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von Pinky without Brain
erstellt: 09.08.2009
letztes Update: 06.04.2010
Geschichte, Romanze / P18 Slash
(fertiggestellt)
“Mr. Archibald, ich soll Ihnen diese Nachricht überbringen.”, sprach Louis, der schon seit etlichen Jahren hinterm Check-In arbeitete und sich dabei kein Stück veränderte.
Fast war er wie der Großvater, den Nate nie hatte.
“Danke Louis.”, meinte er und nahm den kleinen Zettel entgegen.
Gestern waren er und Chuck ohne ein weiteres Wort auseinander gegangen und doch hatten sie in diesen paar Minuten genug gesagt, um zwischen sich wieder Ordnung zu bringen.
Beinahe, dachte Nate, hat er es Chuck zu einfach gemacht, ihm zu schnell verziehen, aber darüber wollte er nicht weiter nachdenken.
Denn er hatte sich nicht nur von Chuck getrennt, sondern auch von Blaire.
Die beiden machten sein Leben aus und auch wenn ein Drittel wieder bei ihm war, spürte er doch den Verlust des anderen, neben sich, auf der leeren Bettseite.
Nate hatte Blaire seit dem Geschehnis nicht wieder gesehen, wenn er ehrlich zu sich war, dann wollte er es auch gar nicht.
Denn auch wenn er sich gestern mit Chuck ausgesöhnt hatte, gingen ihm dessen Worte nicht mehr aus dem Sinn.
‘Es war einfach.’
Er kannte Chuck, für den war es wohl bei jeder Frau nicht besonders schwer, aber so unverschämt Chuck auch war, Blaire hatte nie etwas für ihn übrig.
Zumindest hatte Nate dies geglaubt.
Andere Hotelgäste gingen an ihm vorbei, sahen ihn nach, beäugten schamlos die schlanke Kehrseite des jungen Mannes und malten sich in ihren Fantasien aus, wie er wohl unter dem Mantel und der Bluejeans aussehen möge.
Nate hatte keine Ahnung, wie viele Augenpaare an ihm hafteten, denn sein Blick galt einzig und allein, dem kleinen Zettel in seinen Händen.
Er ging hinüber zu der kleinen Sitzecke des Hotels und war froh, hinter hochwachsenden Pflanzen etwas Privatsphäre für sich zu haben.
Sie hatten Schulferien, seine Eltern waren verreist und er hatte die freien Tage mit nichts als seinen Freunden und Spaß gefüllt, doch nun war plötzlich alles so konfus.
Außer die Sache mit Chuck.
Chuck war an seiner Seite, wie früher, wie es immer war, auch ohne Blaire.
Im gemütlichen Sessel sitzend faltete er das kleine Blatt Papier auseinander und erkannte auf einem Blick die Schrift.
Die Nachricht kam von Chuck.
Warum war er nicht überrascht.
‘ Hab mir den Schlüssel für den Spa-Bereich von Louis ausgeliehen. Lust auf ein bisschen Spaß, Nathanial?’
Das war typisch Chuck.
Nate hätte wetten können, dass dort nicht nur Chuck war, der ihn erwartete und kopfschüttelnd stand er auf.
Er dachte an die erschreckende Entwicklung die Chuck bezüglich Ablenkung gemacht hatte.
Früher waren es die verbotenen Süßigkeiten die ihm seine Eltern nicht erlaubten, die er sich aber dennoch mit ihm teilte, wenn einer von ihnen einen schlechten Tag hatte.
Dann wurden aus den Süßigkeiten, Weinsorten und zwar nur die edelsten und teuersten, die sein Vater im hauseigenen Weinkeller versteckte und wie einen Schatz hütete, ohne zu wissen einen Räuber unter seinem eigenen Dach zu beherbergen.
Und irgendwann, Nate schätzte im Alter von fünfzehn, verstand Chuck unter Ablenkung das abdriften in andere Welten unter Einfluss von ein paar äußerst dubioser Pilze, später waren es bunte .
Nun war Nate fast froh, das Chucks derzeitig beliebteste Ablenkung die Frauen waren.
Obwohl auch das andere Geschlecht nicht zu unterschätzen ist, korrigierte er sich und dachte mit bitteren Geschmack, an Blaire.
Der Spa-Bereich befand sich im Westflügel des Hotels, glücklicherweise dort wo Louis ihn nicht sehen konnte, da Nate durchaus wusste, was Chuck unter ’ausleihen’ verstand.
Er lockerte seinen Hemdkragen, knöpfte die ersten Knöpfe auf und fand die Glastür angelehnt vor, durch die er schreiten musste.
Sie hatten hier schon oft zusammen Spaß gehabt, er, Nate und Blaire.
Sich zwingend seine Ex zu vergessen, trat er, sich vorher umsehend, durch die Tür und schloss sie leise hinter sich.
Auf der anderen Seite hing der Schlüssel noch im Schloss und Nate schloss grinsend ab.
Der Mantel landete zu seinen Füßen und das Hemd war genauso schnell auf den, mit Mosaikmustern geschmückten Boden, gelandet.
Es war schwummrig warm und doch angenehm auf der Haut.
Nate liebte den Duft von Sandelholz, den er seltsamerweise schon seit seiner Kindheit mit Chuck und ihrem gemeinsam verzapften Unsinn verband.
“Ich dachte schon du schmollst immer noch.”, erklang Chucks Stimme aus den Dunstschwaden, die sich aus den Saunabereich übers ganze Spa erstreckten.
Wasser vom Pool, schwappte kühl über den Rand, als Chuck aus dem Wasser auftauchte und Nates Schuhe wurden nass.
Sofort befreite er sich von denen und ließ dann auch schon die Hose fallen.
“Und ich dachte, du hättest hier einen privaten Harem vorbereitet.”, entgegnete Nate verschmitzt lächelnd, bevor er mit Schwung lossprang und gänzlich untertauchte.
Chuck ließ seinen Blick über die Wasseroberfläche wandern, lehnte sich mit den Ellenbögen am Beckenrand und wartete.
Dann, nur einen Meter neben ihm, kam Nate wieder hoch, seine Haare klebten ihm im Gesicht, umrahmten es geradezu.
Tropfen perlten von seinen Wimpern.
Lippen glänzten.
Chuck schluckte und sah zur Seite.
“Also wo sind nun die Frauen, Chuck? Oder hast du etwas anderes, besseres, zu bieten?”, fragte Nate und genoss das Gefühl der Schwerelosigkeit.
Fragend hob er seine Brauen und fixierte sein Gegenüber, der plötzlich so wortkarg war, dass Nate sich fast Sorgen machte.
“Chuck?”, hakte er noch einmal nach und schwamm vor ihm.
“Wir sind allein.”, kam es dann irgendwie trocken heraus.
Chuck wurde dieses Kribbeln nicht los, konnte es nicht mal einordnen.
“Okay, dann haben wir den ganzen Pool für uns, auch nicht schlecht.”, sagte Nate bevor er sich nach hinten fallen ließ und auf den Rücken zum anderen Ende des Pools schwamm.
Chuck konnte den Blick nicht von dessen Körper nehmen, überall blieb er kleben, am Muskelspiel seiner Brust, an den, ja, wirklich, anmutigen Bewegungen seiner Arme, wie ein Vogel, schien Nate durchs Wasser zu fliegen.
Chuck schüttelte fassungslos seinen Kopf, über so viel zusammengereimten Quatsch.
Er hatte schon lange nicht mehr solch einen Unsinn gedacht und schon gar nicht über einen Mann, über Nate!
Aber er konnte nicht abstreiten, dass sein bester Freund schön war.
Schön, wie ein Mann eben sein konnte, attraktiv, anziehend, was solls, dachte sich Chuck seufzend.
Nate ist heiß!
Er musste sich abkühlen.
Mit einen tiefen Atemzug tauchte er unter, blieb einen Moment reglos, bis er die Augen öffnete und Nates Körper ein paar Meter vor sich sah.
Den schlanken, durchtrainierten Körper, nur mit einer engen, schwarzen Shorts bedeckt.
Chuck stieß sich mit den Füßen am Beckenrand ab und schwamm geradewegs auf Nate zu.
Dieser hatte die Augen geschlossen und sich auf die leichte Anhöhe unter Wasser gesetzt, sodass er den Kopf an den Beckenrand legen und einfach entspannen konnte.
Nate war froh, dass Chuck niemand anderen eingeladen hatte.
So war es viel besser.
So ruhig. So entspannend.
Wann war er zuletzt so ausgelassen? Nate konnte sich nicht mehr erinnern.
Gerade als der träumende wohlig aufseufzte, spürte er eine Hand auf seinem Oberschenkel, dann auf seinem Bauch, seiner Brust.
Er seufzte wieder wohlig auf, diesmal mit einem Hauch Erregung.
Er dachte er träumte,... und zwar sehr schön,...
Doch dann kam noch eine Hand hinzu und beide legten sich auf Nates Schultern, dies fühlte sich erschreckend echt an.
Erschrocken riss Nate seine Augen auf, erhob den Kopf und starrte in sattes braun.
Chucks Braun.
“Was soll das?”, hauchte Nate. Seine Stimme nur ein flüstern.
“Ich weiß nicht.”, flüsterte Chuck zurück, hauchte dabei warm gegen Nates Lippen.
Ihre Herzen schlugen im Gleichtakt, belebten das Wasser, schlugen Wellen.
War es Nate, oder Chuck, der den anderen entgegenkam? Sie wussten es nicht.
Sie nahmen gar nichts mehr war, kein Wasser, keine Luft, keine Grenze.
Chucks Fingerkuppen fuhren ganz leicht an Nates Hals empor, ganz leicht, wie Federn.
Die Berührung war zärtlich, so zärtlich, dass keiner ihr glaubte.
Nate schloss die Augen, spreizte unbewusst seine Schenkel unter Wasser, so dass Chuck ihm näher kam und hielt die Luft an.
Er musste träumen, er würde gleich aufwachen und über sich lachen, sich dann schwören es niemals Chuck zu erzählen, um später den Kopf über sich zu schütteln, weil er es doch getan hatte.
Er träumte, wie sich Hände in sein nasses Haar krallten, wie er es sonst bei den Frauen tat.
Er träumte, wie nackte Haut seine traf, ganz leicht gegen ihn drückte und so verblieb.
Er träumte, wie er seinen Mund öffnete und sofort von herrischen Lippen vereinnahmt wurde.
Er träumte, wie diese Lippen ihn küssten, ihn den Atem raubten, sich hart und fordernd gegen ihn pressten, als würde er ihnen gehören.
Er träumte, wie er sich wild in den Rücken des anderen krallte, sich wünschte nie mehr von diesen Lippen fort zu kommen.
Er träumte, dass es ihm mehr gefiel als alles andere zuvor.
Nun wollte er seine Augen nicht mehr öffnen, auch als der Kuss durch Luftmangel unterbrochen wurde, öffnete er seine Augen nicht.
Nein, er wollte weiter träumen, ohne zu wissen, dass Träume manchmal wahr werden.
“Mach die Augen auf, Nate.”, sprach die Stimme, die Nate nur einem zuordnen konnte, doch er wollte nicht.
Nate schüttelte langsam den Kopf.
“Sieh mich an und sag etwas.”, forderte Chuck ihn auf und hielt das Gesicht des anderen fest, als dieser wieder den Kopf schüttelte.
Langsam kroch die Unsicherheit in Nate hoch, doch auch bei Chuck forderte sie Tribut.
Unsicherheit, die Nate nicht spüren wollte und Chuck hasste.
“Dann hör mir zu. Du träumst nicht. Ich auch nicht. Glaube ich. Verdammt! Wir haben uns geküsst Nate.”, er sah seinen Freund an, der sich nun auf die Lippe biss.
Das tat er immer, wenn er nervös war, dachte Chuck und lächelte versonnen.
“Ich fand es gut. Schön,... Eigentlich heiß.”, haspelte er untypisch und vergrößerte den Abstand zwischen ihnen.
Das kühle Wasser schien jetzt eher erdrückend, als entspannend.
“Nate,... Ich bin nicht wie mein Vater! Ich,...”, Chuck raufte sich seine Haare, weshalb er alles andere als perfekt aussah und er hoffte, dass Nate weiterhin seine Augen geschlossen hielt.
“Du,... Das bleibt zwischen uns, okay? Ich hab nichts gegen Schwule, ich bin nur keiner! Ich,.. Nate.”, sprach er verzweifelt und erreichte die Stufen, die aus dem Pool führten.
“Ich weiß nicht was mit mir,... was mit uns los ist! Falls du es kapierst, sag mir bescheid. Ich hau ab. Nate,... Es tut mir leid, dass mit Blaire, meine ich.”, hatte er noch schnell gesagt, bevor nur noch nasse Fußspuren bezeugten, dass er überhaupt da war.
Nate atmete erdrückend aus, er hatte das Gefühl als schnüre etwas seine Kehle ab und gleichzeitig fühlte er sich leicht.
So leicht wie noch nie, nach einem Kuss.
Er öffnete die Augen und war allein.
Aber eines war er sich sicher. Es war kein Traum. Sie hatten sich geküsst und Chuck hat sich entschuldigt.
Vorsichtig hob er seine Hand zu seinen Mund, fuhr sich über die Lippen und atmete tief ein.
Nun haftete der Duft von Sandelholz an seinen Lippen.
- XOXO -
Na Gut, ich habe euch durchschaut! Ihr wollt mich, MICH Gossip Girl persönlich, hinters Licht führen, richtig!? Okay, ihr könnt jetzt damit aufhören! N und C Ich meine es ernst! Was sollen denn die Leute denken, dass ist nicht euer ernst! Was treibt C da? Und wieso lässt N das auch noch zu?! Und wo bleibt B!? Ich versteh mein eigenes Universum nicht mehr, hört auf damit! So viel hält nicht mal mein Hirn aus! Und Sandelholz ist ja wohl so was von out !
Eure Gossip Girl
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