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von Tanuri    erstellt: 30.08.2009    letztes Update: 04.09.2009    Geschichte, Allgemein / P12    (abgebrochen)
Heute wurde wieder so einer dieser grauenvoll schönen Tage.
Schön, weil ich Hermine sehr oft über den Weg lief und grauenvoll, weil ich Hermine sehr oft über den Weg lief und ich mich immer zurück halten musste, nicht einfach zu ihr zu gehen und ihr über die Wange zu streichen oder sie zu umarmen. Ja, es war so ein Tag. Das stellte ich aber erst später fest.

Ich raffte mich schließlich auf und ging erst einmal schön heiß duschen, dabei träumte ich dann immer noch vor mich hin.
Als ich aber dann Richtung Große Halle ging, ermahnte ich mich, nicht mehr an vergangene Nacht zu denken, sondern mich auf die, leider nicht halb so schöne, Wirklichkeit zu konzentrieren.

Ich bahnte mir einen Weg durch die Schülermengen und ging möglichst ohne nach links und rechts zu schauen, um nicht auf die Idee zu kommen, nach ihr Ausschau zu halten, nach vorne zum Lehrertisch, wo schon einige meiner Kollegen sahen. Ich setzte mich hin und schaute eine Zeit lang auf die Tischplatte und führ mit den Augen die Holzmaserungen entlang. Doch das lenkte mich auch nicht wirklich von meinen Gedanken ab und so gab ich es nach einer Zeit auf. Nun ließ ich doch den Blick durch die Halle schweifen und als ich zur Eingangstür sah, da…da kam sie gerade herein, sie lachte und unterhielt sich mit Ron Weasley und dem berühmten Harry Potter.
Mein Magen verkrampfte sich bei diesem Anblick.
Sie lächelte immer noch, doch jetzt flüsterte ihr Ron etwas zu und sie sah hoch zum Lehrertisch, sie schaute am Tisch entlang, als würde sie jemanden suchen und als sie bei mir angelangt war, hielt sie inne und unsere Blicke trafen sich, es war wie ein Schlag in den Magen. Wir sahen uns lange an, so kam es mir jedenfalls vor. Irgendwann löste sie den Blick von mir, weil Ron ihr mit einer Hand vor der Nase herum fuchtelte. Sie schüttelte den Kopf, als müsste sie ihre Gedanken erst neu ordnen, dann ging sie weiter und setzte sich. Doch dann warf sie mir noch kurz einen Blick zu, als ihre Freunde abgelenkt waren.
Es war ein freundlicher Blick, schöner, als ich ihn mir je vorzustellen vermochte. Wenn ich es mir nicht einbildete, hatte er sogar etwas Sehnsüchtiges.
> Ach, quatsch, was dachte ich da nur schon wieder. <
Das bildete ich mir doch nur ein.
Aber ich konnte es einfach nicht wahr haben, dass sie mich nicht liebte. Naja, eigentlich war es klar, wie sollte sie auch, ich war ja schließlich nur der von allen verhasste und gefürchtete und langweilige Severus Snape, wie eh und je.
Ich seufzte und legte meinen Kopf in eine Hand.
Dann wandte ich mich wieder meinem Teller zu und stocherte ein wenig in dem Essen herum. Jetzt hatte ich auch keinen Hunger mehr, stellte ich entnervt fest und ärgerte mich über mich selbst, dass ich nicht anders war.

Nach dem Essen ging ich schnell aus der Großen Halle und zurück in die Kerker. Ich musste mich erst noch einmal sammeln und auf den Unterricht vorbereiten, bevor ich sie gleich sah.
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