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von Daisy221    erstellt: 17.08.2009    letztes Update: 17.08.2009    Geschichte, Romanze / P12    (fertiggestellt)
Colettes neue Reise…


Es ist das schönste Gefühl welches Menschen verbindet. Kann heißer glühen als frische Glut, heilender sein als die beste Medizin und kann mehr schmerzen als tausende scharfe Klingen, welche sich in den ungeschützten Leib bohren. Diese Empfindung nennt man Liebe. Wir erfahren Liebe auf verschiedenste Art und Weise, die Liebe der Eltern, die einen erdrücken kann, die bedingungslose Liebe vom Haustier. Bevor wir lernen zu hassen oder zu fürchten, lernen wir zu lieben. Klingt schmalzig ist aber wahr. Das unberührte Kinderherz ist erfüllt von reiner Liebe. So müsste es einfach sein, ein Kinderspiel, bedingungslos zu lieben. Doch um dies zu können, muss das Herz bereit sein zu vertrauen, auch verletzt zu werden. Ein Kind vertraut den Eltern blind, erste Unsicherheit breitet sich erst aus, wenn man es sich einem anderen Kind annähert. Oft geht es nicht über zusammen spielen hinaus, doch manchmal fängt die Blume der Freundschaft an zu keimen. Wahre Freunde findet ein Mensch erst dann, wenn er gar nicht damit rechnet. So stellt sich in der Not heraus, wer es wert ist den kostbaren Titel, Freund, zu tragen. Doch manchmal genügt es auch einfach Gevatter Zeit walten zu lassen. Das zarte Pflänzchen Freundschaft kann wachsen und gedeihen, wenn man es hütet und schützt. Hat man einen wahren Freund gefunden, so muss man ihn achten und hüten, wie einen wertvollen Schatz.

Colette hat so einen wunderbaren Menschen gefunden, der ihr in Not und im Spiel beistand, Lloyd, und schenkte ihm ihr Herz. Sie vertraute sich ihm an und selbst nach der Weltenerneuerung verband das blonde Mädchen, was zur Frau gereift war, starke Bänder der Freundschaft mit dem jungen Mann. Doch irgendetwas stimmte seit einiger Zeit nicht mehr mit ihr, so empfand es Colette. Sie schämte sich, ihm im Badeanzug entgegen zu treten, oder in ihrem geliebten, rosa Nachtgewand. Ihr war es auch immer seltsam, wenn er ihr nahe war, oder Lloyd sie gar berührte. Ihre anderen Freunde bemerkten Colettes Verhalten und registrierten es mit leisem Kichern oder zwinkerten ihr seltsam zu. Raine war am zügellosesten und grinste stets von einem bis zum anderen Ohr, wenn Colette mit Lloyd zusammenarbeitet, in einem Projekt, oder mit ihm spazieren ging. Manches Mal wurde ihre Lehrerin auch rot und schwärmte wie ein kleines Mädchen. Ab und zu fragte sie auch: „Julia, wo ist denn dein Romeo?“, was die süße Blonde nur mit einem gerötetem Gesicht beantworten konnte. Doch auch ihre anderen Freunde, die so gut wie jede Woche nach Iselia kamen, benahmen sich seltsam. Regal präsentierte letzten Abend, vor Stolz strahlend, die neusten Werke der Designer Altamiras. Bademoden, edle Abendgarderobe, welche Zelos Augen glitzern ließ, und auch Hochzeitsgewänder. Die Gruppe amüsierte sich köstlich, da Zelos den Blauhaarigen doch nur all zu gerne in ein blaues Abendkleid stecken wollte oder Sheena und in ein sehr gewagtes Model von einem Badeanzug. Alle hatten ihre Lieblingsstücke. Doch ein anderes Highlight des Abends war es, als der Präsident wortlos zu Colette schritt und ihr ein Magazin in die Hände drückte. Es war weiß und in goldener, verschnürgelter Schrift war auf dem Cover zu lesen: Hochzeitsmoden mit Herz. Es ist nicht nötig zu erwähnen dass sie daraufhin rot wie eine Rose wurde, oder? Doch an diesem Treffen waren ihr auch viele andere Dinge mehr als suspekt! Ihre Freunde, die außerhalb des Dorfes wohnten, beglückten Iselia nun für zwei Wochen mit ihrer Anwesenheit und Zelos hatte angekündigt, das diese vierzehn Tage etwas ganz Besonderes werden würden. Dem Schwertkämpfer musste die Blondine glauben, denn so etwas sagte er nicht einfach leicht daher. Leider wohnte Lloyd dem Abend nicht bei, er hatte sich seit drei Tagen kaum blicken lassen und nur einzeln besuchten ihn seine Freunde, nur Colette durfte nicht zu ihm. Es war zum Haare ausreißen. Stets wenn sie zu ihm wollte, so kam ein anderer daher und hielt sie fern. Heute Morgen war es Presea, die unbedingt lernen wollte, wie man so süße Kuchen backen könne. Der blonden Schönheit kam es balakruftisch vor, warum fragte sie nicht Genis oder Regal, die Meisterköche? Mittags waren es Sheena und Raine, welche sich der Maid aufdrängelten. Shoppen war die Devise. Natürlich nur in Meltokio, Martel segne die Rhaiards. Die Damen flanierten in den prächtigsten Läden, wobei es sich, zu Colettes Verwunderung, um Geschäfte handelte, die sich auf Brautkleider spezialisiert hatte. Auch Schmuckboutiquen standen auf der Suchliste ganz oben. Die Auserwählte wusste nicht wie ihr geschah, zum Spaß probierte sie zig Kleider an und mit einem wunderschönen Paar Ohrringe verließ sie den Ort. Auch die anderen Damen ließen sich einige Kleider einpacken, Sponsoren: Regal und Zelos! Am Ende des Tages wollte sie aber zu Lloyd und keine Macht der Welt könnte sie davon abhalten, außer die Macht hieß Zelos Wilder. „Guten Abend, mein Engelchen! Was machst du sooooo spät noch draußen?“, flötete er ihr entgegen. Er schaute sich um, und rieb sich verächtlich blickend die Arme: „Sehr kalt in der Gegend, pah, Wälder sollen so gesund sein…ich hole mir nur den Tod!“, er unterstrich seine Abneigung mit einem lauten Niesen und musterte Colette weiter. „Süße, das geht nicht, ich kann dich wirklich nicht hier lassen! Mein Ruf als Kavalier steht hier auf dem Spiel.“. Ohne das Mädchen zu Wort kommen zu lassen griff er nach ihrer Hand und zog sie bestimmend hinter sich her. Überrannt folgte sie dem Rothaarigen und schaute sehnsüchtig hinter sich, sie war nur wenige Meter von dem Haus ihres Gelieb…ihres besten Freundes entfernt. Leise folgte sie dem galanten Mann.

Nicht eine Stunde später lag Colette zu hause in ihrem weichen Bett. Schon war die Nacht, wenn sie aus ihrem Fenster schaute. Blinkende Sterne tummelten sich an dem dunklen Firmament und ein silberner Vollmond schien auf die Erde. Sanfter Wind wiegte das Gras, eine Nacht die zum Träumen einlud. Doch es wollte ihr nicht gelingen in die süße Traumwelt zu entschwinden. Wach lag die Blonde da und rollte sich von einer zur anderen Seite. Entschlossen schloss die Schöne ihre Augen, nur um sie wieder aufzureißen. Lloyd ging ihr einfach nicht aus dem Kopf. Seit sie denken konnte, war sie jeden Tag mit ihm zusammen gewesen und nun hatte sie vier Tage lang nichts von ihm gehört. „Ich besuche ihn! Jetzt!“, murmelte sie schmollend und bäumte sich auf. Fahrig warf sie sich eine weiße Jacke über die Schultern und schlich sich aus dem Haus. Unbemerkt, zu ihrer Freude, gelang es ihr die Türe hinter sich zu schließen. Lautlos, einem Ninja ähnlich huschte sie zum Dorfrand um dann zu stolpern und ein ahnungsloses Ortsschild umzuwerfen. „Nix passiert…“, hauchte sie lächelnd und stand auf. Schnell klopfte sie sich einige Schmutzpartikel von ihrer Kleidung und richtete ihr Haar. Leicht fröstelnd setzte sie ihren Weg fort, als sie plötzlich vor Schreck erstarrte. Eine schwarze Gestalt näherte sich. Sie war von der Nacht umhüllt und Colette konnte nur sehen, wie diese ihr immer näher kam. Ihre Beine waren wie Blei, waren nicht willig ihr zu gehorchen. Die Gestalt kam ihr immer näher. Ängstlich schloss sie die Augen und hoffte inständig dass es nur ein Hirngespinst sei und ihr blaues Augenpaar sich einen Scherz erlaubte. Doch das war es nicht. „Colette?“, kam es fragend von der Person, die nun in das Licht des Vollmondes trat. Diese Stimme…sie war ihr so vertraut. Zögerlich öffnete sie ihre Augen und flüsterte: „Lloyd?“. Erleichtert atmete sie aus, es war Lloyd. Unsicher biss sich Colette auf ihre Unterlippe, sprang ihm aber dann fröhlich um den Hals. „Lloyd!!!“, quietschte sie vergnügt. Der braunhaarige Mann strauchelte nach hinten, fing sich aber schnell und schlang sanft seine Arme um das blonde Mädchen, was für ihn himmlisch duftete. „Colette…hast du mich so vermisst? Ich wohne doch nur einige Meter entfernt?“. Colette schaute verwirrt zu ihm auf und nickte eifrig, die Hände hob sie vor ihren Oberkörper: „Ja! Aber immer kam mir etwas dazwischen! Presea, Zelos, Raine, Sheena! Sogar Genis!“. Lloyd wisch etwas von ihr zurück und deutete ihr mitzukommen. Er amüsierte sich als die blonde Schöne sich über Zelos aufregte, der sie so rüde vor seinem Haus abgefangen hatte. Nach außen hin gab sich der Schwertkämpfer ruhig, innerlich war er aufgewühlt und dankte dem Narziss aufrichtig. Hätte Colette ihm im Haus angetroffen…das wäre ein glorreiches Untergehen seines Planes gewesen, an dem er doch seit Wochen feilte.

Es dauerte nicht lange, da hatten die beiden das Haus von Lloyd erreicht und eilig stellte er sich vor Colette, als diese die Türe öffnen wollte. „Lloyd??“, ungläubig schaute sie ihn an als er sie an den Schultern wegdrückte. Unsicher hauchte er: „Ich…muss noch…etwas wegräumen!“. Bevor sich versah war der Mann in der Hütte verschwunden und Colette blieb brav vor verschlossenen Pforten stehen. Doch dann hörte sie ein Herein. Zögerlich öffnete sie die hölzerne Türe und betrat den Wohnraum. „Wow…“, entfuhr es ihr, als sie sich im Inneren umschaute. Herrlich war der Raum geschmückt, Colette schaute sich langsam um und nahm alle Eindrücke in sich auf. Feine Kerzen brannten, Rosenblätter bedeckten den Boden und waren wie ein Teppich angeordnet, welcher sie zu Lloyd führte. Von dem romantischen Lichterspiel der Flammen umrammt stand er auf der anderen Seite des Raumes. Langsam lief sie auf ihn zu, doch er streckte ihr seine Hand entgegen, sollte sie doch stehen bleiben. Nun war es der Schwertkämpfer der sich in Bewegung setzte und sich auf das Mädchen zu bewegte. Als er dann vor ihr stand kniete er sich vor sie hin und griff ihre Hände. „Colette…“, begann Lloyd zögerlich, „…magst du mich heiraten?“, beendete er die wichtigste aller Fragen. Wie vom Blitz getroffen stand sie da, feucht wurden ihre Augen. Mit erstickter Stimme hauchte sie, um ihn zu erlösen: „Ja…“. Sie begab sich zu ihm auf dem Boden und empfing einen kleinen silbernen Ring…und wurde zur Belohnung sanft geküsst.

Die Hochzeit folgte auf dem Fuße, wenige Stunden nach dem Antrag wurde das Fest der Liebe gefeiert. Es schien Colette, als ob jeder etwas von Lloyds Plan gewusst, nur sie nicht. Selbst ihr Vater reagierte nicht sonderlich überrascht, als Colette ihm von dem Antrag erzählte. Die Feier war für das Mädchen plötzlich, doch nicht weniger herzlich. Ihre Freunde waren bei ihr, begleiteten sie bei ihrem Aufbruch zu einer neuen Reise. Es war die Reise durchs Leben, gemeinsam mit Lloyd. Das Dorf war lebendig wie nie und nicht nur Lloyds Augen waren feucht, als er seine Geliebte als liebliche Braut erspähte…


*Ende*

Hat es euch gefallen? Ich hoffe doch^^, bitte ein Kommi da lassen! Lob, Kretik, Verbesserungsvorschläge? Gebt euren Senf dazu!!!

(>^_^)> Daisy221
 
 
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