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von Lia Huddy    erstellt: 15.09.2009    letztes Update: 11.10.2009    Geschichte, Romanze / P16    (fertiggestellt)
A/N: Danke für eure Reviews kognitiveDissonanz, Stinke und Colonel Mackenzie.

Ich weiß, dass man „sie“ in der Anrede groß schreibt. Das vergesse ich jedoch während des Schreibens immer wieder. Werde mich aber bemühen, nun alle “Sies“ die groß gehören auch groß zu schreiben.

Hier schon mal der zweite Teil, viel Spaß!

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Worries


Cuddy lang im Bett und versuchte sich auf einen Artikel über die neusten Forschungsergebnisse über Lupus zu konzentrieren, landete jedoch mit ihren Gedanken immer und immer wieder bei House.
War sie eigentlich wahnsinnig geworden? Sie, House und seine nicht unbedingt jugendfreien Gedanken, ein Zimmer und ein Bett.

Wäre sie doch bloß in Princeton geblieben, der Vortrag heute war sowieso ein kompletter Reinfall gewesen. Kaum neue Erkenntnisse und die Art wie vorgetragen wurde, war derart langweilig gewesen, dass sie sich zwingen musste weiter zuzuhören und das Zeichnen von abstrakten Kunstwerken auf ihrem Block zu unterlassen.

Ein lautes Geräusch, welches aus dem Badezimmer kam, riss sie aus ihren Gedanken. Abrupt setzte sie sich auf. “Alles okay?!”

“Wenn es für Sie kein Drama ist das ich mit meinem Stock Ihren Föhn vom Waschbecken gefegt habe, dann ja!”, kam es zurück.

Erleichtert lies sie sich zurück in die Kissen sinken. Der Föhn war egal, aber wenn sie daran dachte, das er ausgerutscht und auf sein Bein gefallen wäre wurde ihr gleich ganz anders zu Mute.

“Der war übrigens sehr riskant platziert. Hat Ihnen Ihre Mummy nicht beigebracht, dass ein Föhn in Kombination mit Wasser eher unvorteilhaft ist?!”, fuhr er fort.

“Deswegen hab ich ihn ja auch aufs und nicht ins Waschbecken gelegt.” Cuddy stand nun in der Badzimmertüre und blickte zu House, der nur mit seinen Boxershorts bekleidet am Wannenrand saß und sich sein schmerzendes Bein massierte.

“Starke Schmerzen?” fragte sie und lies sich neben ihm auf die Wanne nieder.

“Mit Vicodin wird’s schon gehen”, sagte er und fischte sich direkt das Döschen vom Waschbeckenrand. Er öffnete es und warf sich zwei Pillen ein.

“Nehmen Sie nicht zu viele”, sagte Cuddy leise und blickte auf die kleine orange Dose in seiner Hand.

“Ich hab Schmerzen”.

“Ich weiß”, nun blickte sie in seine Augen. “Aber es gibt auch noch andere Möglichkeiten”.

“Sie glauben doch nicht wirklich, dass Physiotherapie, oder so ein Mist, bei meinen Schmerzen helfen kann.”

“Mit Unterstützung bestimmter und vor allem weniger schädlicher, Medikamente und genauer Einhaltung des Trainingsplans, schon”.

House erhob sich vom Wannenrand und blickte in den Spiegel, welcher oberhalb des Waschbeckens hing. “Ich hab’s schon mal versucht und es hat nicht geklappt”.

Cuddy blickte zu ihm, zog die rechte Braue hoch und sagte monoton: “Nur weil Sie Ihr Vicodin heimlich genommen haben, heißt das noch lange nicht dass Sie’s versucht haben”.

Er blickte kurz zu Boden und drehte sich dann wieder zu ihr. “Ich habe Schmerzen, Cuddy! Starke Schmerzen”, seine Stimme wurde lauter.

“Das ist mir durchaus bewusst, ich bin auch Ärztin!”.

“Dann wundert es mich wieso Sie überhaupt so einen Scheiß wie ne Physiotherapie vorschlagen, wo Sie doch genau wissen dass sie nie helfen würde.”

“Sie haben eine reelle Chance, dass die Schmerzen zurückgehen.”

“Machen wir uns nichts vor. Ich werde immer Schmerzen haben, ich kann sie mir mit den Vicodin halbwegs erträglich machen und das werde ich auch weiterhin tun!”

“Sie wissen, dass das keine Endlösung ist!”

“Mischen Sie sich da nicht ein, verdammt!” House blickte sie mit einem bösen Blick an. Sie hatte seinen wunden Punkt getroffen. “Es ist mein Leben!”

“Sie machen sich das zu einfach, House.” Cuddys Stimme war leise, dennoch bestimmt. “Sie denken nur an sich. Was ist mit den Menschen denen Sie etwas bedeuten? Wollen Sie denen zumuten Ihnen weiter bei der Selbstzerstörung zuzusehen”

“Wilson ist nicht so empfindlich, ich frag mich sowieso schon die ganze Zeit wieso er überhaupt mit mir befreundet ist.”

“Verdient haben Sie’s jedenfalls nicht.”

“Ich hab ihn nicht dazu gezwungen sich mit mir abzugeben.”

“Deswegen sollten Sie auch etwas netter zu ihm sein, damit er sich das nicht anders überlegt”.

“Was soll das hier? Spielen sie Lebensberaterin? Stellen wir jetzt zusammen eine Liste auf, was sich alles in meinem Leben ändern soll?” House’ Sarkasmus war meilenweit heraushören.

Cuddy schüttelte ihren Kopf und erhob sich nun auch vom Wannenrand. “Müssen Sie immer alles in Lächerliche ziehen?!” Sie stemmte ihre Hände in die Hüften, ihre Stimme war nun lauter als zuvor. “Können Sie nicht einmal ernst bleiben und mir zuhören?"

“Ich hab kein Interesse an diesem Gelaber. Sie haben keine Ahnung und mischen sich trotzdem ununterbrochen und ungefragt in mein Leben!” Auch House’ Stimme wurde lauter.

“Und Sie sich etwa nicht in meins? Wie viele Dates haben Sie mir schon vermasselt? Wie oft haben Sie mich schon nachts aus dem Bett geklingelt weil Sie irgendeine völlig unsinnige Biopsie durchführen wollten? Und wer war das gleich noch mal, der mir ein eigenes Kind ausreden wollte?”, sie trat einen Schritt näher auf ihn zu, ihre Augen fixiert auf seine.

“Die Typen mit denen Sie ausgegangen sind waren Vollidioten.”

“Darum geht es jetzt nicht, House.”

“Worum dann!? “, kam es ihm in einer enormen Lautstärke über die Lippen.

“Um Sie! Um Ihre Gesundheit!”

“Ich bin vollkommen gesund!”, sagte er “zumindest wenn man von dem verkrüppelten Bein absieht...... Und hören Sie gefälligst auf mich mit einem so mitleideigen Gesichtsausdruck anzublicken.”

“Wieso machen Sie das?”

“Was das?”

“Sie ignorieren Ihre Probleme.”

“Vielleicht mach ich das ja weil ich keine hab.”

“Sie ignorieren sie schon wieder!”

Er drehte sich wieder um und blickte Cuddy nun durch den leicht verschmierten Spiegel an. “Ich würde gerne in Ruhe meine Zähne putzen, ist das möglich?”, wieder der gewohnt sarkastische Unterton in seiner Stimme.

“Verdammt, House! Ich mach mir Sorgen um dich!” Als Cuddy bemerkte das sie ihn eben wirklich geduzt hatte blickte sie kurz zu Boden, dann jedoch wieder zu ihm. Das musste einfach raus, es fühlte sich befreiend an.

Langsam, fast schon im Zeitlupentempo, drehte er sich zu ihr. Sein Blick, welcher ihren traf, war lieblich, keine Spur von Sarkasmus oder Ironie. Sein Blick war einfach nur ehrlich.

“Das musst du nicht”, sagte er leise, schon fast flüsternd.

“Das kann man nicht einfach abstellen.”

“Ich weiß.”

Stille.

“Können wir das Thema jetzt beenden?” durchbrach House das Schweigen einige Sekunden später.

Sie blickte ihn noch kurz an, nickte und verlies das Badezimmer.

House stützte seine Hände links und rechts auf den Waschbeckenrand, atmete einmal tief durch und ergriff dann seine Zahnbürste.

Mit einem einzigen Wort, hatte sie sein Gefühlschaos perfekt gemacht. Gerade heute, gerade jetzt, gerade hier.


A/N:  Hoffe erneut auf eure Reviews.
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