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von KaoTec    erstellt: 26.10.2009    letztes Update: 26.03.2010    Geschichte, Allgemein / P16 Slash    (abgebrochen)
Thanks....

@defender: Dankeschön für das Lob^^ Freut mich wenn du meinen Bill interessant findest. Ich hoffe du freust dich auch über dieses Kapitel
@schocki15: So hier ist auch schon das zweite Kapitel^^ Ich hoffe du findest Bill noch immer süß xD Wobei ich nicht weiß was an dem negativen Teil süß sein soll xD *Bill klopp*
@Chaotic: Ich hoffe ich hab dir schnell genug weitergeschrieben xDDDD

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Ich bereue nichts – Kapitel 2

Leserunden






Darf ich erwähnen das DVD Abende mit der Familie noch nie wirklich mein Ding waren? Um genau zu sein hasste ich sie. Ich hasste es hier zu sitzen und so tun zu müssen als würde es mir Spaß machen, was ich übrigens nicht tat. Zudem hasste ich diese ganzen verstohlenen Blicke mit denen ich von Simone, Gordon und Tom bedeckt wurde. Mensch Leute, ich hab kein Messer in der Hosentasche. Aber ob die das jemals lernten, war mir eigentlich egal. Solange sie mich in Ruhe ließen konnten sie von mir aus tun und lassen was sie wollten.

Der Film an sich war nicht schlecht. Aber die Schauspieler waren ätzend. Ich mochte weder Brad Pitt noch Angelina Jolie besonders. Um genau zu sein gingen sie mir eigentlich wie der Rest der Welt am Arsch vorbei. Ich fand Angelina allgemein hässlich. Ich war wahrscheinlich das einzige männliche Exemplar auf der ganzen Welt, der sie hässlich fand. Aber diese Lippen und die Augen und überhaupt. Einfach widerlich, ich mochte sie nicht.

Trotzdem befand ich es nicht als angebracht aufzustehen und zu verschwinden um diese Tussi nicht mehr sehen zu müssen.
Immerhin hatte Gordon sich bei diesem Abend hier schon was gedacht. Was genau er allerdings wirklich gedacht hatte war mir ein Rätsel. Und irgendwie wollte ich das auch gar nicht so genau wissen. Wie man merkte wollte ich relativ wenig wissen. Das lag hauptsächlich daran, dass mir wirklich fast alles am Arsch vorbei ging. Außer Gustav, der ging mir nicht am Arsch vorbei. Außerdem war er der einzige Mensch auf diesem Planeten bei dem ich redete wie ein Wasserfall. Und der das Glück besaß das ich überhaupt redete.
Wie er das damals geschafft hatte, wusste ich zwar noch immer nicht, aber ich hatte das Bedürfnis gehabt mit ihm zu reden. Also hatte ich die Klappe aufgemacht und Worte raus gebracht. Gustav hatte mich damals erst mal erstaunt angesehen sich danach aber gefreut wie ein Kind zu Weihnachten.

Ich betete innerlich dass dieser Film bald zu Ende war und ich wieder verschwinden konnte. Nicht nur das mir der Film allgemein auf den Sack ging, ich keine Lust hatte von anderen Menschen umgeben zu sein und zu allem Überfluss auch noch in einem Lichtdurchflutendem Zimmer zu hocken. Ich hatte auch keine Lust in der Nähe von Tom zu hocken. Das ich ihm vorhin geantwortet hatte – wenn auch nur auf dem Papier – regte mich jetzt so auf das ich mich am liebsten aus dem Fenster geworfen hätte.
Tom konnte mich noch nie leiden, aber er war ein Schauspieler. Das wusste ich aus eigener Erfahrung. Wie oft hatte ich Prügel von meinem Erzeuger bekommen, weil Tom sich irgendwas ausgedacht hatte. Das war zwar schon ewig her, aber auch er war älter geworden und hatte diese Kunst bestimmt perfektioniert.

Zudem war es mir peinlich überhaupt so tief gesunken zu sein um ihm zu antworten.
Ich hätte ihn auch einfach beschweigen können, aber nein. Ich musste ihm ja was auf ein Papier kritzeln. Auch wenn Tom vorhin nicht wie das Arschloch rüber kam das ich kannte. Ich hatte so das Gefühl das es gespielt war. So war Tom nicht. Tom war egoistisch, kalt, berechnend und hinterhältig. So hatte ich ihn all die Jahre und Besuche kennen gelernt. Und das würde sich wohl niemals ändern.

Am liebsten hätte ich ja einen Freudentanz aufgeführt als dieser verdammte Film zu Ende war und ich deswegen mir keine Sorgen mehr um Augenkrebs machen musste.
Allerdings empfand ich es als ziemlich unfotogen so etwas jetzt zu vollziehen und blieb deswegen einfach sitzen während ich in die Luft guckte.
Was sollte ich auch sonst machen? Die angucken? Ne danke, da verzichtete ich sehr herzlich drauf.

„Ähm..ja. Und was machen wir jetzt noch?“ kam die Frage von Simone und ich hätte sie erschlagen können. Ich hoffte für sie das sich das ‚wir’ nur auf ihre Familie bezog und nicht auf mich. Ich hatte nicht das geringste Bedürfnis dazu zu gehören. Da konnte ich mir weiß Gott was Besseres vorstellen. Zum Beispiel von einer S-Bahn überfahren zu werden.
Und nein, man musste meine Gedanken in der Hinsicht nicht unbedingt ernst nehmen. Hätte ich mich nämlich umbringen wollen, hätte ich das auch hingekriegt. Soviel stand ja schon mal fest.

Während sich die drei Grazien beratschlagten stand ich auf und wollte ursprünglich in mein Zimmer wandern. Ich war ja auch schon fast bis zur Tür gekommen, wurde dann allerdings am Gürtel festgehalten. Als ich mich umdrehte blickte ich direkt in Toms Gesicht und mir wurde schlecht. Bitte nicht schon wieder. Nahm der Tabletten oder so? So Samaritermäßig konnte man ja gar nicht drauf sein.
„Willst du mit Monopoly spielen?“

Ich hatte nicht die geringste Lust weswegen ich den Kopf schüttelte und Tom mich losließ ehe er seine Eltern anguckte die ihn angrinsten.
„Dann sind wir Beide wieder gegen dich“
Ich versuchte das zu verstehen und kapierte dann das sie Monopoly anscheinend in Teams spielten, weswegen ich unschlüssig an der Tür stehen blieb.

Ich war weiß Gott kein sozialer Mensch, aber trotzdem ließ ich mich neben Tom auf den Boden fallen. Ich war nicht sozial aber fair. Und zwei gegen einen ist nun mal nicht fair, weswegen ich beschloss dieses eine Mal mitzuspielen.
Tom starrte mich an als hätte ich einen Kaktus auf dem Kopf und ich zuckte nur die Schultern was ihn zum grinsen brachte.

Ja, ja. Grins du nur du Trottel, dachte ich mir und verdrehte die Augen.
Ich muss dazu erwähnen dass ich bis zu diesem Zeitpunkt noch nie Monopoly gespielt hatte, und deswegen auch nicht die geringste Ahnung hatte. Tom erklärte mir das wichtigste und ich gab ihm mit einem Nicken zu verstehen, das ich verstanden hatte was er versuchte mir zu erklären.

Bis zu diesem Zeitpunkt wusste ich auch noch nicht dass man sage und schreibe drei Stunden Monopoly spielen konnte. Das nahm ungeahnte Dimensionen an, weswegen ich froh war als Simone mitteilte dass sie müde sei und gerne ins Bett gehen würde.
Sozusagen war ich ihr einmal in meinem Leben dankbar, das sie mich davon erlöst hatte noch mal drei Stunden zu spielen.

Auf dem Weg nach oben in mein Zimmer überlegte ich mir ob ich Gustav noch eine Mail schreiben sollte, und befand diese Idee als gut. Denn so wie ich meinen besten Freund kannte, war er kurz davor durchzudrehen, weil er nicht wusste wie es mir ging, wo ich war und überhaupt.
Deswegen hockte ich mich oben an meinen Laptop und loggte mich in mein Mailprogramm ein um ihm zu schreiben.

Mein liebster Gustav,

ich sitze in der Hölle!!!!!!!!
Ich hocke hier in Hamburg (was allgemein nicht schlecht ist da geile Läden) bei einer Familie wo alle einen an der Waffel haben. Die eine hat Angst vor mir als würde ich dauernd mit einem 30cm Küchenmesser durch die Gegend rennen. Der andere hält sich für meinen Seelenklemptner und hat keine Angst vor mir. Dafür geht er mir auf den Sack.
Und bei Tom bin ich der festen Überzeugung das er a) Drogen nimmt b) Alkoholiker ist c) einen Dachschaden aufgrund seiner komischen neuen Frisur erlitten hat oder d) einfach nur ein guter Schauspieler ist.

Jetzt willst du bestimmt wissen warum. Der versucht doch tatsächlich mit mir zu kommunizieren und ich habe nicht die geringste Ahnung warum.
Der Tag heute war sowieso scheiße. Diese Jugendamttussi ging mir gewaltig auf den Sack. Dazu kam noch das ich heute Abend sage und schreibe 3 Stunden Monopoly gespielt habe.
Zu allem Überfluss tut mir auch noch meine Fresse, mein Rücken und meine Bauchgegend weh, da ich hier nette Menschen kennen gelernt habe die gerne mit Stöcken auf einen einschlagen.

Aber mach dir keine Sorgen, du weißt ja, ich bin unkaputtbar.
Ich muss jetzt auch unbedingt mal ins Bett gehen, sonst hab ich morgen Augenringe bis zum Boden, und das will ich mir wirklich nicht antun.
Also mein kleines Gusti, schlaf gut und mach dir keine Sorgen (es sei denn ich schreib nicht mehr, dann bin ich wahrscheinlich tot).

Hab you lieb
Bill




Nachdem ich die Mail abgeschickt hatte fuhr ich meinen Laptop wieder runter und zog mich um ehe ich mich ins Bett knallte und in meiner Handtasche nach meinem Buch suchte. Ja, ich war ein Bücherfreak. Aber das war ja wohl nichts Verwerfliches.
Im Moment las ich gerade ‚Evernight’ von Claudia Gray. Ich hatte es gerade angefangen und befand die ersten Seiten schon als gut. Ich stand halt einfach auf Fantasy, da konnte man nichts machen.

Ich war gerade so schön in dem Buch gefangen als es an meiner Tür klopfte. In Gedanken erschlug ich schon mal denjenigen der es wagte mich jetzt zu nerven. Aber da sowieso keiner damit rechnete dass ich eine Antwort gab hatte ich auch gleich das Vergnügen mir denjenigen anzusehen der mich nervte.
Und wer war es? Tom. War irgendwie klar.
Also hob ich eine Augenbraue und sah ihn fragend an, während er unschlüssig in der Tür stehen blieb und an dem Saum seines Shirts fummelte.

Hatte er Angst von mir mit meiner Handtasche erschlagen zu werden?
Also legte ich noch zusätzlich den Kopf schief um ihn zu animieren endlich zu sagen was er wollte und sich dann vom Acker zu machen.
„Ich wollte dich mal was fragen“ kams dann von ihm und ich nickte.

Dann sollte er mal fragen. Ich war gespannt was es diesmal war. Ich war ja nicht gerade gesprächig, wo man dann eigentlich davon ausgehen müsste keine Antwort zu bekommen. Aber Tom war nun mal hartnäckig, das konnte man positiv oder negativ sehen. Ich fand Punkt zwei weitaus attraktiver als Punkt eins.

„Und zwar, wir haben doch dein Zeug hier eingeräumt und na ja…ich wollte fragen ob ich mir eins deiner Bücher leihen könnte“
Ich musste jetzt nicht erwähnen das beide Augenbrauen nach oben wanderten. Ich kam nämlich bis jetzt noch nicht mal ansatzweise auf die Idee das Tom lesen konnte. So boshaft das auch klingen mochte, aber Hopper waren für mich so was wie Neandertaler. Ungebildet, unzivilisiert und einfach nur….pfui.

Trotzdem nickte ich nur und deutete auf das Buchregal ehe ich meine Nase wieder in mein Buch steckte und weiterlas. Allerdings währte das nicht lange da Tom sich räusperte.
Also wanderte mein Blick zu ihm und zu dem Buch das er in der Hand hielt.
„Darf ich?“ fragte er mich dann und deutete aufs Bett wo ich die Luft ausstieß und zum Fenster rückte.

Tom hockte sich neben mich und schlug das Buch auf ehe er schon fast mit dem ganzen Kopf darin versank. Ob er ne Brille brauchte?
Mein Blick wanderte zum Cover und ich hätte beinahe losgelacht. Sorry, aber das war wirklich komplett bekloppt.
„Sag das ja keinem“ murrte Tom und ich zuckte nur mit den Schultern.
Ich wette Tom war in diesem Moment froh das ich nicht redete und somit niemandem erzählen konnte das er von Kathy Lette ‚Wie man seinen Mann umbringt’ las.
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