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Geschichte: Fanfiktion
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von Lia Huddy
erstellt: 15.09.2009
letztes Update: 11.10.2009
Geschichte, Romanze / P16
(fertiggestellt)
Und weiter geht’s mit dem dritten Teil!
Cold feet
Als House aus dem Badezimmer trat, hatte Cuddy bereits das Licht ausgemacht und lag mit dem Rücken zu House’ Betthälfte. Sie ärgerte sich über sich selbst. Wieso musste sie genau heute so ein Gespräch mit ihm beginnen? Sie hätte wissen müssen wie sehr sie das alles noch zusätzlich aufwühlen würde.
House lehnte seinen Stock an die Wand, lies sich dann auf die linke Betthälfte sinken und zog die Decke bis zu seinen Hüften. Wieso hatte er sich von ihr überhaupt überreden lassen mitzukommen? Wieso war er nicht einfach Zuhause geblieben? Er hätte einen schönen Abend mit „Jack Daniels“ und „Bourbon“ verbringen können, doch trotzdem war er mitgekommen. Wieso?
Vielleicht weil er auf eine solche Situation gehofft hatte? Er und sie in einem Zimmer. In einem Bett. Er wollte in ihrer Nähe sein, doch gleichzeitig wollte er ihr auch wieder nicht zu nahe kommen. Zu viel Nähe bot zu viele Möglichkeiten verletzt zu werden.
Gott! Seine Gefühle waren ein Auf und Ab. Er hasste es nicht genau zu wissen was los war, was er wollte, was er fühlte bzw. was er von seinen Gefühlen zulassen durfte oder zulassen sollte. Das zwischen ihnen beiden mehr als nur freundschaftliche Gefühle ihm Spiel waren, war ihm eigentlich schon immer bewusst, jedoch war ihm nie klar, in wie weit sie seine Gefühle erwiderte.
Er war nicht der Typ der in solchen Sachen den ersten Schritt machte, das wusste sie, so gut musste sie ihn mittlerweile kennen.
“Tut mir leid, ich hätte mich nicht einmischen sollen”, sagte Cuddy nach kurzer Zeit Stille und riss ich somit aus seinen Gedanken.
“Ich dachte wir hatten das Thema beendet.”
“Ich wollte mich nur entschuldigen.”
“OK, können wir das jetzt endgültig abschließen?”
“Von mir aus”.
Wieder Stille.
"House?” erneut war es Cuddy die das Schweigen durchbrach.
“Hmh?”
“Mir ist kalt.”
“Und was soll ich jetzt machen?”
“Nicht so blöd fragen und meine Füße wärmen.”
“Ach? Zuerst wolltest du nicht mal das Bett mit mir teilen und jetzt soll ich plötzlich deine Füße wärmen?” Durch die schwache Außenbeleuchtung, deren Licht problemlos durch die alten Gardinen drang, könnte sie auf House’ Gesicht ein leichtes Lächeln erkennen.
Noch bevor Cuddy etwas erwidern konnte spürte sie auch schon seine Füße unter ihrer Decke, die er leicht gegen ihre rieb.
Dieses “du” war längst fällig gewesen. Es schien wie eine Last von beiden gefallen zu sein als sie plötzlich dieses kleine Wörtchen benutzt hatte. Das “Sie” war die Distanz zwischen ihnen gewesen. Und zusammen mit diesem Wort scheinen auch die Berührungsängste gefallen zu sein.
“Was machst du da?”, fragte House als er merkte, dass Cuddy näher an ihn heran rückte.
“Schon vergessen? Mir ist kalt.”
“Im Schrank ist noch eine Decke.”
“Ich brauch keine Decke”, sie rückte noch ein Stück näher an ihn heran. “... sei doch nicht so steif”, sagte sie als sie merkte, dass er keine Anstalten machte seinen Arm um sie zu legen.
“Ich bin nicht steif!”
Es war nicht so das er nicht wollte, natürlich wollte er. Und wenn er Romantiker wäre würde er jetzt bestimmt denken, das er sich nichts schöneres vorstellen konnte als sie im Arm zu halten. Nein, nicht nur wenn er Romantiker wäre, er konnte sich im Moment wirklich nichts Schöneres vorstellen als sie in den Arm zu nehmen. Und das tat er zu seiner eigenen Verwunderung dann auch.
Zufrieden und ebenfalls leicht verwundert platzierte Cuddy ihren Kopf auf seiner Brust.
“Besser?”, fragte House.
“Viel besser!”
Kurze Zeit Stille
“Deine Haare riechen gut,” flüsterte er.
Überrascht über seine Aussage musste Cuddy lächeln. House spürte auf seinem Oberkörper, an den sie sich gekuschelt hatte, dass sich ihre Mundwinkel nach oben zogen.
“Was ist?“ seine Stimme klang nun wieder rescher als zuvor.
“Was soll sein?” Cuddys Gegenfrage.
“Wieso grinst du?”
„Ich grinse nicht, ich lächle.“
„OK. Wieso lächelst du dann?“ er gab einen leicht genervten Unterton von sich. Doch Cuddy wusste genauso gut wie er, dass er alles andere als genervt war.
“Ich bin solche Aussagen von dir einfach nicht gewohnt”.
“Soll ich’s bleiben lassen?” immer noch dieser gefaket genervte Unterton in seiner Stimme.
“Nein, ich meinte das positiv”, Cuddy schloss ihre Augen. “Ich finde es schön wenn du so etwas sagst. Ohne Ironie und Sarkasmus in deiner Stimme. So was hört man nicht oft von dir.”
Ja, das stimmte, so etwas konnte man aus seinem Mund wirklich nicht oft hören. Er war selbst überrascht, dass er das eben wirklich ausgesprochen hatte. Anscheinend war er jetzt komplett gestört. Er hatte für einen kurzen Moment seine außerordentlich gut versteckte romantische Seite Oberhand gewinnen lassen. Und gegen seine Erwartungen fiel es ihm viel leichter als gedacht.
Erneut Stille.
Cuddy lauschte House’ Herzschlag, welcher insgemein beruhigend wirkte. Mit ihrer linken Hand suchte sie seine Rechte, welche vor wenigen Sekunden für einen kurzen Moment über ihr Haare gestrichen hatte.
“Was wird das jetzt schon wieder?”, fragte er als ihre Hand seinen Dreitagebart streifte.
“Wo ist deine Hand?”
"Eh....... Keine Ahnung, es ist dunkel, ich sehe sie nicht. Brauchst du etwa eine Dritte, damit du mich noch mehr in deine Fänge nehmen kannst?”, scherzte House.
Cuddy stupste ihn leicht in die Seite, löste sich aus seiner Umarmung und richtete sich etwas auf. “Vielleicht sollte ich doch die Decke nehmen.”
"Wenn du meinst, dass du mich ganz alleine auf meiner breiten, völlig vereinsamten, kalten Betthälfte zurücklassen kannst.”
“Hm.... jetzt wo du’s sagst. Ich glaub das kann ich nicht verantworten.” Cuddy legte sich wieder hin und lies sich erneut von House in die Arme nehmen. Abermals bettete sie ihren Kopf auf seine Brust und schloss die Augen.
Es war ein unglaubliches Gefühl ihm nahe zu sein, es war unglaublich ihn zu spüren und vor allem war es unglaublich zu wissen, dass auch er ihre Nähe genoss.
Keiner der Beiden wusste, was diese Nacht, in der eigentlich nichts passierte und die doch so viel veränderte, zu bedeuten hatte. Aber das war jetzt auch vollkommen unwichtig. Der Moment war einfach viel zu schön um ihn mit solchen Gedanken zu zerstören.
A/N: Bitte um eure Meinung!
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