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Geschichte: Fanfiktion
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von Miss Ooh La
erstellt: 02.10.2009
letztes Update: 22.04.2010
Geschichte, Romanze / P16
(abgebrochen)
Meine Mutter.
Wie jeden Morgen rief sie nach mir, weil mein großer Bruder mal wieder nicht früh genug in die Schule kommen konnte. Nicht das er des Unterrichts wegen so scharf drauf war, nein, es war wohl eher seine ‚super heiße‘ Freundin, die wie immer ‚sehnlichst‘ auf ihn warten würde.
„Lilly, mach schon!“ rief nun seine tiefe Stimme nach mir, während ich mir meine Tasche über die Schulter warf und die Treppe hinab stieg.
„Chill.“ Sagte ich nur und ging an ihm vorbei, zog schnell meine Chucks an und nahm meine Jacke von der Garderobe.
„Du kannst morgen mal ganz gechillt zur Schule laufen Schwesterchen.“ Maulte er mich an, während er demonstrativ mit dem Autoschlüssel klimpernd an mir vorbei zu seinem Auto lief.
Er hatte es zum 18. Geburtstag bekommen. Sowieso bekam er so ziemlich alles in den Hintern geschoben, war es sein Führerschein, das Auto oder Geld im Ganzen, ich hingegen musste immer betteln, und das um jeden Cent.
Ja, es war schon unfair die kleine Schwester zu sein. Jedenfalls in unserer Familie.
„Jetzt komm schon.“ Hörte ich es von draußen hinein schallen, während ich mich von meiner Mutter verabschiedete.
„Komm nicht zu spät Jane!“ hörte ich nur noch, als ich die Tür hinter mir zuzog und nun endlich den Weg ins Auto antrat.
Mum nannte mich immer wie sie wollte.
Wenn ich etwas angestellt hatte, oder sie irgendwie sauer war, kam mein voller Name zum Einsatz. Wollte sie mir Vorschriften machen, die alltäglich sind, hieß ich nur Jane oder Lilian.
Hatte sie einen guten Tag, hieß ich schlicht weg Lilly. So nannten mich auch meine Freunde. Und mein Bruder, meistens zumindest.
Andi fuhr aus der Ausfahrt, und 15 Minuten später kamen wir am Gymnasium in Wolmirstedt an, in dem schon reges Getümmel herrschte. Wir kamen meistens erst kurz vorm Klingeln an, auch wenn Andi noch so früh los wollte. Ich hielt ihn halt doch jedes Mal auf’s Neue auf. Die Drohung, dass ich laufen sollte, kratzte mich nicht im Geringsten, denn mein Bruder wusste genau, dass er dann unseren Vater am Hals haben würde, der stand nämlich meistens eher zu mir, seiner kleinen Tochter, wie er mich nannte.
Als ich die Schule betrat, lief ich zielgerichtet auf den Stammplatz meiner besten Freundin und mir zu. Sie saß bereits dort und schaute in einen ihrer Hefter.
„Morgen Sue.“ Lächelte ich sie an und gab ihr ein Küsschen auf die Wange.
„Hi Lil.“ Seufzte sie.
„Was ist los?“
„Mathe, was sonst.“ Sie klang verzweifelt.
„Ach, das ist doch gar nicht so schwer…“ meinte ich und erklärte ihr nochmal die Aufgabe vom vorigen Tag, die sie wirklich nicht so gut verstanden hatte. Doch als es zum Unterricht klingelte, kam sie schon viel besser damit klar.
„Danke, ohne dich würd ich echt untergehen hier.“ Lachte sie und umarmte mich kurz.
„Ja, stimmt wohl… Aber ich denke, das gleicht sich relativ aus.“ Stimmte ich in ihr Lachen mit ein.
„Na los.“ Meinte sie und wir machten uns auf den Weg zum Klassenzimmer, indem wir unsere erste Stunde haben sollten.
„Übrigens… Tom hat vorhin nach dir gefragt, kurz bevor du gekommen bist.“
Ich fiel wie aus allen Wolken.
„Tom? Tom Kaulitz? Was wollte der denn?“
Ich mochte ihn nicht, absolut nicht. Tom war der beste Freund meines Bruders, zumindest einer seiner besten Freunde. Der zweite war Bill, Toms Zwillingsbruder, und sie hingen Tag für Tag aufeinander, oft auch bei uns zuhause.
Und immer wenn sie bei uns waren, ging gerade Tom mir auf die Nerven. Seit nunmehr 2 Jahren versuchte er sein Bestes, mich rum zu kriegen.
Zwischendurch hatte er immer wieder andere Mädels gehabt, ein Grund mehr für mich, nichts mit ihm anzufangen, auch wenn er noch so gut aussah mit seinen neuerdings schwarzen Cornrows.
Bislang hatte er seine bis dato noch Straßenköter blonden Haare als Dreadlocks getragen. Es war ein Schock für mich gewesen, als er mit seiner neuen Frisur vor mir stand.
Aber nun hatte ich mich dran gewöhnt, und ich fand’s schade, dass er seinen Charakter nicht gleich mit gewandelt hatte.
„Weiß nicht, er hat nur gesagt, dass er sich wohl bei dir meldet oder so.“
„Ohja, sein MELDEN kenn ich.“ Murrte ich.
„Wieso lässt du dich eigentlich nicht einfach auf ihn ein? Fast jede hier auf der Schule würde sich drum reißen, und du lässt ihn jedes Mal wieder kalt abblitzen. Ich versteh’s nicht, und schlecht aussehen tut er auch nicht.“
„Ich schenk ihn dir.“ Sagte ich nur kurz und knapp und ließ mich im Raum auf meinem Platz nieder, Sue saß neben mir, natürlich.
„Aber mal ehrlich…“ Sue hatte sich zu mir rüber gebeugt „ Du kannst mir nicht erzählen, dass du nicht auch ein ganz kleines bisschen auf ihn stehst. Das sehe ich dir an.“ Grinste sie süffisant und siegessicher.
Doch ich machte ihr einen Strich durch die Rechnung. „Wie gesagt, ich schenk ihn dir. Oder frag ihn doch einfach mal, für ‚nen Quikie ist er doch immer zu haben.“
„Was..?“ sah sie mich geschockt an.
„Okay, das ging jetzt vielleicht …“ Doch in dem Moment als ich meinen vorherigen Satz bereute, hatte Sue den Platz gewechselt, und saß eine Bank weiter vorne, die frei war.
„Sue!“ sagte ich ruhig „Es tut mir leid, das war nicht so gemeint.“
„Tzz.“ Hörte ich nur und hoffte, dass sie nach der Stunde schon wieder ganz die alte war.
Plötzlich ging ein Raunen durch die Klasse. Ich dachte, ein unbeliebter Lehrer ‚beehrte‘ uns, aber das Raunen schlug in das aufgeregte Getuschel mancher Mädchen um.
Ja, sie waren alle noch nicht so ganz erwachsen, trotz ihrer 16 Jahre.
Der auftauchende Schatten auf meinem Tisch verriet mir, dass jemand vor mir stand, und ich hob meinen Blick, um die Person auszumachen.
Vor mir stand niemand geringeres als Tom, der mich wie immer mit seinem Macho grinsen ansah.
„Hi.“ Kam es von ihm freundlich, oder eher schleimerisch nett.
„Was willst du?“ zischte ich.
„Dich, heute Nachmittag, um 3 im Stammcafe.“
Ein desinteressiertes „Aha“ meinerseits folgte diesem. Was dachte er, wer er war, dass er einfach so über mich bestimmte?
„Das nehm ich als ein ‚Ja‘ hin?“ grinste er schon wieder.
Abscheulich.
„Nein.“
„Nein?“
„Ja, also nein, also…“ stotterte ich. Er brachte mich völlig aus dem Konzept mit seiner Fragerei.
Wie ich dieses Grinsen hasste.
„Also doch.“ Sagte er mit einem siegessicheren Lächeln und drückte mir einen Kuss auf die Wange, den ich kurz darauf mit meiner Hand angewidert weg zu wischen versuchte.
„Nein, und jetzt verzieh dich.“
„Du wirst da sein, das weiß ich Süße.“
Wenn er sich da mal nicht täuschte…
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Kommis? (:
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