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Geschichte: Fanfiktion
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von Zwiebelfisch
erstellt: 18.07.2009
letztes Update: 27.01.2010
Geschichte, Humor / P12 Slash
(abgebrochen)
Hallo, hier bin ich wieder, lange nichts mehr von mir gehört, gelle? Darf ich vorstellen, dass ist EgoSau.
*lässt das kleine rosa Tier auf den Boden, welches sofort ausgehungert hin und her läuft*
EgoSau ernährt sich von Komplimenten, konstruktiver Kritik und netten Gesten.
*Autorin wackelt bedeutungsvoll mit der Augenbraue*
Ich hoffe, meine neue Geschichte kommt gut an, sie spielt nach dem siebten Band und lässt aber das letzte Kapitel außer Acht. Genre ist im Prinzip Humor. Über Länge bzw. Kapitelanzahl kann ich noch nichts sagen, da ich eine Story nie in einem Stück schreibe, sondern spontan. Ich hoffe, ich schaffe es regelmäßig zu posten. Viel Spaß beim Lesen, eure Zwiebelfisch
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„Was für gequirlten Schnarchkacklermist erzählen Sie mir hier? Ich kann nicht als Auror arbeiten? Weil ich zu berühmt bin? Bei Merlins Ringelstrümpfen, das ist der größte Schwachsinn den ich je in meinem Leben gehört habe!“
Drei Monate später, London, Tooting, 15. September
„Oh verdammt, verdammt, VERDAMMT, ich sollte nicht gleich an meinem ersten Tag zu spät kommen!“ Der Dunkelhaarige schaute panisch auf seinen magischen Wecker, der wütend neben seinem Bett auf und ab hüpfte und dabei mit sämtlichen Glocken rasselte. Er hatte ihn von seiner besten Freundin zum 18. Geburtstag geschenkt bekommen, da sie seine Schwierigkeiten beim Aufstehen bestens kannte. Beim Gedanken an sie, die seit September eine Professur für die Verteidigung gegen die Dunklen Künste in Beauxbatons inne hatte, seufzte der Schwarzhaarige auf, bevor er laut aufjaulte, da sein Wecker ihn in die große Zehe gebissen hatte.
Er hetzte in sein kleines Badezimmer, stolperte über einige Umzugkartons und rannte fast Cauchys* Eulenstange um, die aus unerfindlichen Gründen mitten im Flur stand. In rasender Geschwindigkeit putzte er sich die Zähne, sprach einen Reinigungszauber, da er am gestrigen Abend zu faul zum Duschen gewesen war, sprang in seine Klamotten und rannte aus dem Haus. Seine schwarzgefiederte Eule blinzelte verwundert und schuhute ärgerlich, als er auf dem Weg zur Tür wiederum fast die Eulenstange umrannte. Klappernd flog die Tür ins Schloss.
„Argh! Bei Merlins Unterhosen… Alohomora.“ Es klickte und die Tür öffnete sich wieder. Der junge Mann raste ins Wohnzimmer, schnappte sich seine Tasche und flitzte davon. In einer dunklen Ecke machte es plötzlich „Plopp“ und er verschwand.
Neben den Müllcontainern des St. George’s gab es ein leises Geräusch, fast so, als hätte jemand einen Korken aus einer Flasche gezogen, ein hochgewachsener Jugendlicher tauchte wie aus dem Nichts auf, klopfte sich den nicht vorhandenen Staub von seiner Jacke und ging um die Ecke. Wenige Augenblicke später konnte ein aufmerksamer Zuhörer wieder ein seltsames Geräusch hören, ein weiterer junger Mann erschien und rannte los.
Drei Monate früher, London, vor dem Zaubereiministerium
„Das ist die 21. Bewerbung, die abgelehnt wurde. Hörst du? Die 21.! Ich stelle hier einen gottverdammten Rekord auf!“
„Gottverdammt? Was ist das denn?“
„Ein Muggelausdruck, ist ja auch egal. Was soll ich denn jetzt machen? Kein verdammtes Hospital wollte mich haben. Nicht mal diese verdammten Froschfresser an der Charité waren bereit mir eine Chance zu geben.“
„Du hast sie `Verdammte Franzosen` genannte, vielleicht lag es daran?“
„Dieser Hornochse von einem Zauberer hatte doch tatsächlich behauptet, sie hätten uns im XVII. Magischen Krieg von 1643 geschlagen. Dabei hatten wir dank der Koboldrüstungen doch eindeutig gewonnen!“
„Hmpf, hör mir mit Geschichte auf, ich bin froh, dass wir Binns entronnen sind und jetzt fängst du damit an? Wir sollten uns lieber was einfallen lassen.“
Geschafft ließen sich die beiden Freunde auf einen Brunnenrand fallen. Der Blonde zog ein ledernes Zigarettenetui aus seiner Jackentasche, lies ein silbernes Zippo aufschnappen und zündete sich mit gierigem Ausdruck in den Augen eine Zigarette an. Genüsslich blies er den blauen Rauch aus und lies dabei kleine Schlange, Drachen, Kaninchen und ähnliches entstehen. Der Andere rümpfte die Nase.
„Du solltest endlich damit aufhören, schließlich wolltest du Arzt werden, du müsstest wissen, dass so was ungesund ist.“
„Na und? Dafür macht es Spaß und beruhigt die Nerven. Und das kann ich jetzt ausgezeichnet gebrauchen.“
„Nun, wie dem auch sei, ich habe eine Idee. Eine gute, aber sie ist ja auch schließlich von mir. Du könntest es an einer Muggel-Universität versuchen.“
Ein lautes Platschen ertönte, Wasser spritzte und der Andere saß im Wasser. Unbeeindruckt sprach er weiter, hatte er mit so was doch fast schon gerechnet.
„Sie haben gute Universitäten, du könntest in London bleiben und die Aufnahmeprüfung bekommst du mit dem einen oder anderen Trick schon hin.“
„Bei Merlins verdammten Unterhosen, eine Muggel-Universität? Was denkst du, was meine Mutter dazu sagen würde? Ich an einer Muggel-Universität, auf so eine dumme Idee kann man eigentlich gar nicht kommen.“
„Du hast keine Wahl.“,
sagte der Andere, sprang elegant aus dem Wasser, vollführte eine Bewegung mit einem langen Stück Holz und setzte sich wieder auf den Brunnenrand.
14. August, London, Bloomsbury
„Nun mein Schatz, das ist doch eine schöne Wohnung und ich denke, wenn du ein bisschen von meinem innenarchitektischen Gespür geerbt haben solltest, wirst du sie auch ganz schnell in ein schönes Heim verwandelt haben.“,
sprach optimistisch eine blonde Frau mittleren Alters. Hinter ihr kamen der Blonde und der Andere in den Flur, beide schwer beladen mit einem großen Karton.
„Echt mal, wie viele Sache hast du mitgenommen? Ich meine, dieser Kram ist magisch verkleinert und trotzdem wiegt diese blöde Kiste mindestens eine halbe Tonne.“
„Stell dich nicht so an, man braucht nun mal viele Sachen, wenn man zuhause auszieht. Es freut mich, dass dir die Wohnung gefällt Mutter, sobald ich alles fertig habe, kannst du sie dir ja noch einmal anschauen. Ich denke, ich werde zuerst das Bad umgestaltet, bevor ich mit dem Rest der Wohnung weitermache.“
„Wunderbar Schätzchen, ich denke, ich werde jetzt zurückapparieren. Solltest du Lust auf eine Tasse Tee haben, komm doch einfach vorbei. Und du möchtest wirklich keine Hauselfe haben?“
„Nein danke Mutter, ich vermute, das würde hier nur auffallen, die paar Haushaltszauber bekomme ich auch alleine hin.“
Kaum hatte die große blonde Frau die Wohnung verlassen, schwang der Blonde auch schon seinen Zauberstab. Der Andere warf sich flach auf den Boden, als ein großer Sessel mit voller Wucht auf ihn zuschwebte.
„Willst du mich umbringen?“,
schnaubte er entsetzt.
„Du bist zäh, das hättest du schon verkraftet, außerdem hab ich Diptam und Schmerztränke hier.“
Nach einigen Stunden Hin- und Herräumens saßen die Beiden schließlich auf dem winzigen Balkon und genossen zwei Tassen Kaffee und die traumhafte Aussicht. Der Blonde seufzte zufrieden.
„Ich denke, ich sollte den Balkon magisch vergrößern, ich brauche noch Platz für mein Gewächshaus und die Blumenkästen.“
„Was ist mit deinem Kräuterschrank, wo stellst du den eigentlich hin?“
„Ins Wohnzimmer, neben meinen Schreibtisch. Ich glaube, ich muss mir auch noch so ein seltsames, flaches Muggel-Gerät anschaffen.“
„Einen Schlepptopp? Ich habe schon viele von ihnen mit so was rumlaufen sehen, manchmal klappen sie sie auch auf und tippen mit ihren Fingen darauf rum.“
15. September abends, London, Tooting
Müde schleppte sich der Dunkelhaarige die Treppen zu seiner Wohnung hinauf. Sein erster Tag hatte ganz schön geschlaucht. Aber wer Arzt werden wollte, musste leiden. Zumindest hatte ihm das die seltsame Frau in der Studienberatung gesagt. Als er die Wohnungstür aufsperrte, schuhute Cauchy schon leise, er hatte den ganzen Tag auf ihn gewartet. Zärtlich strich er über die schwarzen Federn. Der junge Mann überlegte, ob er heute Abend noch weggehen wollte, entschied sich aber dagegen, da ihm die Müdigkeit in den Knochen steckte. Morgen standen immerhin Anatomie, Physik und Infektologie auf dem Stundenplan.
Zufrieden schaute er sich in seiner Wohnung um. Zwar standen noch überall Kartons mit Krimskrams herum, aber im Großen und Ganzen konnte man erkennen, dass sich hier jemand richtig viel Mühe gegeben hat. Bücherregale standen an den Wänden, magische Fotos und Zeichnungen hingen überall, die offene Küche war modern und bestens ausgestattet, denn er hatte eine große Leidenschaft für das Kochen und Backen, was unschwer an dem extra Regal für Koch- und Backbücher zu erkennen war. Alles war ein klein wenig chaotisch, jedoch trotzdem einladend und gemütlich.
Nachdem der Schwarzhaarige sich etwas zum Abendessen zubereitet hatte, sprang er schnell unter die Dusche und legte sich erschöpft ins Bett und lies seine Gedanken schweifen. Wer hätte gedacht, dass er mal Muggel-Medizin studieren würde…
15. September abends, London, Bloomsbury
Der Blonde saß auf seinem nunmehr magisch vergrößerten Balkon, legte den Kopf in den Nacken und schaute in den Himmel, der in London nie richtig dunkel zu werden schien. Von unten drang der allgegenwärtige Lärm an sein Ohr.
„Muggel-Medizin. Wer hätte gedacht, dass ausgerechnet ich mal Muggel-Medizin studieren würde…“
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*Autorin deutet auf kleines rosa Tier aka EgoSau*
*Cauchy, sprich Koschi, französischer Mathmatiker, Namensgeber der Cauchy-Folgen, die von grundlegender Bedeutung für die Analysis sind.
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