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von LovingMusic    erstellt: 15.10.2009    letztes Update: 04.01.2011    Geschichte, Allgemein / P16    (abgebrochen)
Huii.. da hab ich mich einfach mal selbst an eine FanFiktion von Der Herr Der Ringe gewagt. Und wie gesagt, es ist eine FanFiktion!
xD Vielleicht gefällt sie euch ja, oder habt Kritik zu äußern. Für beides, oder auch anders, bin ich offen, ihr müsst es mir nur schreiben!

Viel Spaß beim Lesen!
LG
LovingMusic



Das Licht im Dunkeln

Prolog


„Kind, du wirst noch krank, wenn du nicht aus dem See rauskommst!“ Meine Mama stemmte ihre Hände in die Hüften und blickte mich böse an.
„Aber Mama…“, rief ich, innerlich betend, dass sie mich noch mehrere Runden schwimmen lässt. Doch mein Traum ging nicht in Erfüllung. Wie gemein das doch war. Alle anderen Kinder durften weiterschwimmen, nur ich nicht. „Komm jetzt raus!“ Meine Mama klang nunmehr wütend, und seufzend schwamm ich ans Ufer, wo mich meine Mama sofort in ein großes Handtuch wickelte. „Du bist mir aber auch eine! Komm, schnell nach Hause unter die warme Bettdecke!“, sagte sie, rubbelte mich grob ab, wickelte ein neues Handtuch um mich und schickte mich los. Sie selbst sammelte meine verstreuten Anziehsachen ein und als ich mich umdrehte, sah ich, wie sie kopfschüttelnd auf den See sah, meine Freunde blickten mich traurig an. Dann lief meine Mama mir nach.
Ich lief den mit Blättern bedeckten Hügel hoch und folgte dem Weg, der mich geradewegs nach Hause brachte.
Wie gemein Mama doch war, ich durfte mich noch nicht einmal von meinen Freunden verabschieden. Wie traurig sie mich angesehen hatten. Morgen, wenn der graue Nebel noch unser Haus von den anderen Häusern trennte, würde ich wieder zurückgehen und mit ihnen spielen.
„Lady Ythra!“ Ich zuckte zusammen, nur ein Junge nannte mich so. Langsam drehte ich mich zu der Person um, die mich lächelnd ansah. „Legolas… Prinz…“, stellte ich, wie ich vorher schon vermutet hatte, fest und verbeugte mich rasch. Einen Prinzen und seinen Eltern sollte man höflich gegenüberstehen, das hat Mama immer gesagt.
„Legolas, du musst nicht immer vorrennen!“, ertönte eine weitere Stimme und die Königin tauchte hinter einem Hügel auf. Als sie mich sah, lächelte sie. „Guten Abend, Ythra!“, sagte sie. Ich riss die Augen auf, ihre Schönheit verblüffte mich immer wieder. Und dann verbeugte ich mich, so wie Mama mir das beigebracht hatte.
„Warst du schwimmen?“, fragte sie dann und legte ihrem Sohn eine Hand auf die Schulter. „Ja, meine Königin. Und meine Freunde auch! Wir hatten viel Spaß!“, sagte ich höflich. Die Königin nickte mir zu.
„Ythra, wirst du wohl nach Hause gehen! Du wirst noch krank!“, rief meine Mama, die mich eingeholt hatte. Als sie die Königin und Legolas erkannte, verneigte sie sich kurz. „Guten Abend!“, sagte sie. „Guten Abend!“, lächelte die Königin. Ich verabschiedete mich, winkte dem Prinzen zu und rannte nach Hause. Meine Mama unterhielt sich noch kurz, dann kam sie mir nach.

Am nächsten Morgen wachte ich früh auf, und wie ich es vermutet hatte, trennte der graue Nebel unser Haus von den anderen. Lächelnd suchte ich mir meine Anziehsachen, und fand sie über dem Kamin, wo Mama sie am Abend aufgehängt hatte. Ich kroch in die angenehm warmen Sachen, zog meinen Mantel unter meinem Kissen hervor- ich versteckte ihn dort immer, und legte ihn mir an. Dann öffnete ich mein Fenster und kletterte auf das Fensterbrett. Und nach einem kleinen Sprung landete ich sanft in einem braun- roten Laubhaufen, der im Winter immer etwas höher war als im Sommer.
Hastig machte ich mich auf den Weg durch den Nebel zurück zum See. Es war kalt draußen und wenn ich ausatmete, entstand ein eigener Nebel vor meinem Gesicht. Eigentlich ganz witzig, aber ich hatte dafür keine Zeit.
Nach ein paar Minuten war ich am See angekommen, vergnügt setzte ich mich auf den Laubhaufen, den ich am Tag zuvor gemacht hatte und sah auf das ruhige Wasser. Am Rand war es ein bisschen eingefroren, so kalt war es. Mir wurde auch ein bisschen kalt, ich schlang meine Arme um meinen Oberkörper und versuchte so, mich selbst zu wärmen.
Meine Freunde waren noch nicht da. Aber sie würden kommen, das wusste ich ganz genau.
Der Nebel, den ich vor meinem Gesicht machte, verschwand immer ganz schnell, und er flüchtet immer, wenn ich meine Hände vor dem Mund hielt. Hatte ein Nebel etwa auch Angst?
„Ist dir nicht kalt?“, fragte jemand hinter mir und erschrocken stand ich auf und drehte mich um. „Legolas… Prinz!“, erkannte ich. Er nickte nur, nahm seinen Umhang ab, trat auf mich zu und legte mir seinen Umhang über die Schultern. Er war viel dicker und viel wärmer als meiner. „Danke…“, sagte ich und mir wurde viel zu schnell warm. Vielleicht hatte ich jetzt auch so rote Wangen wie Mama, wenn sie mit dem Pferdemann von nebenan sprach.
„Warum bist du so früh wach?“, fragte Legolas und sah sich um. „Meine Freunde kommen gleich, ich wollte mit ihnen spielen…!“, antwortete ich und setzte mich wieder auf den Laubhaufen. Legolas setzte sich neben mich. „Wie heißen sie denn?“, fragte er. „Sie haben keine Namen…“, sagte ich nur.
„Meine Mutter hat gestern mit deiner Mutter gesprochen und die sagte, du wärst alleine im See gewesen… Ist das nicht zu gefährlich?“, fragte er weiter. „Nein, weil meine Freunde dabei waren!“ „Aber du warst alleine, das hat deine Mutter gesagt!“ Er drehte seinen Kopf zu mir und sah mich fragend an. „Ich war nicht alleine, meine Mama hat meine Freunde nur nicht gesehen!“ Legolas runzelte die Stirn, das sah witzig aus. Ich kicherte. „Das verstehe ich nicht… unsichtbare Freunde?“, sagte er. Ich schüttelte den Kopf, stand auf und ergriff seine Hand. „Komm, ich stelle dich ihnen vor. Ich weiß, wo sie wohnen!“ Er stand auf und folgte mir, als ich ihn mit mir zog.
Am Ufer des Sees hielten wir an und ich ließ seine warme Hand los. Ich ging in die Knie, er machte mir das nach, und ich zeigte auf eine kleine Pflanze am Ufer, die so groß war wie meine eigene Hand. „Das ist einer meiner Freunde!“ Ich winkte der Pflanze zu. „Kannst du mit ihnen reden?“, fragte Legolas und ich nickte. „Ja, und sie wollen auch mit dir reden!“ Legolas rückte näher an die Pflanze, und als er immer noch nichts hörte, hielt er sein Ohr ganz nah an seine Pflanze. Ich kicherte, das sah wirklich witzig aus. „Ich höre aber nichts…“, stellte Legolas beleidigt fest und setzte sich im Schneidersitz vor die Pflanze. „Wieso sprechen sie mit dir und nicht mit mir?“, fragte er schmollend und verschränkte seine Arme vor der Brust.
Ich kratze mit meinem Zeigerfinger an meiner Wange und überlegte. Dann fiel mir etwas ein. „Ich weiß, wie du sie verstehen kannst! Das erste Mal hab ich sie ja auch nicht verstanden, aber… Ich habe einfach mit meinem Herzen zugehört…! Versuch mal!“ Der Junge sah mich mit hoch gezogenen Augenbrauen an, beugte sich erneut zu der Pflanze und schloss die Augen.
„Und?“, wisperte ich ihm nach einer Weile zu. Legolas zog sich zurück und öffnete sein strahlend blauen Augen, die mich anblickten. „Ich habe sie gehört!“, rief er aus. Ich nickte. „Natürlich hast du das!“, grinste ich.
„Mein Prinz?!“ Legolas zuckte zusammen, stand ruckartig auf und zog mich auf die Beine. „Komm mit, wir müssen uns verstecken!“ Er ergriff meine Hand und zog mich hinter ihm her, in den nächsten größeren Busch, in dem wir beiden gemeinsam hockten. „Was ist los?“, fragte ich leise. „Ich darf gar nicht so früh aus dem Haus, aber als ich dich gesehen habe, wollte ich unbedingt zu dir. Jetzt suchen mich die Wachen…“, antwortete der Prinz leise und seufzte. „Dann bleiben wir hier und verstecken uns!“, grinste ich nur und Legolas grinste zurück.

Die nächsten Tagen haben Legolas und ich ganz oft miteinander gespielt und ich habe ihm meine ganzen Freunde vorgestellt. Und er brachte mir dafür bei, wie ich mit einem Bogen umgehen musste. Wir hatten echt viel Spaß.
Doch an einem Tag kam er einfach nicht. Dabei hatten wir doch gesagt, dass wir uns immer treffen, wenn die Sonne ganz oben stand. Aber er kam nicht. Traurig ging ich nach Hause, als es wieder kalt wurde.
„Wieso bist du denn so früh?“, fragte Mama mich und ich rannte in ihre Arme, um mich trösten zu lassen. „Ich glaube, Legolas mag mich nicht mehr. Er ist heute nicht gekommen!“ Mama strich mir über den Kopf und brachte mich ins Bett. „Das darfst du Legolas nicht übel nehmen. Er ist ein Prinz und muss Unterricht nehmen!“, sagte Mama dann. Ich nickte und schniefte in mein Taschentuch. „Glaubst du, er kommt morgen wieder?“ Mama seufzte und deckte mir zu. „Ich weiß es nicht, mein Schatz!“ „Erzählst du mir eine Geschichte?“, fragte ich dann. Sie nickte und machte eine Kerze an, die sie auf mein Bettschränkchen stellte.
„Es war einmal eine kleine Elbin, die sich mit dem Prinzen ihres Volkes angefreundet hatte. Sie spielten jeden Tag miteinander, lachten und spielten fangen, sie ritten durch das Land. Sie hatten viel Spaß.
Doch eines Tages war der Prinz so traurig, dass er nicht zum Spielen kommen wollte. Das ging viele Tage so und die kleine Elbin fragte sich, was mit ihrem Freund los sei. Sie ging und sprach mit dem König, er brachte sie zum Prinzen, der alleine auf seinem Bett saß. Die Elbin setzte sich zu ihm und tröstete ihn!“ Meine Mama holte tief Luft und sah mich an.
„Glaubst du, dass Legolas traurig ist?“, fragte ich. Mama strich mir wieder über meinen Kopf. „Hoffen wir das mal nicht, mein Schatz!“, sagte sie. „Aber was hat die Elbin dann gemacht?“, fragte ich weiter. Ich musste unbedingt erfahren, was weiter geschah. „Sie hat ihn getröstet und war für den Prinzen wie ein Licht im Dunkeln.“ Mama strich mit ihrer Hand über meine Wange und sah mich traurig an. „Weißt du, du bist für mich auch das Licht im Dunkeln…“, sagte sie dann. Doch dann lächelte sie wieder und deckte mich zu. „Das sollte jetzt reichen, du wirst schön schlafen!“ Ich nickte nur und schloss meine Augen, bis Mama aus dem Zimmer gegangen war.
Dann stand ich leise wieder auf, zog mich an und ergriff meinen Umhang. Ich wollte unbedingt wissen, was Legolas heute gemacht hat. Was er gelernt hat will ich auch wissen!
Ich sprang vom Fensterbrett auf den Laubhaufen, stolperte kurz und fiel auf einen spitzen Stein. Als ich mein Bein ansah, erblickte ich einen großen Kratzer, der anfing zu bluten. Aber das war jetzt egal, ich musste zu Legolas.
Ich stand auf und rannte los. Die Wachen sahen mich nicht, weil ich so klein war und ich mich immer wieder in den Büschen versteckte, bis ich vor dem Fenster von Legolas war. Er hatte es mir letztens gezeigt und wir hatten beiden hineingesehen.
Leise klopfte ich gegen den Rahmen des Fensters, doch als ich keine Antwort erhielt, kletterte ich einfach auf das Fenstersims und hüpfte in das Zimmer.
Mein Freund saß auf seinem Bett und hatte sein Gesicht in seinen Händen. Ich glaubte, dass er weinte. Leise schlich ich zu ihm rüber und setzte mich auf sein Bett. „Legolas?“, fragte ich leise und er erschrak. Als ich sein Gesicht sah, wurde ich ganz traurig, denn seine Wangen und seine Augen waren ganz nass. Er hat also wirklich geweint.
„Legolas, was ist mit dir?“, flüsterte ich. Er schüttelte nur seinen Kopf und verbarg sein Gesicht erneut in seinen Händen. Traurig krabbelte ich zu ihm und setzte mich neben ihm. „Meine Mama hat mir vorhin eine Geschichte erzählt, wo eine Elbin den Prinzen tröstet, weil sie ein Licht in der Dunkelheit ist…“ Ich blickte zu meinem Freund. „Darf ich jetzt dein Licht sein?“ Legolas sah auf, seine Augen waren ganz rot und langsam nickte er. Ich rutsche noch ein Stück zu ihm und umarmte ihn. „Ich bin immer für dich da, Legolas!“, flüsterte ich und Legolas umarmte mich auch.
Als es ganz leise war, hörte ich Legolas Herz pochen, und das pochen wurde immer ruhiger. Da fiel mir etwas ein. Ich beendete die Umarmung und sah meinen Freund an. „Weißt du was? Meine Mama hat mir gesagt, dass man einem Freund etwas eigenes schenken soll, damit er wieder fröhlich wird! Und da will ich dir auch etwas schenken!“ Ich kramte in meiner Hosentasche, da hatte ich meine Lieblingskette beim Klettern immer reingesteckt. Aber jetzt fand ich sie nicht. Legolas blickte mich fragend an. „Moment…“, sagte ich und fühlte an meinem Hals, vielleicht hatte sie ja doch schon wieder umgetan. Und da fand ich sie wirklich. „Ich hab sie!“ Lächelnd nahm ich meine Kette, zog sie über meinen Kopf und sah sie mir kurz an.
Es war eine selbst gemachte Kette. Das Band hat mir einmal der Pferdeherr gegeben, es ist aus den langen Haaren seiner Pferde gemacht und hält ganz lange. Und einen schönen Anhänger hatte ich beim Tauchen im See gefunden, einen wunderschönen Stein, der in der Sonne immer ziemlich glitzerte. Ich gab ihn Legolas. „Dann bist du fröhlicher!“, grinste ich. Legolas Hand war kalt, als ich ihm die Kette in seine Hand legte. Er nahm mein Geschenk, betrachtete es und legte sie um seinen Hals. „Ich danke dir… ich werde dich nie vergessen!“, sagte er leise und ein ganz kleines bisschen lächelte er. „Da hatte Mama doch recht! Es macht meine Freunde glücklich!“ Erfreut umarmte ich ihn wieder, er umarmte mich auch.

Am nächsten Tag hatte ich ganz viel Ärger von Mama bekommen, aber der Papa von Legolas hatte mich nur ganz lieb angeguckt. Mama hatte mir nachher erklärt, dass Legolas Mama im Himmel war. Ich war wieder ganz traurig, denn ich wollte nicht, dass meine Mama in den Himmel kam. Sie sollte immer bei mir bleiben!
Als es draußen wieder ganz warm war, spielten Legolas und ich wieder draußen. Aber eines Tages rief meine Mama mich, und sie hatte ein weißes Pferd bei sich, wo ganz viele Taschen drauf waren.
„Ythra, verabschiede dich jetzt von Legolas, wir werden aufbrechen!“, sagte sie und nickte dem Pferdeherren von nebenan zu. „Wohin gehen wir denn, Mama?“, fragte ich. „Wir gehen weit weg von hier, deine Großmutter wartet auf uns!“ Ich nickte, Mama hatte schonmal davon gesprochen. Ich drehte mich zu Legolas um und lächelte ihn an. „Wir sehen uns bestimmt wieder!“, sagte ich und er lächelte. „Kommt gut an eurem Ziel an, vielleicht gibt es dort ja Briefeulen!“, sagte er und grinste. „Bestimmt, und dann werden wir uns Briefe schreiben… ich weiß ja jetzt, wie man schreibt!“ Wir umarmten uns, und bevor ich zu Mama ging, sagte ich noch: „Grüßt du unsere Freunde von mir?“ Er nickte und winkte mir zu.
„Wann werden wir wieder hier sein, Mama?“ Ich saß vor meiner Mama im Sattel, als wir an Legolas vorbeiritten. Ich winkte ihm noch zu.
Meine Mama antwortete mir nicht. „Mama?“, fragte ich. Sie legte mir eine Hand auf die Schulter. „Großmutter ist krank und wir werden bei ihr wohnen. Wir werden nicht mehr herkommen!“ „Aber dann sehe ich Legolas ja nicht mehr! Und meine anderen Freunde auch nicht mehr!“, sagte ich. „Das ist richtig!“ „Dann möchte ich hier bleiben, Mama!“
Doch ich durfte nicht. Ich durfte Legolas nicht mehr sagen, dass ich ihn doch nicht mehr sehen würde, dass wir nicht mehr zusammen spielen konnten, dass wir nicht mehr zusammen reiten und Bogen schießen werden, dass wir uns nicht mehr vor den Wachen verstecken konnten. Leise begann ich zu weinen, weil ich jetzt schon meinen besten Freund vermisste.



TBC

Ich hoffe, es hat euch soweit irgendwie gefallen... lasst es mich wissen ^^ bitte! xD
 
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