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von Leonyasch    erstellt: 01.07.2009    letztes Update: 25.05.2012    Geschichte, Abenteuer / P16    (in Arbeit)
Souji Seta war an das Unerwartete im Leben und ständige Änderungen gewöhnt. Fast jedes Jahr hatte er in eine neue Stadt ziehen müssen, da der Beruf seiner Eltern es so verlangte. Dies bedeutete für ihn ständigen Verlust von Freunden, eine neue Schule, neue Menschen, neue Gesichter, ein neues Haus... rundum und einfach gesagt alles war nach einem Jahr wieder vollkommen neu und anders. So konnte es kaum jemanden wundern, dass Souji mit den anderen eine Art Wand zwischen sich und die Außenwelt gestellt hatte, die ihn von allem abschirmte. Er machte viele Freunde und Bekanntschaften in dem Jahr, in dem er sich in einer neuen Stadt befand, doch ließ er sie nie wirklich in sein Herz rein, nie wirklich den wahren Souji Seta sehen. Warum auch? In einem Jahr würde er sowieso wieder weg sein. Warum also Menschen ins Herz schließen, nur um dann beim nächsten Umzug am Boden zerstört zu sein, wenn man sich von den Liebsten verabschieden musste? Nein, Souji hatte darin nie einen wirklichen Sinn gesehen.
Doch wie es das Schicksal so wollte, hatte sich dies alles schlagartig geändert, als seine Eltern ihm eines Tages verkündet hatten, er müsse für ein Jahr zum Bruder seiner Mutter in Inaba ziehen, dass sie diesmal außerhalb Japans arbeiten mussten. Dieses eine Jahr mit seinem Onkel Dojima und dessen Tochter Nanako Dojima hatte für ihn alles verändert. Die Freundschaften, die er dort geschlossen hatte, die Abenteuer die er in dieser kleinen Stadt erlebt hatte, die Emotionen die er in diesem Jahr gefühlt hatte, sie alle waren tief in sein Herz gemeißelt und würden sich nie wieder vergessen lassen. Der Tag, an dem er die Kleinstadt Inaba hatte verlasen müssen, war für ihn der schlimmste in seinem Leben gewesen. Zuzusehen wie seine kleine Cousine in Tränen ausbrach und seine Freunde ihn allesamt traurig, jedoch versucht lächelnd, verabschiedet hatte, war immer noch klar in sein Gedächtnis gebrannt. Nur ein Wort der anderen und er wäre da geblieben! Zum Teufel mit seinen Eltern! Es war wirklich unfassbar, wieviel er in diesem einen Jahr er mehr an Verbindungen und Taten vollbracht hatte als in seinem bisherigen Leben zusammen...


29.3.2016:
Seufzend sah Souji aus dem Fenster des Zuges, in dem er saß, der in Richtung Tokio unterwegs war. Das Spiegelbild seiner selbst, das ihm im Gegenzug zurück anstarrte, war um einiges anders als der siebzehnjährige Teenager, der damals ebenfalls mit dem Zug nach Inaba aufgebrochen war: Er war erheblich in den 5 Jahren seit seiner Zeit in Inaba gewachsen. Seine Schultern waren breiter geworden, sein Haar dunkler, jedoch immer noch mit dem leichten gräulichen Schimmer, den alle seine männlichen Familienmitglieder hatten. Würde er sich selbst als siebzehnjähriger nun ansehen, würde er sich als junge Version seines Onkels Dojimas bezeichnen. Die Gene seiner Mutter waren wohl am stärksten gewesen. Merkmale seines Vaters suchte man hingegen vergeblich bei ihm.
Die Landschaft, durch die der Zug zur Zeit fuhr, wurde immer städtlicher, kaum noch Bäume. Das bedeutete, dass er fast Tokio erreicht hatte. Bald würde es soweit sein und er konnte sie endlich wiedersehen...
Noch einmal, wie so oft während der Fahrt mit dem Zug, griff er nach seinem Handy und überprüfte die sieben SMS-Nachrichten, die er erhalten hatte.

Hey, Partner!
Na, alles fit im Schritt? ;)
Hoffe, du hast dich schon mal warm gemacht, Alter! Sobald wir erstmal da sind, gibt´s Prügel, wie früher beim Samegawa! :P
Kann´s kaum noch erwarten, die alte Truppe wieder zusammen zu sehen! ... Na gut, auf Chie und ihre Galactic Punts hab ich jetzt nicht so wirklich Bock... >.>
...
HEY, SAG IHR BLOß NICHT, DASS ICH SO WAS GESCHRIEBEN HAB, KLAR!? >:/
Yosuke
PS: Teddie macht sich vor Begeisterung fast ins Bärenkostüm! -.-'


Yoooo, Souji!
Hab meine Füße bereits geölt und bin jederzeit für eine kleine Runde Training draußen auf dem Campus bereit! *Raaaaaaawr*
Kann´s kaum noch erwarten!
Chie


Hallo, Souji-kun,
Ich freue mich sehr, dich und die anderen endlich wiederzusehen. Ich hatte erst befürchtet, dass ich gar nicht nach Tokio kommen könnte -
Du weißt ja, unsere Gaststätte und so... Aber am Ende konnte meine Mutter doch noch ein paar neue Mitarbeiter finden, nachdem ich ihr
erklärt habe, dass es besser ist, wenn ich erst einmal Gastronomie und Konsorten studiere.
Bis heute Nachmittag.
Yukiko


Yo, Senpai! Whazzup?!
Man ey, bin ich hyper! Hab schon zig Puppen während der Fahrt genäht vor Aufregung
Hoff ich bin bald da!
Kanji


Ooooooh, Seeeeeenpaaaaaaaaaiiiiiiiiii! <3
Ich bin ja schon sooooo aufgeregt, dich endlich wiederzusehen! HNFMNF FDJLMDFC VMDSKLDC HB!!!!
Ooooh, mir schlottern schon die Finger wie verrückt über die Tastatur. *ROFLCOPTER*
Senpai... HDGDL!!!! <3 :3 <3<3<3<3<3<3<3<3<3<3<3<3<3<3<3<3<3<3<3<3<3<3<3<3<3<3<3<3<3<3<3<3<3
Rise(tte) *^.^* (.)(.) .... *in der Ecke versteck* *blush*


Sehr geehrter Souji-senpai,
Es bereitet mir überaus Freude bei dem Gedanken, Dich und all die anderen aus unserer Freundschaftsgruppe endlich wiederzusehen.
So viele Jahre sind seit unserer Zeit in Inaba vergangen und unsere Wege haben sich schließlich allesamt aus den Augen verloren.
Es wird Zeit, verlorene Zeit wiedernachzuholen... Natürlich aber immer, nachdem jegliches Studieren beendet ist, nicht vorher!
Mit freundlichen Grüßen,
Naoto Shirogane


SENSEI!!!!!
ICH BIN DER GLÜCKLICHSTE BÄR AUF ERDEN!! ENDLICH KANN ICH SENSEI UND ALL DIE ANDEREN WIEDERSEHEN
UND VIELLEICHT ENDLICH MIT CHIE-CHAN, YUKI-CHAN UND RISE-CHAN SCOREN!!!... MEINST DU, NAO-CHAN LÄSST SICH
VIELLEICHT AUCH ZU EINER RUNDE SCOREN ÜBERREDEN? :( ICH HOFFE SEHR, DENN SONST BIN ICH GAAAAAAANZ DOLL TRAU--
GJFOLFDSµFWEM;D ERADSUKFR;ÜPWS DERMAFEADSCFFÖJFVMCNSNXMsd F;KEWACSKD
So, hab´s ihm abgenommen. Blöder Bär schreibt wieder nur Quatsch mit meinem Handy, während ich auf´m Klo war. -.-'
bhfm,f eositlcep,c.fl-xüES:C F;GOT;RIV:KYDTPS<D-AL
BLÖDER YOSUKE MUSS MIR DOCH WIRKLICH DAS HANDY ABNEHMEN UND
hII;O; FSJILKJ; VCNGHJJMjm,dfhngv,,mfdsdnm,m
So, ich mach Schluss hier
Yosuke & Ted


Souji schmunzelte, während er sein Handy wieder wegsteckte, und schüttelte seinen Kopf. Ja, seine Freunde waren immer noch so wie früher, kein Zweifel.
Und während er nun den Zug verließ, der im Bahnhof Tokios angekommen war, machte sein Herz innerlich einen Hüpfer bei dem Gedanken, all seine Freunde in der Universität Tokios endlich wiedersehen zu können.
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