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von Mareno
erstellt: 29.07.2009
letztes Update: 29.12.2011
Geschichte, Allgemein / P16
(in Arbeit, keine anonymen Reviews)
Viel zu spät werde ich nun ein Vorwort anfügen, um einige Sachen für potentielle Leser zu erklären, die sich nicht von der riesigen Menge an bereits vorhandenen Worten aufhalten lassen.
Diese Geschichte spielt, wie man bereits am Datum des ersten Kapitels erkennen kann, zwei Jahre nach dem Ende von RE5 und ist eine mögliche Fortsetzung. Ich habe und werde mich fest an die Spielevorlagen (ge)halten (Highlight des seltsamen Satzbaus), zwar werden sowohl einige neue, wenn auch nicht außerordentlich relevante Charaktere eine Rolle spielen, sowie ein neues Virus; aber ich werde keine bereits bestehenden Informationen verändern, nur Lücken in der originalen Geschichte füllen.
Was die Authenzität Weskers angeht, möchte ich, dass ihr nicht nach den ersten Kapiteln urteilt. Wie später geklärt wird, gibt es einen Grund für sein teils leicht "menschliches" Verhalten. Lasst euch davon nicht abschrecken, so schlimm ist es nicht. :) Ich erwähne es lediglich im Vorraus.
Wer diese Geschichte bereits früher einmal gelesen hat, dem wird das neue Layout wohl auffallen- viele der kürzeren ersten Kapitel wurden zusammengefasst, einfach um keine gewaltigen Unterschiede in den Kapitellängen entstehen zu lassen. Die Nummer des Alten minus 7 ergibt die Nummer des Neuen.
Ach ja: Die Kapitel sind lang. Oft sehr lang. Ich hoffe sehr, dass sich daran niemand stört :D
Auch wenn es womöglich danach aussehen mag: Es ist in diesem Sinne keine Romanze, es gibt zwar ein Pairing, aber die Anspielungen werden wohl eher subtil ausfallen. Also, wer jetzt spektakuläre und aus der Luft gegriffene Sexszenen sucht, wird hier nicht fündig. (Und alle Leser klickten empört auf "Back Space".)
Dies ist der nachträglich angefügte, experimentelle Prolog. Ich bitte um ihren Kommentar.
Danke für ihre Aufmerksamkeit und viel Spaß beim Lesen :3
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Prologue: Conspiracy
Er wusste, seine Zeit war gekommen. Die Mühen würden sich auszahlen, wenn die Falle das letzte wichtige Bindeglied in die Hände des Konzerns brachte. Der Test konnte beginnen.
Er bedeutete Fortschritt.
Mit einem Lächeln wandte er den Blick von der Überwachungskamera und machte sich einige Notizen auf einem kleinen Block, den er bei sich trug. Die Kugelschreibermine schien nicht mehr völlig zuversichtlich, immer öfter musste er die ordentlichen Linien seiner Handschrift erneut nachziehen.
Der Test bedeutete Fortschritt und dafür mussten Opfer gebracht werden.
Das Licht im Raum war gedimmt, aber nur, weil er es so wollte. Er war nicht der Typ, der in den Schatten an den Wänden Figuren oder Botschaften erkannte. Es lag nicht einmal daran, dass er keinen Sinn für Kunst hatte, er war nur nicht in der Lage, sie in derart profanen Dingen zu erkennen.
Der Bildschirm flimmerte, als wollte er sich verabschieden. Aber natürlich würde er nicht ausgehen, selbst wenn der Strom ausfiel, gäbe es mehr als nur ein Notstromaggregat, nichts wurde dem Zufall überlassen. Eine andere Möglichkeit für die kurze Störung im Bild wäre die unbeabsichtigte Einmischung eines Anderen, in diesem Fall war das aber kaum denkbar.
Niemand, der ihm gefährlich werden konnte, wusste von seiner Anwesenheit, es würde erst zu Komplikationen kommen, wenn er es wollte. Denn auch wenn er nicht leichtsinnig war, so reizte ihn die Vorstellung, seine Fähigkeiten herauszufordern und immer kurz vor dem Versagen zu stehen.
Er legte den Kugelschreiber auf den Tisch und fixierte den Bildschirm ein weiteres Mal, als könnte er ihn beeinflussen.
Aber das Bild änderte sich nicht.
Es war nicht seine Aufgabe, die Monitore über Nacht zu überwachen, aber er war dem plötzlichen Impuls, selbst die Situation zu beobachten, nachgekommen.
Das Bild zeigte nach wie vor einen Teil eines Büros, durch den von Zeit zu Zeit vereinzelte Personen liefen. Sie wussten nicht, dass sie beobachtet wurden, natürlich nicht. Aber es war gleichgültig, was sie taten oder dachten, es ging lediglich darum, abzuschätzen, wer zu welchem Zeitpunkt zugegen war.
Ein merkwürdiges Gefühl breitete sich in ihm aus, aber er war daran gewöhnt. Das Blut begann in seinen Adern zu pulsieren, er fühlte, wie seine Knochen mit jedem blutigen Schub nachhallten, als würden sie ein Echo hervorbringen wollen.
Das Monster in ihm wurde stärker... und hungriger.
Die Menschen auf dem Bildschirm sahen nicht länger aus wie Personen. Die Silhouetten verschwammen vor seinen Augen bis zur Unkenntlichkeit. Dann waren es keine Menschen mehr, sondern atmende, pulsierende Massen von Fleisch. Er starrte wie ein Verdurstender auf den Monitor, während sein Herzschlag sich drastisch beschleunigte.
Er war das Raubtier, das diese Beute jagen und zerreißen würde. Sie sollten bluten, bis seine Gier ertränkt war, in ihrem Schmerz.
Sein Puls beschleunigte sich, während er die warme, rote Flüssigkeit in seine Augen steigen fühlen konnte. Ohne die Kontrolle darüber zu haben, gab er ein gutturales Knurren von sich und umklammerte die Lehnen seines Stuhls, bis seine Knöchel knackten.
Jedes Mal, wenn das Monster hervorbrach, hatte er das Gefühl, Bestätigung für all seine Pläne zu finden. Es war keine Hoffnung, die der Blutdurst mit sich brachte, es war die Überzeugung eines Monsters, das keine Alternativen kannte.
Doch so plötzlich wie es erschien, verschwand das Monster wieder, und mit ihm die Gier nach menschlichem Fleisch.
Mit einem müden Lächeln wischte er sich das Blut aus den Augen und gähnte.
"Maybe next time, my friend", sagte er und fügte seinem Report noch einige Zeilen hinzu.
Dann griff er nach seinem Telefon und tippte eine Nummer ein, die er bei diesen Gelegenheiten oft anrief.
Es dauerte eine Weile, bis jemand abnahm.
"I want the report on our subjects right now, number 34 to 40", befahl er, bevor sich jemand melden konnte.
Die Frau am anderen Ende der Leitung schnaubte spöttisch. "Of course. Anything else?"
"I want to know exactly when we will be able to initiate the trial eventually. Time is getting short and I have to say the development is at a standstill as long as we have no test data on the matter. Once it is administered we can proceed, so actually I intend to start the survey a bit sooner", erwiderte er und tippte mit dem Kugelschreiber auf die Tischplatte.
"You wanted to get a second opinion on that, I assume." Sie begann ärgerlich zu klingen. "I figured you would propose that and I have to disagree. It is too soon, it would get beyond control at this point. The assassination attempt was conducted too early already; another mistake would throw us and them off track."
Er lächelte in sich hinein. "We shall wait then... you need to inform them they can't be that careless next time. Chris Redfield may not be the sharpest knife in the drawer, any further contradiction in his petty world would still cause him to be suspicious. They need to stay uninvolved."
Er legte auf, ohne eine Antwort abzuwarten.
Es war nicht wichtig, wie lange er noch warten musste, viel zu groß war die Chance, es zu verderben.
Das Monster in ihm zitterte vor Vorfreude.
Alles lief nach Plan.
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