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Die Vermessung des Himmels
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von Jiu    erstellt: 08.10.2009    letztes Update: 08.10.2009    Allgemein / P6    (fertiggestellt) 3 Reviews
Die Vermessung des Himmels

In einem Tal, das ringsum von gewaltigen Bergen umschlossen wurde, die zuweilen den Himmel berührten, lag ein kleines Dorf, dessen Zeit stehen geblieben zu sein schien. Beschützt von den Bergen hatte sich zwischen den strohbedeckten Häusern der Siedlung eine ruhige Idylle bewahrt, fern jeder Hektik der Großstädte. Ein einzelner, schmaler Pfad führte in dieses Dorf hinein und wieder hinaus, doch nur selten passierte jemand den Weg, denn kaum einer wusste von dem kleinen Dorf und seinen Bewohnern. Die Dörfler wiederum scherten sich nicht um die Welt, die vor den Bergen lag, sondern erfreuten sich an ihrem einfachen, beschaulichen Leben und an der Behaglichkeit, die bereits ihre Väter und davor deren Väter genossen hatten.

Zuweilen kam es aber vor, dass einer der jungen, heranwachsenden Menschen mehr erstrebte als das Dorf und die es umschließenden Berge. Diese wurden Aufrührer geschimpft, Umstürzler und Tunichtgute, die nicht wüssten, was gut für sie sei. Auch in dem Sommer, der den Menschen noch lange Zeit als einer der seit vielen Jahren wärmsten im Gedächtnis bleiben sollte, hatte sich ein junges Mädchen dazu entschlossen, das Dorf zu verlassen. Sie war die Tochter des Bäckers und strebte vor allen anderen nach Unabhängigkeit. Einige Zeit versuchte sie noch, ihre Gefühle zu verbergen und zu leben, wie es all die anderen auch taten, doch einen Abends – ohne, dass etwas besonderes vorgefallen wäre – eröffnete sie ihrem Vater, dass sie daran dachte, das Dorf und das Tal hinter sich zu lassen und in der Fremde ihr Glück zu suchen. Ihr Vater hingegen war nicht begeistert von den Vorstellungen und Plänen seiner einzigen Tochter und so war ihr Gespräch immer hitziger geworden, bis es in einem handfesten Streit endete. Der Bäcker, unfähig sich mit der so plötzlich gemachten Offenbarung seines Kindes zu arrangieren, wollte nicht zuhören und schon gar nicht die Beweggründe verstehen. Seine Tochter wiederum konnte sich in die Empfindungen ihres Vaters nicht hineinversetzen und zeigte keinerlei Verständnis für seine Trauer. Sie hatten sich schließlich so heftig angeschrien, dass die Nachbarn bereits neugierig die Köpfe aus den Fenstern streckten, um zu sehen, was da drüben bei der Bäckersfamilie vor sich ging. Doch nach einigen Augenblicken war das Donnerwetter auch schon wieder vorüber, das junge Mädchen verließ wutschnaubend das Haus und ließ ihren Vater zurück und als nichts weiter zu passieren schien, gingen auch die Nachbarn wieder ihren allabendlichen Gewohnheiten nach.

Doch ganz so friedlich, wie es den Anschein hatte, war es nicht. Als seine Tochter das Haus verlassen hatte, war der Vater noch eine Weile am Küchentisch sitzen geblieben, hatte seinen vom wütenden Schreien schmerzenden Kopf in die Handflächen gestützt und versucht, wieder zur Ruhe zu kommen. Aber es fiel ihm schwer, die ihm Zorn ausgesprochenen Worte zu vergessen. Die Angst, die ihn zuvor dazu gebracht hatte, all seine Emotionen nach außen zu tragen, schnürte ihm nun die Kehle zu und ließ sein Herz rasen, als sei es ein bockiges Pferd. Gleichwohl waren seine Gedanken klar wie schon lange nicht mehr. Er wusste, was er zu tun hatte, kannte die Worte, die er zu seiner Tochter sagen musste und war doch kaum fähig, das Zittern seiner Hände zu verbergen. Wie sollte er es in diesem Zustand dann schaffen, sein Kind loszulassen?

Er presste seine Hände dichter gegen die Augen, bis bunte Punkte hinter seinen Lidern zu tanzen begannen, sog die warme Küchenluft in seine Lungen und ließ sie zischend entweichen. Und dann, von einem Augenblick zum anderen, stand er auf, nahm trotz der draußen immer noch drückenden Hitze seine Jacke vom Haken im Flur und ging hinaus. Langsam zog er die Haustür hinter sich zu, bis er das leise Klicken des Schlosses hören konnte, sah sich kurz suchend im nun rasch heraufziehenden Dämmerlicht um und folgte schließlich dem mit kleinen Steinen bedeckten Weg, der in Richtung des Talausganges führte. Seine Tochter hatte es seit jeher zu dem Pass gezogen, der hinaus in die Welt führte, es war wohl heute kaum anders.

Und seine Vermutung sollte ihn nicht täuschen: Auf der sanft abfallenden Wiese, die hinauf zu der schmalen Bergstraße führte, fand er auch seine Tochter. Sie lag im Gras, die Arme weit von sich gestreckt und sah hinauf in den sich immer schneller verdunkelnden Himmel. Er verließ den Weg, überwand die wenigen Schritte, die ihn noch von seiner Tochter trennten und setzte sich neben sie. Einen Moment lang ruhte sein Blick auf ihren glatten Gesichtszügen, doch jäh drehte sie sich herum und kehrte ihm den Rücken zu. Der Vater runzelte die Stirn über ihr abweisendes Verhalten, doch er sagte nichts dazu, sondern legte sich nach einigen Augenblicken ebenfalls zurück und starrte zu dem Ausschnitt des Himmels hinauf, der nicht hinter dem aufragenden Bergmassiv verborgen lag. Einige vereinzelte Sterne funkelten bereits zu ihnen herunter, doch er sah sie kaum, denn die ganze Zeit überlegte er fieberhaft, was er nur sagen sollte. Schließlich fragte er geradeheraus: „Warum willst du fort von hier? Was fehlt dir so sehr, dass du sogar bereit bist, all die kleinen Gewohnheiten gegen ein Leben voller Ungewissheit zu tauschen?“ Er drehte den Kopf in die Richtung seiner Tochter, betrachtete ihren schmalen Rücken und hörte schließlich ihre leise Stimme, die ihm Antwort gab. „Ich will mehr als das.“ Sie sprach die Worte, als würden sie ihr körperlichen Schmerz bereiten. „Es gibt noch so viel, was ich sehen möchte. Die Städte, in denen die Häuser höher gebaut sind, als Vögel fliegen können. Die Weite des Meeres. Die Menschen. All das will ich mit meinen eigenen Augen sehen.“ Sie stockte kurz und fügte dann hinzu: „Ich will selbst herausfinden, wie weit der Himmel ist. Es reicht mir nicht, es nur vom Hörensagen zu kennen. Ich will es mit meinen eigenen Augen sehen.“

Die Gesichtszüge des Vaters wurden bei diesen Worten hart und er entgegnete heftig: „Aber die Welt ist nicht so, wie du sie dir vorstellst! Sie ist unfreundlich und ihre Bewohner rücksichtslos, ruppig und bösartig. Vieles in ihr ist abstoßend laut, dreckig und grau.“

Seine Tochter drehte sich zu ihm herum und sah ihn an, doch er konnte ihrem Blick nicht standhalten und wich ihm aus. „Aber ich will, dass die Welt meine Stimme hört“, beharrte sie. „Es gibt noch so viel mehr, was ich zu sagen habe.“ Sie hielt inne und schien zu überlegen, wie sie sich erklären sollte. Schließlich setzte sie zögernd hinzu: „Aber wenn ich hier bleibe, wird man meine Stimme niemals hören. Dann verschwinde ich. Wie ein Traum, der nie geträumt wurde.“

Der Vater sah, dass sich ihr Blick auf die Berge heftete, die die freie Sicht auf den mittlerweile nachtschwarzen und sternübersäten Himmel nicht zuließen. Schließlich murmelte sie leise: „Unsere kleine Welt engt mich ein. Ich kann kaum atmen, so sehr erstickt sie mich. Und ich habe das entsetzliche Gefühl, mich zu verlieren.“

Ihr Vater spürte bei ihren Worten einen solchen Schmerz im Herzen, dass er befürchtete, es würde auseinanderbrechen und es war ihm beinahe, als fielen die Worte seiner Tochter einfach durch sie hindurch, suchten nach dem Grund ihrer eigenen Traurigkeit und konnten ihn doch nicht finden. Und das alles nur, weil er selbst so schwach war und nicht die Kraft fand, sie gehen zu lassen. Leise seufzend richtete er sich auf und starrte angestrengt in die Dunkelheit hinein, als erwarte er, dort mehr zu sehen als Schatten und Finsternis. Er seufzte ein weiteres Mal, als er seinen Entschluss gefasst hatte. Mit brüchiger Stimme begann er zu erzählen, eine Geschichte, die er weder seiner Tochter noch einem anderen Menschen jemals erzählt hatte.

„Als deine Mutter starb, fing ich an zu träumen. Den gleichen Traum, immerzu. Ich träumte, sie sei wieder da, wieder bei mir und wir drei wären eine ganz normale Familie. Doch jedes Mal wachte ich auf und wusste, dass alles nur ein Traum war, denn meine Arme schmerzten vor Einsamkeit. Ich hatte sie verloren und alles, was mir blieb, war dieser eine Traum und die Erinnerung daran, einmal glücklich gewesen zu sein.“ Er hielt inne und fing den Blick seiner Tochter auf, der ihm tausend Fragen zu stellen schien. Aber er schüttelte nur sacht den Kopf, um sie daran zu hindern, sie auch tatsächlich laut auszusprechen, und fuhr fort: „Doch unverständlicherweise wurde es mit der Zeit leichter. Leichter zu ertragen, dass sie nicht mehr da war, nicht mehr so, wie ich es gewohnt war. Und ich merkte: Da ist immer noch jemand, der dich braucht, der auf deinen Schutz und deine Hilfe angewiesen ist.“

„Das war ich“, vermutete seine Tochter neben ihm und er nickte. „Ja, das warst du. Meine kleine Tochter, die so hilflos, so winzig war. Und ich begann, all meine Energie auf dich zu richten. Ich wollte, dass es dir gut geht und du glücklich bist.“ Er legte seinen Kopf in den Nacken und starrte zu den Sternen hinauf. „Dass man seine Kinder liebt, wusste ich. Allerdings wusste ich nicht, wie tief diese Liebe geht.“ Ohne hinzusehen griff er nach der zierlichen Hand seiner Tochter und umschloss sie mit seinen im Gegensatz dazu grobschlächtig wirkenden Pranken. „Das Leben mit dir war wie aus einem Märchenbuch, einem Buch, das ich nie aus der Hand legen wollte. Jedes noch so kleine Lächeln von dir war wie eine neue Seite, die ich aufschlug und in die ich mich vertiefen konnte, sie entdecken, sie berühren.“ Er drückte ihre Finger. „Sich daran erinnern.“ Er schluckte schwer und konnte nur mit Mühe hinzufügen: „Ich liebte mein Märchenbuch. Denn zum ersten Mal seit langer Zeit fühlte ich mich nicht einsam.“

Schweigen legte sich über sie. Der Vater sah immer noch hinauf zu den Sternen und wartete darauf, dass seine Tochter etwas erwidern würde. Doch er musste sich in Geduld üben, denn sie brauchte lange, ehe sie die Kraft fand, nach dieser Ehrlichkeit erneut ihre Stimme zu heben. Endlich fragte sie: „Bist du enttäuscht von mir?“ Sie richtete sich auf. „Weil ich so undankbar bin und gehen will?“ Er schüttelte den Kopf. „Nein. Die Liebe von Eltern flackert nicht so unstet wie eine Kerzenflamme im Windhauch.“ Ohne hinzusehen wusste er, dass seine Tochter empört den Mund öffnete, um etwas zu entgegnen, doch er hob beschwichtigend die Hände und setzte hinzu: „Ich weiß, was du sagen willst. Du glaubst, die Liebe der Kinder zu ihren Eltern ist genauso dauerhaft, aber du irrst. Kinder können ihre Eltern verlassen, einfach so.“ Er schnippte einmal kurz mit den Fingern. „Die Liebe der Eltern hingegen bleibt beständig, und wird sie auch einmal rücksichtslos niedergerissen und zu Boden getrampelt, so erhebt sie sich auch immer wieder. Sie vergeht nicht.“

Er spürte, dass ihn seine Tochter ansah, hörte das leise Geräusch, mit dem sie Atem holte und schließlich murmelte: „Und obwohl du mich so sehr liebst, willst du mich nicht gehen lasen.“ Es war keine Frage, sondern eine nüchterne Feststellung. Er ließ den Kopf sinken und sah sie wieder an. „Natürlich nicht. Du bist mein Kind, wie könnte ich dich so einfach loslassen?“ Er gab ihre Hand wieder frei und legte sich in das weiche Gras zurück. „Aber mit jedem Tag, der verstreicht, jedes Jahr, das ins Land zieht, wirst du selbständiger und mir wird bewusst, dass du mich eines Tages verlässt und von hier fortgehst. Ich wusste es schon immer.“

„Ach ja? Woher denn?“, wandte seine Tochter ein. „Es verlässt doch kaum jemand das Dorf.“ Es schien sie zu überraschen, als der Vater zu lachen begann. „Ich kenne dich.“ Er sagte es, als ob dies all ihre Fragen beantworten würde. Verunsichert runzelte das Mädchen die Stirn, doch als der Vater nichts weiter sagte, legte sie sich ebenfalls zurück und starrte in den Himmel hinauf. Sie bemerkte nicht, wie er sie aus den Augenwinkeln beobachtete und konnte nicht wissen, was ihm durch den Kopf ging. Denn im Stillen dachte er mit einem Anflug von Wehmut, dass sein Kind tatsächlich schon viel zu erwachsen war, um noch länger von ihm abhängig sein zu müssen. Er seufzte leise, während er das kalte Sternenlicht beobachtete, das sich in den Augen seiner Tochter spiegelte, wurde aber mit einem Male von einem blassen Strahl Helligkeit abgelenkt. Er wandte den Blick wieder hinauf in den tiefschwarzen Himmel und sah sich nicht getäuscht: Hoch über ihnen stoben Sternschnuppen über den Himmel, waren jedoch zu schnell verschwunden, als dass er seinen tiefsten, innigsten Wunsch dreimal hätte wiederholen können, damit er zur Wirklichkeit wurde. Der Vater begann zu lächeln, traurig und hilflos. „Nichts dauert ewig, nicht wahr?“ Er sah zu seiner Tochter hinüber, die ihm ihr Gesicht zuwandte. „Ich muss mich wohl damit abfinden und stillschweigend hinnehmen, dass du mich verlassen wirst.“

Seine Tochter schnaubte entrüstet, als habe ihr Vater gerade etwas äußerst Dummes gesagt. „Papa“, sagte sie und ihre Stimme verriet, wie sehr seine Worte sie kränkten, „du wirst immer der Maßstab für die Menschen sein, denen ich begegne. Und wenn ich vor einer wichtigen Entscheidung stehe, werde ich denken ‚Was würde mein Vater sagen?‘“

„Du nimmst mich also mit, wohin du auch gehst?“, brummte der Vater. Seine Tochter lachte kurz auf. „Natürlich.“

„Und du kommst zurück zu mir?“

„Natürlich.“

Der Vater schwieg für den Moment und sah wieder hinauf zu den Sternen. Seine Tochter tat es ihm gleich und gemeinsam konnten sie sehen, wie hoch über ihnen eine einzelne, letzte Sternschnuppe über den Himmel jagte. Schwebend, tanzend, taumelnd. Irgendwo hinter den Bergen verschwand sie.

„Hast du die Sternschnuppe gesehen?“, fragte der Vater. Seine Tochter nickte. „Finde diese Sternschnuppe und dann frage sie, wie weit der Himmel ist.“ Als er das Gesicht seinem Kind zuwandte, sah er die Verblüffung, die in ihren Zügen lag, dann die Freude. „Meinst du das ehrlich? Du lässt mich gehen?“, vergewisserte sie sich.

„Ja. Miss für mich den Himmel aus. Und dann kehre hierher zurück und erzähle mir, wie groß er ist.“ Er beugte sich zu ihr hinüber und küsste ihre Stirn, drückte seinen rauen Lippen auf ihre Augenlider und erhob sich schließlich mit einiger Mühe. Einen Augenblick lang stand er still, als würde er lauschen, dann streckte er sich und sagte: „Es ist eine gute Nacht, die Dinge loszulassen, die man besitzt.“ Er drehte sich herum, lief einige Schritte und blieb dann erneut stehen. Mit einer fahrigen Bewegung strich er sich über das unrasierte Kinn, überlegte kurz und murmelte dann, wohl mehr zu sich selbst als zu seiner Tochter: „Es ist wirklich eine gute Nacht, loszulassen. Ich werde unseren Nachbarn sagen, dass sie den geliehenen Spiegel behalten können.“ Dann ging er zurück in Richtung des Dorfes und während er lief, pfiff er leise eine lustige Melodie.


~oOo~





Hallo liebe Leser,

wie hat es euch gefallen? (Hilfe, ich falle wie immer mit der Tür ins Haus.) Dies ist seit vielen Monaten das erste Geschriebene, das ich frei zugänglich mache. Irgendwie mache ich damit eine Art Selbsttherapie und hoffe inständig, dass sie mir hilft.

Aber fangen wir von vorne an. Ich schreibe eigentlich an einer längeren Geschichte, doch schon seit geschlagenen zehn Monaten kann ich nicht mehr. Es geht einfach nicht und ich weiß nicht, warum. Ich weiß, was als nächstes in der Geschichte passieren soll, weiß, wohin ich will. Große Teile der gesamten Storyline sind bereits ausgearbeitet und warten im Prinzip nur darauf, niedergeschrieben zu werden. Und da fangen die Probleme an. Ich habe Angst davor, es wirklich zu schreiben. Weshalb, weiß der Geier, ich leider nicht.

Die Vermessung des Himmels entstand dann aber nicht konsequenterweise aus dem Wunsch, mich langsam wieder an das Schreiben heranzutasten, sondern aus einem viel banaleren Grund: Ich habe im vergangenen Semester ein Schreibpraxis-Seminar belegt, nicht all zu viel dabei gelernt und als Abschlussarbeit diese Geschichte geschrieben. Als ich sie mir zwei Monate später erneut durchlas, fand ich sie zwar unzumutbar, aber das ist für meine Verhältnisse nicht wirklich etwas Neues. Also dachte ich mir, ich könnte sie ein wenig umschreiben und wenn ich das dann für gut genug befinde, sogar „veröffentlichen“. Wie man sieht, ich befand es für gut genug, obwohl ich im Vergleich zu der ersten Version gar nicht so furchtbar viel verändert habe. (Was einmal mehr ein Beweis dafür ist, dass sich meine Meinung – zumindest was meine eigene Arbeit angeht – von jetzt auf gleich ändern kann. Und das immerzu.)

Das also zum Hintergrund dieser Geschichte. Ich mag übrigens den Titel unglaublich gern. Ich habe immer Schwierigkeiten, originelle Titel für Kapitel und Geschichten insgesamt zu finden, daher bin ich besonders stolz. Und zu meiner Freude ist er sogar auf meinem Mist gewachsen. Die Sache mit dem Märchenbuch leider nicht. Dieser ganze Aspekt stammt aus der Serie „Emergency Room“. Ich fand ihn so schön und passend, dass ich ihn unverschämterweise übernommen habe. Man möge mich dafür nicht auspeitschen.

In diesem Sinne auf denn.
Jiu
 
 
   
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