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Geschichte: Fanfiktion
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von SwordMistress7
erstellt: 23.08.2009
letztes Update: 22.02.2010
Geschichte, Romanze / P16
(abgebrochen, keine anonymen Reviews)
Entweder schafft SWordi es noch am heutigen Tag, das letzte bisschen fertig zu stellen, oder ihr müsst leider bis nächsten Samstag warten, bis Swordi von Munich wieder da ist. Aber die Gruft versucht ihr Bestes. But there is so much to do...
Aber erstmal gehts hier weiter...
@ Peace-My-Baby:
Wer oder was mich draufgebracht hat? Simple Antwort, große Bedeutung: Das Leben selbst.
Der gute Leon wird im heutigen Kapitel kurz erwähnt, besser: Warum er nicht aufkreuzt. Deshalb verrate ich an dieser Stelle noch nichts. ;)
Ob der Mann im Park eine Rolle spielen wird... Auch hier hüllt sich Swordi in Schweigen, denn genügend Personen werden noch auftauchen.
Danke sehr.
@ Fabia:
Das Neutrale hier ist so - wie bei deiner Vorreviewerin (Und wieder ein neues Wort gefunden) - wie das Leben ist. Das Leben ist Gott sei Dank, oder leider, wie man es gerne hätte, neutral. Und ohne Wertung. Swordi hofft, dass sie das irgendwie doch noch gut rüberbringt, wenn nicht. Naja, Pech gehabt.
Schön, dich dabei zu haben.
Vielen Dank.
@ Teddy xD:
Freut mich zu hören, dass dein Vater den Krebs besiegen konnte. Ist meine schöne Sache.
Danke für dein Review.
@ Anni:
Warum ich so viel schreibe? Na ganz einfach meine liebe Freundin aus Österreich: Damit dein Hirn nicht gänzlich zu einer flüssigen Masse wird. Halte durch, in einer Woche hast du wieder Schule :P
Swordi findets auch schade, dass Marlon mit seinem Leben schon abgeschlossen hat und somit keine Motivation hat. Aber du wirst sehen, eine oder einer (haha, wird nicht verraten!) wird Marlon das in den kommenden Kapiteln noch vorhalten, dass er da so rumhängt.
Und zum Flughafengepäckdurchchecker-Personal sag ich nichts... :D
Herzlichen Dank.
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“Ich weiß Marlon, dass man einen Tag vor einer Chemo-Therapie keinen Hunger verspürt, und Angst hat, aber etwas zu dir nehmen musst du schon, sonst packst du das nicht.” Mit einem mütterlichen Ton redete Schwester Renate auf Marlon ein.
Ihr Haar war pechschwarz und kurz geschnitten, ihre Figur war klein und schmal. Doch ihre liebevollen, grauen Augen stachen selbst durch die Brillengläser direkt in Marlons Augen und er seufzte. Er ergab sich seinem Schicksal und fing an, die Suppe zu löffeln.
Renate setzte sich derweil auf den freien Platz neben ihm.
“Du musst unbedingt aus deinem Trott herauskommen, gerade nach der Bestrahlung. Wie willst du gesund werden, wenn du nur den einen Blick kennst?”
“Der Eine reicht mir und ich habe von hier schon alles gesehen.” Marlons Ton war griesgrämig.
“Wirklich? Friedenweiler mag zwar um einiges überschaubarer als München zu sein, aber es nur durch einen Blick zu definieren ist falsch. Du warst noch nie aus dem Dorf draußen. Hast nie die Felder gesehen, warst nie im Wald. Geh doch einfach heute Mittag etwas spazieren, du wirst sehen, es wird dir gefallen.”
“Wird es mir nicht, und du musst mich gar nicht davon überzeugen, etwas anderes zu tun. Mein Leben ist sowieso am Ende, wieso soll ich mich dann noch abmühen mit irgendetwas?” Marlon sah von seiner Suppe auf und sah direkt in Renates Augen. In diesen konnte man förmlich sehen, wie traurig sie zu werden schien.
“Dein Leben ist zu Ende? Marlon, du bist 18, wenn du keinen Lebensmut mehr hast, wer dann? Wenn du 80 wärst, und allein, dann könnte ich eine solche Aussage verstehen, aber bei dir? Gibt es denn nichts, für was du weiterleben möchtest?”
“Meine Freundin hat mich verlassen, mein Bruder will mich nicht besuchen, weil er denkt, dass es für ihn und für mich gefährlich ist und er sich vielleicht anstecken könnte, meine Eltern besuchen mich Sonntags im Wechsel, haben aber auch keine wirkliche Perspektive. Ich bin allein, für was soll ich weiterleben?”
Er schob den leeren Teller hinüber zu Renate und sah sie weiterhin so an.
Kurz hielt sie seinem Blick stand, dann stand sie auf, nahm den Teller und brachte ihm wortlos den Nächsten.
Marlon begann, Seidenwürste mit Linsen zu essen.
War zwar ein schwäbisches Gericht, schien dem Koch hier allerdings egal zu sein.
Während er aß, beobachtete er die anderen Menschen im Essensaal.
Es waren nur zwei Frauen hier, beide schon in einem höheren Alter, die an einer schwereren Lungenentzündung litten, aber das war hier oft vertreten.
Die vielen Männer hier hatten ebenfalls mit Lungenentzündungen oder Atemwegsbeschwerden zu kämpfen, Marlon war außer einem Mann Mitte 50 der Einzige, der hier war, um Lungenkrebs behandeln zu lassen.
Marlon fühlte sich unwohl. Nicht nur, dass er hier mit Abstand der Jüngste war, auch dass jeder jeden zu kennen schien, oder sie zumindest so taten, in dem sie so redeten, als wären sie seit Jahren befreundet.
Es schien hier auch wie selbstverständlich, einander zu duzen, auch wenn man sich nicht lange kannte. Das hatte Marlon gleich nach seiner Ankunft erfahren - alle hier im Heim durfte man duzen, man kannte und mochte sich ja, so schien das Motto.
Doch Marlon kannte keinen. Und von mögen konnte nicht die Rede sein.
Er war der Außenseiter.
Nach dem Mittagessen stand Marlon sofort auf und verließ den großen, hellen Essenssaal, der mit modernen Möbeln ausgestattet war und einige moderne, mathematische, rote Formen an der Wand hatte, und ging die flache Marmortreppe hinauf in den ersten Stock.
Hier waren alle Sternzeichen in blau sogar mit Datum an der Wand verewigt worden. Es sah sehr schön aus, die Figuren waren klassisch modern und die Farbe des Blaus hatte eine dunkle Farbe. Doch es interessierte Marlon nicht, er ging ohne die Sternzeichen zu beachten, den Gang entlang, und öffnete zwischen Schütze und Steinbock eine Tür aus Lärchenholz.
Er trat in sein Zimmer und schloss hinter sich die Tür.
Leise seufzend ließ er sich auf sein Bett sinken und sah durch sein Zimmer.
Die beiden Landschaftsbilder - das eine zeigte eine Landschaft in der Toskana, das andere einen Sonnenaufgang über dem Meer - waren das Einzige, was an den weißen Wänden hing. Die Lampe, die in der Mitte der Decke hing, hatte 4 schmale, lange Birnen und war wie ein Kreuz aufgehängt worden. Der Schrank stand schräg gegenüber von Marlons Bett, direkt gegenüber befand sich das große Fenster des Zimmers, das Marlon mit gelben und orangenen Vorhängen allerdings etwas eindämmte, direkt daneben führte eine Tür in das Bad.
Wenn Marlon zur Zimmertür eintrat, musste er erst einmal einen Meter ins Zimmer hinein, um überhaupt drinnen zu sein, da die Tür direkt neben der Wand des Bades war. Gegenüber der Tür war sein Schreibtisch, auf dem er seinen Laptop hatte, an dem er aber bisher nur einmal daran gesessen hatte.
Marlon sah auf den Laptop ihm gegenüber, dann seufzte er erneut, ließ sich nach hinten fallen und sah etwas nach links. Auf einer kleinen Kommode stand ein Fernseher, doch Marlon war nicht nach fernsehen zumute.
Langsam schloss er die Augen.
Nur noch weg von hier, war sein letzter Gedanke, bevor er wegdöste.
Es war kurz vor 16 Uhr, als Renate leise die Tür zu Marlons Zimmer öffnete und sie ebenso leise wieder schloss, nachdem sie eingetreten war. Sie ging den Minigang vor, am Schrank vorbei, und musste etwas lächeln, als sie Marlon auf seinem Bett liegen und schlafen sah.
“Marlon?”, fragte sie vorsichtig, und widerwillig öffnete der Angesprochene seine Augen. “Du musst deine Tabletten nehmen.” Sie nahm ein kleines Kästchen aus ihrer Jackentasche und reichte es ihm, während er sich aufsetzte. Er nahm es an und warf es neben sich.
“Hast du gut geschlafen?”
Marlon schüttelte mit dem Kopf, währenddessen rieb er sich die Augen.
“Schade, aber du wirst sehen, das wird schon.” Aufmunternd lächelte sie ihn an, doch er ignorierte sie und nahm das Tablettendöschen in die Hand. Renate reichte ihm die Wasserflasche, die ebenfalls auf dem Schreibtisch stand und Marlon schüttete alle 5 Tabletten auf seine Handfläche. Eine große, eine mittelgroße und drei kleine Tabletten waren es. Kurz betrachtete er sie in seiner Hand, dann führte er sie zu seinem Mund, legte seinen Kopf in den Nacken und schuckte sie sich förmlich den Rachen herunter. Er nahm die Wasserflasche und spülte somit kräftig nach, ehe er die Flasche wieder Renate gab und sie diese wieder auf den Schreibtisch stellte.
“Und, was möchtest du jetzt tun?”, fragte sie ihn, während sie kurz die Badezimmertür öffnete, das Licht anmachte und kurz hineinsah.
“Nichts, was soll ich denn machen?”, fraget er tonlos zurück und Renate schloss die Badezimmertür wieder.
“Geh doch einmal ein bisschen raus und lauf ein wenig. Ein Junge wie du hat doch immer zu viel Testosteron und muss bewegt werden.” Sie sah ihn freundlich an, doch er schloss nur das Kästchen und reichte es ihr wieder.
Renate atmete laut aus und steckte sich das Kästchen wieder in die Jackentasche und sah auf Marlons Vorhänge.
“Was wir aber machen ist, dass ein wenig Leben hier reinkommt.” Sie ging die beiden Schritte bis zum Fenster, zog die Vorhänge zurück und mit einem Mal wurde es richtig hell in Marlons Zimmer.
“Schau, so ein schönes Wetter, und du willst hier drin versauern.” Sie stellte sich neben das Fenster und sah ihn erwartungsvoll an. Scheinbar wollte sie, dass Marlon aufstand und sich selbst davon überzeugte.
Wieder seufzend erhob sich Marlon von seinem Bett und ging zum Fenster.
Als er hinaussah, musste er zuerst blinzeln, da es doch sehr hell war, doch dann kniff er etwas die Augen zusammen.
Marlons Zimmer schien scheinbar fast direkt über dem Platz zu sein, auf dem Marlon seine Tage immer auf der Terrasse zubrachte, denn er hatte genau den selben Blick.
Er sah hinunter auf die Straße, auf dem gerade eine Trauergemeinde lief.
Es waren vielleicht 20 Leute, allesamt in schwarz gekleidet, die hinter dem Pfarrer und einer jungen Frau liefen.
Während der Pfarrer, der scheinbar schon erste Zeichen einer weniger werdenden Haarpracht hatte, in seinem Trauermessgewand und einem Gebetsbuch in der Hand lief, hatte die junge Frau, die ihre blonden Haare zu einem Zopf geflochten hatte, neben ihm eine graue Kutte an, mit lilanem Bund um die Hüfte, während sie irgendetwas schwenkte. Der Pfarrer stupfte sie an, schien irgendetwas zu ihr zu sagen, und sie musste lächeln. Er lächelte auch, doch dann sagte die junge Frau etwas, und nun konnte man beiden sehen, dass sie doch deutlich vergnügt waren.
“Was ist denn an einer Beerdigung so witzig?” Marlon sah fragend zu Renate herüber, die nur lachte.
“Ach weißt du, gar nichts. Aber der Pfarrer und seine Oberministrantin sind eben so. Die beiden verstehen sich sehr gut und haben auch Privat viel Kontakt miteinander. Ich würde gar sagen, die beiden sind befreundet miteinander. Etwas seltsam mag das für Außenstehende schon sein, für uns hier im Dorf ist das aber schon normal.”
“Und was schwenkt die da?”
Marlon sah genauer auf das, was so locker neben der Frau hin und her schwang, und scheinbar eine Art Rauch verströmte.
“Och, das ist das Weihrauchfass. Bei uns Katholiken wird das bei jeder Beerdigung geschwenkt. Und auch sonst an allen Hochfesten und privaten Ereignissen wie Hochzeiten oder dergleichen.”
Stumm nickte Marlon und beobachtete den Trauerzug, bis er vollständig aus seinem Blickfeld verschwunden war.
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Und wieder einige mehr im fröhlichen Kreis von Marlons potenziellen wichtigen Personen.
Nächsten Sonntag gehts dann wieder weiter.
Bis dahin ne schöne Woche.
LG, SWordi
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