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Geschichte: Fanfiktion
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von Moni
erstellt: 13.10.2009
letztes Update: 05.12.2011
Geschichte, Drama, Fantasy / P16
(fertiggestellt)
Ganz sanft fuhr er ihre Körperkonturen nach.
Er lächelte glücklich und beobachtete wie sich ihre nackte Brust regelmäßig hob und senkte.
Es war kühl in dem Zimmer der Prinzessin, doch weder Emjana noch Haleth hatte sich darum gekümmert als sie nach der Ratssitzung hier her gekommen waren.
Zu groß war die Wiedersehensfreude gewesen.
Zu gut war das Gefühl von den Händen des Anderen auf der eigenen Haut zu spüren.
Haleth zog die verrutschte Decke höher um Emjana und auch sich selbst warm zu halten.
Emjana drehte sich im Schlaf um und rutschte näher an Haleth heran.
Es tat so gut ihren Körper wieder zu spüren.
Er strich ihr die braunen Haare aus dem Gesicht und betrachtete ihr Gesicht.
Emjanas Schlaf schien traumlos.
Zumindestens war ihr Gesicht ausdruckslos.
Haleth war erleichtert.
Mit jeder Nacht, die Albtraumlos verging, hatte Emjana die Vergangenheit weiter verarbeitet.
Er war sich sicher, dass Emjana auch noch in zehn oder mehr Jahren Albträume haben würde.
Aber bei ihrer Vergangenheit war das auch nicht verwunderlich.
Er drückte Emjana einen Kuss auf die Stirn.
Ganz sanft nur um sie nicht zu wecken.
Es war wieder einer dieser Momente, in denen er sich fragte wieso er Emjana verdient hatte.
Emjana war eine fantastische Person mit einer faszinierenden Persönlichkeit.
Er hatte sie gar nicht verdient.
Sie hatte ihn gar nicht verdient.
Emjana hatte einen Königssohn verdient, keinen Heerführer.
Und sie könnte einen Königssohn haben, wenn sie wollte.
Aber sie wollte nicht.
Sie wollte ihn.
Nur ihn.
Und er wollte nur sie.
Deswegen würde er bald den nächsten Schritt wagen.
Er wollte es amtlich machen.
Offiziell.
Es wussten zwar schon alle, das Volk eingeschlossen, von ihm und Emjana, doch so lange es nicht amtlich war, war es für das Volk und all die anderen Königreiche nur eine Affäre.
Er wollte keine Affäre, er wollte eine Ehe.
Eine Ehe mit Emjana.
Und Kinder.
Haleth blickte noch einmal zu Seite auf Emjana.
Auf ihre Gesichtszüge hatte sich ein kleines Lächeln geschlichen.
Er stand auf und suchte den Boden nach seiner Hose ab.
Unter dem Bett fand er sie.
Er zog sie über und trat an das Fenster.
Von Emjanas Zimmer aus hatte man gute Sicht auf die Stadt.
Es war noch früh am Morgen und doch wimmelte es nur so vor Menschen in der Stadt.
Sie alle gingen ihren Beschäftigungen nach auch er musste bald zum ungern gesehenen Morgenappell.
Dort würden sie von Legolas und Gimli die zu erledigenden Aufgaben erhalten.
Haleth bezweifelte aber, dass sie Aufgaben für ihn hatten.
Er war gerade erst wieder gekommen, da würden sie ihn nicht gleich wieder los schicken.
Nunja, Gimli würde es tun, doch Legolas gab ihm immer eine Pause um sich zu erholen und um einfach Zuhause zu sein.
Zuhause bei Emjana.
“An was denkst du?”, ertönte Emjanas Stimme hinter ihm.
Haleth drehte sich zu ihr um.
Emjana saß aufrecht im Bett und hatte die Bettdecke bis ans Kinn gezogen.
“Daran, dass es schön ist Zuhause zu sein”, antwortete Haleth verspätet.
“Und daran, dass Legolas und Gimli schon bald auf mich warten.”
Emjana lächelte und warf einen Blich auf den Sonnenstand.
“Ja, Freda wird wohl auch bald hier sein”, sagte sie.
“Das war mein Stichwort zum gehen.”
Haleth hob grinsend seine restlichen Sachen auf.
“Wenn Freda mich hier sieht ist es aus für mich”, bemerkte Haleth gespielt dramatisch.
Emjana lachte, lies die Decke los und kniete sich aufs Bett und zog Haleth noch einmal zu sich runter.
“Ich liebe dich, Haleth”, flüsterte sie.
“Ich liebe dich auch.”
Noch einmal küssten sie sich, dann verließ Haleth das Zimmer der Prinzessin.
Lächelnd erhob Emjana sich von ihrem Bett und zog sich etwas über.
Freda konnte jeden Moment hier sein und es wäre nicht sehr gut, wenn sie sie nackt vorfand.
Dann würde sie wissen, dass Emjana die Nacht mit Haleth verbracht hatte.
Freda hielt nicht viel von Haleth, warum auch immer, aber für Emjana war Haleth das Beste, was ihr passieren konnte.
Er war immer für sie da, ob Tag oder Nacht.
Wann immer es ihr schlecht ging war er für sie da.
Haleth war einfach ein wunderbarer Mann.
Emjana verstand einfach nicht, warum Freda ihn nicht leiden konnte.
Seufzend zog Emjana sich ihr Nachtkleid über.
Gerade rechtzeitig.
Sie hatte gerade den letzten Knopf geschlossen als ihre Zimmertür aufgestoßen wurde und Freda das Zimmer betrat, gefolgt von den Kammerzofen.
Emjana hatte schon nach dem zweiten Tag festgestellt, dass Anklopfen nicht in Fredas Natur lag.
Sie fand das ziemlich seltsam, denn immerhin verlangte Freda von allem und jedem Höfflichkeit.
Und anklopfen war, nach Emjanas Meinung, auch eine Form der Höflichkeit.
Doch die Prinzessin setzte ein freundliches Lächeln auf und sagte:
“Guten Morgen.”
Freda warf einen Blick auf das zerwühlte Bett und presste ebenfalls einen Morgengruß hervor.
Die beiden Kammerzofen verneigten sich nur demütig.
Nach einem letzten wütenden Blick auf das Bett wandte Freda sich an Emjanas Kleiderschrank, während die Zofen sich Emjana widmeten.
Die Prinzessin musste jeden Tag die selbe Prozedur über sich ergehen lassen.
Waschen, Haare machen, ankleiden und das anhören der täglichen Verpflichtungen.
“Und am Abend ist dann das große Bündnistreffen”, beendete Freda ihre Aufzählung.
Emjana hatte bereits die Hälfte wieder vergessen.
Ihr schwirrte nur der Kopf von all den Verpflichtungen und Unterrichtsstunden.
Sie hatte keine Gelegenheit noch einmal nachzufragen, denn Freda schon sie schon aus dem Zimmer.
Mit energischen Schritten ging er zum Thronsaal.
Er hatte etwas dringendes zu erledigen und dafür brauchte er die Erlaubnis des Königs.
Als offizieller Heerführer Gondors wurde Haleth von den Wachen vor dem Thronsaal nicht aufgehalten.
Er atmete noch einmal tief durch, dann betrat er den Thronsaal.
Aragorn blickte auf als die Flügeltüren aufgestoßen wurden und erblickte den Freund seiner Tochter.
Haleths Blick war ernst und Aragorn begriff, dass Haleth als offizieller Heerführer hier war.
“Mein König”, sagte Haleth und verneigte sich vor dem König.
“Heerführer Haleth, was führt Euch zu mir?”, fragte Aragorn.
“Es geht um Eure Tochter”, begann Haleth.
Aragorn horchte auf.
War es endlich soweit?
“Was ist mit Emjana?”, fragte er.
“Ich... Wollte Euch um etwas bitten, Herr”, sagte Haleth weiter.
Aragorn sah den Heerführer auffordernd an.
Haleth war doch sonst kein Freund der vielen Worte.
“Ich wollte Euch bitten mir Eure Erlaubnis zu geben, Prinzessin Emjana zu meiner Frau zu nehmen.”
Jetzt war es raus.
Abwartend sah Haleth den König an.
Der blickte ausdruckslos zurück, dann begann er zu lächeln und erhob sich von seinem Thron.
Erst jetzt begriff Haleth, dass er alleine mit dem König im Thronsaal war.
Mit langsamen Schritten kam Aragorn auf Haleth zu.
Noch immer hatte er nicht geantwortet, noch immer lächelte er nur.
Dann stand er vor dem jungen und nervösem Heerführer.
Aus seinem Lächeln wurde ein Grinsen und er drückte Haleth plötzlich an sich.
Völlig verdutzt war Haleth unfähig irgendetwas zu machen.
So konnte er nur abwarten und sich fragen, was den König dazu veranlasste ihn zu umarmen.
Aragorn schob Haleth auf Armeslänge von sich und grinste ihn an, dann endlich antwortete er:
“Ja, du hast meine Erlaubnis. Das wurde auch langsam Zeit das du fragst. Am besten fragst du Emjana jetzt sofort.”
Verdutzt blickte Haleth seinen König an.
“Ähm... Vielen Dank, Eure Majestät”, brachte Haleth nur hervor, ehe Aragorn ihn noch einmal auf die Schulter klopfte und ihn grinsend vor die Tür schob.
Endlich hatte Haleth ihn gefragt.
Endlich würde er Emjana fragen.
Aragorn schloss grinsend die großen Flügeltüren hinter Haleth.
Alles war beim Besten.
Noch immer verwundert ging Haleth zurück in den Innenhof.
Aragorn war merkwürdig gewesen, aber immerhin hatte er ihm die Erlaubnis gegeben, die er gebraucht hatte.
Erst jetzt wurde ihm das klar und ein glückliches Lächeln schlich sich auf sein Gesicht.
Er würde Emjana heiraten.
Wenn sie denn ja sagte, was sie sicherlich tun würde.
Emjana würde zu ihm nicht nein sagen.
Niemals.
Als er den Innenhof betrat erblickte er Emjana.
Sollte er sie wirklich jetzt fragen?
Sie war mitten in ihren Schwertkampfübungen.
Ihr Gegner war Legolas und Freda stand daneben und sah missbilligend zu.
War das der richtige Zeitpunkt?
Haleth grinste.
Es gab wohl kaum einen besseren.
Selbstbewusst stellte er sich neben Freda, die dies nur naserümpfend zur Kenntnis nahm.
Haleth wusste, dass Freda ihn nicht leiden konnte und dachte, dass er schlecht für Emjana war.
Seinen Heiratsantrag würde sie bestimmt nicht gut heißen.
Grinsend wartete er darauf, dass Legolas die Stunde beendete.
Als dies geschah hatte Emjana ihren besten Freund fünfmal geschlagen.
Lächelnd wischte sie sich den Schweiß von der Stirn und ging mit Legolas zu Freda und Haleth.
“Was machst du hier, Haleth?”, fragte die Prinzessin und lächelte liebevoll.
Haleth lächelte zurück und antwortete:
“Ich wollte dich etwas fragen.”
“Was denn?”
Haleth spürte den missbilligend Blick Fredas von der Seite und sagte:
“Prinzessin Emjana, würdet Ihr mir die Ehre erweisen und meine Frau werden?”
Emjana war sprachlos.
Mit geöffnetem mund und aufgerissenen Augen blickte Emjana Haleth an.
Seine Frau werden?
Legolas war bei Haleths Worten kaum merklich zusammen gezuckt.
Heiraten... Haleth wollte Emjana heiraten.
Freda rümpfte die Nase.
Dieser vorlaute Bengel wollte die zukünftige Königin heiraten?
Das konnte er vergessen.
Prinzessin Emjana würde ihn nie heiraten.
Für sie war er nichts besonderes.
Ein einfacher Heerführer um Spaß zu haben, mehr nicht.
“Ja. In Ordnung”, antwortete Emjana und Tränen schossen in ihre Augen.
Freda entgleisten die Gesichtszüge.
Die Prinzessin hatte ja gesagt.
Es war ihr Ernst.
Diese Beziehung zu dem Heerführer war ihr Ernst.
Haleth grinste und drückte Emjana fest an sich.
Sie hatte ja gesagt, er hatte nicht daran gezweifelt, doch Emjana hatte verdammt lange gebraucht um zu antworten.
Liebevoll drückte Emjana Haleth einen Kuss auf und lächelte ihn verliebt an.
Sie würden heiraten!
Noch einmal küssten sie sich und Emjana drückte sich näher an Haleth.
Die anderen Anwesend hatten die beiden vollkommen vergessen.
Bis Freda sich räusperte:
“Prinzessin, ihr störe Euch ja nur ungern, aber Ihr müsst euch nun umziehen. Das Bündnistreffen beginnt in einer Stunde.”
Fredas Stimme klang nüchtern.
Sie wusste nicht was sie über das eben Geschehen denken sollte.
Nur widerwillig ließ Emjana von Haleth ab.
Freda hatte ja recht, aber sie wollte nicht gehen.
“Du musst”, sagte Haleth lächelnd.
“Ich will nicht”, nuschelte Emjana und zupfte an Haleths Hemd herum.
“Wir sehen uns doch auf dem Treffen”, antwortete er und schon Emjana zu Freda.
Die Etikettendame schon die Prinzessin unbarmherzig zurück auf ihr Zimmer.
Glücklich grinsend wandte Haleth sich zu Legolas um und wollte gerade etwas sagen, doch der Elb drehte sich wortlos um und ging.
Verdutzt blickte Haleth ihm nach.
Hatte er etwas falsch gemacht?
Oder was war mit dem Blonden los?
Grübelnd drehte Haleth sich um und ging ebenfalls zu seinem Zimmer.
Er wollte sich auch für das Treffen umziehen.
“Haldir!”, rief Emjana erfreut aus und lief los.
“Prinzessin, wartet!”
Wütend blickte Freda ihr hinter her.
Eine Prinzessin rannte nicht.
Das gehörte sich nicht.
“Eure Tochter hat keine Manieren!”, sagte sie zu Aragorn.
Der König zuckte ertappt zusammen.
Er hatte nicht bemerkt wie Freda sich ihm genähert hatte.
Unsicher blickte er sie an.
Was war denn an Wiedersehensfreude falsch?
“Als zukünftige Königin rennt man nicht einfach los.”
Lächelnd schüttelte Aragorn den Kopf und beobachtete wie Emjana Haldir an sich drückte.
“Es ist mir eine Ehre Euch wiederzusehen, Prinzessin”, sagte Haldir grinsend.
Emjana grinste zurück.
“Wie geht es Galadriel?”, fragte sie mit einem Blick auf das Armband, welches sie einst von der Elbin bekommen hatte.
“Meiner Herrin geht es gut. Leider kann Herrin Galadriel selbst nicht hier sein. Es gibt Dinge in Lothlorien, die keinen Aufschub erdulden.”
“Dinge?”, wiederholte Emjana besorgt.
“Ist in Lothlorien etwas geschehen? Braucht ihr meine Hilfe?”
Haldir lächelte.
“Nein, Prinzessin. Es ist nichts geschehen. Nichts schlimmes und nun führe mich zu meinem ehemaligen Schüler.”
Nach außen hin erweckte Emjana den Eindruck als würde sie ihm glauben, doch sie hatte Furcht in Haldirs Augen gesehen.
Etwas stimmte nicht in Lothlorien.
Emjana würde Haldir ihm Auge behalten.
Die Freude des Wiedersehens zwischen Haldir und Haleth war eben so groß wie bei Emjana und während sich Meister und Schüler mit Worten duellierten, lief Emjana zu Baumbart und begrüßte den Ent freudig.
Als alle Gesandten der Bündnisse Minas Tirith erreicht hatten, setzte man sich zum Essen.
Der Ents wegen hatte man das Festessen draußen angelegt.
Nachdem der größte Hunger und Durst gestillt war, räusperte Aragorn sich und stand auf.
“Ich heiße euch herzlich in Minas Tirith willkommen. Es freut mich, dass ihr alle hier seid und bevor wir nun zu den ernsteren Angelegenheiten kommen, würde ich euch gerne etwas wichtiges und erfreuliches mitteilen.”
Erwartungsvoll blickten die Versammelten den König an.
Nur Haleth und Emjana konnten sich denken, war Aragorn nun sagen würde.
“Ich möchte euch mitteilen, dass meine Tochter heiraten wird. Heute hat Heerführer Haleth um ihre Hand angehalten und meine Tochter hat ja gesagt.”
Freudige Stimmen wurden laut und es wurde laut und lange applaudiert.
Es wurden einige Glückwunsche gerufen und Gimli sprach einen langen und nicht ganz jugendfreien Tost.
“Und nun, beginnen wir mit den ernsteren Themen.”
Von diesem Moment an schaltete Emjana ab.
Im Moment interessierte Emjana sich nicht für die Geschehnisse in Mittelerde.
Haldir würde nichts von den Dingen in Lothlorien erzählen, das wusste sie.
Also konnte sie sich einzig und allein auf Haleth konzentrieren.
Küssend stießen sie die Tür auf.
Sie ließen nicht von einander ab während sie sich aufs Bett fallen ließen.
“Ich liebe dich!”, hauchte Emjana während sie ihm das Hemd auszog.
Haleth antwortete ihr mit einem leidenschaftlichen Kuss.
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