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von Hanna    erstellt: 07.09.2009    letztes Update: 25.09.2010    Geschichte, Romanze / P12    (abgebrochen)
Hallo....erst mal danke, dass ihr das hier überhaupt lest, denn diese FanFiktion ist meine erste. Ich habe sonst erstmal nichts weiter zu sagen und hoffe, dass euch der Anfang der Geschichte wenigstens ein bisschen gefällt. Außerdem suche ich eine Betaleserin, die Lust hat, sich durch mein Manuskript zu kämpfen.

Ich würde mich sehr freuen, wenn ihr mir ein Review hinterlassen würdet.

Danke.

Alle Rechte an den bereits bekannten Personen gehören der wundervollen J.K. Rowling.

Stolz und Vorurteile muss man manchmal einfach vergessen




Kapitel eins


„Lilian, ich liebe dich.“, sagte er und beugte sich zu mir, die ganz verunsichert dastand, hinunter. Sein warmer Atmen streifte schon meinen Lippen, als ich ihn panisch wegstieß und schnell in eine nahe liegende Parkanlage lief, von der ich, ungesehen von den Muggeln nach Hause apparieren konnte.
Während ich lief dachte ich über Liebe nach. Mir hatten schon mehre Jungen ihre Liebe gestanden, nicht magische Menschen sowie Zauberer, nur um dann eine Woche später mit einer anderen rumzuknutschen. Auch wenn ich es nicht gerne einstand hatte mich das immer verletzt, sodass ich jetzt fast keinem Jungen mehr vertraute. Ich war wirklich noch nie gut in Sachen Liebe gewesen. Zwar weiß ich, wie es sich anfühlt geliebt zu werden – zumindest von der elterlichen Seite. Aber in richtiger, tiefer Liebe, halt in einer Beziehung zu einem Jungen, wusste ich nicht mehr als ein Neugeborenes. Meine Freundin Alice hatte es mir einmal versucht zu erklären, als ich sie gefragt hatte, wie sich „echte“ Liebe denn anfühlen würde. „Lily“, hatte sie geseufzt und einen verklärenten Blick aufgesetzt, den sie immer dann bekam, wenn sie über ihren Freund Frank sprach, mit dem sie schon über ein ganzes Jahr zusammen war. „Liebe ist etwas wundervolles, fast unbeschreibliches. Du fühlst dich so, als würdest du vor lauter Glück kaum noch atmen können. Als würden tausend Tiere in deinem Bauch herum krabbeln nur wenn du ihn ansiehst. Und wenn er dich anlächelt, dann werden deine Knie ganz weich, sodass du keinen Schritt mehr gehen magst, weil du Angst hast, du würdest hinfallen. Aber du weißt auch, selbst wenn du hinfallen würdest, dass er dich immer auffangen würde und du mit ihm überall hingehen würdest.“ Sie lächelte und sagte dann noch: „Wenn du immer mit jemandem zusammen sein möchtest und du ihn später mal heiraten und mit ihm Kinder bekommen möchtest, Lily, das, das ist wirkliche Liebe.“
Ich war nach ihrer Rede ein wenig geschockt. War das zwischen ihr und Frank wirklich schon so ernst? Wahrscheinlich schon. Ich schüttelte nachdenklich den Kopf: „Ich finde Liebe, dass es so klingt, als wäre Liebe ein Krankheit. Ich meine, wenn es einem wirklich fast Atemnot kriegt und man so unsicher wird.“
„Ihr habt beide recht.“, stimmt unsere andere Freundin Txell uns traurig zu, „Ich fühle mich immer so elend und gleichzeitig gut wenn ich IHN sehe. Ich freue mich, wenn es ihm gut geht, hasse es, wenn er mit irgendeiner Tussi rummacht, oder wenn er an mir vorbeiläuft und ich mir wünsche, dass der Boden sich unter mir auftut, weil mein Kopf  Katschmohnrot wird.“
Alice und ich warfen ihr mitfühlende Blicke zu, wussten wir doch, dass Txell, mit welcher wir eine feste Clique bildeten, schon ewig für Sirius Black schwärmte.  Die Ärmste. Denn Black, ein Junge aus unserem Jahrgang, der genau wie wir auf die Zauberschule / Internat Hogwarts ging, war und ist immer noch ein Weiberheld, ein Macho, ein Casanova, der es nur darauf anlegt so viele Mädchen wie möglich, ähm, nun ja, flachzulegen. Er hatte noch nie eine längere Beziehung geführt, wenn man seine Affären überhaupt Beziehungen nennen kann.
In Sachen, nun ja, Sex und so weiter, (Mensch Lilian, reiß dich am Riemen und sei nicht so prüde, musste ich mich selbst ermahnen, weil ich gerade rot wurde.) stand ihm sein Bester Freund Potter in nichts nach. Potter, allein wenn ich schon seine Namen hörte, drehte sich mir der Magen um, da dieser Typ mich täglich mit seinen Einladungen zu Dates zur Weißglut trieb. Dieses feixen im Gesicht. Und seine drei Freunde, Sirius Black, Peter Pettigrew (ein kleiner, dicklicher, unscheinbarer Junge) und Remus Lupin, kurz die Rumtreiber, die immer hinter ihm standen und mich in Blacks Fall schadenfreudig und letzteren Fall eher mitleidig ansahen. Grr. Wie mich dieser Junge aufregte. Und ihre blöden Streiche. Was kann daran so lustig sein, jemandem in die Luft zu hexen? Ok. Ich hatte auch einiges auf dem Kerbholz, aber das wussten nur Alice und Txell, da wir uns nie erwischen ließen.
Ich war so schnell gelaufen, dass ich gar nicht bemerkt hatte, dass ich schon im Park angekommen war. Ich schaute mich schnell um, damit mich auch ja kein Muggel beim Zaubern erwischte und apparierte direkt in mein Zimmer.
Dort goss ich mir mit einem Schlenker meines Zauberstabes und einem gedachten Aguamenti ein Glas Wasser ein. Ich setzte mich auf mein Bett und dachte über den heutigen Tag nach. Ich hatte dem drängen eines alten Freundes aus Grundschulzeiten nachgegeben und bin mit einem Freund von ihm ausgegangen. Es war wirklich nicht lustig gewesen, und ich hatte mich von Anfang an nicht gefühlt. Er war einer dieser Typen gewesen, für den Normalität das wichtigste im Leben ist. Bestimmt wäre er aus seinen Schuhen gekippt, wenn er erfahren hätte, dass ich eine Hexe bin. Leise kichernd schrieb ich einen Brief an Alice und Txell.

Irgendetwas pochte gegen mein Fenster. Genervt öffnete ich die Augen, es ist stockduster. Ich musste eingeschlafen sein. Ich griff nach meinem Zauberstab und seine Spitze erhellt sich sofort. Mittlerweile war ich wirklich ganz gut in den ungesagten Zaubern. Ich leuchte auf den Wecker – es ist erst halb drei. Klasse, ich hatte doch gerade so schön geschlafen. Womit habe ich das nur verdient?
Seufzend schwang ich meine Beine aus dem warmen Bett und schlurfte langsam durch das Zimmer um die Eule hineinzulassen, die auf dem Fensterbrett sitzt und mich geweckt hat. Sie trug einen schweren Brief, auf dessen Umschlag ich sofort das Siegel meiner Schule erkannte. Die waren aber schnell.
Normalerweise kamen die Briefe nicht schon nach einer Woche Schule.
Nachdem ich der Eule einen Eulenkeks gegeben und ihr den Brief abgenommen hatte flog sie sofort durch das offene Fenster davon. Ich öffnete schnell den Brief.

HOGWARTS-SCHULE FÜR HEXEREI UND ZAUBEREI


Schulleiter: Albus Dumbledore

(Orden der Merlin, Erster Klasse, Großz., Mexenmst.

Ganz hohes Tier, Internationale Vereinigung d. Zauberer)



Sehr geehrte Miss Evans,

wir möchten Sie darauf hinweisen, dass der Hogwarts-Express am 1. September um 11 Uhr, am Bahnhof Kings Kross, am Gleis 9¾  abfährt.
Außerdem dem darf ich Ihnen zu Ihrer Ernennung als Schulsprecherin gratulieren. Es erfüllt mich mit Stolz, dass die Schulsprecherin des Jahres 1977/1978 aus meinem Haus stammt. Ich bin mir sicher, dass Sie diese Aufgabe hervorragend bewältigen werden.
Ihr neues Abzeichen, die Bücherliste, sowie Ihre Zugfahrkarte für den Hogwarts-Express liegen bei.

Mit freundlichen Grüßen

Minerva McGonagall
Stellvertretende Schulleiterin  

Ich war auf einmal hell wach.
Lilian Evans, gratulierte ich mir selbst, du bist Schulsprecherin. Schulsprecherin Lilian Evans. Man, klang das gut! Und: ich müsste nicht mehr in dem Schlafsaal schlafen und hätte zusammen mit dem anderen Schulsprecher eine eigene Wohnung. Apropos Schulsprecher. Wer ist wohl der andere Schulsprecher? Hoffentlich kein Slytherin! Ich überfolg schnell noch einmal den Brief. McGonagall hatte nichts von dem anderen Schulsprecher geschrieben.
Vielleicht ist es Remus. Ja! Remus ist es bestimmt. Er versucht seine Freunde immer etwas in Punkto Streiche zurückzuhalten und ist außerdem, genauso wie ich Gryffindor Vertrauensschüler. Ich grinste, mit Remus hatte ich kein Problem. Zwar würden seine kleinen Freunde dann auch mit in der Wohnung rumhängen, aber ich würde ja auch Txell und Alice mitbringen.
Da ich jetzt sowieso zu aufgewühlt war um wieder einzuschlafen, schrieb ich wieder meinen Freundinnen und schlug ihnen vor, dass wir uns morgen in der Winkelgasse zum Einkaufen unsere Schulsachen treffen könnten. Gegen fünf Uhr morgens ging ich ins Badezimmer um mich zu duschen und deckte danach für meine Mum den Frühstückstisch. (Anm.: Sie muss um acht am Bahnhof sein, um jemanden abzuholen, mit dem ihre Agentur zusammenarbeitet.) Als meine Mum dann auch hinunter kam, sah sie mich erstaunt an: „Lilian. Bist du krank?“
„Wieso?“, kicherte ich. Meine Mum kam zu mir, um ihre Hand auf meiner Stirn zu platzieren. Lachend schob ich ihre Hand hin und gab ihr meinen Hogwarts Brief. Sie überflog ihn schnell und schrie dann so laut auf, dass man im Zimmer meiner Schwester Petunia, das direkt neben der Küche liegt, ein lautes Plumpsen hörte und kurz darauf kamen sie und mein Dad in die Küche. „Mum, was is’n los?“, fragte sie müde. Sie lächelte und sagte: „Unsere kleine Lily ist Schulsprecherin geworden.“
„Ach, ich wusste gar nicht, dass die Bekloppten an dieser Mistgeburtenschule die Blödesten unter sich Krönen.“, schmerzend zog sich mein Herz zusammen. Wieso um alles in der Welt war meine Schwester so abweisend zu mir? Wieso verabscheute sie mich so.
„Petunia“, sagte mein Vater sauer: „Warum bist du nicht mal ein bisschen nett zu deiner Schwester. Sag ihr, dass du dich für sie freust.“
„Ich freue mich“, sagte meine Schwester und schritt so würdevoll wie sie nur konnte aus der Küche in ihr Zimmer und sagte, bevor sie ihre Tür zuknallt, laut und deutlich: „Nicht!“
Meine Mum seufzte und schüttelte traurig den Kopf: „Ihr habt euch doch mal so gut verstanden. Aber,“, sie setzte ein nicht überzeugend wirkendes Lächeln auf, „Vergessen wir sie. Denken wir lieber darüber nach, was wir dir zu deinem Abzeichen schenken.“ Ich grinste. Ich hatte nicht  damit gerechnet, dass sie mir etwas schenken würden.
„Eine Eule hast du ja schon.“ , stellte sie fest und verzog kurz das Gesicht. Sie mochte Eulen nicht so besonders, hatte sich aber mit ihnen abgefunden, weil wir ja sonst keinen Kontakt über die Schulzeit miteinander halten könnten.
„Was schenkt man denn einer Hexe?“, fragte mich Dad.
„Naja,“, druckste ich herum, „Ich würde mich über einen Besen freuen.“
„Einen was?“ Upps…ich hatte meinen Eltern noch nie etwas von Besen erzählt. Wieso auch? Ich spielte kein Quidditch.
„Wieso brauchst du einen Besen?“, fragte mein Dad interessiert. Mein Kopf wurde rot: „Naja, Txell, Alice und ich haben uns manchmal heimlich raus geschlichen um ein bisschen zu fliegen. Und, naja, die anderen haben halt einen Besen und ich nicht, und deshalb habe ich dann mir dann immer einen vom Quidditchteam stibitzt.“ Meine Eltern sahen geschockt aus: „Du fliegst? Ich dachte du hättest Höhenangst.“
„Quatsch!“, erwiderte ich und fand es lustig, dass meine Eltern nichts dazu sagten, dass ich mir Besen heimlich, nun ja, auslieh. Mein Dad sah meine Mum an und schließlich sagte er: „Nagut. Schenken wir dir einen Besen.“, ich jubelte und fiel meine Eltern um den Hals.

Meine Mutter fragte mich noch: „Lily, wann wollen wir denn ihn die Kreigasse?“
Ich grinste, ist euch schon aufgefallen, dass ich zurzeit ziemlich häufig grinse?
„Winkelgasse“, verbesserte ich sie und erzählte ihr von meiner Verabredung mit Txell und Alice.
Der restliche Tag verging schnell. Meine Mum fuhr zur Arbeit. Alice und Txell antworteten. Ich machte ein paar Hausaufgaben, die Lehrer hatten uns sooo viel aufgegeben, und spielte nachmittags ein bisschen Basketball mit meinem Dad.
„Weißt du,“, sagte er zu mir, „Das gefällt mir so an dir und stört mich an Petunia.“
„Was denn?“, fragte ich verwirrt.
„Tunia würde sich jetzt beschweren, dass ihr Fingernagel abgebrochen ist, und dass es viel zu heiß ist.“
„Zu heiß?“ Fragte ich und guckt in den Himmel. Es sah eher nach Regen aus.
„Du weißt doch, in Ausreden erfinden ist deine Schwester große klasse!“
„Ach, so schlimm ist sie gar nicht!“
„Lily, nimm Petunia nicht immer in Schutz, sie ist abfällig und gemein dir gegenüber.“ Ja, Dad, dachte ich sarkastisch, dass ist mir noch gar nicht aufgefallen.


Am nächsten Tag fuhren Mum und ich nach London, das heißt, wir apparierten. Sie hielt meine Hand ganz doll fest und sagte, als wir angekommen waren, dass sie zurück doch lieber mit der U-Bahn fahren würde.
Wir waren direkt in den Tropfenden Kessel appariert und gingen sofort in die Winkelgasse, damit wir Geld umtauschen und mir einen Besen kaufen konnten, bevor ich mich mit meinen Freundinnen traf.
Also gingen wir schnurstracks zu der Zaubererbank, grüßten hier und da ein paar Schulkameraden von mir und gingen schließlich in das Marmorgebäude hinein, wo meine Mum mehrere hundert Pfund umtauschte und sie mir dann zusteckte.
Als wir aus der Bank hinaus traten stand die Sonne gerade im Zenit über uns. Wir liefen gemütlich zu Qualität für Quidditch im Schaufenster stelle der Laden einen wunderschönen Besen aus. Er war aus sehr dunklem Holz gefertigt. Auf einem Schild stand in großen Lettern: Die neue Vassoura 1977, aus Mahagoni- und Ebenholz gefertigt.
Die Borsten dieses Besens biegen sich mit dem Wind, d. H. dass Sie mit diesem Besen schneller fliegen können als mit allen anderen.
Beschleunigung: 100 km/h die Sekunde.
Höchstgeschwindigkeit: 400 km/h
Verschiedene Mädchen- und Jungeneditionen.
Limitierte Auflage.
Preis auf  Nachfrage.

Meine Augen strahlten. Aber, Preis auf Nachfrage. Ich konnte mir gar nicht vorstellen, was das bedeuten sollte. Ich bemerkte wie meine Mum mich von der Seite ansah. Dann sprach sie auf einmal einen Verkäufer an: „Sagen Sie bitte, wie teuer ist die Vassoura 1977 in der Mädchenedition?“
Der Mann sah sie lächelnd an und sagte mit leiser Stimme: „150 Galleonen.“
Meine Mum rechnete schnell im Kopf um: „Das geht ja noch.“
Was??? Sie würde mir für 150 Galleonen einen Besen kaufen? Menschenskind!
„Mum,“, sagte ich, sie strahlte mich an. Träumte ich? Das wäre zu schön.
„Ja Lily, probiere den Besen aus. Wenn er dir gefällt kaufe ich ihn dir. Du weißt ja,“, fuhr sie fort als ich sie unterbrechen wollte, „Wir zahlen für Hogwarts kein Schulgeld und für Tunis Schule fast ein Vermögen. Der Besen gleicht diese Summe kaum aus, ich weiß, aber ich liebe dich mein Kind, und ich möchte, dass du glücklich bist und etwas hast, dass dir zeigt, dass deine Eltern vollkommen damit einverstanden sind, dass du diesen Weg eingeschlagen hast.“ Tränen schossen mir in die Augen. Ich umarmte meine Mum und wir zwei folgten dem Verkäufer, der eine dunkle, aus unzerstörbarem Stoff gefertigte Tasche mit Goldener Aufschrift hervorzog. Dann gingen wir auf den Hinterhof, wo sich eine große Flugbahn erstreckte.
Meine grünen Augen leuchteten förmig. Meine Mum unterhielt sich mit dem Verkäufer, der ihr wohl gerade die Quidditchregeln erklärte. Ich lächelte.
Auf einmal wurde ich von hinten angestupst. Als ich mich umdrehte verrutschte mein lächeln. Hinter mir standen, feixend wie eh und je, meine liebsten (Sarkasmus) Mitschüler, Black und Potter. Black hatte mich zum Glück noch nicht bemerkt.
„Hey,“, sagte Potter und fuhr sich durchs Haar. Wie ich diese Geste hasste. „Wie waren deine Ferien bisher?“

„Wunderschön,“, antwortete ich bissig, „Bis zu diesem Moment war alles schön!“
„Wieso nur bis zu diesem Moment?“
„Du bist hier! Schon gemerkt?“
„Oh,“, war alles, was er erwiderte. Plötzlich drehte sich Black um und sah ungläubig zu mir: „Evans. Du. Hier. In einem Quidditchladen?“
„Auch schon gemerkt?“
„Ich dachte, du hättest Höhenangst?“
Ich stöhnte: „Warum glaubt ihr alle, ich hätte Höhenangst.“
Sirius wurde um eine Antwort gebracht, da sich der Verkäufer und meine Mum zu uns gesellten. James brachte meine Mum anhand der roten Haare anscheinet gleich mit mir in Verbindung, straffte die Schultern und hielt meiner Mum seine Hand hin. „Mrs. Evans, nehme ich an. Ich bin James Potter, ihr zukünftiger Schwiegersohn!“ Er hatte es nicht getan, er hatte es nicht getan. Aber am Grinsen meiner Mutter merkte ich, dass er es sehr wohl getan hatte.
„Ich wusste gar nicht Lily, dass du so gutaussehende Freunde hast.“

Klatsch. Ich hatte Potter eine geknallt, nahm mir den Besen und flog schnell davon. Ich liebte es in der Luft zu sein. Es ist ein so befreiendes Gefühl.
Ich hörte meine Mum sich bei Potter entschuldigen. Sirius stand grinsend daneben und sagte nur: „Machen Sie sich keine Sorgen. James ist das schon gewohnt. Ich glaube, er hat seine tägliche Ohrfeige schon fast vermisst, nicht Krone?“ Er stieß Potter in die Seite. Meine Mum schien fassungslos. „Lily schlägt einfach so Menschen?“
„Nur James, wenn er sie nervt. Wissen Sie,“, sagte Sirius etwas leiser, so dass ich es, trotz meiner guten Ohren fast kaum noch hören konnte, „Er liebt es, wenn sie leidenschaftlich wird. Also, er liebt sie nicht nur dann. Er kennt kaum ein anderes Thema als Evans, Lily hier Lily da.“ Er kicherte.
„So Tatze,“, sagte Potter peinlich berührt, „Genug meiner Geheimnisse ausgeplaudert.“ Und zu meiner Mum gewand sagte er: „Lily ist jede Ohrfeige dieser Welt wert. Sie ist mehr wert als jedes andere Mädchen. Ich nehme es ihr nicht übel.“ Er zog Black weg zur Kasse, damit sie ihre Vassouras 1977 bezahlen konnten. Was hatte Potter gesagt. Ich wäre mehr wert als alle anderen? Quatsch. Ich musste mich verhört haben. Er wollte doch nur ein Date mit mir, damit er mich auf seiner Liste abhaken konnte.
Ich landete gerade, als meine Mum erschrocken auf die Uhr sah.
„Lily, wir reden später über James Potter und warum du diesen netten Kerl so behandelst. Also wirklich. Aber wir bezahlen jetzt schnell den Besen und dann fahre ich zu Arbeit und du triffst dich mit deinen Freundinnen.“, sie ging mit dem Besen vor zur Kasse und ich hörte sie leise sagen: „So ein netter Junge.“

Ich hatte keine Ahnung was ich ihr hätte sagen können, und so bedankte ich mich noch einmal für den Besen und verabschiedete mich und ging in Richtung des neu Eröffneten Eiscafes Helado wo Alice und Txell bereits an einem Tisch auf mich warteten. Sie sahen mich und flogen mir um den Hals.
„Mensch Lily. Schön dich zu sehen.“
„Hatten wir uns nicht für etwas früher verabredet?“
So ging es weiter, bis ich ihnen von meiner Begegnung mit Potter und Black erzählen konnte.
Ich ließ allerdings alle Sachen nach der Ohrfeige aus und zeigte stattdessen meinen Besen. Sie bekamen auch ein glitzern in die Augen und ich musste ihnen versprechen, dass sie auf jeden Fall eine Runde mit ihm fliegen dürften.
„So Lily,“, sagte Txell, als gerade mein Eisbecher kam, „Du hast uns noch nichts von deinem Date erzählt, außer, dass es schlimm war.“ Ich verzog das Gesicht.
„Es war grauenvoll,“, stöhnte ich, „Ich bin ja nur auf drängen eines alten Freundes von mir mit dem Typen ausgegangen, wir sind in ein Cafe gegangen und er hat sich prollig ein Bier bestehlt. Als ob man mir damit etwas beweisen könnte.“ Ich blickte meine Freundinnen an und sie grinsten. Wir alle hatten es schon geschafft eine Flasche Feuerwhisky auf Ex zu trinken ohne betrunken zu werden. „Naja und dann,“, fuhr ich fort, „Hat er in einem Zug nur von seinen tollen Leistungen erzählt und von seinem Dad, dem eine Bohrmaschinenfirma gehört, die er nach Beendung der Schule übernehmen wird, und so weiter. Er ist so ein Mensch, der sich später wahrscheinlich in irgendeiner Vorstadt niederlassen wird und sich richtig wichtig nehmen wird. Er ist so kleinkariert. Und dann hat er gesagt, dass er mich liebt, ich meine nach drei Stunden, indenen hauptsächlich nur er geredet hat, kann man sich doch kaum verlieben. Und dann wollte er mich küssen und ich bin weggerannt.“ Ich endete und meine Freundinnen sahen mich mitleidig an.
„Warum sagen immer alle, dass sie mich lieben. Was ist anderes an mir?“, fragend sah ich meine Freundinnen an.
„Lily,“, sagte Alice todernst, „Du wunderst dich, warum dich alle Jungen so toll finden? Mädchen! Guck doch mal in den Spiegel. Du bist wunderhübsch. Du hast smaragdfarbende Augen. Tolles rotes Haar.“ Zweifeld sah ich sie an: „Ihr seit doch viel hübscher als ich. Ich habe einen Rettungsring um die Hüfte.“, und wies auf die Speckröllchen, die sich leicht über meine Hüfthose schoben.
„Quatsch“, sagte Txell gerade, als ein Kellner mit drei neuen Eisbechern kam. „Wir haben doch nichts weiter bestellt,“ ,sagte Alice stirnrunzelnd. Der Kellner zeigte auf eine Ecke, in der drei ältere Männer saßen, die uns anlächelten.
„Von denen kommt das!“
Wir grinsten uns an und riefen laut „Danke“ zu ihnen hinüber, bevor wir uns an das köstliche Eis machten.
Dann gingen wir, nach unserem abklärenden Spruch: „Zuletzt die Bücher!“ los um unsere Besorgungen zu machen. Meine Freunde kauften nichts in der Apotheke, weil sich nicht mehr mit Zaubertränken weiter machten. Dann gingen wir zu Madam Malkin um uns neue Umhänge zu kaufen. Zum Schluss kauften wir die Bücher und verabschiedeten uns dann.

Zuhause angekommen merkte ich, dass meine Mutter noch auf mich wartete. Ich seufzte leise und ging zu ihr ins Wohnzimmer.
„Lily,“, begann sie, „Ich weiß nicht, was du gegen diesen James hast, er ist doch ein so lieber Junge.“
„Mum,“, erwiderte ich todernst: „Du kennst James Potter nicht, er fragt mich seit drei Jahren jeden Tag, ob ich mit ihm ausgehen möchte und er kann kein nein akzeptieren. Und dann nimmt er die nächste Einladung an und knutscht mit dem nächsten Mädchen herum. Ach, ich will einfach nicht über ihn sprechen.“
Sprach ich und verschwand in mein Zimmer. Ich musste noch meine Tasche packen, da ich in ein paar Tagen mit meiner Familie in die Staaten, nach Florida, fliegen würde. Das heißt, sie fliegen, ich apparierte. Ich war jetzt schon etwas aufgeregt, apparierte ich doch zum ersten Mal über einen Ozean.

„Ach,“, sagte ich einen Monat später zu meinen Freundinnen, „Es ist schön wieder in England zu sein. Florida war zwar cool, aber Tunia hat ständig rumgemeckert, weil sie sich gleich am zweiten Tag einen miesen Sonnenbrand geholt hat, ich hätte ihn zwar wegzaubern können, aber das hätte sie bestimmt nicht gewollt.“ Ich musterte meine Freundinnen genau. Irgendwie sahen sie deprimiert aus.
„Hey,“, fragte ich bestürzt, „Was ist denn los mit euch?“
Txell antwortete fast unter Tränen. Meine Eltern ziehen weg. Wir müssen untertauchen. Dieser Lord Voldemort hat sie bedroht. Wir gehen noch heute weg. Wahrscheinlich nach Mexiko oder Peru, dort wohnt ja noch ein Teil meiner Familie.“ Sie schniefte. Ich war den Tränen nah.
„Schwört mir,“, sagte sie leise,

„Alles was du willst.“
„Dass ihr nicht wegen mir weint. Und nicht mehr über mich redet, wenn es sich machen lässt. Mehr will ich nicht“
„Wir schwören“, sagten Alice und ich gleichzeitig. Txell gab jedem von uns ein wunderschönes Medaillon, indem ein Bild von uns dreien drin war.
„Damit ihr mich nicht vergesst.“, schniefte sie und disapparierte.
 
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