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Geschichte: Fanfiktion
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von Firunwin
erstellt: 22.10.2009
letztes Update: 22.10.2009
Geschichte, Allgemein / P6
(fertiggestellt)
Eine kurze Geschichte über Skulduggery, Solomon und einen unwichtigen Nebencharakter, von dem sich der geneigte Leser nicht stören lassen sollte. Sie spielt ungefähr 1750, weil ich nicht genau wusste, wann genau der große Krieg (oder wie auch immer man ihn nennen sollte) stattgefunden hat und das 18. Jahrhunderte mir relativ nahe liegend vor kam...
~+~
Staub wirbelte auf und nahm ihm die Sicht. Vor sich hörte er einen Schrei, der sofort erstummte und etwas flog an ihm vobei und prallte mit einem unappetitlichen Pflotsch gegen die Wand hinter ihm. Als er das unbekannte Flugobjekt genauer betrachtete, bemerkte er, dass es der Kopf seines Vordermanns war. Er drehte sich zu den Männern hinter sich um. „Er greift an“, rief er und versuchte dabei mit möglichst vielen Augenkontakt auf zu nehmen, „Ich möchte nichts runter spielen, er IST stark. Aber wenn wir zusammen bleiben, können wir es schaffen. Los!“ Der Boden erbebte als sie losrannten. Feuerbälle loderten auf, Schwerter wurden gezogen, Schüsse knallten. Eine neue Schlacht begann.
Als das Tageslicht langsam hinter der Stadtmauer von Prag versank, kehrten sie zur Basis zurück. Sie hatten sich in den Überresten eines alten Krankenhauses notdürftig eingerichtet. Auf dem weiß gekacheltem Flur kam ihm jemand entgegen. „Solomon“, begrüßte er ihn.
„Skulduggery.“ Der Nekromant nickte ihm höflich zu. „Ich habe dich schon gesucht.“
„Wieso?“ Wenn Solomon Wreath einen suchte, bedeutete das meistens nichts Gutes.
„Wir haben einen Gefangenen gemacht.“
Skulduggery blieb stehen. Die beiden waren Seite an Seite den Korridor entlang gegangen und nun drehte der Skelettmann langsam den Totenschädel zur Seite und sah den dunkelhaarigen Mann neben ihm an. Der fühlte sich wohl ein wenig unwohl in seiner Haut. „Äh... was ist?“
„Solomon“, begann er, „Wie oft soll ich dir es noch sagen? Keine. Gefangenen.“
„Nun ja, ich hatte nur gedacht...“
„Solomon...“
„Es ist nicht so, dass er uns irgendwie behindern würde...“
„Solomon.“
„Und ich kann mich auch um ihn kümmern.“
„Solomon!“
„Er würde auch bestimmt an unserer Seite kämpfen, wenn es ihm wieder besser geht.“
„SOLOMON!“, Skulduggery drehte sich zu ihm um und drückte ihn gegen die Wand. „Du verstehst die Lage nicht. Wir können es uns nicht LEISTEN Gefangene zu machen. Wir können es uns nicht leisten Leute auf zu päppeln,die uns umbringen wollen.“
Schatten umkreisten Solomons Kopf und bildeten einen Stachel gespickten Kranz. „Nein, Skul, DU verstehst nicht. Unser Gefangener ist kein FEIND. Er ist ein kleiner Junge. Drei, vielleicht vier Jahre alt. Seine Eltern sind im Kampf gegen uns getötet worden. Sollen wir ihn jetzt sterben lassen, nur weil seine Familie auf der falschen Seite stand?“ Skulduggerys Griff lockerte sich und er trat einen Schritt zurück.
Solomon rieb sich den schmerzenden Hals. „Ein kleiner Junge, Skul. Er hat niemanden mehr. Wir können ihn zum Mediziner ausbilden, oder zum Waffenschmied,oder er unterstützt uns in ein paar Jahren im Krieg.“ Er trat einen Schritt zur Seite. „Vielleicht rettet er eines Tages einem von uns das Leben. Vielleicht wird er ein großer Heerführer. Er ist noch ein vollkommen unbeschriebenes Blatt.“
„Drei Jahre...“ Skulduggery begann langsam der Flur entlang zu gehen. Solomon holte schnell auf. „An wen denkst du? Deine Tochter?“
„Sie war genau so alt, als sie gestorben... als sie getötet wurde.“ Er zupfte seine Weste zurecht. „Na gut, behalt dein Schoßhündchen. Aber glaub ja nicht, dass ich mich in irgendeiner Weiße um ihn kümmern werde. Das ist deine Aufgabe.“
Solomon grinste, und einen grinsenden Nekromanten sah man nun wahrhaftig nicht alle Tage. „Ich stehe auf ewig in Ihrer Schuld, MISTER Pleasant“, er deutete eine leichte Verbeugung an und öffnete die Tür zu einem Nebenraum.
„Das merk ich mir. Und sobald der Junge irgendwie Ärger macht -“
„Ist er draußen, ich weiß.“ Er schlug die Tür hinter sich zu.
„Das kann ja heiter werden...“
~+viele Jahre später+~
Der Krieg war zu Ende. Schon seit Jahren. Ruhe und Frieden waren in der Zaubererwelt eingekehrt und alles ging seinen gewohnten Gang. Man hatte beschlossen die Verbrechen im Krieg zu vergessen, sich gegenseitig die Wunden geleckt und Abkommen geschlossen.
An einem warmen Frühlingsmorgen geschloss Skulduggery Solomon gesuchen zu gehen. Die Bäume des Phoenix Parks trugen ihr erstes, helles Laub und weiße Kirschblüten regneten auf den Gehweg, als er an die schwere Eichentür klopfte. Er hatte Solomon seit einigen Monaten nicht mehr gesehen und wusste nicht, ob er sich auf des Treffen wirklich freute oder ob er es nur als Entschuldigung nahm um ein wenig über das Sanktuarium her zu ziehen.
Die Tür schwang auf.
Im Türrahmen stand ein junger Mann (seinem Aussehen nach ungefähr 20, aber bei Magiern konnte man sich da ja nie sicher sein) mit langem, roten Haar und bernsteinfarbenen Augen. "Was kann ich für sie tun?"
"Ist Solomon Wreath zu Hause?"
"Das ist er. Wenn Sie mir folgen würden." Er trat zur Seite und führte Skulduggery in ein geräumiges Wohnzimmer. Durch die großen Fenster konnte man eine Herde Rehe sehen, die im Park grasten. Solomon saß in einem roten Sessel und trank Tee.
"Master Wreath." Der Rotschopf deutete eine Verbeugung an und verließ dann das Zimmer. Skulduggery setzte sich Solomon gegenüber auf ein Sofa und wartete, bis er seinen Tee zuende getrunken hatte.
"Skulduggery", Solomon lächelte, "Welch angenehme Überraschung. Was verschlägt dich den hier her?"
"Alte Zeiten." Skulduggery fragte sich, ob er das Lächeln erwiedert hätte, wenn er noch Lippen gehabt hätte. Vermutlich nicht. Einen kurzen Moment lang herrschte Stille. "Ist der Junge dein Schüler?"
"Attica? Unter anderem", Er lehnte sich zurück, "Er ist das Kind, um das ich mich im Krieg gekümmert habe."
"Attica", Skulduggery ließ sich den Namen auf der (nicht vorhandenen) Zunge zergehen, "Ist das nicht eine Region in Griechenland?"
"Ja, seine Eltern kamen daher."
"Aha."
Erneutes Schweigen.
"Ich habe gehört, du arbeites jetzt für das Sanktuarium?" Diesmal war es an Solomon ein neues Thema an zu brechen.
Skulduggery zuckte mit den Schultern. "Sieht ganz so aus."
"Das ich das noch erleben darf. Skulduggery Pleasant auf der Seite desGesetzes. Oder hoffst du nur darauf Serpine irgendetwas anhängen...oh entschuldigung: nachweisen zu können?"
"Das ist meine Sache."
"Natürlich. Tut mir Leid."
Dies sollte für lange Zeit das letzte Treffen der Beiden gewesen sein. Vielleicht war das auch gut so. Vielleich aber auch nicht.
~+~
Ich hoffe es hat eich gefallen ^^ Das ist die erste Geschichte die ich selbst on stelle also... seid bitte nett >.<
und ihr grade schon nett seit, guckt doch auch mal bei 'Area of Darkness' (on gestellt von ami1) vorbei. dankö
Firunwin
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