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Geschichte: Fanfiktion
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von FelixFelicis
erstellt: 13.10.2009
letztes Update: 05.09.2010
Geschichte, Drama / P18 Slash
(abgebrochen)
Ich kam gerade mit meiner heißen Begleitung von einer Party, als uns kurz vor meinem ach so geliebten “Zuhause” plötzlich drei Typen anpöbelten.
Einer schien wohl ihr Exfreund zu sein, aus dem sie sich nicht viel machte und der meinte nun sie zurück zu erobern indem er mir die Fresse polierte.
Keine Ahnung wer mein Retter aus dieser tatsächlich etwas brennzlichen Lage war, mit dem ich jetzt hier im Gebüsch stand.
Schweigend warteten wir, bis der Aufseher wieder verschwand, nachdem er sich überzeugt hatte, dass niemand von der Schule in den Vorfall verwickelt war.
Dann packte der Unbekannte mich am Handgelenk und zog mich zu einem Hintereingang des Hauptgebäudes.
“Ich wohn dahinten..” bemerkte ich und spürte, wie mir leicht schwindelig wurde.
“Du kommst erstmal mit.” bestimmte er und schob mich durch die Tür.
Das Adrenalin, das kurz zuvor noch meine Sinne betäubt hatte, wurde nach und nach durch Schmerzen ersetzt.
Als wir die dunkle Treppe hinaufgingen, gab sich mein selbsternannter Schutzengel zu erkennen und ich verschluckte mich an meiner eigenen Spucke, gemischt mit eklig süßem Blut, von dem mir ganz schlecht wurde.
“Lancaster??” platzte es aus mir heraus und ich stolperte beinahe über meine eigenen Füße.
Wie ich diesen arroganten Schnösel hasste.
Umso mehr verwirrte mich, dass er mir geholfen hatte.
“Überrascht?” grinste er.
“Schockiert triffts wohl eher..” murmelte ich vor mich hin, ließ mich aber erstmal weiter mitschleifen.
Für gewöhnlich ging ich ihm und seiner Elite-Clique aus dem Weg, weil ich keinen Bock hatte mich in irgendeiner Form demütigen zu lassen aber ihm jetzt meine Antipathie entgegen zu bringen war wohl auch nicht das Klügste.
Also entschied ich mich erstmal mitzuziehen und abzuwarten, was der von mir wollte.
Mittlerweile befanden wir uns in einem großen, prachtvoll gestalteten Flur, von dem mehrere Türen abgingen.
Ich vermutete, dass hier die ganz reichen Schüler einquartiert waren und ich sollte wohl Recht behalten, denn Lancaster schob mich durch die letzte Tür, hinter der sich ein übertrieben prunkvoller Raum befand, welcher vermutlich sein Zimmer war.
“Setz dich.” forderte er und verschwand in einem anderen Raum.
Ich nutzte die Zeit um sein Zimmer genauer unter die Lupe zu nehmen.
In der Mitte des Raumes stand ein großes Bett mit schwarzer Satinbettwäsche. Das war das erste, was mir auffiel.
Mein Blick wanderte die Wände entlang, nach oben.
Die Decke war kunstvoll verziert und ein kitschiger Kronleuchter machte das Bild von Reichtum perfekt.
Gegenüber von der Eingangstür war eine doppelte Tür mit Glasfenstern die zur Hälfte mit Seidenvorhängen verdeckt war und zu einem Balkon führte.
Das einzig Schöne in diesem Raum, abgesehen von dem Bett, dass ich zu gerne mal testen würde, war der weiße Flügel, der aufgeklappt in der Ecke stand.
“Wow..” entwischte es mir und ich ging langsam darauf zu, strich andächtig über die Tasten, als ich aus meinen Gedanken gerissen wurde.
“Gefällt er dir?” fragte eine Stimme hinter mir und ich drehte mich zu ihm, um seine Frage mit einem kurzen Achselzucken zu beantworten.
Ich wollte ihn nicht beneiden, um nichts. Selbst wenn ich für so einen Flügel töten würde, ich gab mir Mühe so unbeeindruckt zu wirken wie es ging.
“Jetzt setz dich schon.” sagte er und deutete auf einen schwarzen Ledersessel, der wie alles hier unglaublich teuer aussah.
Ihn misstrauisch beäugend, ließ ich mich in die kühle Polsterung sinken.
“Hier, halt dir das ans Auge, das lindert die Schwellung..” sagte er sanft und drückte mir einen Eisbeutel in die Hand.
Erst jetzt verstand ich, warum ich hier war.
Lancaster hatte sich auf die Lehne gesetzt und auf dem Schoß einen kleinen Verbandskasten liegen.
Was hatte der Kerl vor? Warum machte er das, das passte überhaupt nicht zu dem, was alle über ihn erzählten.
William Lancaster tat nichts, woraus er nicht einen Nutzen ziehen konnte.
“Okay, was willst du von mir? Wenn du mich erpressen willst, das kannst du vergessen!!” platzte es aus mir raus und ich schnaufte.
Er lachte daraufhin nur leise und sagte ruhig: “Halt mal still..”
Mit einem feuchten Lappen wischte er in meinem Gesicht rum und war besonders vorsichtig, als er das Blut von meiner aufgeplatzten Lippe tupfte.
“Sieht schlimmer aus als es ist..” beruhigte er mich mit einem sanften Lächeln.
Seine Augen suchten mein Gesicht ab und ich fühlte mich immer unbehaglicher.
Dann fiel sein Blick auf meine Hand.
Die Haut über meinen Knochen war aufgeschürft und blutete. Da sich meine Hand eh total taub anfühlte, war mir das auch noch nicht aufgefallen.
“Zeig mal her..” flüsterte er und nahm vorsichtig meine Hand in seine.
Er drückte vorsichtig auf meinem Handrücken rum. “Tut hier was weh?”
“Bist du Arzt oder was?” fragte ich mit zusammengebissenen Zähnen.
“Scheint nicht gebrochen zu sein..” stelle er fest und kramte dann in seinem Kästchen.
Konnte der eigentlich auch mal eine meiner Fragen beantworten?
Er holte eine kleine Flasche hervor und ein sauberes Tuch, das er mit etwas Flüssigkeit tränkte.
Damit tupfte er über die blutigen Wunden, was sofort einen beißenden Schmerz mit sich zog.
Ich zog scharf Luft durch die Zähne und wollte meine Hand wegziehen, die er aber weiterhin sanft festhielt.
“Tut gleich nicht mehr weh..” beruhigte er mich wieder und zog eine Mullbinde hervor, nachdem er alle Wunden gesäubert hatte.
Während er meine Hand damit einwickelte, fiel mir auf, dass seine Fingernägel perfekt manikürt und schwarz-weiß lackiert waren.
Protzige Silberringe zierten seine für einen Mann ungewöhnlich zierlichen Finger.
“Warum lackierst du dir die Nägel?” fragte ich aus meiner Verwunderung einfach so heraus.
Seine Augen trafen auf meine und ich versuchte darin zu lesen, aber er machte es mir unmöglich seinen Blick zu deuten.
“Ich mach was ich will.” antwortete er mit einem sanften Lächeln.
“Erlaubt dein Vater so was?”
Nun lachte er.
“Mein Vater..” sagte er belustigt, mit einem abwertenden Unterton und das sollte das Einzige bleiben, das er dazu äußerte.
“So, das sollte genügen.” stellte er fest und verstaute die Sachen wieder ordentlich in seiner Kiste.
Er stand auf und verschwand in dem selben Raum, in den er vorhin auch gegangen war.
Ich seufzte leise, lehnte mich zurück und schloss einen Moment die Augen.
Was zur Hölle könnte der Typ von mir wollen?
“Den Eisbeutel kannst du behalten, findest du alleine raus?”
Ich öffnete die Augen wieder und richtete mich auf.
Langsam erhob ich mich aus dem viel zu bequemen Sessel und nickte müde.
Lancaster begleitete mich noch zur Tür, in der er dann stehen blieb.
“Hey..” hielt er mich noch mal zurück und ich sah ihn fragend an.
“Pass besser auf dich auf, es ist auffällig wenn du wie ein überfahrender Hund in den Unterricht kommst, okay? Und kein Wort, zu niemandem!”
Ich schluckte leise, als er mit funkelnden braunen Augen meinen Blick für einen Moment fesselte und ich nickte leicht.
“Gute Nacht..” hauchte er sanft und noch bevor ich reagieren konnte, war seine Tür schon verschlossen.
Hätte ich ihm danken sollen?
Leise schlich ich mich zurück auf den Hof und rüber in das Nebengebäude des Internats, welches nicht mal ein Schatten des Luxus war, den diese Einrichtung verkörperte.
Mein Zimmer war im Erdgeschoss und ich hatte das Fenster offen gelassen, also war es mir ein Leichtes, unbemerkt rein und raus zu kommen.
Ich wollte das Fenster gerade hinter mir schließen, als mein Blick nach oben aufs Hauptgebäude gelenkt wurde.
Mir fiel zum ersten Mal auf, dass ich direkte Sicht auf Lancasters Balkon hatte.
Da er mir immer ziemlich am Arsch vorbei ging und ich auch ungern das prunkvolle Gebäude ansah während ich in diesem Loch lebte, was es vergleichsweise war, hatte ich davon bisher keine Notiz genommen.
Aber jetzt konnte ich ihn sehen.
Er stand an das Gelände gelehnt und rauchte eine Zigarette.
Ich könnte schwören, dass er mich ansah, aber warum?
Verwirrt schloss ich das Fenster und schälte mich aus meinen Klamotten.
Dann ließ ich mich seufzend aufs Bett fallen und rätselte weiter, warum der Kerl mir geholfen haben könnte.
Ich hatte doch nichts, was ihn interessieren könnte.
Wo kam er plötzlich her und warum wusste er, dass ich Hilfe brauchte?
Und warum hat er mich nicht verpfiffen oder zugesehen, wie ich erwischt wurde?
Ich könnte mir vorstellen, dass das für ihn weitaus interessanter war als sich selbst in Gefahr zu bringen.
Ich fasste mir an die Stirn und kniff die Augen zusammen. Scheiße tat das weh… wo war denn der Eisbeutel?
Ich griff nach Besagtem und legte mir den etwas geschrumpften aber immer noch angenehm kühlen Beutel aufs Auge.
Irgendwie war das alles total unwirklich.
Nicht das ich mich geehrt fühlte oder freuen würde, dass ich mir von dem helfen lassen musste.
Nein, ich verstand es nur einfach nicht und trauen wollte ich der ganzen Sache erst recht nicht.
Mittlerweile war auch der letzte Eiswürfel geschmolzen und alles was übrig blieb war das durchtränkte Tuch.
Ich faltete es auseinander und betrachtete es eine Weile.
Es entpuppte sich als Stofftaschentuch, in das kunstvoll “William Lancaster” eingestickt war.
Ich knüllte das Tuch zusammen, bis es ein feuchter Klumpen war und beförderte diesen mit einem geschickten Wurf in meinen Papierkorb.
William Lancaster.. Was willst du von mir?
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oh schon ein review!!! *freu*
würd mich freuen wenn es noch ein paar mehr werden! mich interessiert brennend, was ihr bis hier hin von der story haltet^^
(^_^)/"
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