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Let me guess, they're fighting again
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| von Marsali erstellt: 08.08.2009 letztes Update: 13.10.2009 Allgemein / P18 Slash | 48 Reviews |
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JADED
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JADED
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LEST DAS VORWORT, IHR EIER!
Soooo, das hier ist die Übersetzung einer meiner Lieblingsstories. Sie ist jetzt schon seit längerer Zeit beendet und alles und es gibt auch schon ein Sequel. Jedenfalls wollte ich sowieso was übersetzen und hab mir gedacht, ich nehme einfach diese Story hier. Sie ist es absolut wert, ich schwöre! ^^ Die Kapitel werden immer länger und es ist eigentlich nur das erste und das dritte relativ kurz.
Ich habe die fabelhafte, wunderschönste Autorin natürlich um Erlaubnis gebeten (wär irgendwie nicht das richtige, wenn nicht ^^) und sie hat es mir großzügigerweise gestattet ihr Werk in die gräuliche, deutsche Sprache zu übersetzen.
Nachdem ich mir HP seit Ewigkeiten nicht mehr auf Deutsch reingezogen hab, tut euch bitte keinen Zwang an, falls ich irgendwas zu wörtlich, oder falsch übersetzt hab. Sagt mir das ruhig, wenn das in HP auf Deutsch irgendwie anders heißt …
Autorin: lilyyuri
Übersetzerin: Marsali
Disclaimer der Autorin: Mir gehören die Charaktere nicht. Denn, wenn das so wäre, würde Harry niemals mit Ginny Scheiß Weasley zusammenkommen!
Disclaimer der Übersetzerin: Mir gehört noch weniger als lilyyuri. Ich tu nur blöd übersetzen, weil ich kein Real Life hab ^^
Inhalt: Harry und Draco landen in der Zeit der Rumtreiber, nachdem sie, mal wieder, miteinander gestritten haben. Nun müssen sie versuchen sich anzupassen, während sie versuchen zurück nach Hause zu kommen.
Pairings: Harry/Remus, Lily/James
Updates: Jeden Samstag (übersetzen dauert schließlich seine Zeit …)
Spoiler: Man sollte besser alle Bücher gelesen haben, bis auf das 7. weil lilyyuri das noch nicht fertig gelesen hatte, als die diese Story anfing. Und sie ignoriert es komplett, dass Ginny und Harry im 6. Buch was miteinander hatten weil, ... uagh!
Link zur englischen Story: http://www.fanfiction.net/s/3832044/1/Jaded
lilyyuri sagt an der Stelle noch, dass sie Remus/Harry schon immer mochte und dass diese Story hier, ihr Beitrag zu dem Fandom ist.
Naja. Viel Spaß. ^^
Marsali
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Kapitel 1: Let me guess, they’re fighting again
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Harry krümmte müde seine Finger. Er hatte gerade eine Strafarbeit bei Snape hinter sich, was einen weiteren Abend gefüllt mit dem Schrubben von Kesseln ohne die Hilfe von Magie bedeutet hatte. Es war beinahe Sperrstunde und alles, was Harry jetzt noch tun wollte war in seinen Schlafsaal zu gehen und so lange und heiß zu duschen, wie er es aushielt damit er bloß den Gestank nach Kerker loswurde. Anschließend wollte er schlafen. Tagelang, wenn möglich. Er hoffte nur, dass Hermine ihn nicht auf dem Weg nach oben erwischen und ihn zwingen würde sich hinzusetzen und irgendwelche Hausaufgaben zu erledigen.
„Tja, ja, ja … weißt du, Potter, mein Erstaunen über die enorme Anzahl deiner Strafarbeiten, kennt keine Grenzen.“
Harry stöhnte innerlich, als er die affektierte Stimme hinter sich hörte. ‚Das ist genau das, was ich jetzt brauche‘, dachte Harry, bevor er sich umdrehte und seinen Erzfeind mit einem stechenden Blick ansah.
„Ich sehe nicht warum, Malfoy. Besonders wenn man bedenkt, dass ich die Hälfte der Zeit wegen dir nachsitze“, schnarrte er den blonden Jungen an, der viel zu zufrieden mit sich aussah, als er Harrys Anschuldigung hörte.
Harry beschloss, dass er weder Zeit noch Lust hatte, sich Malfoys Sticheleien anzuhören. Es war Zeit, dass der Junge erwachsen wurde oder sich wenigstens ein neues Spielzeug suchte, das ihm half seinen Drang zum Streiten zu befriedigen. (Merlin allein wusste warum er überhaupt so einen Drang verspürte, aber Harry wollte nicht unbedingt bei diesem Gedanken verweilen.)
Anstatt also an Malfoys Köder anzubeißen, drehte er sich um und ging weiter. Harry hatte keine drei Schritte getan, als eine Hand seinen Oberarm fest umschloss.
Anstatt also an Malfoys Köder anzubeißen, drehte er sich um und ging weiter. Harry hatte keine drei Schritte getan, als eine Hand seinen Oberarm fest umschloss.
„Wage es nicht, mir den Rücken zuzukehren, du dreckiges Halbblut! Ich rede mit dir!“, schnarrte Malfoy, als er Harry zu sich herumwirbelte. Harry rollte die Augen und versuchte seinen Arm zu befreien.
„Das nennst du reden? Lass mich los, Malfoy. Ich bin nicht in Stimmung für deine kindischen Versuche, meine Aufmerksamkeit zu bekommen. Werd erwachsen, du beschissener kleiner Bastard!“, schnarrte Harry zurück, während er Malfoy hart in die Brust stieß, damit dieser ihn losließ. Malfoy weigerte sich allerdings seinen Griff zu lösen, war aber dennoch über den Stoß überrascht, was darin resultierte, dass die beiden das Gleichgewicht verloren und in Richtung der Wand stolperten. Bloß, dass es nicht wirklich eine Wand sondern ein kleiner Alkoven war – einer von denen, die man im ganzen Schloss verteilt finden konnte und normalerweise mied, da sie so dunkel waren, dass man nie so genau wusste, wie tief sie eigentlich waren.
Beide Jungen versuchten den unaufhaltsamen Fall zu stoppen, versagten dabei allerdings kläglich. Wild herumtastend und sich, auf der Suche nach Halt, aneinander festklammernd, fielen die beiden in einem unordentlichen Haufen zu Boden.
Beide Jungen versuchten den unaufhaltsamen Fall zu stoppen, versagten dabei allerdings kläglich. Wild herumtastend und sich, auf der Suche nach Halt, aneinander festklammernd, fielen die beiden in einem unordentlichen Haufen zu Boden.
„Geh runter von mir, Narbengesicht!“, rief Malfoy und stieß Harry von sich. Harry, dessen Fall hauptsächlich von Malfoys Körper geblockt geworden war, hatte es dennoch irgendwie geschafft sich seinen linken Ellbogen am Steinboden anzustoßen und er krümmte sich vor Schmerz, als Malfoy ihn wegschubste.
„Verpiss dich, Frettchen!“, schnarrte er und stand auf um sich den Staub von den Kleidern zu wischen. „Ich gehe zurück in meinen Schlafsaal und wenn du nochmal versuchst, mich aufzuhalten, dann werde ich dich so lange verfluchen bis du deinen eigenen Namen nicht mehr weißt!“ Er sagte das mit ruhiger Stimme, den Zauberstab in der Hand und die Tatsache nutzend, dass Malfoy sich immer noch nicht aufgerappelt hatte. Malfoy seinerseits grinste ihn überheblich an und stand, offensichtlich mit Schmerzen, auf, bevor er sich ebenfalls abstaubte. Seine Streitlust war ihm scheinbar vergangen, jetzt wo jeder Teil seines Körpers vor Agonie schrie, ob seines würdelosen Falls und des Gewichts von Harry, der ja auf ihn gefallen war.
Harry trat aus dem Alkoven heraus, den Zauberstab immer noch in seiner Hand, und spürte wie er mit jemandem zusammenrempelte. Erschrocken drehte er sich um und sah nur einen Haufen rotes Haar und grüne Augen, bevor das Gelenk seiner Zauberstabhand gepackt wurde und eine wütende Stimme sagte:
„Zur Hölle, James, würdest du bitte aufpassen in welche Richtung du dieses Ding hältst? Du könntest jemanden ernsthaft verletzen!“
Harry schluckte schwer und starrte das hübsche Mädchen vor sich schockiert an. Ihr Schulsprecherabzeichen glänzte und ihr wütender Blick bohrte sich in seinen. Sein Verstand musste ein bisschen angeknackst sein, denn für eine Sekunde lang hätte er schwören können, dass das Mädchen ihn … James genannt hatte. Harry blinzelte zweimal während er versuchte die Puzzelteile zusammenzufügen. Er gab allerdings recht schnell auf, da keine der Lösungen die ihm einfielen auch nur im Geringsten glaubwürdig waren.
„Ah, Miss Evans. Sie machen Ihre Runden, wie ich sehe. Sehr engagiert von Ihnen!”
Die drei Teenager drehten sich um und blickten in das lächelnde Gesicht von Dumbledore. Harry verengte die Augen ein bisschen. Etwas war seltsam an Dumbledores Aussehen, aber Harry war sich nicht sicher was, also blieb er still.
Noch bevor irgendjemand etwas sagen konnte, murmelte Dumbledore zwei Zaubersprüche und Harry beobachtete mit Entsetzen, wie die Augen des Mädchens, die seinen zugegebenermaßen ziemlich ähnlich sahen, eine Sekunde lang leer wurden. Dann schüttelte sie ihren Kopf, als ob sie ihn von Spinnweben befreien wollte und Harry erkannte einen Erinnerungszauber. Als das Mädchen wieder aufblickte, war ihr Blick auf Dumbledore geheftet, während sie Harry und Malfoy komplett ignorierte, obwohl die zwei doch nur ein paar Fuß von ihr entfernt waren.
„Guten Abend, Direktor. Ich war gerade dabei meine Runden zu machen“, sagte sie mit einem fröhlichen Lächeln. Dumbledore nickte mit funkelnden Augen.
„Ich wünsche ebenfalls einen guten Abend, Miss Evans. Bitte lassen Sie mich Sie nicht weiter von Ihren Pflichten abhalten.“
Das Mädchen neigte leicht ihren Kopf, bevor sie sich einfach umdrehte und den Korridor nach unten lief. Harry starrte ihr absolut schockiert hinterher. Sein Gehirn verarbeitete die Information schnell, aber jede Faser seines Seins schrie praktisch, dass das nicht sein konnte. Er wurde aus seinen panischen Gedanken herausgerissen, als Dumbledore wieder zu sprechen begann.
„Wenn Sie mir bitte folgen würden?“
Die Ecke immer noch anstarrend, hinter der das Mädchen verschwunden war, begann Harry Malfoy und Dumbledore zu folgen, während er sich zu versichern versuchte, dass alles okay war und dass Dumbledore sie zum Krankenflügel bringen würde, um Harrys Kopf zu überprüfen. Obwohl Harry sich nicht erinnern konnte, sich den Kopf am Boden angestoßen zu haben, schloss er, dass es so sein musste. Es war schließlich die einzig logische Erklärung.
Als sie den Wasserspeier erreichten, der zu Dumbledores Büro führte, wollte Harry protestieren. Aber er änderte seine Meinung, als Dumbledore ihm einen bestimmten Blick schickte, der ihm sagte, dass Dumbledore später alles erklären würde. Harry folgte ihm also nunmehr widerspruchslos und versuchte seine kreisenden Gedanken zum Stillstand zu bringen, bevor er den Verstand endgültig verlor.
Als die beiden Jungs vor ihm saßen, löste Albus Dumbledore den kleinen Konfunduszauber, den er vorhin über sie gelegt hatte und musterte sie mit offensichtlicher Vorsicht.
Der blonde Junge hatte etwas an sich, dass einfach nach Reinblutaristokratie schrie. Seine scharfen, spitzen Züge erinnerten ihn etwas zu sehr an Lucius Malfoy, als dass es ein Zufall hätte sein können. Der Dunkelhaarige war noch einfacher einzuordnen – bei Merlin, sogar seine eigene Mutter hatte ihn verwechselt! Der alte Direktor lehnte sich in seinem Stuhl zurück.
„Kann ich Ihnen einen Tee oder ein Zitronendrops anbieten?“, fragte er freundlich, aber beide schüttelten ihre Köpfe und Dumbledore seufzte innerlich. Er hatte also keine Entschuldigungen mehr um den Grund für ihr aller Hiersein weiter hinauszuzögern.
„Bevor wir anfangen, würde ich gerne Ihre Namen wissen“, sagte er mit einem weichen Lächeln. Die zwei schienen etwas verwirrt und tauschten einen schnellen Blick aus, bevor sie ihre Köpfe mit Abscheu wieder voneinander abwandten.
„Mein Name ist Draco Malfoy. Und was zur Hölle ist hier eigentlich los?“, sagte der blonde Junge und bestätigte Dumbledores Vermutungen. Er sah aus, als wollte er noch etwas Schneidendes, Verletzendes hinzufügen, aber er hielt sich zurück. Seine Nasenflügel blähten sich vor Anstrengung, seine Zunge in Zaum zu halten.
„Ich bin Harry Potter“, meinte der andere, sein Ton verwirrt und etwas ängstlich. Dumbledore nickte und legte seine Fingerspitzen aneinander.
„Ich verstehe. Was Ihre Frage betrifft Mr. Malfoy: Ich könnte Ihnen die Selbe stellen. Sie sind offensichtlich keine meiner Schüler.“
„Natürlich bin ich das, verdammt noch mal!“ Malfoy war praktisch angeschwollen vor Wut. „Ich bin ein Siebtklässler und Vertrauensschüler!“ Dumbledore schien nicht im Geringsten irritiert von der Unhöflichkeit des jungen Mannes. Er lächelte gütig, wohl wissend, dass Malfoy das in seinem erzürnten Zustand nur noch mehr aufbringen würde.
„Ich bin froh zu sehen, dass die junge Generation so voller Temperament ist, aber lassen Sie mich Ihnen eine Frage stellen: Welcher Tag ist heute?“
Beide Jungs starrten ihn eine Sekunde lang mit offenem Mund an bevor Harry versuchsweise antwortete.
„Der zwölfte Mai 1998?“
Dumbledore lächelte erneut und zeigte wortlos auf seinen Tisch, auf dem ein magischer Kalender stand. Der vierte Oktober 1977 war markiert. Zwei Kinnladen landeten praktisch auf den Boden und zwei Paar Augen quollen aus ihren Höhlen hervor und starrten auf den Kalender; versuchten das Datum mit reiner Willenskraft in das gewohnte zurückzuverwandeln.
„Fuck“, murmelte der Blonde und Harry nickte zustimmend.
„Fuck, in der Tat“, gluckste Dumbledore bevor er wieder nüchtern wurde. „Nun, wie Sie jetzt sicher verstehen, haben wir ein kleines Problem.“
„Aber … Wie ist das möglich, Sir?”, fragte Harry mit verzweifelter Stimme, seinen Blick immer noch auf den Kalender geheftet.
„Es sieht so aus, als ob Sie beide in einen der Zeitalkoven des Schlosses getreten sind. Es gibt nur wenige davon und sie neigen dazu aufzutauchen und zu verschwinden wann es ihnen beliebt. Was Sie erlebt haben ist eine einfache Verschiebung in der Zeit. Das Problem besteht darin, den Prozess wieder rückgängig zu machen.“
„Was meinen Sie mit ‚Problem‘?“ Malfoy straffte sich in seinem Stuhl und blickte den Direktor mit großen Augen an. „Sie müssen uns zurückschicken! Sofort!“, drängte er mit all der Arroganz einer Person, die es gewohnt war, das zu bekommen, was sie wollte.
„Ich fürchte, Mr. Malfoy, dass ich das nicht kann. Wir müssen einfach abwarten bis der richtige Zeitalkoven wieder erscheint.“
„Und wie lange wird das dauern, Sir?“ Harry versuchte gefasst und gelassen zu klingen und wenn es nur war, um höflicher zu erscheinen als Malfoy.
„Es ist sieben Jahre her, seit das letzte mal einer aufgetaucht ist“, sagte der Direktor heiter und die Jungs keuchten entsetzt.
„Sie meinen wir stecken hier für sieben verschissene Jahre fest?“, schrie Malfoy beinahe, die Augen groß und sein Gesicht rot vor Zorn. Er sprang auf und fing an im Raum auf und ab zu laufen, währenddessen er Obszönitäten murmelte. Er zog an seinen Haaren in Frustration.
Harry bemerkte, dass jeder Muskel in seinem Körper sich mit kalter Angst versteifte. Seine Hände waren im Schoß gefaltet; die Knöchel weiß durch die Kraft mit der er sie aneinander drückte.
„Ich werde alles in meiner Kraft stehende tun, um sicherzustellen, dass das Problem so schnell wie möglich gelöst wird. Glaubt mir, dass Sie hier sind ist für mich genauso ein Problem, wie für Sie.“
Harry schickte Dumbledore einen gequälten Blick. Er hoffte auf Beruhigung von dem Mann dem er über allen anderen vertraute. Auch, wenn dieser Dumbledore zwanzig Jahre jünger war, wusste er, dass er immer noch die gleiche Person war. Er war nicht mal besonders verändert.
„Sie werden uns zurückschicken?“, fragte er hoffnungsvoll, aber Dumbledore sandte ihm ein trauriges Lächeln.
„Das werde ich. Aber nicht sofort.“
“Was zur Hölle sollen wir den tun, bis Ihnen danach ist uns zurückzuschicken, hm?“ Malfoy stütze seine Arme auf Dumbledores Schreibtisch ab und lehnte sich darüber, während er Dumbledore mit einem stählernen Blick bedachte. Der Direktor widerstand dem Drang, dem hysterischen Teenager eine Ohrfeige zu verpassen und lehnte sich stattdessen in seinem Stuhl zurück.
„Setzen Sie sich bitte, Mr. Malfoy.“ Ein kurzer Willenskampf folgte seiner Bitte, bis sich Malfoy schließlich besiegt in seinen Sessel fallen ließ, wenn auch immer noch rauchend vor Wut.
„Was Ihre Frage betrifft: Sie beide werdet das tun, was Sie gemacht haben, bevor Sie hier her gekommen sind. Sie werden lernen. Da Sie schon eingeteilt und in Ihre Schuluniformen gekleidet sind, werde ich Sie jetzt zu Ihren Häusern schicken. Und Sie werden Ihr Möglichstes tun, um nicht aufzufallen, während wir nach einer Lösung suchen“, sagte er ruhig und beobachtete wie Malfoy seinen Mund öffnete um zu widersprechen. Er schickte ihm einen stechenden Blick, der ihn verstummen ließ. Harry sah einfach aus, als würde er gleich anfangen zu weinen.
„Natürlich erfordert das mehrere Veränderungen, da Sie beide sicher Wissen wie risikoreich es ist, mit der Zeit zu spielen. Und wenn uns Ihre kleine Begegnung mit der Schulsprecherin etwas gelehrt hat, dann dass ein kleiner Verschleierungszauber von Nöten ist.“
Der Direktor wedelte mit seinem Zauberstab in Richtung der Teenager und murmelte eine Folge von Sprüchen. Harry fühlte ein Kribbeln über seinen Körper laufen und versuchte es abzuschütteln.
Nach einer Weile stoppte das Gefühl und er öffnete seine Augen, um sich umzusehen, während er sich fragte was passiert war. Als sein Blick auf Malfoy landete keuchte er. Der Slytherin Eisprinz war nicht mehr blond und geschniegelt. Stattdessen war sein Haar hellbraun und fiel, nunmehr frei von den gemeinen Fängen des Haargels, sanft um sein Gesicht. Seine Augen hatten jetzt die Farbe einer dunkleren Schattierung von blaugrau und seine Züge waren weniger spitz. Alles in allem entschied Harry, dass ihm dieses Aussehen an Malfoy besser gefiel. Aber von dem Keuchen, dass der Blonde ebenfalls hatte hören lassen, schloss Harry, dass auch er einen Verschleierungsauber auf sich liegen hatte.
Gleichzeitig nach ihren Zauberstäben fassend, beschworen beide Jungen einen Spiegel herauf und blickten zum ersten Mal in ihre neuen Gesichter. Harry blinzelte voller Erstaunen gegenüber dem Gesicht, das ihm aus dem Spiegel entgegenblickte.
Seine Haare waren um ein paar Schattierungen dunkler und hatten beinahe einen blauen Schimmer. Es war so schwarz und ordentlich. Seine Haare benahmen sich tatsächlich! Seine Augen waren nun nicht mehr smaragdgrün sondern mit einem Blau gemischt, das ihnen einen aquamarinfarbigen Ton gab. Sein Gesicht schien ein bisschen kantiger zu sein, aber, das Wichtigste war, dass seine Narbe fehlte. Harry rieb seine Finger verwirrt über seine Stirn. Sein ganzes Leben lang hatte er diese grauenhafte Narbe loswerden wollen, aber jetzt, da sie weg war, spürte er einen Stich des Verlustes. Letztendlich war seine Narbe etwas, das ihn definierte, genauso wie seine unordentlichen Haare und seine Brille. Und nun war das alles weg. Harry zeichnete seine Züge nach, fühlte sie. Er konnte sich selbst im Spiegel sehen, den alten Harry, aber er wusste, dass jeder andere, der ihn nicht schon zuvor gesehen hatte, das nicht konnte.
„Ich habe eine besondere Version des Konfunduszaubers auf Sie gelegt, der Sie daran hindern wird mit jemand anderem über ihre Zeit zu sprechen. Falls jemand fragen sollte, sagen Sie, dass sie von Durmstrang nach Hogwarts gewechselt sind. Ich muss erneut erwähnen, wie wichtig es ist, dass niemand herausfindet, dass Sie aus der Zukunft sind. Die Zeit ist ein sehr unbeständiges Ding mit dem man nicht spielen sollte“, erklärte der Direktor ernst und beide Jungen nickten. „Und nun müssen Sie sich nur noch neue Namen ausdenken, da es hier zu viele Menschen gibt, die Ihre Familiennamen kennen würden.“
Dumbledore blickte zwischen den zwei Jungen hin und her, während er auf ihre Antworten wartete. Er hatte entschieden, den beiden die Möglichkeit zu geben, sich selbst Namen auszusuchen, wenn schon nicht ihr Aussehen.
„Hmm, wie wäre es mit … Jaime Harrison?“, murmelte Harry, die Augen zu Boden gerichtet mit etwas roten Wangen. Jaime Harrison war das Pseudonym das er letzten Sommer verwendet hatte, als er sich sein Piercing hatte stechen lassen. Er mochte diese Identität.
„Sehr gut. Mr. Malfoy?” Draco schreckte aus seinen Gedanken und runzelte die Stirn ein bisschen.
„Alex Draconis“, sagte er nach einer Weile. Um Harrys fragenden Blick zu beantworten zuckte er die Schultern. „Was? Du bist nicht der einzige der seinen zweiten Namen verwenden und seinen Vornamen zum Nachnamen machen darf!“
„Dein zweiter Vorname ist Alex?“, fragte Harry etwas amüsiert. Er wusste nicht, warum es ihn überraschte. Vielleicht, weil er sicher gewesen war, das Dracos zweiter Name Lucius war. Er musste zugeben, dass Alex um einiges besser war.
„Gut, gut. In dem Fall, Mr. Harrison und Mr. Draconis, wünsche ich Ihnen eine gute Nacht. Gehen Sie einfach zu Ihren Gemeinschaftsräumen und richten Sie sich ein. Betten und alle anderen Dinge die Sie brauchen sollten, so wie etwa Kleidung und Schulbücher, können Sie im Koffer am Fußende Ihrer Betten finden. Ich sehe Sie dann morgen in der Großen Halle zum Frühstück. Schlafen Sie gut. Und viel Glück.“
Harry fühlte sich benommen auf dem Weg zurück in den Gryffindorturm. Er versuchte sich an den Gedanken zu gewöhnen, dass er nicht mehr in seiner eigenen Zeit war. Dass alles um ihn herum immer noch gleich aussah wie in 1998 machte das aber noch zehnmal schwieriger. Harry schloss, dass der Moment in dem er alles wirklich realisierte, letztendlich morgen früh kommen würde, wenn er aufwachte und seine Mitbewohner kennenlernte. Er wollte nicht einmal darüber nachdenken, weil er sehr genau wusste, wer seine Mitbewohner sein würden und dass im Jahr 1998 einer von ihnen sein Vater, der andere sein Pate und sie beide tot waren. Die kleine wehleidige Ratte, die ihr aller Leben zerstört hatte, gar nicht zu erwähnen. Und Harry konnte nichts tun um sie aufzuhalten. Er drehte sich beinahe um, um Dumbledore zu bitten ihn neu einzuteilen. Alles wäre besser, sogar Malfoy und Slytherin!
Als er das Portrait der fetten Dame erreichte, fiel ihm ein, dass Dumbledore vergessen hatte, ihm das Passwort zu geben. Harry fluchte unterdrückt und rieb sich müde das Gesicht. Das hier war ein grauenhafter Tag gewesen und nach der Strafarbeit bei Snape und dem Schock den die Zeitverschiebung mit sich gebracht hatte, war das letzte was er jetzt brauchte, bei Nacht aus seinem eigenen Gemeinschaftsraum ausgesperrt zu sein. Aber als die fette Dame ihn sah, sandte sie ihm ein breites Lächeln.
„Sie müssen der neue Schüler, Mr. Harrison sein, nicht wahr?“
Harry blickte auf und nickte stumm. Die fette Dame strahlte ihn an, als wäre er das Beste, das ihr je passiert war. „Nun, der Direktor hat mich gebeten Ihnen das Passwort zu geben. Es lautet ‚Wingardium Liviosa‘. Aber bitte versuchen Sie Ihren Zauberstab nicht zu benutzen während Sie es sagen. Ein Longbottom reicht mir …“ Harry runzelte die Stirn zu ihrem letzten Kommentar, während sie zu Seite schwang und etwas darüber murmelte, wie leichtfertig es von Dumbledore war, einen Schwebezauber als Passwort auszuwählen.
Harry kletterte durch das Portraitloch in den Gemeinschaftsraum. Weil es so spät war, war er bereits ausgestorben. Er blickte sich um und bemerkte, dass der Raum eigentlich gleich aussah, wie er ihn in Erinnerung hatte. Aber er entschied, nicht weiter darüber nachzudenken und lief stattdessen die Stufen zum Jungenschlafsaal der Siebtklässler hoch.
Harry öffnete langsam die Tür und schlich auf Zehenspitzen in den Raum. Er sah komplett gleich aus, sogar bis zur Anordnung der Betten, was Harrys Herz einen schmerzhaften Stich versetzte. Er bewegte sich automatisch zu seinem Bett und sah vorsichtig nach, ob er das richtige erwischt hatte. Das Bett war leer und er seufzte erleichtert. Er würde also wenigstens kein Problem damit haben sich in der Nacht zurecht zu finden, falls er ein Glas Wasser trinken wollte.
Nachdem er in seinem neuen Koffer nach seiner Zahnbürste geangelt hatte, machte er sich schnell bettfertig. Er zog alles bis auf sein Unterhemd und seine Boxershorts aus, schlüpfte unter die Decken und schloss seine Augen.
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Die Idee für die Zeitalkoven kam lilyyuri übrigens, nachdem sie ‘Tempus’ von Ravenna C Tan gelesen hat. Sie wünscht, dass ihr das auch lest, sofern ihr der englischen Sprache mächtig seid ^^
Und schreibt Reviews! lilyyuri kriegt die alle. Und sagt auch, ob ich’s okay übersetzt habe, ja?
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