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von Melissa    erstellt: 06.07.2009    letztes Update: 21.09.2010    Geschichte, Mystery / P16    (fertiggestellt)
Alle im Dorf fragten sich, wer war der alte Mann, denn Sunny vor langer Zeit mitgebracht hatte. Doch es lang daran, daß er es Sunny verboten hatte, den Bewohnern seinen Namen zu nennen.
Eines Tages stand er nachdenklich am Ufer. Taro und Kiro, seine Urenkeln, gesellte sich zu ihm.
“Willst du wirklich die Lichterinsel erkunden? Angeblich stirbt man, wenn man ins Innere der Insel will.”, sagte Taro.
“In deinem Alter noch zu See fahren, ist verrückt..”, meinte Kiro streng.
“Ja, ich weiß, aber ich will das Geheimnis der Lichterinsel lüften. Vielleicht komme ich mit einem anderen Aussehen zurück. Das heißt ich muß euch meinen Namen sagen. Mein Name ist Shanks Shoned, hundertdreiundachtzig Jahre alt. Merkt ihn euch!”, erklärte der Greis.
Mit diesen Worten machte er ein kleines Schiff klar mit Proviant und segelte davon. Traurig sahen die Brüder ihm hinterher.

Nach einigen Wochen erreichte er die Lichterinsel. Er stieg aus dem Schiff. Shanks kämpfte sich zwei Stunden durch den Dschungel bis er plötzlich an einem Schrein kam mit einem großen orangeroten Kristall in der Mitte. Auf einmal wurde es richtig hellrot und blendete Shanks.
“Urekah. Du bist der legendäre Falke des Lebens und das grüne Licht. Du wirst unsterblich sein.”, gab der grelle Lichtfalke ihn zur Erklärung und verschwand.
Shanks blieb für zwei Minuten wie erstarrt und wollte gerade zum Schiff zurück gehen, als seine Haare ihm ins Gesicht fielen. Er erschrak und rannte noch schneller zum Schiff. Er schaute sich im Wasser sein Spiegelbild an und bemerkte einige Veränderungen in seinem Gesicht. Er war wie betäubt.
Inzwischen waren fünf Wochen vergangen, seit Shanks das Dorf Fusha verlassen hatte. Taro und sein jüngerer Bruder lauerten auf Shanks. Als plötzlich ein kleines Schiff mit einem jungen Mann anlegte. Mit gerunzelter Stirn liefen sie zu ihm.
“Wer bist du?”, fragte Taro.
Der rothaarige junge Mann schaute sie verwundert an.
“Ihr kennt mich doch! Ich weiß, du und dein Bruder sind die Urenkel von Sunny.”, rief er.
Taro schaute sich den rothaarigen Fremden noch genauer an. Er hatte große Ähnlichkeit mit Shanks, nur um viele Jahrzehnte jünger. Sie schätzte ihn um siebenundzwanzig Jahre alt.
“Ich bin es, Shanks, der hundertdreiundachtzig Jahre alt ist!”, stöhnte er.
“Wie? Shanks? Aber wie kommt es, daß du so jung aus siehst? Du bist doch schon sehr alt, besser gesagt du warst ein Greis? Also wie?”, fragte Taro verblüfft.
Kiro starrte ihn verwirrt an.
“So sah er also in jungen Jahren aus.”, dachte er.
“Keine Ahnung, wie es passiert ist. Ich weiß nur, daß ich auf der Lichterinsel geblendet wurde und seit diesem grellen Licht sehe ich so jung aus. Das Licht sagte, Ich soll unsterblich sein.”, antwortete Shanks. Shanks’ Stimme hatte sich auch verändert. Vorher war sie rau. Jetzt klang die Stimme so rein wie Wasser. Shanks ging zu dem Haus seiner Freunde und erzählte von seinen Abenteuern.
1680 hatte er seine Jugendfrisur wieder, denn seine Haare waren dreizehn Zentimeter lang. 1700 ging er von dort für immer weg. Die Geschichte vom dem Greis und dem rothaarigen Fremden verbreitete sich sehr schnell und wurde zur Legende. Shanks wurde es allmälich bewußt, daß er wirklich unsterblich war.

Im Jahr 1725 entschloß sich Shanks wieder eine Piratenbande zugründen zusammen mit Yasopp und Ben Beckmann. Jedoch hielt diese Bande nur drei Jahre. Shanks war es Leid die schwächeren Jungpiraten (siebzehn bis einundzwanzig Jahre) seiner Bande vor den stärkeren Jungpiraten, die zwischen zwanzig bis neunundzwanzig Jahre alt waren, zubeschützen. Sie hatten voreinander keinen Respekt, außer vor Shanks und seinen gleichaltrigen Freunden. So dankte Shanks als Käpt’n ab und verließ diese Bande.
Yasopp und Ben wollten ihn begleiten. Doch er lehnte ab. Shanks wollte nur noch seine Ruhe haben. Also gingen sie alle verschiedene Wege.
“Ich habe Shanks noch nie so komisch erlebt. Seine Art ähnelt einem Landstreicher.”, meinte Yasopp zu Ben.
“Wir haben seine erste Piratenbande verlassen, als er neunundfünfzig Jahre alt war und bis heute hat er uns auch nicht viel erzählt, was ohne uns so alles passiert ist. Hm, mir fällt auf, das er hinkt. Er muß sich einmal am rechten Knie verletzt haben. Ich habe mal zufällig eine Narbe am rechten Knie bei ihm gesehen. Wenigstens hat er seinen Humor und seine Geselligkeit nicht verloren.”, meinte Ben nachdenklich.
“Du hast Recht.”

Shanks lief ziellos durch die ganzen Länder und Kontinente. Im Dezember 1799 war Shanks in das englische Dorf Whitetown angekommen.
Nach sechs Monaten wurde er der größte Säufer des Dorfes. Bürgermeister Brown beobachtete beim Spaiziergang wie Kelly wütend zur Kneipe “Red Deer” trappelte.
“Hey! Hör auf zu trinken! Du hast heute schon genug getrunken!”, meinte John, ein Obsthändler aus dem Dorf.
“Ach, laß mich doch in Ruhe! Jeden Tag die gleiche Leier mit dir! Du machst wegen dem Bißchen, so ein Theater!”, meinte Shanks grinsend.
“Was, wegen dem Bißchen?! Das war mehr als ein Bißchen! Du hast jetzt schon achtundzwanzig Gläser, Bier mit Apfelsaft, getrunken! Du bist total besoffen, mein Guter!”, erklärte John.
“Du bist ein richtiger Spielverderber, John!”, während er sprach, taumelte er zu John und lächelte. Danach taumelte er wieder zu Theke, leerte sein Glas, als plötzlich Kelly sein Handgelenk schnappte und ihn aus der Kneipe zerrte. Es war jeden Tag das gleiche Spiel. Shanks schien dieses Spiel zu gefallen.
“Du bist unmöglich.”, fuhr sie ihn an.
“Ach, hör auf dir Sorgen zu machen.”, erwiederte er.
“Nein, mache ich nicht! Du bist total besoffen.”
“Na und?”
“Sagmal, hast du nicht anderes im Kopf, als dich zu besaufen? Seit du hierhergekommen bist, betrinkst du dich ständig. Gibt es dafür einen Grund?”
Seufzten dachte er, an die Idioten seiner letzten Piratenbande, die ihm seine letzten Nerven geraubt haben..
“Das geht dich nichts an. Kannst du nicht ein anderes Thema nehmen?”
“Hm. Hier in der Nähe ist wieder ein Mädchen von dem “Schwarzen Teufel” ermordet worden. Es ist schon die zehnte diesen Monat.”
“Es wird Zeit, daß der Mörder endlich gefaßt wird.”
“Das ist wahr.”, bestätigte sie.
“Sollte ich ihn sehen, dann bringe ich ihn um.”, rief er mit ernster Stimme.
Kelly starrte ihn an. War er wirklich betrunken oder war er nüchtern? Seine Worte waren die eines nüchterndenen Mannes.

Am 27. Mai 1800 feierten sie Hundertjähriges bestehen des Dorfes. Shanks stand an dem Tag auf der Bühne und sang ein paar tolle Lieder, die typisch für Englanmd waren. John wunderte sich, daß Shanks an dem Tag nüchtern war. Er bekam sogar Beifall.
Am spätem Nachmittag stieg Shanks aufs Dach. Er fühlte den Serienmörder “Schwarzer Teufel” in der Nähe. Nach einer Weile erblickte er ihn und zückte sein Schwert. Shanks ging auf ihn los und entarnte ihn. Es war der Neffe von Bürgermeister Brown. Die Kleider fielen auf den Platz, wo Schaulustige das Spektakel mitansahen. Der neunzehnjährige Mann stolperte. Shanks nahm die Gelegenheit war und köpfte ihn, als er auf den Erdboden aufschlug. Alle waren entsetzt.
“Du hast Timo enthauptet! Also du bist der Schwarze Teufel! Los gestehe!”, meinte Mr. Brown zornig.
“Ich bin unschuldig, auch wenn ich Timo geköpft habe. Um die Uhrzeit, wo der Serienmörder, Timo, immer zugeschlagen hat, war ich total besoffen! Ich war gar nicht in der Lage jemanden zutöten! Außerdem waren viele in der Bar! Ich habe ein handfestes Alibi!”, erklärte dieser.
Aber seine Worte stießen nur auf taube Ohren. Shanks wurde verhaftet und eingesperrt. Der Bürgermeister forderte das ganze Dorf auf, Shanks für drei Monate zu foltern! Allerdings darf er dabei nicht sterben, sondern nur gequält werden!
Am nächsten Tag wollten sie ihm den linken Arm abschneiden, aber der Versuch scheiterte. Er lächelte nur.
“Ich habe einen kleinen Jungen vor einem Seemonster gerettet. Dadurch verlor ich meinen linken Arm, aber das ist schon sehr lange her!”, erklärte er.
Shanks hätte sich sowieso nicht wehren können, weil er an einem Sessel gefesselt war. Die Wochen vergingen er wurde geschlagen, mit heißen oder eiskalten Wasser oder heißem Öl übergossen, mit Füßen getreten und anderen Foltereien ausgesetzt. Es war ein Alptraum für ihn. Er schrie zwar nicht auf, aber windete sich vor Schmerzen.
Nach einem Monat kam Kelly.
“Ich werde versuchen deine Unschuld zu beweisen!”, erklärte sie.
Kelly gab ihm zum Schluß einen Schlag mit einer Bratpfanne. Shanks fühlte sich von ihr ausgebootet.
Zwei Wochen bevor die Strafe ablief, hatte sich Shanks seinem Schicksal ergeben. Er wollte nur noch sterben und verweigerte die Nahrung, obwohl er Getränke annahm. Am 24. August fand Kelly den eindeutigen Beweis, daß Shanks unschuldig war. Timo’s Mutter hatte die Tatwaffe bei ihren Sohn gefunden.
Als Kelly Mr. Brown Bescheid sagte was los war, hielt dieser John auf, der gerade dabei war, Shanks kochendes Wasser über dem Kopf zu schütten.
“Shanks hat uns die Wahrheit gesagt! Wir haben unseren Helden gefoltert.”, erklärte er John.
“Oh nein!”, brachte John nur verzweifelt heraus, “Was hätte ich ihn beinahe angetan.”
Shanks’ ganzer Körper war über sät von Brandwunden, blauen Flecken und kleinen Wunden.
Mr. Brown ließ Shanks frei.
Noch am gleichen Tag entschuldigten sich alle bei ihm. Mr. Brown verlieh ihm den höchsten Orden den es gab. Kelly und die Bewohner bemerkten, daß sich Shanks verändert hatte. Die Bewohner hatten Shanks zum menschenscheuen Einzelgänger gemacht. Weder Shanks noch die Bewohner von Whitetown würden je vergessen was passiert war. Shanks verließ das Dorf für immer und hielt dieses Erlebnis vor allen geheim.
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