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von Melissa    erstellt: 06.07.2009    letztes Update: 21.09.2010    Geschichte, Mystery / P16    (fertiggestellt)
Ich bitte um Verzeihung, wenn hier Rechteschreibefehler drine sind!! Dann wäre ich sehr dankbar, wenn mir bei dieser ein paar Tipps gegeben werden, weil ich diese Geschichte im Oktober 2003 geschrieben habe und meine allererste Shanks Geschichte ist!!! Also etwas besonderes ist und mit bestimmten Stellen bin ich immer noch nicht zufrieden.




Es war der Sommer 1575. Die Sonne stand hoch am Himmel. Ein paar Wolken verdeckten sie.
Der milde Wind brachte Abkühlung auf der Insel Dawn.
Sunny ritt auf ihrem fuchsfarbenden Stute zur Küste der Insel.
Sie war schlank, ein Meter siebzig groß, schwarzhaarig und hatte braune Augen.
Die junge Frau wollte sich ans Meer setzen, was sie über alles liebte.
Vom weiten erblickte sie eine prachtvolle in rot gehaltene Galeone. Ein Dreimaster. Die Galionsfigur war eine Art Stier mit aufgerissen Maul. Am Hauptmast wehte eine Jolly Roger im Wind.
Ein weißhaariger Mann starrte in ihre Richtung. Von Panik ergriffen, galoppierte sie zu ihrem Dorf zurück.
Da ihr Vater der Bürgermeister dieses Dorfes war, mußte er es als erstes erfahren.

Ihr Vater sprang erschrocken vom Stuhl hoch, als ihre Tochter hereingestürmt kam.
“Vater! Piraten haben angelegt.”, rief Sunny panisch.
“Piraten? Wie sah denn die Jolly Roger aus?”
Sunny überlegte kurz.
“Ähm, ich glaube, es war ein Totenkopf mit zwei gekreuzten Schwertern, am linken Auge hatte er drei Striche.”, erklärte sie schließlich.
Er starrte sie überrascht an.
“Der rote Shanks! Ich dachte, er lebt nicht mehr.”
“Du kennst ihn?”, fragte sie mit gerunzelter Stirn.
“Ja. Er müßte ungefähr neunzig Jahre alt sein. Shanks hat vor dreiundsechzig Jahren meinen Vater Ruffy gerettet. Er war damals sieben Jahre alt.”
Neunzig? Kann es sein, daß sein Nachfolger die Flagge weiter nutzt?”
Er hob verblüfft die Brauen.
“Ja. Wenn er Shanks verehrt, könnte es möglich sein.”
“Soll ich sie fragen, was sie hier wollen?”
“Ja. Aber sei vorsichtig. Nur weil Shanks ein guter Mann ist, heißt das noch lange nicht, daß sein Nachfolger es auch ist.”
“Gut.”
Mit diesen Worten stürmte sie hinaus, stieg aufs Pferd und trabte davon.

Auf dem halben Weg stieß Sunny auf die Piraten.
“Was wollt ihr hier?”, rief sie mit fester Stimme.
Ein hagerer, alter Mann trat mit hinkenden Gang vor.
“Ich bin der Anführer! Wir wollen einen alten Freund besuchen. Er müßte jetzt siebzig Jahre alt sein.”
Der Mann war einarmig, ein Meter dreiunneunzig groß, hatte drei Narben am linken Auge, ungewöhnlich dichtes Haar und ein Dreitagebart umrahmte seinen Mund. Er trug einem schwarzen Umhang, ein weißes Hemd, daß nicht ganz zugeknöpft war, eine rote Schärpe, eine braune Hose die ihm bis zu den Unterschenkeln ging und Sandalen. Die Fältchen unter den Augen verrieten Humor und Nachsicht. Er hatte Stirnfalten. Ein Mittelscheitel durchzog sein weißes Haar, was ihm in den Nacken ging.
Trotz allen schätze sie ihn auf fünfundsechzig Jahre.
“Wie?”
“Wir sind nicht hier, um euch auszurauben! Ich gehöre nicht so solchen Leuten. Dazu ist mein Gerechtigkeitssinn viel zu ausgeprägt.”, erklärte er gelassen.
Sie hob überrascht die Brauen.
“Na gut. Ich führe euch ins Dorf. Aber du, alter Mann, setz dich auf mein Pferd!”, antwortete Sunny, die Mitleid mit ihm hatte.
Sie half ihm beim Aufsteigen und führte sie ins Dorf.
“Der älteste Mensch hier ist fünfundsechzig Jahre alt und die älter sind, sind schon gestorben. Mein Großvater ist vor einem Jahr mit neunundsechzig Jahren gestorben. Wie heißt dein Freund?”, sagte sie.
“Er heißt Ruffy D. Monkey und ist im Jahr 1505 auf dieser Insel geboren.”, antwortete der Greis. “Hm! Woher kennst du, Ruffy?”, wollte sie wissen.
“Ich kenne ihn seit vierundsechzig Jahren. Damals war ich sechsundzwanzig Jahre alt.”, erklärte er.
Sunny hatte eine Ahnung, wer dieser Mann war. Sie lenkte ihr in Richtung Norden.
“Folge mir zum Grab meines Großvaters. Du bist doch der rote Shanks, nicht wahr?”, erklärte sie gelassen.
“Woher weißt du, das ich Shanks heiße?”, fragte er verblüfft.
Doch sie schwieg!
Nach zehn Minuten waren sie am Grab.
“Les was auf dem Grab steht!”, sagte Sunny mit ernsten Blick.
“Ruffy D. Monkey!”, las Shanks erstaunt.
“Er war mein Großvater!”, erwiderte sie, “Du kommst ein Jahr zu spät!”
“Warum lebt Shanks noch?”, fragte sie sich.
“Weißt du Sunny. Ich dachte, ich würde als erster sterben. Doch jetzt ist Ruffy als erster gestorben.”, antwortete Shanks.
Plötzlich kam ihr der Gedanke mit ihm aufs Meer zu fahren.
“Darf ich mit auf dein Schiff? Bitte!”, rief Sunny mit flehlichen Hundeblick.
Er hob verwundert die Brauen.
“Ja, aber nur wenn du mir sagst wie alt du bist?”
“Ich bin zwanzig Jahre alt.”, antwortete Sunny stolz, “Und mein Vater ist der Sohn von Ruffy und der Bürgermeister des Dorfes!”
“Oh! Ich bin einverstanden.”, meinte er lächelnd.

Sunny verabschiedete sich bei ihren Freunden und Eltern und ging mit den alten Shanks mit. Der Greis machte Sunny mit allen bekannt.
Sunny verliebte sich in den alten Shanks und in seinen Enkel Karo. Karo sah Shanks ähnlich und war zweiundzwanzig Jahre alt. Er war rothaarig mit blauen Augen und war ein Meter sechsundachtzig groß.
Der dreißigjährige Torgo trat eines Tages zu seinem Käpt’n. Er war schwarzhaarig, grünäugig und ein Meter zweiundsiebzig groß.
“Shanks, ich möchte, daß du als Anführer zurücktrittst! Du bist zu alt, um weiter Kapitän einer ganzer Piratenbande zu sein!”, fuhr er ihn an.
Shanks schwieg.
Torgo zückte sein Schwert und griff an. Shanks parierte. Von seiner Schnelligkeit überrascht, versuchte Torgo ihm sein prachtvolles Schwert mit grünem Griff, goldenen Knauf, Griffbügel und Glocke, aus der Hand zu schlagen.
Doch ehe er es sich versah, schlug Shanks ihm das Schwert aus der Hand.
Überrascht über diesen Ausgang, starrten alle fassungslos zu ihrem Käpt’n.
Torgo blitzte Shanks wütend an.
“Irgendwann bringe ich dich um und dann bin ich der Anführer.”, brüllte er.
“Du hast noch nie die Anforderungen eines Anführers gehabt. Also vergiß es!”, fuhr Shanks ihn an.
Dann senkte er den Kopf.
“Auf der anderen Seite hast du recht, ich werde langsam alt. Die Zeit ist gekommen für mich zurück zu treten. Deshalb versuche doch dein Glück, als Käpt’n. Doch ich bezweifle, daß du so alt wirst wie ich.”
Torgo sah ihn überrascht an. Shanks starrte ihn düster an.
“Das hätte ich nicht von dir erwartet.”
Shanks schwieg.
“Wir werden dir ein Beiboot fertig machen mit Essen und trinken. Dann wirst du uns verlassen. Für immer. Dafür werde ich dich nicht töten. Außerdem ist deine Zeit so wieso bald um. Du Tattergreis.”, rief er stolz.
Der alte Mann seufzte.
“Wenn er geht, dann gehe ich auch!”, meldete sich Karo zu Wort.
“Ja. Ich auch!”, rief Sunny entschlossen.
Sie stand neben ihrem Verlobten, Karo.
Shanks war sichtlich gerührt von den beiden.
“Ihr beide könnt ruhig hier bleiben. Ich wollte Karo zu meiner rechten Hand machen.”
“Torgo! Shanks ist mein Großvater! Außerdem teile ich seine Meinung über deine Führungsabsicht. Dann vergißt du, daß ich seine Nachfolge irgendwann übernehmen sollte. Er hat es vor vierzehn Jahren festgelegt, als er seine Tochter, meine Mutter, und sein Schwiegersohn, mein Vater, verloren hat. Hast du das vergessen?”
“Nein. Ich habe nur keine Lust einem Weichei wie dir und Shanks länger zu dienen!”
“Weichei?”, fragte Karo erzürnt.
Sein Großvater legte ihm seine Hand auf die rechte Schulter.
Er sah verwirrt in sein Gesicht.
“Karo, laß es sein! Torgo ist ein typischer Pirat. Ich kenne Piraten, die morden, rauben, kappern und entern und er gehört dazu. Er wird nie einer von uns werden, dazu ist er zu schwach um dem Bösen zu widerstehen.”, meinte Shanks gelassen.
Karo seufzte.
Sie bestiegen das Beiboot und legten ab.

Seufzten blickte Shanks seinen Schiff hinterher, daß ungefähr siebzig Jahre besaß, bis es am Horizont verschwand.
Während Karo das Schiff ruderte, legte Sunny ihre Hand auf Shanks’ rechte Schulter.
“Meine geliebte Red Force in den Händen dieses Mannes.”, murmelte er bedrückt.
“Es tut mir Leid.”
Sie bemerkte die tränen in seinen Gesicht.

Als sie auf einer Insel rast machten, heirateten Sunny und Karo. Sie teilten sich zu dritt ein Zimmer. Auf Sunnys Wunsch verbrachte sie ihre Nacht mit Shanks, weil sie sich auch in ihn verliebt hatte.
Karo hatte dafür Verständnis, aber hoffte, er würde mit ihr auch ein Kind bekommen.

Kurz vor der Geburt ihres Kindes kamen sie in Sunnys Heimat an. Ein Dorfbewohner hatte ihr erzählt, daß ihr Vater vor zwei Monaten an einer schweren Grippe gestorben war. Er starb mit zweiundfünfzig Jahren.

Zwei Jahre vergangen Sunny und Karo machten eine Bar auf und Shanks half ihnen dabei. Sunny war wieder Schwanger, aber diesmal von Karo.

Siebzehn Jahre später tauchte der sechsundvierzigjährige Steuermann von Shanks’ Crew auf. Shanks half gerade Sunny mit dem Abwasch.
“Hallo ihr beide.”
Beide blickte ihn verwundert an.
Chico? Was machst du denn hier?”, rief Shanks.
Karo kam gerade die Treppe herunter. Er starrte ihn verwirrt an.
Chico hatte braune Haare, blaue Augen und war schlank. Karo kannte ihn schon seit fünfundzwanzig Jahren. Der Mann war etwas kleiner, als Shanks.
“Es ist furchtbar!”, fing Chico an, “Deine Leute sind Tod. Torgo hat uns ins Verderben gestürzt. Er hat uns alle verhungern lassen und hat auf uns geschossen. Seine Beute hat er mit uns niemals geteilt und ist richtig fett geworden. Vor sechs Monaten hat uns die Marine überrascht angegriffen. Sie haben alle umgebracht. Als ich ihnen Torgo ausgeliefert habe, mußte ich versprechen die Red Force zu verkaufen, damit ich am Leben bleibe. Sie haben mir eine Pistole gegeben und dann habe ich unserem Käpt’n erschossen.”
Sunny laß von Shanks’ Augen ab, daß Wut und Zorn in ihm aufstieg.
“In einer Stadt traf ich auf zwei Männer, die dein Schiff gut kannten, an sie habe ich dein Schiff verkauft. Es war ein großer Schwarzhaariger und Blondhaariger, der zwei Köpfe kleiner war, als sein Freund. Er wirkte gegenüber seinen Freund ziemlich zierlich. Sie haben mir 5 Milliarden für das Schiff gegeben. Keine Ahnung, woher sie das Geld hatten. Dann haben sie mich über dich ausgefragt. ‘Wie geht es dem alten Witzbold?’ Ich sagte ihnen: ‘Ich weiß es nicht. Vielleicht lebt er ja gar nicht mehr. Schließlich ist er mit neunzig von Bord gegangen, weil es Torgo befohlen hat.’ Aber wenn ich dich jetzt so betrachte hast du dich gar nicht weiter verändert. Du siehst immer noch wie fünfundsechzig aus.”
Ein Lächeln umspielte Shanks’ Gesicht.
“Die beiden haben mich bestürzt angesehen. ‘Shanks und zurücktreten? Nee, daß hätte ich nie für möglich gehalten.’, rief der Schwarzhaarige. Ich fragte sie, woher sie ihn kennen? ‘Wir beide haben seine Bande vor einundfünfzig Jahren verlassen, weil wir der Meinung waren zu alt für das Piratenleben waren. Damals war er neunundfünfzig Jahre alt. Doch seit dreißig Jahren sind wir auf der Lichterinsel gewesen und jetzt haben wir uns verjüngt. Seitdem sind wir unsterblich. Wir beide kennen ihn schon seit jungen Jahren. Du brauchst ihm nur die Namen Yasopp und Ben Beckmann zu sagen und schon weiß er, daß sein Schiff in guten Händen ist, wenn er uns nicht schon vergessen hat.’, hat der Schwarzhaarige gesagt.”
“Yasopp und Ben?”
“Ja, kennst du sie?”
“Natürlich, Ben war viele Jahre lang mein erster Maat und Yasopp war der beste Schütze in meiner Bande. Wenigsten hat Torgo das bekommen, was er verdient.”
Seufzten sah er aus dem Fenster.
“Es war ein Fehler Torgo zum Anführer zu machen. Ich hätte auf mein Gefühl hören sollen.”, murmelte Shanks bedrückt.
“Wie lange kennst du Shanks eigentlich?”, wollte Sunny wissen.
“Seit fünfundzwanzig Jahren.”
So entschied sich Chico auf der Insel zu bleiben und ihnen zu helfen.
Shanks begann sich zu fragen, warum nur sein Gesicht gealtert war, während sein Körper der eines Zwanzigjährigen war und was hatte es sich mit der Lichterinsel auf sich?
 
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