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Kapitel 1: Der Racheakt
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von Hannah12    erstellt: 08.10.2009    letztes Update: 08.10.2009    Allgemein / P16     3 Reviews
Kapitel 1: Der Racheakt

Gleißendes Sonnenlicht strömte durch das geöffnete Fenster hinein und erwärmte das Bett auf dem ich immer noch lag.
Das weiße Bettlaken um mich geschlungen erwachte ich aus tiefen Träumen und lächelte böse vor mich hin.
Mein Plan hatte funktioniert, es wird die Beiden auf die Palme bringen. Ich war ja so gut, endlich hatte ich ihnen heimgezahlt, was sie mir angetan hatten.
Triumphierend erhob ich mich, schenkte meinem Spiegelbild im Fenster ein fieses Lachen und begann die Briefe, die alles um 180° verändern würden, zu schreiben.

Lieber Justin,
Was heute Nacht geschah war wunderbar, du weißt gar nicht, was du verpasst hast.
Du hast das bekommen, was du verdienst. Und glaube nicht, dass du mich noch einmal wiedersehen wirst, damit du mir deine `Meinung` dazu sagen, mich anschreien, mich verprügeln kannst.
Nein, nun, da ich mein Ziel, euch zu Grunde zu richten, erreicht habe, werde ich meinen eigentlichen Traum verwirklichen und mich absetzen.
Warum ich dir das erzähle??
Damit du nicht Joe die Schuld daran gibst, nicht glaubst dein Manager hätte mich entführt.
Und damit du weißt, wen du nun zu verfluchen hast, nicht mehr den `bösen Gott, der es ja nur auf dich abgesehen hat`. Nein, sondern mich.
Mit den allerhässlichsten Grüßen
Deine Exfreundin Rachel Madeleine `Maddy` Corry Doshwood


Um noch einen drauf zu setzen, machte ich roten Lippenstift auf meinen Mund und küsste die untere, rechte Ecke aus Provokation.
Immer noch böse lächelnd verschloss ich den Brief und tastete nach dem nächsten Blatt.

Lieber Kevin,
Du hast mir keine Wahl gelassen, du hast es nicht anders verdient.
Kommen dir diese Worte nicht bekannt vor?? Du hast sie oft genug zu mir gesagt, als du anfingst denselben Weg zu gehen, den auch Vater gegangen war.
Ihr Beide seid falsch abgebogen und nie mehr zurückgekehrt, nun habt ihr die Strafe dafür bekommen.
Versuche gar nicht erst mich zu finden, du wirst es so wie so nicht schaffen.
Du hast dir dein Schicksal selbst ausgesucht, also gib nicht Joe, Mutter oder Vater die Schuld, nur mir.
Also indirekt auch dir, denn du hast mich zu diesen Taten getrieben.
Ich verspreche dir, dass du mich niemals wiedersehen wirst, dass du aber immer an mich denken wirst und dass du wahrscheinlich niemals aufhören wirst mich zu hassen. Da haben wir eben eine Gemeinsamkeit, Brüderchen.
Mit den allerhässlichsten Grüßen
Deine Schwester Rachel Madeleine `Maddy` Corry Doshwood


Auch bei diesem Brief an mein `liebes` Brüderchen setzte ich einen Kussmund unter die Zeilen.
Es fehlte nur noch Einer, dann konnte ich endlich aus diesem Leben, dieser Stadt weg.

Lieber Joe,
Danke, für deine Hilfe, auch, wenn ich sagen muss, dass du echt schlecht im Bett bist.
Ich habe das nur getan, weil du für mich die Drecksarbeit machen solltest, für die ich sicher Wochen gebraucht hätte.
Aber, damit du dich nicht ganz so ausgenutzt fühlst, habe ich hier einen kleinen Geldbetrag für dich, Viel Spaß.
Gruß
Rachel Madeleine `Maddy` Corry Doshwood


Ich packte 100 Dollar mit in den Umschlag und legte alle Drei sorgfältig auf die Kommode.
Joe würde sie als Erster finden und so konnten ihm Justin und Kevin das Geld nicht wegnehmen.
Daneben legte ich eine tote Ratte, die ich mit einem scharfen Messer durchstach.
Die tote Ratte stellte unbändiges Verlangen dar, im Zusammenhang mit dem Messer ein unbändiges Verlangen jemanden zu töten. Die Briefe sollten sagen, dass ich diesem Verlangen nicht nachgab, immerhin hatte ich einen gesunden Menschenverstand im Gegensatz zu den Drei `Freunden`.
Zufrieden stand ich auf und sammelte meine Klamotten ein und verlies das Apartment, in dem Joe, Kevin und Justin lebten. Wissend, dass in zwei Stunden, wenn ich schon auf dem Weg nach Los Angeles sein würde, die Drei zornentbrannt mit Polizei und ihren Gangsterkollegen hinter mir her sein, mich vielleicht sogar finden, foltern und umbringen würden, es war mir egal. Ich hatte das vollbracht, was ich mein ganzes Leben lang schon vorhatte. Zum ersten Mal seit vielen Jahren verspürte ich so etwas wie Zufriedenheit, Genugtuung, Freude.
 
 
   
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