Fanfiktion / Reale Personen / Sport / Fußball / Und nun???
1. Kapitel
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von quark    erstellt: 01.11.2009    letztes Update: 01.03.2010    Romanze / P16 Slash     66 Reviews
Die real existierenden Personen in dieser Slash-Geschichte gehören alle sich selber und verdient wird hiermit - leider - auch nix.

Verdammt, das hätte nicht passieren dürfen, dachte sich Per als er nach dem Spiel unter der Dusche stand. Er war mit Schuld daran, dass Tim den Ball nicht mehr hatte halten können. Aber wenigstens hatte Aaron das Ruder noch herumgerissen und ihnen den Punkt gesichert. Die erste Halbzeit würde er am liebsten vergessen, mit Ruhm bekleckert hatten sie sich da allerdings alle nicht. Sich einfach dahinter zu verstecken, dass der halbe Sturm nicht einsatzfähig war, wäre zu einfach. Sie mussten auch so das Spiel reißen können und konnten sich nicht darauf verlassen, dass ein Claudio Pizarro die Tore machte. Die Standards mussten einfach sitzen. Aber irgendwie waren heute alle nicht in der besten Verfassung gewesen. Die englischen Wochen schlauchten ganz schön...

„Heh Jungs, habt Ihr schon gehört?“ drang plötzlich Clemens' Stimme zu ihm durch. „Wir stehen auf Platz 1. Der HSV hat 2:3 verloren.“ verkündete er lauthals.

„Was? Das ist ja unglaublich!“

Und auch die anderen Spieler, die sich noch in der Dusche befanden, reagierten ähnlich. Mit dem lausigen Punkt, den sie geholt hatten, standen sie auf Platz 1. Wer hätte damit nach der ersten Halbzeit rechnen können? Diverse Hände klopften Aaron auf die Schultern. Schließlich hatten sie es letzten Endes ihm zu verdanken, dass sie den Punkt überhaupt bekommen hatten. „Heh, das war ne Teamleistung.“ wehrte sich dieser sofort gegen die Lobhuldigung. Er war alles andere als zufrieden mit seiner Leistung, auch wenn er stolz war, die Tore noch gemacht zu haben.

„Das riecht doch nach eine kleinen Feier, oder?“ kam es aus der anderen Ecke, woraufhin die eine oder andere Zustimmung erklang, aber es wurden auch Stimmen laut, die sich dagegen aussprachen. Schließlich mussten sie am nächsten Tag früh raus. Für 10 Uhr war das Training angesetzt, was bedeutete, dass sie in aller Herrgottsfrühe würden losfahren müssen. Zwar konnten sie im Bus noch schlafen, aber wirklich erholsam würde das nicht werden. Und dass das Training am nächsten Tag kein Zuckerschlecken werden würde, war ihnen auch klar. Also einigte man sich auf einen kurzen Umtrunk in der Hotelbar.

Dort erreichte sie dann auch die Nachricht, dass Leverkusen sie mit ihrem 2:2 gegen Schalke nach nur zwei Stunden wieder von Platz 1 geschubst hatten. Kaum war die Nachricht über den Bildschirm geflimmert klingelte auch schon Clemens Handy. Er konnte sich denken, wer es war...René hatte anscheinend nichts besseres zu tun, als ihm das unter die Nase zu reiben. Aber auch  er war alles andere als zufrieden mit seiner Leistung. Das konnte er merken als er sich von den anderen entfernte, um in Ruhe mit ihm zu reden. René war sauer, weil er die Aktion von Kuranyi nicht hatte erfolgreich verhindern können. Clemens versuchte ihn zu trösten indem er ihm von seinem Spiel erzählte. Die gelbe Karte, die er sich eingefangen hatte, verschwieg er auch nicht.

„Ach Mann, Clemi, warum kannst Du nicht hier bei mir sein?“ fragte René auf einmal unvermittelt.

„René, Du weißt dass es nicht geht.“ Warum musste er nur immer damit anfangen? Er fehlte ihm ja auch. Telefonieren war einfach nicht dasselbe wie sich live zu sehen. Auch wenn sie inzwischen dazu übergegangen waren übers Internet zu telefonieren und dabei eine Webcam zu benutzen, so dass sie sich wenigstens sehen konnten. „Du fehlst mir doch auch.“ gab er zu.

Sie hatten noch eine ganze Zeit miteinander telefoniert. Irgendwann hatte er dann doch auf die Uhr gesehen und sich gewundert, wo Per – mit dem er sich das Zimmer teilte – blieb. So lange konnten sie doch nicht mehr feiern. René hatte eh schon gegähnt und so hatten sie sich sehnsüchtig voneinander verabschiedet.

In der Hotelbar traf er nur noch den Barkeeper an, den er nach dem Verbleib seiner Kollegen und insbesondere die von Per fragte. Mit dem Namen konnte der Mann erst nichts anfangen. Erst als er Per beschrieben hatte, konnte er sich erinnern, dass ihm ein anderer Mann geholfen hätte nach oben zu kommen, weil ihm der Alkohol wohl etwas zu Kopf gestiegen war. Manchmal war Pers Größe doch zu etwas gut, dachte sich Clemens während er im Geiste seine Mitspieler durchging, um herauszufinden auf wen die Beschreibung des Barkeepers von dem anderen Mann passte. Das konnte eigentlich nur...Markus sein. Genau.

Die Zimmernummer war schnell herausgefunden. Er wollte gerade schon wieder gehen, als von drinnen scheinbar keine Reaktion kam, als Markus die Zimmertür nur soweit öffnete, dass er sehen konnte wer davor stand. Ganz offensichtlich war er zumindest halb nackt.

„Ist Per bei Dir?“

„Ja, wieso?“

Bildete er sich das nur ein, oder war der Schwede tatsächlich etwas rot geworden?

„Weil er nicht aufgetaucht ist. Deshalb. Geht es ihm gut? Der Barkeeper meinte, dass er ein bisschen viel getrunken hätte.“

„Nee, nee alles o.k.“ beeilte sich Markus zu sagen.

Ganz überzeugt war Clemens davon nicht, aber er konnte ja schlecht darauf bestehen nachzusehen. Es war spät und er sollte selbst längst im Bett liegen.

Am nächsten Morgen wachte ein ziemlich verkaterter Per auf und wusste erst einmal gar nicht wo er war. Dass neben ihm ein Mann im Bett lag, war ja nichts besonderes, nur war dieser Mann ganz offensichtlich nicht Clemens, auch wenn er auch blonde Haare hatte, nur viel kürzere. Und was bitte machte sein Arm auf seinem Bauch? Und wieso war er nackt?

Auf einmal kam Leben in den Mann neben ihm, den er jetzt klar als Markus Rosenberg identifizieren konnte, was die Sache nicht gerade besser machte. Er konnte sich an nichts erinnern. Er wusste noch nicht einmal wie er in dieses Bett gekommen war. Der totale Filmriss!

„God morgon“ erklang es neben ihm und sogleich strahlte ihn der Schwede an, streichelte ihm über seinen Bauch und beugte sich über ihn. Er würde doch nicht etwa...
 
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