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Prologue: Le Masque Fantôme
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Times|Arial|Helvetica
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| von Dibbii erstellt: 09.09.2009 letztes Update: 23.12.2009 Mystery / P18 | 119 Reviews |
Titel: Le Masque Fantôme
Originalautor: Bronzehairedgirl620
Originalstory: Le Masque Fantôme
Inhaltsangabe: Autorisierte Übersetzung aus dem Amerikanischen – Seine Existenz war ein Mysterium, ein verwinkeltes Labyrinth, besetzt mit Rauch und Spiegeln. Den einzigen Beweis, den sie hatten, waren die Kompositionen, die er schrieb. Sie war eine Sängerin, die von der geisterhaften Musik fasziniert war, doch der trügerische Komponist, der Gefühle für sie bereit hielt, war es von noch viel mehr. | AU, ExB.
Genre: Mystery/Romanze
Altersempfehlung: P18
Disclaimer: Die Figuren gehören selbstverständlich Stephenie Meyer, die geschriebenen Zeilen nicht mir, sondern Bronzehairedgirl620. Ich übersetze nur.
Info: Die zweite Übersetzung meinerseits. Hochgeladen am denkwürdigen Datum 09.09.2009. :D Ich hoffe, euch gefällts!
Prologue
Le Masque Fantôme
„Isabella.“, rief der Direktor und sofort fand ein finsterer Blick seinen Weg in mein Gesicht.
„Bella.“, wollte ich zurückschnappen, doch ich biss mir auf die Zunge. „Ja?“
„Fangen Sie noch mal von vorne an.“, sagte er und mit einem Wink seiner Hand waren die anderen in Position, ihre Körper wölbten sich anmutig, während sie auf den Einsatz warteten. Ich seufzte und sah zum hinteren Ende des Raumes, bevor ich tief Atem holte.
Das Orchester begann zu spielen, die Violinen, Flöten und das Klavier waren am markantesten. Ich wartete, während die Einleitung aufbrandete und spürte, wie ich mich in der gespenstischen Musik verlor. Jeder Takt, jede Note floss mit solch einer Schwere und Emotion durch die Luft, dass es mich benommen machte. Die überwältigende Tiefe und Angst des Ganzen, kombiniert mit der Energie der starken Beleuchtung, ließen mich schwindelig werden.
„Und...“, sagte der Direktor und sah gelangweilt aus. Ich wollte ihn schlagen, stellte mich aber stattdessen ein wenig aufrechter hin und atmete tief ein. Sobald die Noten wegschwebten, begann ich, mit den anderen zu singen und konzentrierte mich auf nichts anderes als auf die Melodie, während die anderen sich um mich herumbewegten.
„Genug, genug.“, stoppte er mich nach zwei Minuten. Ich unterband mein Stöhnen und sah abwartend in seine Richtung, während er über die Bühne huschte und alles und jeden observierte. „Nehmen Sie sich eine Pause.“
Ich seufzte, da ich wusste, dass ich nur ein paar Minuten hatte, bis er sich dazu entschied, uns wieder wie Puppen auf die Bühne zu werfen und noch einmal alles durchzugehen. Ich schraubte den Verschluss von einer Wasserflasche, nahm einen großen Schluck und begrüßte die Kälte. Ich konnte die anderen Mädchen um mich herum tratschen hören und tat mein bestes, ihre Stimmen auszuschalten, versagte jedoch.
„Ich hab gehört, er ist ein Psychopath.“, sagte eine und kicherte, während sie in Richtung der Dachsparren sah. „Scheinbar sitzt er hier oben und sieht bei den Shows zu.“
„Nein.“, widersprach eine andere und klang seltsam blasiert. „Er versteckt sich, weil er nicht real ist. Es ist ein Scherz, um die Menschen dazu zu bringen, ins Theater zu gehen. Du glaubst doch nicht wirklich, dass hier ein Typ ist–“
„Nein.“, sagte eine dritte und brachte die anderen beiden dazu, sie mit äußerstem Interesse anzusehen. „Ihr habt beide nicht recht.“
„Oh?“, fragte die erste und klang plötzlich betroffen. „Wieso?“
„Er versteckt sich nicht in den Dachsparren.“, sagte sie und lehnte sich nahe an sie heran. „Er versteckt sich im Keller in einem versteckten Untergrundraum.“
Die anderen verspotteten sie. „Schwachsinn.“
Sie hielt ihre Hände verteidigend von sich. „Denkt, was ihr wollt, aber er sieht zu. Bei jeder einzelnen Aufführung, jede einzelne Nacht. Ihr könnt ihn spüren.“
„Du kannst das nicht wissen.“
Sie zog eine Augenbraue in die Höhe. „Spürst du es nicht?“ Für einen Moment machte sie eine Pause und grinste süffisant. „Ich vergaß, das ist eure erste Vorstellung hier. Ihr werdet sehen. Wartet bis zur Premiere.“
Empört verdrehte ich meine Augen. Das Einzige, was sie taten, war, über ihn zu reden und es interessierte mich nicht. Ich war zu beschäftigt damit, dass ich im Royal Palladium singen würde. Im frühen 1900 gebaut, die Architektur war herausragend und glich einem alten Kino. Die Sitze waren aus verschlissenem, roten Samt und die Decke kunstvoll verziert, mit einem großen, hängenden Leuchter und jeder Kristall schimmerte im gedämpften Licht.
Legenden besagten, dass es von Geistern von ehemaligen Darstellern bewohnt wurde, was alte Magier, Schauspielerinnen und Opernsänger umfasste. Es fühlte sich seltsam an, auf der alten, hölzernen Bühne zu stehen, auf der Hut zu sein und zu denken, dass es nur eine Frage der Zeit war, bis man ein Teil der Geschichte sein würde. Es machte mich nervös und der Adrenalinrausch erfrischte mich noch immer.
„In Ordnung.“, sagte er und war offenbar genervt genug und bereit für uns, seine Arbeit fortzusetzen. „Werfen Sie einen Blick auf die Musik und nehmen Sie Ihre Plätze ein.“
Ich holte die Blätter aus meiner Tasche, die Ecken waren durch die Benutzung eingerissen und zerknittert. Die Noten waren verwischt, weil ich vor einer Woche Wasser auf sie geschüttet hatte und überall waren Beschriftungen zu sehen. Aber das war es nicht, was meine Aufmerksamkeit erregte. Mein Blick richtete sich auf den Titel, der auf Französisch war und auf den schwachen Namen darunter.
Komponiert von E. A. Cullen
12/7/08
Das war das Einzige, was ich von ihm wusste. Die mysteriösen Initialen, gefolgt von einem Nachnamen und einem Datum, die niemandem etwas bedeuteten. Sie hatten nach jedem Cullen im Telefonbuch gesucht, doch er war nie gefunden worden. Alles, was man wusste, war, dass alle paar Monate ein neues Stück im Theater auftauchen und es gespielt werden würde. Keine Zweifel, keine Widersprüche, keine Fragen. Erledigt.
Jeder wusste von seiner vermeintlichen Existenz, ob man sie nun glaubte oder nicht. Die Realität zählte nicht; die Mädchen fanden ein gewisses Interesse daran, ihn in ihre Fantasien einzubauen, solche, die ich viel zu oft während der Pausen oder draußen, wenn ich das Theater verließ, gehört hatte. Sie tratschten, während sie ihren Dienst taten, während der Pausen und selbst der Direktor war abergläubisch und änderte niemals etwas Entscheidendes.
Er ließ sich nirgendwo blicken. Keine Notizen auf den Musikblättern, keine Spur im Gebäude. Es gab weder verschütteten Türen, die zu versteckten Verliesen führten, in denen er sein konnte, noch gab es auch nur eine einzige Person, die belegen konnte, ihm jemals gegenüber gestanden zu haben.
Es wurde mir aufgezwungen und verärgerte mich außerdem. Die Gerüchte und das stete Gerede war der Preis, den man zahlte, wenn man im Palladium auftrat.
„In Ordnung.“, sagte der Direktor. „Ein letzter Versuch, dann können Sie in den Feierabend gehen.“
Ich stand an meinem Platz und war erstaunt, wie die Musik mich überspülen und alle Spuren von Ärger, die ich dank der halbwüchsigen Mädchen oder des desinteressierten Direktors innehatte, auslöschen konnte. Sie schmolz alles weg und ließ mich vollkommen entspannt zurück.
„Schön, schön.“, sagte er und unterbrach mich mitten im Satz. „Ich sehe Sie alle morgen. Seien Sie pünktlich um sieben hier oder Sie werden es schwer büßen.“
Ich verdrehte die Augen, schraubte den Verschluss von meinem Wasser und nahm einen großen Schluck, während ich darauf wartete, dass die anderen verschwanden, bevor ich meine eigenen Dinge zusammenpackte. Ich stopfte sie in meine Tasche und ging hinter die Bühne in Richtung der Umkleideräume, um mir die Reste meiner Sachen zu schnappen.
Etwas stoppte mich auf meinem Weg. Ich sah nach vorne und entdeckte ein düster wirkendes Plakat, das an die Wand gelehnt war und von dem hängenden, schwachen Licht verdunkelt wurde. Ich bewegte mich nach vorne, um mehr erkennen zu können.
Ich starrte auf das geschickt entworfene Plakat. Alles war dunkel, bis auf ein Paar Augen, das rot im Hintergrund schimmerte und einen Mann und eine Frau, die beide Masken und verzierte Kostüme trugen. Ihre Gesichtsausdrücke waren wild, aber dennoch anbetungswürdig und brachten mich dazu, noch näher heranzugehen.
La Masquerade
Komponiert von E. A. Cullen
Es war an einer der Rückwände abgestützt und wurde zum Teil von einem schwarzen Tuch bedeckt. Ich verrückte es ein wenig, damit ich es als Ganzes betrachten konnte, doch etwas hinter mir rührte sich, die Luft bewegte sich. Ich wirbelte herum und sah den Zipfel einer Jacke eines Mannes, der in eine der Umkleideräume verschwand. Meine Augen weiteten sich, als ich mich prüfend umsah und mich fragte, woher er gekommen war.
Schauder liefen mir den Rücken herunter, als ich über die Gerüchte nachdachte, über die die Mädchen vorhin gesprochen hatten, doch ich verwarf den Gedanken rasch. Ich wollte mir von ihnen nicht meine Konzentration ruinieren lassen; es war meine erste Vorstellung hier und ich wollte nicht, dass mir Gerüchte von mysteriösen Männern, die sich hinter Wänden versteckten, mein professionelles Auftreten kaputt machen würden.
Die Neugier flammte in mir auf, doch ich ignorierte sie, meine Schultern schmerzten, während ich zu den Umkleideräumen ging. Ich griff nach der Tür und hörte bereits das alberne Geschwätz der Mädchen auf der anderen Seite, als ich über ein Kabel stolperte und auf den kalten Zementboden flog.
Und als ich mich wieder aufrichtete und meine Jeans vom Staub befreite, hätte ich schwören können, ein hohles, geisterhaftes Echo eines Lachens von den Dachsparren hören zu können.
E. A. Cullen
Ich sah, wie sie verwirrt durch den dunklen Flur stolperte. Ihre Hände tasteten an der Wand entlang, bevor sie eine Türklinke fand und versuchte, in der Enge des Raumes zu verschwinden, doch nicht, ohne einen letzten Blick auf das Plakat zu werfen. Ich bewegte mich zurück in die Schatten, sah mit pikiertem Amüsement dabei zu, wie sie über ein elektrisches Kabel, das verstreut herum lag, fiel, nach vorne flog und auf ihren Knien landete.
Ich lachte, das Geräusch hallte in dem schaurig schweigenden Raum wider.
Ich wartete, bis sich die Tür geschlossen hatte, bevor ich mich von der Bühne entfernte und zurück in mein einzig richtiges Zuhause verschwand. Mein sicherer Hafen. Ich dachte an das Stück, das ich komponiert hatte, zurück und grinste böse, während ich mich eilig in die Dunkelheit zurückzog.
„Willkommen in meinem Theater.“, wisperte ich finster, bevor ich meine Hände auf die Orgel legte und mich auf eine weitere, schlaflose Nacht vorbereitete, bevor ich erneut würde verschwinden müssen.
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tbc...
Originalautor: Bronzehairedgirl620
Originalstory: Le Masque Fantôme
Inhaltsangabe: Autorisierte Übersetzung aus dem Amerikanischen – Seine Existenz war ein Mysterium, ein verwinkeltes Labyrinth, besetzt mit Rauch und Spiegeln. Den einzigen Beweis, den sie hatten, waren die Kompositionen, die er schrieb. Sie war eine Sängerin, die von der geisterhaften Musik fasziniert war, doch der trügerische Komponist, der Gefühle für sie bereit hielt, war es von noch viel mehr. | AU, ExB.
Genre: Mystery/Romanze
Altersempfehlung: P18
Disclaimer: Die Figuren gehören selbstverständlich Stephenie Meyer, die geschriebenen Zeilen nicht mir, sondern Bronzehairedgirl620. Ich übersetze nur.
Info: Die zweite Übersetzung meinerseits. Hochgeladen am denkwürdigen Datum 09.09.2009. :D Ich hoffe, euch gefällts!
Prologue
Le Masque Fantôme
„Isabella.“, rief der Direktor und sofort fand ein finsterer Blick seinen Weg in mein Gesicht.
„Bella.“, wollte ich zurückschnappen, doch ich biss mir auf die Zunge. „Ja?“
„Fangen Sie noch mal von vorne an.“, sagte er und mit einem Wink seiner Hand waren die anderen in Position, ihre Körper wölbten sich anmutig, während sie auf den Einsatz warteten. Ich seufzte und sah zum hinteren Ende des Raumes, bevor ich tief Atem holte.
Das Orchester begann zu spielen, die Violinen, Flöten und das Klavier waren am markantesten. Ich wartete, während die Einleitung aufbrandete und spürte, wie ich mich in der gespenstischen Musik verlor. Jeder Takt, jede Note floss mit solch einer Schwere und Emotion durch die Luft, dass es mich benommen machte. Die überwältigende Tiefe und Angst des Ganzen, kombiniert mit der Energie der starken Beleuchtung, ließen mich schwindelig werden.
„Und...“, sagte der Direktor und sah gelangweilt aus. Ich wollte ihn schlagen, stellte mich aber stattdessen ein wenig aufrechter hin und atmete tief ein. Sobald die Noten wegschwebten, begann ich, mit den anderen zu singen und konzentrierte mich auf nichts anderes als auf die Melodie, während die anderen sich um mich herumbewegten.
„Genug, genug.“, stoppte er mich nach zwei Minuten. Ich unterband mein Stöhnen und sah abwartend in seine Richtung, während er über die Bühne huschte und alles und jeden observierte. „Nehmen Sie sich eine Pause.“
Ich seufzte, da ich wusste, dass ich nur ein paar Minuten hatte, bis er sich dazu entschied, uns wieder wie Puppen auf die Bühne zu werfen und noch einmal alles durchzugehen. Ich schraubte den Verschluss von einer Wasserflasche, nahm einen großen Schluck und begrüßte die Kälte. Ich konnte die anderen Mädchen um mich herum tratschen hören und tat mein bestes, ihre Stimmen auszuschalten, versagte jedoch.
„Ich hab gehört, er ist ein Psychopath.“, sagte eine und kicherte, während sie in Richtung der Dachsparren sah. „Scheinbar sitzt er hier oben und sieht bei den Shows zu.“
„Nein.“, widersprach eine andere und klang seltsam blasiert. „Er versteckt sich, weil er nicht real ist. Es ist ein Scherz, um die Menschen dazu zu bringen, ins Theater zu gehen. Du glaubst doch nicht wirklich, dass hier ein Typ ist–“
„Nein.“, sagte eine dritte und brachte die anderen beiden dazu, sie mit äußerstem Interesse anzusehen. „Ihr habt beide nicht recht.“
„Oh?“, fragte die erste und klang plötzlich betroffen. „Wieso?“
„Er versteckt sich nicht in den Dachsparren.“, sagte sie und lehnte sich nahe an sie heran. „Er versteckt sich im Keller in einem versteckten Untergrundraum.“
Die anderen verspotteten sie. „Schwachsinn.“
Sie hielt ihre Hände verteidigend von sich. „Denkt, was ihr wollt, aber er sieht zu. Bei jeder einzelnen Aufführung, jede einzelne Nacht. Ihr könnt ihn spüren.“
„Du kannst das nicht wissen.“
Sie zog eine Augenbraue in die Höhe. „Spürst du es nicht?“ Für einen Moment machte sie eine Pause und grinste süffisant. „Ich vergaß, das ist eure erste Vorstellung hier. Ihr werdet sehen. Wartet bis zur Premiere.“
Empört verdrehte ich meine Augen. Das Einzige, was sie taten, war, über ihn zu reden und es interessierte mich nicht. Ich war zu beschäftigt damit, dass ich im Royal Palladium singen würde. Im frühen 1900 gebaut, die Architektur war herausragend und glich einem alten Kino. Die Sitze waren aus verschlissenem, roten Samt und die Decke kunstvoll verziert, mit einem großen, hängenden Leuchter und jeder Kristall schimmerte im gedämpften Licht.
Legenden besagten, dass es von Geistern von ehemaligen Darstellern bewohnt wurde, was alte Magier, Schauspielerinnen und Opernsänger umfasste. Es fühlte sich seltsam an, auf der alten, hölzernen Bühne zu stehen, auf der Hut zu sein und zu denken, dass es nur eine Frage der Zeit war, bis man ein Teil der Geschichte sein würde. Es machte mich nervös und der Adrenalinrausch erfrischte mich noch immer.
„In Ordnung.“, sagte er und war offenbar genervt genug und bereit für uns, seine Arbeit fortzusetzen. „Werfen Sie einen Blick auf die Musik und nehmen Sie Ihre Plätze ein.“
Ich holte die Blätter aus meiner Tasche, die Ecken waren durch die Benutzung eingerissen und zerknittert. Die Noten waren verwischt, weil ich vor einer Woche Wasser auf sie geschüttet hatte und überall waren Beschriftungen zu sehen. Aber das war es nicht, was meine Aufmerksamkeit erregte. Mein Blick richtete sich auf den Titel, der auf Französisch war und auf den schwachen Namen darunter.
Komponiert von E. A. Cullen
12/7/08
Das war das Einzige, was ich von ihm wusste. Die mysteriösen Initialen, gefolgt von einem Nachnamen und einem Datum, die niemandem etwas bedeuteten. Sie hatten nach jedem Cullen im Telefonbuch gesucht, doch er war nie gefunden worden. Alles, was man wusste, war, dass alle paar Monate ein neues Stück im Theater auftauchen und es gespielt werden würde. Keine Zweifel, keine Widersprüche, keine Fragen. Erledigt.
Jeder wusste von seiner vermeintlichen Existenz, ob man sie nun glaubte oder nicht. Die Realität zählte nicht; die Mädchen fanden ein gewisses Interesse daran, ihn in ihre Fantasien einzubauen, solche, die ich viel zu oft während der Pausen oder draußen, wenn ich das Theater verließ, gehört hatte. Sie tratschten, während sie ihren Dienst taten, während der Pausen und selbst der Direktor war abergläubisch und änderte niemals etwas Entscheidendes.
Er ließ sich nirgendwo blicken. Keine Notizen auf den Musikblättern, keine Spur im Gebäude. Es gab weder verschütteten Türen, die zu versteckten Verliesen führten, in denen er sein konnte, noch gab es auch nur eine einzige Person, die belegen konnte, ihm jemals gegenüber gestanden zu haben.
Es wurde mir aufgezwungen und verärgerte mich außerdem. Die Gerüchte und das stete Gerede war der Preis, den man zahlte, wenn man im Palladium auftrat.
„In Ordnung.“, sagte der Direktor. „Ein letzter Versuch, dann können Sie in den Feierabend gehen.“
Ich stand an meinem Platz und war erstaunt, wie die Musik mich überspülen und alle Spuren von Ärger, die ich dank der halbwüchsigen Mädchen oder des desinteressierten Direktors innehatte, auslöschen konnte. Sie schmolz alles weg und ließ mich vollkommen entspannt zurück.
„Schön, schön.“, sagte er und unterbrach mich mitten im Satz. „Ich sehe Sie alle morgen. Seien Sie pünktlich um sieben hier oder Sie werden es schwer büßen.“
Ich verdrehte die Augen, schraubte den Verschluss von meinem Wasser und nahm einen großen Schluck, während ich darauf wartete, dass die anderen verschwanden, bevor ich meine eigenen Dinge zusammenpackte. Ich stopfte sie in meine Tasche und ging hinter die Bühne in Richtung der Umkleideräume, um mir die Reste meiner Sachen zu schnappen.
Etwas stoppte mich auf meinem Weg. Ich sah nach vorne und entdeckte ein düster wirkendes Plakat, das an die Wand gelehnt war und von dem hängenden, schwachen Licht verdunkelt wurde. Ich bewegte mich nach vorne, um mehr erkennen zu können.
Ich starrte auf das geschickt entworfene Plakat. Alles war dunkel, bis auf ein Paar Augen, das rot im Hintergrund schimmerte und einen Mann und eine Frau, die beide Masken und verzierte Kostüme trugen. Ihre Gesichtsausdrücke waren wild, aber dennoch anbetungswürdig und brachten mich dazu, noch näher heranzugehen.
La Masquerade
Komponiert von E. A. Cullen
Es war an einer der Rückwände abgestützt und wurde zum Teil von einem schwarzen Tuch bedeckt. Ich verrückte es ein wenig, damit ich es als Ganzes betrachten konnte, doch etwas hinter mir rührte sich, die Luft bewegte sich. Ich wirbelte herum und sah den Zipfel einer Jacke eines Mannes, der in eine der Umkleideräume verschwand. Meine Augen weiteten sich, als ich mich prüfend umsah und mich fragte, woher er gekommen war.
Schauder liefen mir den Rücken herunter, als ich über die Gerüchte nachdachte, über die die Mädchen vorhin gesprochen hatten, doch ich verwarf den Gedanken rasch. Ich wollte mir von ihnen nicht meine Konzentration ruinieren lassen; es war meine erste Vorstellung hier und ich wollte nicht, dass mir Gerüchte von mysteriösen Männern, die sich hinter Wänden versteckten, mein professionelles Auftreten kaputt machen würden.
Die Neugier flammte in mir auf, doch ich ignorierte sie, meine Schultern schmerzten, während ich zu den Umkleideräumen ging. Ich griff nach der Tür und hörte bereits das alberne Geschwätz der Mädchen auf der anderen Seite, als ich über ein Kabel stolperte und auf den kalten Zementboden flog.
Und als ich mich wieder aufrichtete und meine Jeans vom Staub befreite, hätte ich schwören können, ein hohles, geisterhaftes Echo eines Lachens von den Dachsparren hören zu können.
E. A. Cullen
Ich sah, wie sie verwirrt durch den dunklen Flur stolperte. Ihre Hände tasteten an der Wand entlang, bevor sie eine Türklinke fand und versuchte, in der Enge des Raumes zu verschwinden, doch nicht, ohne einen letzten Blick auf das Plakat zu werfen. Ich bewegte mich zurück in die Schatten, sah mit pikiertem Amüsement dabei zu, wie sie über ein elektrisches Kabel, das verstreut herum lag, fiel, nach vorne flog und auf ihren Knien landete.
Ich lachte, das Geräusch hallte in dem schaurig schweigenden Raum wider.
Ich wartete, bis sich die Tür geschlossen hatte, bevor ich mich von der Bühne entfernte und zurück in mein einzig richtiges Zuhause verschwand. Mein sicherer Hafen. Ich dachte an das Stück, das ich komponiert hatte, zurück und grinste böse, während ich mich eilig in die Dunkelheit zurückzog.
„Willkommen in meinem Theater.“, wisperte ich finster, bevor ich meine Hände auf die Orgel legte und mich auf eine weitere, schlaflose Nacht vorbereitete, bevor ich erneut würde verschwinden müssen.
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