schnell, komm und hilf mir!", rief Yuusei schnell und versuchte schon einmal das Mädchen anzuheben.
Ganz eindeutig war es bewusstlos.
Sie war überraschend leicht und so konnte Yuusei sie auch ohne Jacks Hilfe ins Haus tragen. "Was denn?!"
Der kam ihm gerade entgegen und schaute sehr erstaunt als er Yuusei mit der Frau auf dem Arm traf.
"Oha. Wie..:"
"Mach die Tür zu und spar dir deine Bemerkungen. Anscheinend braucht sie unsere Hilfe!"
Akisa kam durch die Küchentür gelaufen und stieß fast mit Yuusei zusammen. "Oh mein Gott!", war das einzige, was sie hervor brachte. "Sag Martha bescheid. Am besten kommt die Frau in mein Zimmer."
Akisa nickte und tat, was Yuusei ihr geraten hatte.
Währendessen steuerte Yuusei auf das Wohnzimmer zu und legte die Bewusstlose auf das Sofa.
Er betrachtete sie. Irgendwoher kannte er ihre Gesichtszüge, doch das eisblaue Zeichen unter ihrem linken Auge, welches den Institut-Zeichnungen glich, störte ihn. Es passte nicht in dieses schöne Gesicht...
Die Haare der Frau waren braun. Viel mehr konnte er nicht erkennen, außer, dass die Reste ihrer Kleidung eine Motorradjacke, ein weißes T-shirt und eine Jeans waren. Schuhe hatte sie auch noch, eine Art Stiefel, die aber verdammt verdreckt waren.
Dann kam Martha durch die Tür.
"Was ist los? Akisa meinte....Oh Gott!"
Martha stürzte auf Yuusei, die Frau und das Sofa zu.
"Trag sie in dein Zimmer. Den Rest über nehme ich!"
Marthas Betonung lag eindeutig auf dem 'ich' und ihre Augen funkelten streng in Yuuseis.
Der lächelte. "Du kennst mich doch." "Deswegen mache ich mir doch Sorgen! Du kannst doch währenddessen mal schauen, ob sie vielleicht mit einem D-Wheel gekommen ist. Ihre Kleidung lässt darauf schließen."
Yuuseis Interesse war geweckt. Er nahm die Frau auf den Arm und trug sie in sein Zimmer, versuchte sich noch einmal daran zu erinnern, woher er sie kannte, bevor er den Raum verließ und sich auf den Weg nach draußen machte.

Emily blinzelte. Sie war eben gerade aufgewacht und fühlte sich jetzt schon verdammt elend. Als sie sich an das helle Licht gewöhnt hatte, wusste sie erstmal gar nichts.
Panisch wollte sie aufstehen, als ihr plötzlich einfiel, dass sie ja auf der Suche nach Yuusei Fudo gewesen war.
Sie wurde überfallen und hatte schließlich zu einem Haus gefunden, wovor sie dann in Ohnmacht gefallen war.
Die Besitzer mussten Emily aufgenommen haben-
Sie sah sich um. Der Raum war klein, ziehmlich klein, hatte eine Kommode und ein Bett, in dem sie selber lag.
Um ihr Bett konnte man einen Vorhang ziehen, doch das hatten sich die Leute wohl gespart.
Emily hob die Decke an und sah an sich herunter.
Ihre Füße waren beide verbunden, sie sahen aus wie zwei riesige Berge und taten verdammt weh.
Also erstmal nicht aufstehen.
Ihr Gesicht fühlte sich auch nicht gerade gut dran und als sie nur leicht über die Wange strich, fühlte sie einen höllischen Schmerz.
Immerhin konnte sie sich aufrichten.
Emily hatte ein schreckliches Leben hinter sich.
Sie hatte 5 Jahre bei ihren armen, aber liebevollen Eltern in Sattellite gelebt, bis diese starben und sie Sattellite verlassen musste, weil sie Leute adoptiert hatten, die ganz wo anders wohnten. Das war auch der Punkt an dem sie Yuusei, ihren damaligen besten Freund als letztes gesehen hatte. Ab da an began der Schrecken. Ihre Adoptiveltern waren der Horror, sie durfte nichts und musste ganz normal zur Schule gehen.
Zum Glück hatte sie ein Deck zusammen gestellt bekommen,
was sie auch gut zum einsetzten bringen konnte.
Doch wo war es?
Hektisch schaute sie im Raum um, es machte sie irre nicht aufstehen zu können.
Plötzlich ging die Tür auf und  Emily erschrak schrecklich.
Ein junger Mann schaute herein.
Emily konnte ihren Augen nicht trauen. Was 14 Jahre alles ausmachten.
"Yuusei? Yuusei Fudo?", fragte sie überrascht und blickte in seine meerblauen Augen.
Er musste es sein.  "Ja, das bin ich. Und du?"
Yuusei setzte sich neben sie auf einen Stuhl. Er war bestimmt einen Kopf größer als Emily, aber er war ja eigentlich immer recht groß gewesen für sein Alter.
"Emilia Bettiny Rome."
Yuuseis Augen weiteten sich. "Em-Emily?!"
Er sprang vom Stuhl auf und umarmte sie kräftig. "Stark bist du auch noch geworden", antwortete Emily darauf nur, weil sie ein wenig eingequetscht wurde.
"Du kannst nicht glauben, wie sehr ich mich freue! Oh Mann, Emily!"
Er drehte sich um fuhr sich durch die Haare und schaute sie wieder an.
"Ich freu mich auch. Tierisch. Leider liege ich hier mit zwei riesigen Füßen und kann nicht aufstehen und Freudentänze machen.Sag mal, wo sind mein Deck, meine Kleidung und mein D-Wheel?"
"Das Deck liegt auf der Kommode. Dein D-Wheel ist in unserer Garage neben meinem und von deiner Kleidung waren nur noch Schuhe übrig...Die anderen Sachen mussten wir wegschmeißen..."
Emilys Mund stand offen. "O-Okay es sind nur-Klamotten."
Emily fasste sich an den Hals. Es war noch da. Das eisblaue Amulett, was ihre Mutter ihr geschenkt hatte.
"Weißt du was? Du gesellst dich jetzt zu unserem Frühstück."
"Aber ich.."
Da hob Yuusei sie hoch und trug sie durch das Haus.
 
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