Geschichte: Fanfiktion / Bücher / Bis(s) / Litha
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von summer89    erstellt: 23.09.2009    letztes Update: 16.02.2012    Geschichte, Drama / P16    (pausiert)
Gehasst zu werden, war etwas mit dem man im Laufe der Zeit leben konnte, wenn auch nur langsam und beschwerlich. Aber wenn man nicht malwusste warum einen die Leute ansahen, als hätte man Gott weiß wie viele Menschen auf dem Gewissen -  wenn sie vor einem über einen redeten als wäre man Luft, dann war das etwas völlig anderes. Es war schmerzhafter und unerträglicher – es war als würde dir jemand das Herz aus der Brust reissen uns es mit einem stumpfen Messer zu winzigen kleinen Scheibchen verarbeiten.
Damals als ich noch ein kleines Kind war, gerade mal 5 Jahre alt, wusste ich nicht warum niemand mit spielen durfte und ich ständig alleine war. Und obwohl ich nicht verstand, was sie meinten, als sie mich als Ausgeburt des Teufels bezeichneten, machte es mir Angst und mir wurde bewusst das es an mir liegen musste. Schluchzend war ich in den tiefsten Wald gelaufen und hatte im Schatten der Bäume gebetet und gehofft, dass es irgendwo jemanden wie mich gab und das dieser Jemand mich bald von hier weg holen würde. Bis heute war niemand gekommen.

Ich war Vollwaise und über meine Eltern wusste ich nicht viel, nur das meine Mutter bei meiner Geburt gestorben war. Über meinen Vater hörte ich nur schlechtes, sie nannten ihn, genau wie mich, eine Ausgeburt des Todes und so nahm ich an, dass ich meinem Vater ähnlich sein musste. Selbst Quinny hielt sich bedeckt, obwohl sie sonst immer die beste Quelle für alte Geschichten war. Quinny war die Stammesälteste der Quileute und wohl einer der beiden Gründe warum ich meinem Leben bisher noch kein Ende gesetzt hatte. Sie hatte mich großgezogen und mir mehr als einmal mit folgenden Worten Trost zugesprochen. „Litha, du bist etwas ganz besonders und irgendwann werden die anderen das auch sehen und respektieren – du musst Gedult haben, sie haben zwar Augen, aber damit sehen sie nur das, was sie sehen wollen  Die Zeit wird deinen Schmerz lindern, glaub mir irgendwann wirst du verstehen.

Zumindest in einem hatte Quinny Recht behalten, mit dem Älterwerden wurde es auch leichter mit der ständigen Verachtung zu leben. Möglicherweise lag das auch einfach nur an dem zweiten Grund, warum ich mich nicht von der nächsten besten Klippe zu Tode gestürzt hatte. Jacob Black. Ich weiß nicht mehr genau wann er angefangen hat sich für mich zu interessieren, aber ich noch das es einer der schönsten Tage meines bisherigen Lebens war, als wir gemeinsam den alten Fiat in unserer Garage wieder gangbar
gemacht hatten. .Von diesem Tag an, konnte nichts und niemand uns mehr trennen. Wir verbrachten jede freie Sekunde miteinander und keinen interessierte es, das bereits das ganze Dorf zu tratschen begonnen hatte. Es steigerte mein Selbstbewusstsein enorm, dass ich ausgerechnet Jacob Black meinen Freund nennen durfte. Alles schien so perfekt und ich hätte mir nicht träumen lassen, dass ich das ganze von heute auf morgen anzweifeln würde…
 
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