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von Morgensonne    erstellt: 04.08.2009    letztes Update: 25.10.2009    Geschichte, Romanze / P12    (abgebrochen)
1.Kapitel : Lucky number thirteen –Die Glückszahl dreizehn-

« Soso, du strahlst ja richtig. Hast wohl einen guten Tag gehabt. » die Rothaarige nahm einen Schluck von ihrem Tee bevor sie antwortete « Kann man so sagen. Langsam bin ich echt froh dass ich nicht mehr in der sechsten bin. » die Shinigami die Misora , eine Flasche Sake in der Hand haltend, gegenübersaß konnte sich ein schelmisches Kichern nicht verkneifen. Sie hatte langes , blondes Haar wie ein Rauschgoldengel und ihre eisblauen Augen blitzten fröhlich auf als sie lachte. Misora hob fragend eine Augenbraue « Was ist so lustig, Rangiku ?» « Naja » Rangiku nippte kurz an ihrem halb leeren Reisschnaps «  als du noch in der sechsten Kompanie warst, sahst du Abends immer ganz anders aus. » « Ach echt ? Ist mir nie so richtig aufgefallen. » die blonde Shinigami grinste ihre Freundin verschmitzt an « Klar » mit einem gespiel mürrischen Gesichtsausdruck versuchte sie Misoras Stimme nachzuahmen « Ah...ich pack’s nicht ! Der Kerl behandelt mich wie ‘ne Idiotin !...dabei bin ich mehr als doppelt so alt wie er ! » Misora kratzte sich im Nacken « Hey, SO grimmig war ich nun auch wieder nicht. » « Wenn du es sagst Soso. »erwiderte Rangiku in einem neckischen Ton. Die Rothaarige verzog ihr gerade noch vor guter Laune strahlendes Gesicht zu einem Schmollen «Macht’s Spaß Witze auf meine Kosten zu machen ? » « Ach jetzt schnapp doch nicht sofort ein, wollt dich doch nur etwas aufziehen. » « ....danke auch » . Rangiku schott sich noch mehr Sake in den Rachen bevor sie sich mit einem versöhnlichen Lächeln an ihre Freundin , die beleidigte Leberwurst, wandte « Sei doch nicht sauer. » erneut musste sie kichern « hättest du was dagegen zu erzählen wie dein Tag so war ? » « Na gut » langsam schlich sich wieder ein Lächeln auf Misoras Züge, als sie das Wort ergriff.
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In der Tat war dies ein eregnisreicher Tag für Misora gewesen. Da dies ihr erster Arbeitstag in der dreizehnten Kompanie war , verstand es sich schon von selbst dass sie nervös war. Dies war auch der Grund weshalb die Shinigami sogar früher , sehr viel früher als sonst aufgestanden war ; was für eine überzeugte Langschläferin und Morgenmuffel wie sie es war eigentlich ein Unding ist. Den halben Morgen zerbrach sie sich den Kopf darüber wie sie sich anstellen sollte um nicht schon wieder als der Sonderling der Kompanie abgestempelt zu werden. Sie musste schon genug Jahre unter einem Hauptmann dienen bei dem sie , was auch immer sie tat, aneckte, ein zweites Mal wollte sie dies bein besten Willen nicht erleben. So nutzte sie alle Zeit die ihr zur Verfügung stand um noch einmal vor dem Spiegel alle möglichen Grußformeln zu proben ; je höflicher desto besser. Wenn sie eines aus ihrer Zeit in der sechsten Kompanie gelernt hatte dann dass es manchmal besser ist einfach zu katzbuckeln und den Mund zu halten , so sehr ihr dies auch widerstrebte. Als sie in den großen Spiegel vor ihr sah, konnte sie es sich nicht nehmen, sich selbst prüfend anzusehen. Obwohl man Misora als eine Shinigami mittleren Alters bezeichnen konnte, entsprach ihr Äußeres dem einer Neunzehnjährigen , was vor allem durch ihr jugendliches Gesicht kam : ihre Augen waren grünbraun und rund, schon fast kindlich. Genau in der Mitte ihres Antlizes lag eine , für eine Frau recht markante, Nase , ihr Mund war klein ; sie selbst betonte stets dass sie jenen viel zu schmal fand. Wie immer trug sie die für sie typische Brille mit knallroter Fassung an deren Seiten leiweils eine lange Kette aus weißen Glasperlen befestigt war, die eigentlich nur zu Zierde dienten. Wie jeder andere Shinigami auch trug sie den typischen , schwarzen Kimono, nur dass ihrer ärmellos war , ihre Arme waren stets in rote Mullbinden gehüllt, weiß Gott warum sie ständig Bandagen trug. Im Gegensatz zu ihrer Freundin Rangiku , die ihre Vorzüge gerne zur Schau stellte, hatte sie das Oberteil ihrer Uniform bis zum Halsansatz geschlossen, da sie nichts mehr hasste als wenn irgendwelche Männer ihr auf ihre , zugegeben recht ansehliche Oberweite starrten. Misora ließ davon ab sich selbst zu inspizieren, und kam zu dem zurück was sie eigentlich vorhatte : üben den bestmöglichen Eindruck zu machen . Die Rothaarige wollte gerade den Mund öffnen um mit besagter Übung zu beginnen, als ihr eine belustigt klingende Jungenstimme das Wort abschnitt « Hey Misora , was soll das denn werden ? Sag mir nicht dass du in deinem Alter noch  ‘ne Verabredung hast!» Misoras Miene verfinsterte sich als sie die freche Randbemerkung hörte «  Sag mal, hab ich etwa an deinen Käfig gerüttelt , Tori ?! » « ....also echt , machmal bist du so was von kratzbürstig , » Neben der Shinigami erschien die leicht durchsichtige Gestalt eines Jungen. Sein Haar war rubinrot und schon fast abartig lang , spitze Ohren an denen Ohrringe aus großen Federn hingen,stachen aus den fließenden Strähnen hervor. Er trug einen reich verzierten, dunkelroten Kimono samt Hakamas und bei genauerem Hinsehen konnte man erkennen dass er keine menschlichen Füße besaß , sondern große Vogelpranken « ich versuche doch nur dich etwas aufzumuntern. »  « Weißt du , ich bin nun mal nicht scharf drauf dass mein Zanpakuto , das sich wie der letze Rotzlöffel benimmt, mir von früh bis spät in den Ohren liegt !» der Junge verdrehte seine Augen, deren Iris wie flüssige Lava schien. In der Tat handelte es sich bei dem quirligen Jugendlichen um Misoras Zanpakuto : Kaen Torieitai* , kurz Tori, war mit Sicherheit nicht das stärkste, dafür aber das unumstritten gesprächigste und vorlauteste Schwert in der Soul Society ; sehr zum Leidwesen seiner Shinigami. « Du brauchst nicht gleich so unverblümt zu sein... », schmollte er jetzt ? Misora zuckte mit den Schultern «  Wieso , ich sag doch bloß die Wahrheit. » Tori streckte ihr die Zunge heraus «  Bah, du bist doch keinen Deut besser als ich ! » « Wie bitte ? » « Naja, du sagst ich bin schlimm, aber du bist auch nicht gerade ein Unschuldsengel. » Misora verschränkte die Arme « Ach ja ? » «  Ja. Du bist manchmal ‘ne echte Furie , benimmst dich wie ein Trampel » der Junge zuckte mit den Schultern « wie der letzte Barockteenager führst du dich auch noch auf. » Misora hob eine Augenbraue «Äh, hallo ? Ist ja nicht als wenn ich wie ‘ne Oma aussehen würde ! » die Shinigami deutete mit einem Daumen auf sich . « Sonst noch was zu beandstanden, werter Herr ? » auf Toris Gesicht schlich sich ein freches Grinsen , als er zum Gnadenstoß ausholte «Nun , in Sachen Männer bist du ein hoffnungsloser Fall ! » « ...halt die Klappe Tori ! » schrie Misora , heißes Blut schoss in ihre Wangen, er hatte offensichtlich ihrem wunden Punkt getroffen. Der Junge wich einen Schritt zurück als seine Shinigami ihn anbrüllte. Fast augenblicklich setzte er eine unschuldige Miene auf «Du kannst mir jetzt gerne an die Gurgel gehen , Misora, aber dann kommst du bestimmt zu spät zur Arbeit. Überhaupt, solltest du dich nicht so langsam auf den Weg machen ?» « Warum du... » Misora biss sich auf die Unterlippe « ...du bringst mich noch ins Grab, weißt du, Tori ?» Dieser ließ es sich nicht nehmen lauthals zu kichern «Der Sargnagel ist stets zu diensten ! »
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Langsam wanderte das Truppenquartier der dreizehnten Kompanie in ihr Blickfeld. Es grenzte schon fast an ein Wunder das Misora trotz der recht dürftigen Weggbeschreibung die sie erhalten hatte noch zur richtigen Zeit dort erschien. Eben genanntes Gebäude unterschied sich äußerlich kaum von dem der sechsten , es war lediglich etwas kleiner und es war an einem der ruhigsten Teile der Seireitei gelegen, anstelle von Gebäudeblocks fanden sich hier Wiesen und Wälder. Die Shinigami beschleunigte ihren Schritt um nicht doch noch in letzter Minute zu spät zu kommen. Langsam öffnete sie die schwere Einganstür und wollte gerade eintreten als irgendetwas, oder besser gesagt irgendjemand gegen sie knallte. Fast riss der Stoß Misora von den Beinen , gerade so konnte sie sich durch wildes Rudern mit den Armen noch davor retten auf dem Gesäß zu landen. Überrascht sah die Rothaarige herab um zu sehen wer sie da eben rerammt hatte. Vor ihr lag eine kleine , zierliche Shinigami , wahrscheinlich fast zwei Köpfe kleiner als Misora. Mittellanges , rabenschwarzes Haar hing ihr in glänzenden Strähnen bis zu ihren schmalen Schultern. Die Schwarzhaarige sah zu Misora hoch , ihr Gesicht war dem einer sechzehnjährigen gleich mit großen Augen die ihrem Gegenüber wie tiefes Meereswasser entgegenstrahlten. Mit einem Hauch Neugeier in ihrem tintenblauen Blick sah sie Misora an ; sie hielt inne als ihr das Band an Misoras linken Arm auffiel , das sie als Leutnant auszeichnete. Bei genauerem Hinsehen konnte man erkennen dass die Zahl dreizehn in Kanji darauf eingraviert war , darunter das vereinfachte Bild einer Knotenblume. Der kleinen Shinigami fiel es wie Schuppen von den Augen : sie hatte soeben ihre Vorgesetzte fast umgestoßen ! Hastig verbeugte sie sich vor der verdutzten Rothaarigen « Verzeihung ! Ich hätte aufpassen sollen wo ich hinlief ! » Misora kniete sich zu der kleineren Frau herab und streckte eine ihrer verbundenen Hände nach ihr aus um ihr aufzuhelfen « Mach dir nichts draus , ich bin ja selbst Schuld wenn ich wie bestellt und nich abgeholt in der Tür rumsteh’. » sagte die Rothaarige mit einem aufmunterndem Grinsen. Mit einem Nicken nahm die kleine Shinigami die ihr angebotene Hand an und ließ sich aufhelfen. « Jedenfalls » begann Misora «  mein Name ist Misora Hotokegi ; ich fang’ heute als der neue Leutnant an. » « Rukia Kuchiki, »stellte sich die Schwarzhaarige vor « sehr erfreut sie kennenzulernen, Hotokegi-san. » die Rothaarige stutzte als sie den Namen “Kuchiki “ vernahm. « Sieh an , ist das etwa die Schwester von dem feinen Herrn Kuchiki ? »schoss es der Shinigami durch den Kopf « Zum Glück hat der Apfel da einen ordentlichen Windstoß abbekommen als er von Stamm fiel. » Misora sah ihr Gegenüber mit einem aufmunternden Grinsen an « Also...Rukia, nicht wahr ? » Rukia war etwas verwundert als die Rothaarige sie sofort mit ihrem Vornamen ansprach « wie ich sagte bin ich neu hier . Wärst du so nett mir zu zeigen wo sich das Büro des Hauptmanns befindet ? » die Schwarzhaarige nickte « Super, danke ! » Misora lächelte beschwingt « Ach eines noch : du brauchst mich nicht Hotokegi-san zu nennen , Misora , oder Misora-san wenn du die Suffixe nicht weglassen magst , ist das in Ordnung für dich ? » Rukia legte verwundert den Kopf zur Seite «  In Ordnung...ich werd’s versuchen. » Die Offenheit ihrer neuen Vorgesetzten überraschte die Schwarzhaarige, aber immerhin blieb ihr so eine saftige Rüge erspart.
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Vor einer der zahlreichen Schiebetüren blieben die beiden Frauen schließlich stehen. Rukia sah zu ihrer rothaarigen Vorgesetzen hoch «  Hier wären wir. » vorsichtig klopfte die kleine Shinigami an der Tür und öffnete Diese. « Ah, guten Tag  Rukia, was bringt dich hierher ? » sprach eine tiefe Männerstimme. Misora blieb zunächst überrascht , um das Mindeste zu sagen, im Türrahmen stehen. So hatte sie sich den Hauptmann nun wirklich nicht vorgestellt ! Anstelle eines Opas mit Rauschebart saß dort ein Mann den sie, wäre er ein Mensch, auf Mitte zwanzig geschätzt hätte. Langes schneeweißes Haar umspielte sein Gesicht , auf dem ein warmes Lächeln ruhte. Ein Paar grüner Augen , deren Farbe der von Smaragden gleichkam , umrahmt von schwarzen Augenbrauen die einen starken Kontrast zu den schlohweißen Strähnen bildeten, strahlte ihr förmlich entgegen. Und dennoch konnte sie erkennen dass dieser Mann nicht umbedingt der Gesündeste war : seine Haut war blass, sehr blass sogar und unter seinen Augen zeichneten sich , wenn auch sehr leicht, dunkle Schatten ab , seine breiten Hände waren überraschend knochig. Rukia deutete mit dem Blick zu Misora , die noch immer wie festgenagelt hinter ihr stand « Dies ist die Dame , die als der neue Leutnant bestimmt wurde » der Hauptmann nickte , stand von seinem Schreibtisch auf , und ging zu den beiden herüber « Jushiro Ukitake, freut mich Sie kennenzulernen. » sagte er zu Misora gewandt , immer noch mit einem Lächeln auf seinem Gesicht. Die Rothaarige stockte zuerst , ihre Stimme gehorchte ihr doch bald genug wieder « Misora Hotokegi, ebenfalls erfreut. » die Shinigami verbeugte sich. Insgeheim war sie froh dass dieser Mann so ziemlich das Gegenteil zu Byakuya war.
"Rukia, wärst du so nett uns kurz zu entschuldigen? Ich würde mich gerne einaml alleine mit Fräulein Hotokegi unter halten." kaum hatte Ukitake zu Ende gesprochen, verbeugte Rukia sich mit einem gehorsamen  "Jawohl" und war trat sogleich aus dem Büro heraus, natürlich vergaß sie nicht die Tür hinter sich zu schließen. Ohne das der Weißhaarige es merkte nahm Misora noch ein letztes Mal tief Luft, sie würde es sich selbst nicht verzeihen , wenn sie jetzt wie eine Debile herumstotterte. Bevor sich das Schweigen zu lange hinziehen konnte, ergriff der Hauptmann erneut das Wort "Hätten sie etwas gegen eine Tasse Tee einzuwenden?" fragte dieser höflich. Misora sah ihren Vorgesetzten unverwandt an, gerade noch konnte sie ein lang gezogenes "Hääääää?" daran hindern , das Licht der Welt zu erblicken. Natürlich, sie würde gerne eine gute Tasse Tee trinken aber...das war mal ein etwas anderes Gespräch zwischen Hauptmann und Leutnant! Wenn sie an ihre erste Unterredung mit Byakuya zurückdachte...allein der bloße Gedanke daran bescherte ihr Erfrierungen zweiten Grades! "Ehm, ja gerne." erwiderte sie, mehr geistreiches fiel ihr in diesem Moment nicht ein. Ukitake antwortete mit einem weiteren warmen Lächeln. Es dauerte nicht lange bis der typische Duft grünen Tees den Raum erfüllte. Ukitake reichte der rothaarigen Shinigami eine Tasse noch dampfenden, stark duftenden Tees. Diese nahm das heiße Getränk dankend an. Misora war es nun wirklich nicht gewohnt dass ein Vorgesetzter derart freundlich zu ihr war. Als sie noch ein rangloses Mitlieg der dreizehn Hofgarden war, wurde sie täglich von jedem x-beliebigen Höherrangigen angeherrscht "Hotokegi, du dusselige Kuh!" hörte sie heute noch die Stimme von so manchem in ihren Träumen herumbellen, vermutlich war dies der Grund weshalb sie nicht gerne mit ihrem Nachnamen angesprochen wurde. Die beiden Shinigami setzten sich an einen nahegelegenen, niedrigen Tisch. Nicht so ganz sicher was sie sagen sollte, nahm Misora einen Schluck ihres immer noch dampfendes Tees, zum Glück war dieser stark gesüßt, das mit dem vor dem Spiegel üben war doch eine Schnapsidee gewesen. Wieder war es Ukitake, der das Gespräch am Laufen hielt "Bis jetzt arbeiteten sie in der sechsten Kompanie, nicht wahr?" Misora nickte "Ja, unter Hauptmann Kuchiki diente ich noch bis letzte Woche als dritte Offizierin." "Ich weiß das diese Versetzung sehr überstürzt kam, doch ich hoffe, dass sie sich hier bald eingewöhnen." erwiderte Ukitake nachdem auch er einen ersten Schluck Tee genommen hatte. Die Freundlichkeit ihres neuen Vorgesetzten entlockte Misora dann doch ein Lächeln. Sie wollte gerade antworten, als ein Raunen von Seiten der Tür sie aufhorchen ließ "Schubs mich nicht so, du Trottel!" fauchte eine Stimme , die sie nicht zuordnen konnte, sie klang wie die eines jungen Mädchens "Ha! Ich soll dich gestoßen haben? Wer hat mir den Grade den Ellbogen in die Rippen geschmettert, du oder ich?!" auf die Entgegnung dieser sehr viel tieferen, rauen Stimme folgten einige recht...kraftvolle Ausdrücke, bis die Tür auffiel und zwei Shinigami wie Reissäcke hereingepurzelt kamen. Augenblicklich standen die Beiden wieder auf den Beinen und vollzogen eine tiefe Verbeugung "Entschuldigen sie , das wir einfach so hereingeplatzt sind Hauptmann! " riefen sie ans Hysterische grenzend "Tja," witzelte Misora in Gedanken " die haben das mit der Tür ins Haus fallen wohl etwas zu wörtlich genommen...". Ukitake stellte seine Teetasse ab, und wandte sich leicht verwundert dem lautstarken Duo zu "Sentaro? Kiyone? Wie lange seid ihr schon...nein, ich frage  lieber nicht nach." dieser Mann kannte seine Pappenheimer. Neugierig musterte Misora das Gespann. Die Shinigami  mit dem kindlichen Gesicht ,die auf den Namen Kiyone hörte, war wie Rukia klein gewachsen, nun vielleicht etwas größer. Ihr dunkelblondes Haar trug sie kurz und gerade, ein paar himmelblauer Augen stach aus ihrem Gesicht hervor. Der andere Shinigami, Sentaro, war ein mittelgroßer Mann mit gerbräunter Haut und dichtem, schwarzen Haar, das er zu einer Art Afro frisiert hatte, er hatte sich zudem einen Kinnbart wachsen lassen, der Misora an harte Pinselborsten errinerte. Er hatte kleine, aber ausdrucksstarke schwarze Augen, allgemein wirkte er temperamentvoll. Erneut schlug Kiyone einen entschuldigenden Ton an " Verzeihen sie bitte, Hauptmann Ukitake, ich hatte eigentlich nicht vor zu lauschen, aber als ich hörte dass wir einen neuen Leutnant bekommen, war ich einfach zu neugierig!"Erneut verbeugte sie sich tief vor Ukitake, wobei Misora befürchtete , dass sie sich noch den Kopf an dem Holzboden stoßen würde, wenn sie sich immer so schwungvoll niederwarf "Ich bin bereit jede Strafe zu akzeptieren, die sie mir auferlegen!" . Es schien so als fühle ihr mit-Offizier sich vernächlässigt, denn sofort riss er das Wort an sich "Red keinen Blödsinn, Kiyone!Mir tut es noch sehr viel mehr Leid als dir, du hast dich nocht nicht mal tief genug verbeugt!" keifte er "Hauptmann! Bestrafen sie mich ebenfalls!". Unverwandt beobachtete Misora das Gespräch, oder mehr den Monolog dieses etwas eigenen Duos "Jetzt mal ehrlich...ich glaube die beiden haben sich zu viel schwarzen Tee hinter die Kiemen gekippt." dachte die Rothaarige. Ukitake entwich nur ein Seufzer, daraus schloss Misora dass die Beiden sich wohl öfter in den Haaren lagen. Als hätte er die Gedanken seiner Untergebenen gelesen , sagte er folgende Worte, die Sentaro und Kiyone die wieder mitten im Streit waren, nicht hörten "Das ist hier an der Tagesordnung, glauben sie mir ,man gewöhnt sich schnell daran." und wieder schlich sich ein Lächeln auf das Gesicht des Hauptmanns.
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« ...tja und zum Schluss haben mich die beiden dritten Offiziere noch durchs Gebäude geführt...nachdem sie sich fast an die Gurgel gegangen waren. » beendete Misora ihren langen Monolog. Von Rangiku hörte sie nur ein lallendes Geräusch , dessen Bedeutung ihr unbekannt war. Ruckartig sah Misora zu ihrer Freundin herüber : die blonde Shinigami hatte nicht bloß eine Flasche getrunken, nein, während die Rothaarige sprach hatte sie sich einen Reisschnaps nach dem Anderen einverleibt ; Misora wollte noch nicht einmal wissen wie viele es diesmal waren. Die Shinigami seuzfte « Also echt Rangiku, du trinkst dieses Zeug wie andere Leute Wasser trinken. » Rangiku legte den Kopf zur Seite ; der Alkohol hatte ihre Gesichtsfarbe arg ins rötliche gehen lassen «  Wassn’ loss Ssora ? » lallte sie im Rausch « Issoch nich meinn Probleeem wennses nich vertägsss. » « Na und ? Ich mag halt keinen Sake, das hat nix micht nicht vertragen zu tun » Misora hatte einmal , auf Rankgikus Drängen hin Sake probiert..., und danach nie wieder : als sie einst einen kleinen Schluck von dem Schnaps nahm brannte dieser so sehr ; sie hatte das Gefühl als würde es ihr den Rachen wegätzen. Wieder gab die blonde ein unverständliches Geräusch von sich , als ein schwarzer Schmetterling durch eines der kleinen Fenster in den Raum geflogen kam. Die Blonde sah auf « Äh, unddas mittn inner Nacht ? » Geräuschlos setzte sich der Höllenfalter auf ihre Schulter. Misora hob fragend eine Augenbraue «  Was ist denn so dringendes los , dass um diese Zeit noch Höllenfalter ausgesandt werden ? » Rangiku hörte der Nachricht, so gut ihr dies in ihrem Zustand möglich war , zu und sah dann wieder zu der Rothaarigen herüber « Hollows ssin looss. » sie lies ein hicksendes Geräusch hören «  Müssn uns drum kümmernn Ssora... » Misora sprang von dem niedrigen Tisch auf «  Was ?! Ein Hollow ! Du hast Recht wir müssen nachsehen ! » in diesem Moment fiel ihr Rangiku’s Verfassung wieder ein. « ...obwohl, ich geh’ lieber allein. » « Wiessso ? » Misora fuhr sich genervt durch die Haare « Jetzt hör mal gut zu Rangiku. Du bist betrunken...,nein, eher sturzbesoffen. Du kannst doch nicht ernsthaft verlangen , dass ich dich mitnehme ? ». Langsam rappelte sich die Blonde wieder hoch «  Ach wasss, wass ssinschon paar Ssake ! Gehn wirr Ssora ! » mit diesen Worten rannte sie zur Schiebetür hinaus, gefolgt von einer völlig überforderten Misora.
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Durch die ohrenbetäubenden Kampfgeräusche hatten die beiden Frauen schnell ausgemacht wo besagter Hollow sich befand. Ruckartig blieb Rangiku steht «  Isser dasss ? Ssieht komschauss.... » Nachdem sie ihrem Atem wiedergefunden hatte , sah nun auch Misora zu dem Ungetüm, dass gerade von mehreren ranglosen Shinigami im Schach gehalten wurde. In der Tat hatte sie in all den Jahren ihres Lebens noch nie einen derartigen Hollow gesehen : die Größe war nicht das ungewöhnliche, jedoch das Äußere des Ungetüms. Der Hollow ähnelte nicht wie die meisten seiner Art einem Tier, sondern sah aus wie eine wandelnde Ritterrüstung , eine Rüstung aus Spiegelglas , die den fahlen Silberschein des Mondes reflektierte. Anstelle von Händen wucherten dem Hollow zwei gewaltige Klingen aus den Unterarmen. Misora musst kurz schlucken als die Bestie sie mit seinen stechenden, gelben Augen fixierte, doch fing sie sich schnell wieder und zog ihr Zanpakuto , ein schlankes Odachi**. Die Rothaarige sah zu ihrer Freundin herüber , die sich immer noch im Vollrausch befand « Hey , Rangiku, ich kümmere mich darum. » « Waas ? Ich machmitt ! » « Glaubst du ich sehe zu wie sich ‘ne Sturzbesoffene mit offenen Armen in den Tod stürzt ?! » schrie Misora sie daraufhin an. Bevor die Betrunkene etwas erwidern konnte, schwang eine der riesigen Armklingen des Hollows auf sie zu, was die beiden Shinigamis zwang zur Seite zu springen. Nach dem Ausweichmanöver sprang Misora auf den Hollow zu und schwang ihr Zanpakuto mit aller Kraft die iht Körper aufbringen konnte auf das Haupt des Ungetüms herab. Mit einem dumpfen Geräusch prallte die Klinge von der Spiegelhaut des Hollows ab und die Rothaarige wurde nach hinten geschleudert. Nachdem diese einen kurzen Fluch ausstieß sprach sie noch mitten in der Luft folgenden Vers aus : « Gebieter ! Maske des Fleisches und des Blutes, Raum und Zeit des Kosmos, Schlag des Flügels , Wahrhaftigkeit und Einkehr ! Bette deine Klauen in die Wände des Traumes , frei von Schuld ! 33. Pfad der Vernichtung , Sokatsui ! » kaum hatte sie jene Worte gesprochen schoss ein azurblauer Feuerball aus ihrer freien Handfläche geradewegs auf den Hollow zu. Als die Flammen jedoch dessen spiegelglatte Haut berührten , kam Misoras Kidospruch in zehnfacher Ausführung auf sie zurückgeschleudert . Nur mit größter Mühe , und schon fast unverschämten Glück, konnte sie den Feuerbällen entgehen. « Ach du heilige Sch... was war das denn ?! » schimpfte Misora , sah dann schnell herüber zu Rangiku in Sorge dass ihre betrunkene Freundin vielleicht nicht ausweichen konnte , doch diese wankte ziellos durch die Gegend. Misora seufzte ratlos, musste dann aber wieder per Shunpo ausweichen als der Hollow ein weiteres mal nach ihr schlug. Erneut sprach Misora denselben Spruch , nur um ihn wieder fast am eigenen Leibe zu spüren. « Er...reflektiert Kido ? » schoss es der Rothaarige durch den Kopf «  Seit wann können Hollows denn sowas ?! » Hieb um Hieb parierte sie , ihre eigenen Schläge prallten bloß von dem Spiegelhollow ab, als schlüge sie auf Basaltstein. Mit einem großen Satz sprang die Shinigami zurück , gefolgt von der rasenden Bestie. Als schon wieder eine spiegelglatte Klinge auf sie herabsauste wich sie nicht aus, sondern wehrte die Wucht des Schlages mit ihrem eigenen Schwert ab. Misora sah ihrem Gegenüber in die giftgelben Augen , als sie ihre Klinge entfesselte « Erhebe dich aus deiner Asche, Kaen Torieitai ! »
-Kapitel 1 , Ende-

* Kaen Torieitai (火炎 鳥永代) : Bedeutet soviel wie « ewiger Feuervogel »
**Odachi  : Längere Version des Katana (In Misoras Fall ist das Schwert samt Griff anderthalb Meter lang.)

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PS:
Also gut hier wäre dann das nächste Kapitel! Es ist zwar noch größer als der Prolog,
aber irgendwie bin ich nicht so richtig zufrieden damit....wer hätte gedacht dass es so schwer wäre Ukitake's Charakter hinzubekommen? Mit der Vorstellungszene bin ich auch nicht so recht zufrieden...ich sollte mir 'nen Betaleser ins Boot holen.
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