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von Pinky without Brain
erstellt: 09.08.2009
letztes Update: 06.04.2010
Geschichte, Romanze / P18 Slash
(fertiggestellt)
parking garage - Parkgarage - look at me!
Ein kurzes Piepen ertönt, kurz flackern die Scheinwerfer auf und Schritte in teuren Lederschuhen steuern auf einen schwarzen Porsche zu.
Es war eine lange Nacht, so lassen es ihm zumindest seine Muskeln spüren, aber sie war gewiss nicht lang genug.
Den beigen Mantel von den Schultern nehmend, öffnete er die Fahrertür, warf den Mantel schwerfällig auf den Beifahrersitz und stieg bereits mit halben Fuß ein, als sein Blick unerwartet eine andere Person, über das Autodach hinweg, traf.
Die Parkgarage war nicht billig, wenn auch nicht groß, aber das musste sie auch nicht sein, denn es war ihre private Parkgarage.
Das Hotel hatte es extra eingerichtet, für die Archibalds und einem Mitglied der Bassfamilie, Charles, oder wie Freunde ihn nannten, Chuck.
Nates bester Freund,... bis vor zwei Tagen, sechs Stunden und etlichen Minuten der Funkstille.
Nate hätte ihn wahrscheinlich auch dann erkannt, wenn das Neonlicht kein helles Licht in alle Ecken geworfen hätte.
Sie kannten sich von Kindesalter an, in und auswendig und haben sich dennoch nie aus den Augen verloren.
Jeden Schritt den Chuck nun auf ihn zumachte, ließ in ihn alte Erinnerungen hochkriechen.
Er dachte an ihr erstes Treffen, wie zurückhaltend Chuck damals war, damals als er von jeden noch Charles und von seiner Mutter, bevorzugt Charlie genannt wurde.
Aber schon zu dem Zeitpunkt trug er die makelloseste Designerkleidung, trug sie mit stolz und einer scheinbar angeborenen Selbstgefälligkeit.
Erst als Nate an Chucks dreizehnten Geburtstag mit einem Kuchenstück auf ihn fiel, die teuren Sachen damit ruinierte und in haltloses Gelächter ausbrach, brach auch gleichzeitig die Zurückhaltung und gewährte einen Blick auf den freien, den lachenden, den glücklichen Chuck.
Nate fragte sich, wann er genau dieses Lachen zuletzt mitbekommen hatte, während Chuck nur noch zwei Meter vor Nates Porsche entfernt war.
Nate sah sich seinen ehemaligen Freund an, suchte unbewusst nach den Chuck von früher und entdeckte dabei bloß die glatt gekämmten Haare, die faltenfreie Cordhose, das rosafarbene Hemd unter dem dunkelgrünen Cardigan.
Er sah aus wie aus einem Ei gepellt, so wie er ihn kennen gelernt hatte und so wie er nun mal war.
Die Mühe, sein hinterhältiges Grinsen zu übersehen, machte Nate sich schon lange nicht mehr.
Er hatte mal Hoffnung, vor sehr sehr langer Zeit, aber ein Chuck Bass würde sich nicht ändern, nicht, wenn dabei nichts für ihn herausschlagen würde.
Freundschaft, war zwischen ihnen eher ein Schatten, der kaum sichtbar aber immer da war.
Sie konnten nicht miteinander, doch schlimmer waren sie ohneeinander.
Nate seufzte, als er daran dachte, was für einen Mist sich Chuck diesmal geleistet hatte.
Er hatte nicht mit Drogen experimentiert, keine minderjährigen Schulmädchen verführt, war nicht von der Schule verwiesen worden.
Über all diese Dinge, konnten sie im Nachhinein lachen.
Jetzt war Nate nicht zum lachen zu mute.
Seufzend ignorierte er den anderen, wie schon die Tage davor und stieg in seinen Wagen, dessen lederbezogenes Innenleben ihn plötzlich mit Scham überflutete.
War er denn anders als Chuck?
Ja!
Gerade als er einen Blick aus seinem Beifahrerfenster werfen wollte, seine Hände bereits ans Lenkrad gelegt hatte, wurde die Beifahrertür aufgerissen und mit einem lauten Knall wieder geschlossen.
Chuck passte so perfekt in diesen Wagen, dass Nate zunächst nicht auf die Idee kam, ihn auf der Stelle rauszuschmeißen.
Die Stille sagte den beiden, wie ungewohnt lange sie schon nicht miteinander geredet hatten.
Mit verkrampften Händen und angespannten Muskeln, starrte Nate starr geradeaus.
Wartete.
“Sieh mich an, Nate.”, erklang Chucks Stimme, ohne Spott oder den wohl bekannten Zynismus, der sich im laufe der Jahre, zu Chucks ewigen Begleiter konstatierte.
Er wollte nicht, er wollte ihn diesmal wirklich nicht ansehen, nicht weil er es nicht konnte, sondern weil sich ein Bild in ihn eingebrannt hatte, dass in Chucks Augen weiterlebte.
Nate sah es jedoch, auch ohne ihn anzusehen.
Chuck, mit heruntergelassener Hose, den Händen unter ihren Hintern und seine Lippen an ihre gedrückt.
Chuck und Blaire, die wohlbekannt mit Nate zusammen war.
Zumindest bis zu diesen Zeitpunkt.
Nein, das war nichts, über das Nate lachen würde.
“Verschwinde.”, presste Nate zwischen seinen Lippen hervor, spürte dabei wie die Hitze ihn zum schwitzen brachte.
“Nein.”, kam es trocken zurück.
Nun trafen sich ihre Blicke.
Zorn traf auf unglaublich, klare, braune, fast ausdruckslose Gleichgültigkeit.
“Chuck, das war zu viel. Verstanden? Diesmal bist du zu weit gegangen. Zu weit!”, schrie er ihm wütend ins Gesicht, versuchte diese kalte Maske herunter zu reißen und schnaubte frustriert auf, als er es nicht schaffte.
Er hasste ihn in diesen Moment so sehr, so unbeschreiblich sehr.
Als hätte er nichts von eben gesagtem gehört, verschränkte Chuck seine Arme, lehnte sich in den Sitz, ohne sich dabei von Nate abzuwenden.
“Sie hat dich so oder so nicht geliebt. Es war einfach, verstehst du? Es war einfach.”, sagte Chuck in den altklugen Ton, für den Nate ihn erwürgen könnte.
Allein um die Leiche später nicht entsorgen zu müssen, unterließ er es.
Obwohl,... er würde schon gerne sehen, ob Chuck auch in einem Müllbeutel noch so glattgeleckt aussehen würde,...
“Bist du hier um mir das zu erzählen? Glaubst du wirklich es würde mich aufgeilen, von dir zu hören, wie einfach es war?!”, die Wut ließ seine Wangen rot anlaufen, er konnte es spüren.
Jetzt umspielte ein geradezu belustigtes Grinsen Chucks Lippen und das war zu viel.
Mit schneller Hand, griff Nate nach Chucks Kragen, hielt ihn schmerzhaft vor sich fest und blickte dennoch, in keinster Weise in ein erschrockenes Gesicht.
“Das rot steht dir.”, spürte Nate es an seinen Lippen hauchen, so nah waren sie sich.
Wieder dieses Grinsen!
Nate widerte jede Bewegung seines Gegenübers an, doch er kam nicht umhin sich seine Worte einzuverleiben.
Rot? Er trug nichts rotes.
“Was?”, fragte er deshalb, halb verwirrt und halb entzürnt.
Seine Hände hielten noch immer den Kragen des anderen.
“Deine Wangen leuchten so rot, wie die Lackstiefel meines Vaters.”, antwortete Chuck ohne die Spur von Anstand., wobei er das natürlich anders sah.
Der Griff lockerte sich, die Finger lagen ruhig auf Chucks Schultern, stützten sich ab, als Nate seinen Kopf senkte und leise lachte.
Chuck fiel in dieses Lachen mit ein, bis der Wagen, die gesamte Parkgarage, mit ihrem Lachen gefüllt wurde.
Sätze wie, ‘Dein Vater hat in den Dingern getanzt!’ oder ‘Und mit dem Hintern gewackelt!’ wurden gehaspelt und Tränen, die von Spaß entsprangen, wurden verloren.
Beide lernten an diesen Abend, dass ihre Freundschaft einen stärkeren Bestand hatte, als sie ihr zugetraut hatten.
Und sie waren froh darüber. Beide. Doch besonders Chuck, der die letzten zwei stummen Tagen, heimlich als seine schlimmsten titulierte, würde es nie mehr so weit kommen lassen.
- XOXO -
Was war das für eine seltsame Feststellung? Hat C entdeckt, dass rote Wangen der neue Trend werden? Warum hat N denn so schnell klein bei gegeben? Und kann denn keiner ein gutes Wort für B einlegen? Vielleicht tut ihnen eine kleine Pause ja nicht schlecht. Ja, so wird es sein. Eine merkwürdige Situation.
Eure Gossip Girl
- XOXO -
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