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von KaoTec    erstellt: 24.10.2009    letztes Update: 26.03.2010    Geschichte, Humor / P16 Slash    (abgebrochen)
Thanks....

@schocki15: Ich hoffe ich kann dich mit diesem Kapitel wieder zum lachen bringen^^ Dein Lob hat mich echt gefreut, dankeschön <3
@jimbolinchen: Dankeschön
@Lil Tatta: Danke für das große Lob xDDD Ich bin zwar auch der Meinung das der Therapeut Bill für bekloppt halten würde, aber wir wollen ihm ja seine Illusionen lassen xDDD So ich hoffe das neue Kapitel gefällt dir ebenfalls^^ Das nächste Mal sag ich auch bescheid wenn ich was neues anfang xD Also: "Ich bereue nichts" ist neu xDDD Und ich hab noch eine in Planung xDDD
@SinaSilence: xDDD Ja ja, die gute alte Wand ne?

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Bill’s Diary – Kapitel 2

Bilder von Bill






Wir waren noch nicht mal richtig am Van angekommen, da sprang auch schon David aus dem Auto und begaffte mich von vorn bis hinten. Hatte ich schon mal erwähnt, dass ich es hasste wenn man um mich rum rannte und mich begaffte? Nein? Ich hasste es!
„Bill, du siehst nicht gut aus“ kam dann seine Schlussfolgerung und ich verdrehte hinter meiner Sonnenbrille die Augen. Womit hatte ich das verdient?
„Tom ist derjenige von uns mit der Gehirnerschütterung“ gab ich so freundlich wie möglich von mir und stieg in den Van während Gustav und Georg scheinbar vorsichtshalber schon mal die Fresse hielten.

Tom schwieg ebenfalls. Ob jetzt allerdings wegen seiner Gehirnerschütterung oder aber weil er schmollte war für mich im Moment nicht festzustellen.
Aber ich wusste was er dachte. Er wollte an seinen Laptop. Jetzt. Sofort.
Man musste kein Hellseher sein um das zu wissen und auch gar nicht mal sein Zwillingsbruder. Denn Tom redete von diesem Ding ja nur noch und das trieb mich auf die Palme.

Als wir beim Hotel ankamen sprang ich wahrscheinlich wie eine Gazelle aus dem Auto um vor dem Laptop zu flüchten. Und zwar so schnell wie möglich.
„Bill? Hast du Blasenentzündung?“ wurde mir von Gustav nachgerufen und ich beschloss das nächste mal Abführmittel in sein Essen zu kippen.
Manchmal verdienten sie es einfach nicht anders.
Ich konnte mich nur zu gut an das Konzert erinnern wo Georg Dünnschiss hatte und wir deswegen an die neun Mal unterbrechen mussten. Da mir irgendwann nichts mehr einfiel hatte Tom sogar schon angefangen Anekdoten aus unserem Leben zu erzählen, was die ganze Halle in einen Lachflash versetzt hatte. Sogar mich. Und dann konnte ich nicht mehr richtig singen, weil ich dauernd lachen musste. Von David hatte ich einen Anschiss bekommen. Also mal sehen wie ihm das gefiel wenn Gustav Tage und Nächte auf dem Klo verbrachte.

Nachdem ich in meinem Zimmer angekommen war wollte ich mich eigentlich hinlegen. Leider wurde daraus nichts, denn irgendein hirnverbrannter Idiot kam auf die glorreiche Idee mir meine Zimmertüre zu zerlegen. Natürlich nur im symbolischem Sinne.
Nachdem ich aufgemacht hatte starrte ich in das Gesicht von Georg der mich breit angrinste. Ich ahnte böses, und ich hatte Recht.

„Willst du später mit uns zur Wachsenthaarung kommen?“ kam die Frage und ich beschloss Georg irgendwann mal an einer Raststätte auszusetzen. Wenn es sein musste lernte ich eben selber Bass spielen, aber das hier ging ja mal gar nicht. So kam es das ich Georg einfach die Tür vor der Nase zuschlug.
Außerdem wollte ich gar nicht wissen wer ‚uns’ war. Es gab Dinge im Leben wo es besser war sie nicht zu wissen. Das gehörte eindeutig dazu.
Außerdem kam ich zu dem Entschluss dass ich ganz dringend nen Therapeuten brauchte. Schon wieder.

Und da wunderte man sich immer wenn ich psychische Schäden davon trug. Bei dieser Band und Konsorten war das ja wohl mal kein Wunder. Es wunderte mich nur dass ich noch nicht das Bedürfnis verspürte mich von irgendwo runter zu werfen.
So gern ich meine Band hatte, aber die meiste Zeit wollte ich ihnen Dinge an den Kopf tackern. Schwere Dinge, wie zum Beispiel einen Wagenheber.

Ich verblieb in meinem Zimmer und glotzte mir Sendungen im Fernsehen an bis es Zeit zum Abendessen war. Und ich hatte mich inzwischen auch wieder beruhigt. Meiner Meinung nach brauchte ich weder einen Therapeuten noch Alkohol. Ich empfand das als gut und ging guter Dinge zum Essen wo mich der nächste Schlag des Tages traf.
Ich hatte keine Ahnung wer diese Frau neben David war und irgendwie sagte mir mein Instinkt dass ich es auch gar nicht wissen wollte.

Trotzdem begrüßte ich sie mit einem strahlenden Lächeln und setzte mich an den Tisch wo bis jetzt nur noch Gustav saß. Der wiederum las in irgendeiner Psychozeitschrift über das menschliche Verhalten und ich wollte ihn dabei auch nicht stören, weswegen ich mir mein Essen bestellte und darauf wartete dass der Rest auch endlich mal ankam.

Georg kam auch. Allerdings ging er nicht wie ein Mensch sondern eher wie ein Pinguin. Was mich dazu veranlasste anzunehmen dass unser guter Georg wohl eine Intimenthaarung mit Heißwachs hinter sich hatte. Ich persönlich hatte so was noch nie gemacht und wollte es auch nicht. Mein Rasierer genügte mir vollkommen. Außerdem war es in meinen Hosen schwierig so zu laufen wie Georg es gerade tat.

Den Vogel schoss allerdings mein Bruder ab. Denn der kam in den Saal mit dem Laptop in der Hand wo er lieber auf den Bildschirm glotzte als dahin wo er hin lief. Was auch fast zu einem Zusammenstoß mit dem Kellner geführt hätte. Gott sei Dank konnte dieser noch rechtzeitig bremsen ohne das ganze Tablett voller Gläser fallen zu lassen.
Meine Nerven waren zum zerreißen gespannt und ich war kurz davor Tom an die Gurgel zu gehen. Konnte er nicht wenigstens beim Essen nicht vor diesem Ding da sitzen? Ich meine es gab auch noch andere Dinge mit denen man sich beschäftigen konnte. Wie zum Beispiel seinem Zwillingsbruder etwas Aufmerksamkeit schenken. Aber anscheinend war Herr Kaulitz da anderer Meinung.

Der Kellner kam wieder und nahm Georgs Bestellung auf. Toms Bestellung bekam er nur deswegen, weil ich meine Serviette zusammen knüllte und sie meinem Zwilling an den Kopf warf, auf das er aus seiner Traumwelt auftauchte.
Im Moment hatte ich das Bedürfnis Tom mit meiner Gabel zu erstechen. Oder den Laptop mit dem Wachs der Kerze zu übergießen. Es hätte mir wenigstens einen kurzen Moment Genugtuung verschafft. Allerdings auch einen schreienden und tobenden Zwilling, der nicht verstand warum sein armer und hilfloser Laptop sterben musste.

„Bill sieht aus als wolle er töten“ kams irgendwann und ich sah zu Georg wobei ich eine Augenbraue hob.
Wie lange hatte er mich denn jetzt angestarrt.
„Ich kann Bill verstehen“ kams von Gustav der eine neue Seite aufblätterte und ungerührt weiter las. Ach konnte er? Na ja, auch wenn er das wahrscheinlich nur ansatzweise konnte, aber immerhin fühlte ich mich dann in dieser Hinsicht nicht komplett allein gelassen. Gott sei Dank.

Als unser Essen kam musste mein Bruder seinen Laptop leider verschieben, was mich ja schon schadenfroh grinsen ließ. Sein Gesichtsausdruck sah auch sehr leidend aus. Meine Fresse, das Teil stand nur gute zehn Zentimeter anders als davor. Der Bildschirm war jetzt bestimmt nicht auf fünf Zentimeter geschrumpft.

„Du Tom darf ich mal was fragen?“ kams von der Blonden deren Namen ich noch immer nicht wusste. Aber vielleicht war Gustav in der Hinsicht ja schlauer als ich.
Immerhin war Gustav so was wie Google. Nur besser.
„Hm?“ kam die abwesende Frage von meinem Bruder während er sich eine Pommes in dem Mund schob.

„Warum starrst du denn die ganze Zeit Bilder von deinem Bruder an?“
Die Frage traf mich so sehr das ich mit meinem Messer abrutschte und meine Pilzrahmsoße auf der Tischdecke verteilte ehe mein Blick zu Tom wanderte und ich ihn ebenfalls anstarrte.
Dessen Kopf hatte eine ungesunde Farbe angenommen und meine Augenbraue wanderte zu meinem Haaransatz.

„Ähm….das…weil….“ stotterte er durch die Gegend und ich hielt es in diesem Moment für angebracht ihm aus der Scheiße zu helfen. Auch wenn ich selber gerne eine Antwort auf diese Frage gehabt hätte. Aber leider Gottes war ich nun mal sozial und konnte ihn einfach nicht so hängen lassen.
„Er guckt auf welchen Bildern ich Augenringe hab und auf welchen nicht. Für so ne Spezialzeitschrift oder so“ gab ich deswegen von mir und warf David einen Blick zu bei dem er eigentlich tot umfallen müsste wenn Blicke töten könnten.

Allerdings war unser Produzent intelligent genug um dieses zu bejahen. Und von Tom fing ich mir einen dankbaren Blick ein, den ich mit einem fragenden Blick konterte.
Was ihn wiederum dazu veranlasste seinen Blick seinem Essen zu widmen und mich somit an den Rand der Verzweiflung zu treiben.

Während des ganzen Essens herrschte eisige Stille, oder es kam mir nur so vor.
Was mir allerdings nicht viel ausmachte, denn so hatte ich Zeit darüber nachzudenken warum zur Hölle Tom sich Bilder von mir angaffte. Langsam aber sicher wurde das richtig unheimlich. Zuerst der Kommentar heute beim Radio und das dauernde angegaffe von der Seite was dazu geführt hatte das er die Wand knutschte. Und jetzt diese Bilder. Langsam aber sicher zweifelte ich an Toms gesundem Menschenverstand.

Zumal sich mir eine neue Frage aufdrängte. Glotze Tom eigentlich die ganze Zeit während er vorm Laptop saß Bilder von mir an oder war das heute nur Zufall? Das musste mal jemand rauskriegen. Und ich wettete mit dem Teufel das Georg bescheid wusste. Georg war so was wie Toms Geheimnisträger. Zumindest dann wenn ich davon nichts wissen durfte. Gustav war es bei mir, allerdings kam das recht selten vor.

Nach dem Essen verabschiedete ich mich nach Tom und ging ihm hinterher zum Aufzug. Wo er übrigens immer noch auf den Bildschirm glotzte.
Also beschloss ich ihm über die Schulter zu sehen und entdeckte tatsächlich ein Bild von mir. Und zwar eins aus unserem letzten Maledivenurlaub. Dieses Bild wo ich im Meer rumstand und Tom anspritzte. Was daran so interessant sein sollte war mir ein Rätsel.
„Und was ist daran jetzt so toll?“ fragte ich deswegen und rechnete nicht damit dass Tom sich dermaßen erschrecken konnte dass er seinen Laptop fallen ließ.
Allerdings hatte ich auch nicht damit gerechnet dass ich diese Ausgeburt der Hölle aus Reflex auffangen würde.
„Gott hast du mich erschreckt“ kams von Tom der seine Hand auf sein Herz presste.

Während er seinen Laptop wieder zurück nahm und – oh mein Gott was für ein Wunder – ihn zuklappte stiegen wir in den Aufzug und ich hielt es für gut zu schweigen.
„Wollen wir heute noch Film gucken?“ kam dann die Frage von meinem Bruder und ich nickte etwas überrumpelt. Ihn schien es ja zu freuen, denn er grinste bis über beide Ohren.

Als wir uns bei unseren Zimmern verabschiedeten stellte sich mir eine alles entscheidende Frage.
Musste ich auch Getränke für den Laptop besorgen?
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