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Geschichte: Fanfiktion
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von Malutki
erstellt: 14.08.2009
letztes Update: 08.08.2010
Geschichte, Romanze / P16
(fertiggestellt)
@ greyin: So, hier klärt sich jetzt auch, woher sie den Namen kennt...
Also, nun das zweite Kapitel:
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Ivan Rakitic. Fußballer bei Schalke 04. Wie Schuppen fiel es mir von den Augen. Das konnte doch nicht sein. Er saß hier direkt vor mir. Er hatte mir so nett geholfen. Er hatte draußen vor der Tür gewartet. Und ach Gott, ich hatte immer noch seine Hand in meiner.
Beschämt blickte ich auf meine Finger und ließ dann schnell seine Hand los.
Dann blickte ich ihn wieder an. Er lächelte.
„Ähm.“ >Ja, wirklich sehr schlau, was du da von dir gibst, Nika. <, ermahnte ich mich selbst.
Doch der Rakitic lächelte mich immer noch an. War wohl ein Dauergrinsekeks. Oder er machte sich über mich lustig. War ja auch irgendwie peinlich, was ich hier sagte, oder eher nicht sagte.
„Wie geht´s Ihnen jetzt?“, ergriff der Herr Fußballer dann doch das Wort.
„Joa.“ >Oh mein Gott, Nika. Was sollte das denn jetzt? < „Geht jetzt wohl, hab noch ein bisschen Schmerzen, wegen der gebrochenen Rippe, aber eigentlich geht es mir ganz gut.“ >Na, geht doch. <
„Das freut mich.“
Ich schwieg. Was sollte ich auch groß dazu sagen? Aber okay, irgendwas sollte ich vielleicht doch sagen. Denn das hier war irgendwie eine peinliche Stille. Also, was sagen?
Der Rakitic merkte anscheinend, dass er auf ein Gespräch mit mir nicht hoffen müsste und sagte: „Naja, war schön Sie kennen gelernt zu haben und ich hoffe, Ihnen geht es bald wieder besser. Ich muss dann jetzt auch mal wieder los.“
„Zum Training?“, kam es von mir wie aus der Pistole geschossen. Scheiße! Das wollte ich doch gar nicht fragen. Ich wollte ihm nicht zeigen, dass ich ihn erkannt hatte. Diese ganzen „tollen“ Fußballer hielten sich doch sowieso schon für sonst was, da brauchte man ihnen doch nicht auch noch unter die Nase binden, dass man sie erkannt hatte. Dadurch wurden die doch nur noch arroganter, als sie eh schon waren. Obwohl ich bei dem der vor mir saß ehrlich gesagt nicht das Gefühl hatte, das er arrogant war. Aber vielleicht konnte er das ja gut verstecken.
„Nein, wir haben heute trainingsfrei.“, kam es zurück und Ivan Rakitic grinste verschmitzt. Dann meinte er: „Ich dachte, Sie erkennen mich nicht, aber anscheinend ja doch.“
„Ja, naja, … nicht direkt.“, stammelte ich vor mich hin.
„Sind wohl kein großer Fußballfan.“, stellte er fest.
„Also, ehrlich gesagt, nicht so wirklich. Ich gucke eigentlich nur WM und EM, eben dann wenn Deutschland spielt.“, gab ich zu.
„Wie kommt es dann, dass Sie mich trotzdem, wenn auch erst nach einiger Zeit, erkannt haben?“
„Erkannt ist übertrieben, denn gesehen habe ich Sie noch nie. Auch nicht im Fernsehen. Aber ihr Name ist schon ein paar Mal in Fußballfachsimpeleien meines Bruders gefallen.“
„Ist Ihr Bruder Schalke-Fan?“, wollte Rakitic wissen.
„Der größte überhaupt.“, grinste ich.
„Na, dann ist ja gut.“
Der Fußballer drehte sich erneut zur Tür und wollte gehen. Doch dann, wendete er sich noch einmal zu mir um. „Also, eine Frage habe ich noch. Wenn Sie nicht die Bundesliga verfolgen, mich nie zuvor irgendwo gesehen haben und meinen Namen nur ein paar Mal in den Unterhaltungen anderer aufgeschnappt haben, woher wussten Sie dann wer ich bin? Warum konnten Sie sich an meinen Namen erinnern?“
„Sie sind aber sehr neugierig.“, meinte ich und schlug mir direkt mit der Hand vor den Mund. Wie redete ich denn mit ihm?
Aber er grinste nur und meinte: „Stimmt. Das haben schon viele festgestellt. Also, bekomme ich eine Antwort auf meine Frage?“
„Okay, okay. Also, zu seinem letzten Geburtstag hat sich mein Bruder ein Trikot gewünscht. Na klar, von Schalke. Ich wollte ihm den Wunsch erfüllen und war dabei im Internet ein Trikot zu bestellen, als ich feststellte, dass man ein Trikot ja auch mit Name und Nummer bedrucken lassen kann. Ich fand das eine gute Idee. Da ich aber nicht wusste, wer sein Lieblingsspieler ist, und wie ich gerade feststelle, es bis heute nicht weiß, bin ich so ziemlich alle Schalker Spieler einmal durchgegangen, um zu sehen, welcher Name sich am besten auf dem Trikot macht. Und…“
„Warten Sie mal. Sie haben gesucht welcher Nachname der schönste ist?“, wurde ich unterbrochen.
„Ehm, ja. Hab ich wohl. Hört sich vielleicht idiotisch an, aber wenn man doch keinen Spieler wirklich kennt, muss man sich ja irgendwie entscheiden und da fiel mir eben nichts Besseres ein.“
„Da haben Sie wohl recht. Und weiter?“
„Nun ja, Ihr Nachname hat mir am besten gefallen und mein Bruder läuft seitdem mit einem Rakitic-Trikot durch die Gegend.“, erklärte ich weiter.
„Das fasse ich jetzt mal als Kompliment auf, wenn auch nur für meinen Namen.“, grinste der Fußballer.
„Na, wenn Sie Komplimente so dringend brauchen, dann tun Sie das ruhig.“, grinste ich zurück.
„Mache ich direkt. Komplimente kann man immer gebrauchen.“ Da hatte er wohl recht.
„So, nun muss ich aber wirklich los. Grüßen Sie Ihren Bruder von mir und wo Sie nun wenigstens schon mal einen Schalke-Spieler gesehen haben, hoffe ich, dass Sie sich vielleicht doch mal ein paar Spiele angucken.“, sagte Ivan Rakitic.
„Mal sehen ob sich das einrichten lässt. Und danke nochmal.“, verabschiedete ich mich.
Als sich die Tür hinter dem Schalker geschlossen hatte, grinste ich noch eine Weile vor mich hin. Das würde mir mein Bruder nicht glauben. Ich hatte mich gerade eben mit Ivan Rakitic unterhalten. Und zwar richtig gut. Er schien wirklich ganz nett zu sein. Und hilfsbereit.
Jetzt, wo mir einfiel, warum ich den Fußballer getroffen hatte, sackten meine Mundwinkel automatisch nach unten.
Leon. Er war der Grund gewesen. Der Mann, den ich liebte. Der Mann, der mich verlassen hatte. Warum nur? Was hatte ich falsch gemacht? War ich nicht gut genug für ihn gewesen? Hatte ihm das, was ich ihm geben konnte nicht gereicht? Ich hatte im vergangenen Frühling doch extra meinen Job gekündigt, weil er gesagt hatte, dass ich zu wenig Zeit für ihn hätte. Für ihn hatte ich in den letzten sechs Monaten fast 10 kg abgenommen, weil er immer wieder angedeutet hat, dass er mich zu dick findet. Dabei hatte ich mich gut gefunden, so wie ich war. Doch er war mir eben wichtig und seine Meinung auch. Er war doch mein Leben. Ein Leben ohne ihn konnte ich mir gar nicht vorstellen.
Langsam bildeten sich Tränen in meinen Augen und liefen dann meine Wangen hinunter. Ich drehte mich in meinem Bett und schluchzte in das Kissen, als es an der Tür klopfte.
Schnell wischte ich die Tränen weg und sagte: „Herein.“
Mein Bruder Markus betrat das Zimmer. „Hey, was machst du denn nur für Sachen?“
„Hey, ich weiß auch nicht…“
Er kam an mein Bett und setzte sich auf die Kante der Matratze. Dann nahm er mich in den Arm und ich konnte die Tränen nun doch nicht mehr zurückhalten. Er strich mir beruhigend über den Kopf.
„Alles wird gut.“, sagte er sanft. „Jetzt erzähl mir doch erstmal was überhaupt passiert ist.“
Ich berichtete von meinem Unfall, zumindest von dem Teil, den ich noch vor Augen hatte. Erzählte ihm von dem Mann, der mir geholfen hatte, nannte aber noch keinen Namen und dass ich noch eine Nacht hier bleiben sollte.
„Na, dass war ja wirklich hilfsbereit. Der Mann, der dir geholfen hat, hat schließlich mitten auf der Autobahn angehalten. Das macht auch nicht jeder.“, stellte mein Bruder fest.
„Ja, er war wirklich ganz nett. Und ich habe mich auch brav bei ihm bedankt. Achja, ich soll dir schöne Grüße von ihm bestellen.“, sagte ich und war gespannt auf die Reaktion meines Bruders.
„Warum denn das?“, wollte der sogleich wissen.
„Vielleicht, damit du ihm noch mehr die Daumen drückst, es war nämlich ein gewisser Ivan Rakitic.“, lies ich nun endlich die Katze aus dem Sack.
Mein Bruder sagte erstmal gar nichts mehr. So sprachlos hatte ich ihn lange nicht erlebt.
„Wow. Ivan Rakitic. Natürlich werde ich ihn von nun an noch mehr anfeuern, er hat sich schließlich blendend um meine kleine Schwester gekümmert.“, grinste er dann.
Doch dann wurde er wieder ernst. „Warum warst du eigentlich auf der Autobahn unterwegs?“
Wieder füllten sich meine Augen mit Tränen. „Leon, er…er hat…mich verlassen…“, schluchzte ich.
Mein Bruder nahm mich einfach nur in den Arm und tröstete mich. Es war genau richtig.
Wir unterhielten uns nicht mehr so viel, sondern er hielt mich einfach fest. Er bot mir nur an, dass ich doch erst einmal zu ihm ziehen könnte. Ja, das wäre wohl das Beste.
Ich weinte die ganze Zeit leise vor mich hin. Und stellte mir immer wieder in Gedanken die eine Frage. Wieso?
Als Markus gegangen war, lag ich noch lange wach und heulte mein Kissen voll.
Leon, er war doch alles wofür ich gelebt hatte. Was hatte mein Leben denn jetzt noch für einen Sinn?
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So, das wars dann für heute.
Reviews? *Dackelblick*
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