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Auf meinem Weg in die Hölle
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| von BlubbaBlase erstellt: 10.06.2009 letztes Update: 24.12.2009 Romanze / P12 | 233 Reviews |
Die FF ist von An End Has An Start, von mir übersetzt und mit ihrer Erlaubnis on gestellt.
Originallink: http://www.fanfiction.net/s/4081117/1/In_Six_Months_I_Lost_My_Mind_But_Found_My_Heart
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In 6 Monaten verlor ich meinen Verstand, fand aber mein Herz
Kapitel 1 – Auf meinem Weg in die Hölle
EdwardPOV
Ich lebte das Leben der Reichen und Schönen. Mein Vater ist der Herzog von Cambridge und meine Mutter die Herzogin. Das gab mir den Titel des Marquis von Cambridge und meiner Schwester der Lady von Cambridge. Wir sind königlich erachtet, weil das tatsächlich das ist, was wir waren.
Mein Leben war von meiner Geburt an geplant und es gab nichts, was ich daran ändern konnte. Es wurde von mir erwartet, dass ich meinen Schulabschluss mache, zur Universität gehe, heirate – vor oder nach dem Studium – ganz wie ich wollte, Kinder habe und dann schließlich von meinem Vater Carlisle übernehme, der Herzog von Cambridge zu sein.
Leider ist es nicht mehr das, was ich will. Ich will sie.
Isabella Marie Swan.
Vor sechs Monate hatte meine Schwester Alice mich mit gezerrt an dem jährlichen Schulaustauschprogramm teilzunehmen. Im Wesentlichen verbrachte ich drei Monate an ihrer Schule und sie drei Monate an meiner. Alice meldete uns zusammen an und wir wurden freudig aufgenommen, als ob sie uns ablehnen würden.
An unserer Schule sind wir an der Spitze der sozialen Leiter, einfach wegen dem, was unsere Eltern waren und welche Titel wir hatten.
Jedenfalls, vor sechs Monaten lernte ich Bella kennen und seit dem leugnete ich jede Art von Gefühl für sie. Bis jetzt.
Mein Vater war vorangegangen und hatte mir eine Braut gefunden. Nettes Mädchen, Tochter eines Herzogs, also waren wir ein perfektes Pärchen - auf dem Papier. Ich hatte sie bis jetzt zwei Mal getroffen und konnte mir nicht vorstellen sie zu heiraten. Stattdessen sah ich mich selbst mit Bella verheiratet. Das Mädchen, das mich mit Verlangen verrückt machte. Das Mädchen, das sich bei jeder Gelegenheit mit mir stritt. Das Mädchen, das alle Emotionen versteckte, bis zum Bruchpunkt. Das Mädchen, das mir eine Chance gab, mich selbst zu beweisen.
Jetzt tickt die Uhr. Sechs Monate sind fast um, mein Vater wird mit den Hochzeitsvereinbarungen weitermachen und Bella würde bald gehen.
Das Hauptproblem ist, das sie nicht weiß, wie ich für sie fühle.
Wir kämpfen wie Katze und Hund und ich bin mir nicht mal sicher ob sie mich überhaupt mag. Alice beharrt darauf, dass es so ist, aber ich denke sie versucht nur mich und meine Dummheit zu ermutigen.
Bella und ich sind aus zwei verschiedenen Welten. Wir gehören nicht in die jeweils andere, wie wir herausgefunden hatten. Sie wurde verspottet weil sie ‚gewöhnlich‘ war, ich traf auf Feindseligkeit, weil ich ein ‚hochnäsiger, reicher Junge‘ war. Die Chancen für unser Überleben waren gering, aber ich wollte es dennoch versuchen.
Die Frage ist nur, wie sage ich ihr das?
Sechs Monate und eine Woche zuvor
Ich wachte wegen dem an der Tür klopfenden Hauspersonal auf; das sagte mir: es war fünf Uhr dreißig. Ich rollte aus dem Bett, streckte mich und sah mir mein Schlafzimmer an. An alles was ich mich von letzter Nacht erinnern konnte war zurückgebliebene Hausaufgaben, viel Kaffee trinken und dann Videospiele mit Freunden bis um zwei Uhr morgens spielen.
Schule beginnt um Punkt acht Uhr, das heißt, ich muss das Haus um sieben verlassen. Das gab mir anderthalb Stunden, um fertig zu werden. Ich ging zum Bad für meine morgendliche Dusche. Der schnelle Blick in den Spiegel bestätigte mir, dass ich letzte Nacht sehr wenig Schlaf gehabt hatte; die dunklen Augenringe waren der totsichere Beweis.
Nach dem Duschen und Anziehen ging ich runter, um zu frühstücken. Zweifellos würde ein aufwendiges Frühstück mit ausgedehnten Leckereien warten, und wir würden nur ein Fünftel essen. Als ich in das Esszimmer eintrat saßen mein Vater an dem einen Ende des Tisches und meine Mutter an dem anderen.
Der Tisch selbst schien für mich total sinnlos. Es hatten zwanzig Leute Platz, dennoch lebten nur vier in diesem Haus. Es gibt einen praktischeren Tisch nebenan in der Küche, aber meine Eltern mögen es nicht zwischen dem Personal zu sein, während dieses kocht.
Ich setzte mich seufzend hin. Es würde ein weiterer Tag in meinem langweiligen Leben werden. Alice lächelte mich über den Tisch hinweg fröhlich an, ein Lächeln, das ich nicht zurückgab. Ich wusste, dass sie irgendwas vorhatte. Es war erst sechs Uhr am Morgen und sie hatte etwas geplant. Es würde ohne Zweifel etwas sein, das ich entweder hasste oder mich nerven würde.
„Kopf hoch, Brüderchen, es ist ein schöner Tag.“, sang sie. Ich schaute von dem Teller vor mir auf und sah sie wieder lächeln.
„Wieso hast du überhaupt so gute Laune? Hat Jasper hier übernachtet?“ Das erweckte ihre Aufmerksamkeit – und die unserer Eltern. Sie kickte mich heftig unter dem Tisch, während sie versuchte gefasst auszusehen.
„War Jasper letzte Nacht hier, Liebling?“, fragte meine Mutter Esme sie.
„Nein, er ist nach dem üben mit Edward gegangen. Ich hab letzte Nacht nicht viel von ihm gesehen-“
„Anders als die anderen Nächte, wenn sie alles von ihm sieht.“, murmelte ich und bekam noch einen Tritt.
„Er ist ein netter, junger Mann. Nette Eltern. Reizende Schwester. Vielleicht solltest du mit ihr ausgehen, Edward.“, schlug mein Vater vor.
„Ich denke nicht, dass das angebracht wäre, Vater. Rosalie ist zurzeit mit Emmett zusammen, einer meiner besten Freunde.“
„Ah, genau. Ich glaube, dass hattest du mir erzählt.“
„Hatte ich.“
„Also triffst du dich zurzeit mit niemandem?“
„Nein Vater.“ Wir hatten diese Konversation jeden Morgen. Ich weiß meine Eltern liebten mich, aber manchmal schien es, dass meinem Vater mehr daran lag mich zu verheiraten und Opa zu werden, als dass ich glücklich war.
„Nun gut, es ist ja auch noch genügend Zeit. Kein Grund zur Sorge, Edward.“, erklärte er mir und wandte sich dann wieder seinem Frühstück und seiner Zeitung zu.
„Ich bin nicht besorgt.“ Aber natürlich wurde das ignoriert, da ihn dieses Gespräch schon wieder langweilte. „Ich sollte besser gehen.“, sagte ich, während ich aufstand. Es war zwecklos weiter hier rumzusitzen. Ich würde wahrscheinlich meine Beherrschung verlieren und das war etwas, das ich grad nicht brauchte.
„Aber Edward, du hast kaum etwas gegessen.“, sagte Esme in ihrem mütterlichen Ton, der, der liebevoll und gleichzeitig hart war.
„Ich hab keinen Hunger.“ Ich entschuldigte mich und ging zurück nach oben, zu meinem Zimmer. Alice holte mich auf der Treppe ein.
„Was ist los mit dir?“, fragte sie und hakte sich bei mir ein, während sie uns zu ihrem Zimmer führte.
„Nichts, ich bin nur müde.“, sagte ich lässig.
„Das kann ich sehen.“ Sie berührte sanft die Haut unter meinen Augen. „Willst du drüber reden?“
„Das ist es ja. Es gibt nicht zum drüber reden. Mir geht’s gut. Ich… schlaf einfach nicht.“
Sie nickte und küsste mich auf die Wange, dann tänzelte sie in ihr Zimmer. Ich stand im Türrahmen, während ich sie beobachtete, wie sie ihre Sachen zusammensuchte.
Wir würden in etwa zehn Minuten losgehen, somit hatten wir dann noch genug Zeit, um unsere Sachen in die Schule zu kriegen und unsere Freunde zu treffen. Alice würde die Zeit nutzen, um sie mit Jasper zu verbringen, ihrem Freund und einem meiner besten Freunde, während ich mich untätig zurücklehnen würde und die morgendlichen Abläufe beobachtete.
„Hol deine Sachen; ich treff dich am Auto.“
„Wer fährt?“, fragte ich, als sie mich in Richtung meines Schlafzimmers drängte.
„Der Fahrer, wer sonst?“ Alice sprach es aus, als ob ich blöd wäre und gab mir zusätzlich noch den dazugehörigen Blick.
„Ich dachte vielleicht wäre es uns erlaubt, mit unseren eigenen Autos zu fahren.“
„Nope. Unsere Eltern halten unsere Schlüssel an der kurzen Leine.“ Ich schnappte mir meine Siebensachen und flitzte ins Badezimmer zum Zähneputzen, während Alice weiterredete. „Sie wollen nicht, dass wir einen Unfall bauen, seit sie wissen, wie gerne wir schnell fahren. Aber es ist ja nicht so, als hätten wir je einen Unfall gehabt, also müssen sie sich keine Sorgen machen.“
„Willst du heute fahren?“, fragte ich, als ich aus dem Badezimmer kam.
„Na ja…ja.“ Ich öffnete meine Schreibtischschublade und warf ihr einen Schlüsselbund zu. „Was ist das?“
„Ersatzschlüssel-“
„Für?“
„Den Porsche.“ Sie quietschte und warf mich mit ihrer Umarmung praktisch zu Boden.
„Wie bist du an die rangekommen?“ Ich hielt mir meine Ohren zu.
„Komm mal ein bisschen runter, ich bin sicher nur Hunde können dich hören.“ Sie schubste mich spielerisch, als wir die hinteren Treppen zur Garage runtergingen.
„Aber wie hast du die in die Hand bekommen? Ich dachte sie hätten alle Kopien.“
„Hatten sie auch. Ich hab die im Arbeitszimmer gefunden und dachte sie wären vielleicht ganz praktisch.“ Sie lächelte mich an, dann stiegen wir ins Auto.
Das war ihr Liebling von allen Autos, die wir besaßen. Sie ist wie ein Geschwindigkeits-Teufel, viel schlimmer als ich. Bevor ich mich überhaupt angeschnallt hatte, waren wir weg. Sie hatte den Motor auf Touren gebracht und hetzte raus, über den Innenhof und auf die Straße, die vom Anwesen wegführte.
Normalerweise brauchten wir eine Stunde zur Schule, aber Alice brachte uns innerhalb von fünfundzwanzig Minuten dorthin. Das einbetonierte Grinsen auf ihrem Gesicht war unbezahlbar, als wir auf den Parkplatz auffuhren. Sie lächelte nur wie jetzt für zwei Gründe: Fahren wie grad eben, oder wenn sie an Aktivitäten mit Jasper teilnahm, über die ein Bruder wirklich nichts wissen sollte.
„Danke, Eddie!“, flötete sie als ich ausstieg und ins Hauptgebäude verschwand.
„Wo ist Alice?“, fragte Jasper, als ich grad die Treppen hochstieg.
„Draußen. Sie hat heute den Porsche, also wirst du sie wahrscheinlich nicht viel sehen.“, feixte ich und joggte davon.
Ich ging zum privaten Gemeinschaftsraum im dritten Stock, um meine Bücher abzuholen. Die Schule rühmte sich mit ihren königlichen Schülern. Jeder mit würdigem Titel hatte Zugang zu dem Gemeinschaftsraum im obersten Stockwerk, abgesondert von allen andern. Man hatte das Privileg alle Sachen hier zu lassen, mit der Sicherheit, dass niemand es klauen würde. Wenn sie dabei erwischt würden, wäre es katastrophal für das Ansehen der Familie.
Baron Fritzoy, der Direktor, beobachtete jeden sorgfältig. Er suchte jemanden und dieser jemand erwies sich als ich.
„Guten Morgen, Höchst Ehrenwerter Marquis von Cambridge“ – könnt ihr glauben, dass das mein Titel war? – „Ich wollte Ihnen sagen, dass sie für das Austauschprogramm akzeptiert worden sind. Sie und Ihre Schwester, Lady Alice Cullen, werden beide an dem Austausch teilnehmen. Ich glaube, Sie werden für drei Monate bei einer Schülerin untergebracht sein, dann wird sie drei Monate in Ihrem reizenden Haus verbringen und währenddessen jeweils die andere Schule besuchen. Ich bin sehr stolz, dass zwei meiner besten Schüler an Bord dieses mutigen Abenteuers gehen.“
Die Art wie dieser Kerl redete, ließ mich denken, dass die Schule, an die wir kommen würden, inmitten der Sahara wäre und nicht nur drei Autostunden entfernt. Trotzdem, er musste den Falschen erwischt haben, da ich mich nie für diesen Austausch angemeldet hatte.
„Es tut mir leid, Baron Fritzoy, aber ich habe mich nicht angemeldet-“
„Ich bin so froh, dass wir gehen können. Danke, dass Sie uns so schnell Bescheid gesagt haben.“, sagte Alice, die plötzlich neben mir aufgetaucht war. „Wann geht es los?“
„In einer Woche. Ich hoffe, Sie zwei haben eine schöne Zeit. Die Einzelheiten wurden zu Ihnen nach Hause geschickt, damit Ihre Eltern sie einsehen können. Bei irgendwelchen Problemen, lassen Sie sie bei mir anrufen.“ Damit verschwand er. Ich drehte mich zu Alice um, die mich unschuldig anlächelte.
„Was hast du getan?“, fragte ich zwischen zusammengebissenen Zähnen.
„Ich hab nur… gedacht, es wäre eine gute Idee unsere Kreise zu erweitern und neue Leute kennenzulernen. Du vor allem musst welche kennenlernen, Eddie, du bist ganz alleine.“
„Und ich mag es so.“
„Ach hör auf ein Langweiler zu sein. Wir fahren in einer Woche und es gibt nichts, was du dagegen tun könntest, also freunde dich mit dem Gedanken an.“ Sie verhielt sich wieder schwesterlich und übernahm die Führung in dieser Situation.
„Aber ich will nicht gehen.“ Das ließ mich wie ein bockiges Kind klingen und gab Alice einen Grund zum Lachen.
„Halt einfach den Mund, Eddie.“ Ich muss mit meinen Eltern sprechen und sie überzeugen, dass dies hier eine ganz schlimme Idee war.
Eine Woche später
„Also ihr beiden, seid artig. Macht Mr. Swan keinen Ärger. Alice, pass auf deinen Bruder auf und du Edward, pass auf deine Schwester auf. Benehmt euch, Kinder.“, sagte Esme, während sie uns umarmte und zum Abschied küsste.
Carlisle umarmte Alice und schüttelte meine Hand, bevor er uns beim Autobeladen half. Ich hatte die ganze Woche versucht sie zu überzeugen, dass das keine gute Idee für mich war, nicht gut für mein Studium, nicht gut für meine Musik, nicht gut für mein soziales Leben, aber sie waren nachgiebig und dachten Alice war ein Genie, dafür, dass sie das getan hatte. Erinnert mich es meiner reizenden elfenhaften Schwester heimzuzahlen.
Ich stieg ins Auto und der Fahrer fuhr vom Haus weg. Wir würden für drei Stunden fahren, säßen Alice oder ich am Steuer, hätten wir es in zwei geschafft. Unglücklicherweise haben unsere Eltern immer noch die Autoschlüssel und wir konnten keinen feigen Abgang machen, nachdem wir uns verabschiedet hatten.
„Wohin?“, fragte der Fahrer, sobald wir vom Anwesen herunter waren.
„Hölle.“, sagte ich mürrisch. Alice zerquetschte meinen Arm und gab ihm die korrekte Adresse.
„Entspann dich. Wer weiß, vielleicht überrascht du ja jeden und es gefällt dir doch oder du triffst jemanden.“
Wie unwahrscheinlich.
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Reviews sind natürlich gerne gesehen - sowohl bei An End Has An Start, als auch bei mir ;-)
Originallink: http://www.fanfiction.net/s/4081117/1/In_Six_Months_I_Lost_My_Mind_But_Found_My_Heart
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In 6 Monaten verlor ich meinen Verstand, fand aber mein Herz
Kapitel 1 – Auf meinem Weg in die Hölle
EdwardPOV
Ich lebte das Leben der Reichen und Schönen. Mein Vater ist der Herzog von Cambridge und meine Mutter die Herzogin. Das gab mir den Titel des Marquis von Cambridge und meiner Schwester der Lady von Cambridge. Wir sind königlich erachtet, weil das tatsächlich das ist, was wir waren.
Mein Leben war von meiner Geburt an geplant und es gab nichts, was ich daran ändern konnte. Es wurde von mir erwartet, dass ich meinen Schulabschluss mache, zur Universität gehe, heirate – vor oder nach dem Studium – ganz wie ich wollte, Kinder habe und dann schließlich von meinem Vater Carlisle übernehme, der Herzog von Cambridge zu sein.
Leider ist es nicht mehr das, was ich will. Ich will sie.
Isabella Marie Swan.
Vor sechs Monate hatte meine Schwester Alice mich mit gezerrt an dem jährlichen Schulaustauschprogramm teilzunehmen. Im Wesentlichen verbrachte ich drei Monate an ihrer Schule und sie drei Monate an meiner. Alice meldete uns zusammen an und wir wurden freudig aufgenommen, als ob sie uns ablehnen würden.
An unserer Schule sind wir an der Spitze der sozialen Leiter, einfach wegen dem, was unsere Eltern waren und welche Titel wir hatten.
Jedenfalls, vor sechs Monaten lernte ich Bella kennen und seit dem leugnete ich jede Art von Gefühl für sie. Bis jetzt.
Mein Vater war vorangegangen und hatte mir eine Braut gefunden. Nettes Mädchen, Tochter eines Herzogs, also waren wir ein perfektes Pärchen - auf dem Papier. Ich hatte sie bis jetzt zwei Mal getroffen und konnte mir nicht vorstellen sie zu heiraten. Stattdessen sah ich mich selbst mit Bella verheiratet. Das Mädchen, das mich mit Verlangen verrückt machte. Das Mädchen, das sich bei jeder Gelegenheit mit mir stritt. Das Mädchen, das alle Emotionen versteckte, bis zum Bruchpunkt. Das Mädchen, das mir eine Chance gab, mich selbst zu beweisen.
Jetzt tickt die Uhr. Sechs Monate sind fast um, mein Vater wird mit den Hochzeitsvereinbarungen weitermachen und Bella würde bald gehen.
Das Hauptproblem ist, das sie nicht weiß, wie ich für sie fühle.
Wir kämpfen wie Katze und Hund und ich bin mir nicht mal sicher ob sie mich überhaupt mag. Alice beharrt darauf, dass es so ist, aber ich denke sie versucht nur mich und meine Dummheit zu ermutigen.
Bella und ich sind aus zwei verschiedenen Welten. Wir gehören nicht in die jeweils andere, wie wir herausgefunden hatten. Sie wurde verspottet weil sie ‚gewöhnlich‘ war, ich traf auf Feindseligkeit, weil ich ein ‚hochnäsiger, reicher Junge‘ war. Die Chancen für unser Überleben waren gering, aber ich wollte es dennoch versuchen.
Die Frage ist nur, wie sage ich ihr das?
Sechs Monate und eine Woche zuvor
Ich wachte wegen dem an der Tür klopfenden Hauspersonal auf; das sagte mir: es war fünf Uhr dreißig. Ich rollte aus dem Bett, streckte mich und sah mir mein Schlafzimmer an. An alles was ich mich von letzter Nacht erinnern konnte war zurückgebliebene Hausaufgaben, viel Kaffee trinken und dann Videospiele mit Freunden bis um zwei Uhr morgens spielen.
Schule beginnt um Punkt acht Uhr, das heißt, ich muss das Haus um sieben verlassen. Das gab mir anderthalb Stunden, um fertig zu werden. Ich ging zum Bad für meine morgendliche Dusche. Der schnelle Blick in den Spiegel bestätigte mir, dass ich letzte Nacht sehr wenig Schlaf gehabt hatte; die dunklen Augenringe waren der totsichere Beweis.
Nach dem Duschen und Anziehen ging ich runter, um zu frühstücken. Zweifellos würde ein aufwendiges Frühstück mit ausgedehnten Leckereien warten, und wir würden nur ein Fünftel essen. Als ich in das Esszimmer eintrat saßen mein Vater an dem einen Ende des Tisches und meine Mutter an dem anderen.
Der Tisch selbst schien für mich total sinnlos. Es hatten zwanzig Leute Platz, dennoch lebten nur vier in diesem Haus. Es gibt einen praktischeren Tisch nebenan in der Küche, aber meine Eltern mögen es nicht zwischen dem Personal zu sein, während dieses kocht.
Ich setzte mich seufzend hin. Es würde ein weiterer Tag in meinem langweiligen Leben werden. Alice lächelte mich über den Tisch hinweg fröhlich an, ein Lächeln, das ich nicht zurückgab. Ich wusste, dass sie irgendwas vorhatte. Es war erst sechs Uhr am Morgen und sie hatte etwas geplant. Es würde ohne Zweifel etwas sein, das ich entweder hasste oder mich nerven würde.
„Kopf hoch, Brüderchen, es ist ein schöner Tag.“, sang sie. Ich schaute von dem Teller vor mir auf und sah sie wieder lächeln.
„Wieso hast du überhaupt so gute Laune? Hat Jasper hier übernachtet?“ Das erweckte ihre Aufmerksamkeit – und die unserer Eltern. Sie kickte mich heftig unter dem Tisch, während sie versuchte gefasst auszusehen.
„War Jasper letzte Nacht hier, Liebling?“, fragte meine Mutter Esme sie.
„Nein, er ist nach dem üben mit Edward gegangen. Ich hab letzte Nacht nicht viel von ihm gesehen-“
„Anders als die anderen Nächte, wenn sie alles von ihm sieht.“, murmelte ich und bekam noch einen Tritt.
„Er ist ein netter, junger Mann. Nette Eltern. Reizende Schwester. Vielleicht solltest du mit ihr ausgehen, Edward.“, schlug mein Vater vor.
„Ich denke nicht, dass das angebracht wäre, Vater. Rosalie ist zurzeit mit Emmett zusammen, einer meiner besten Freunde.“
„Ah, genau. Ich glaube, dass hattest du mir erzählt.“
„Hatte ich.“
„Also triffst du dich zurzeit mit niemandem?“
„Nein Vater.“ Wir hatten diese Konversation jeden Morgen. Ich weiß meine Eltern liebten mich, aber manchmal schien es, dass meinem Vater mehr daran lag mich zu verheiraten und Opa zu werden, als dass ich glücklich war.
„Nun gut, es ist ja auch noch genügend Zeit. Kein Grund zur Sorge, Edward.“, erklärte er mir und wandte sich dann wieder seinem Frühstück und seiner Zeitung zu.
„Ich bin nicht besorgt.“ Aber natürlich wurde das ignoriert, da ihn dieses Gespräch schon wieder langweilte. „Ich sollte besser gehen.“, sagte ich, während ich aufstand. Es war zwecklos weiter hier rumzusitzen. Ich würde wahrscheinlich meine Beherrschung verlieren und das war etwas, das ich grad nicht brauchte.
„Aber Edward, du hast kaum etwas gegessen.“, sagte Esme in ihrem mütterlichen Ton, der, der liebevoll und gleichzeitig hart war.
„Ich hab keinen Hunger.“ Ich entschuldigte mich und ging zurück nach oben, zu meinem Zimmer. Alice holte mich auf der Treppe ein.
„Was ist los mit dir?“, fragte sie und hakte sich bei mir ein, während sie uns zu ihrem Zimmer führte.
„Nichts, ich bin nur müde.“, sagte ich lässig.
„Das kann ich sehen.“ Sie berührte sanft die Haut unter meinen Augen. „Willst du drüber reden?“
„Das ist es ja. Es gibt nicht zum drüber reden. Mir geht’s gut. Ich… schlaf einfach nicht.“
Sie nickte und küsste mich auf die Wange, dann tänzelte sie in ihr Zimmer. Ich stand im Türrahmen, während ich sie beobachtete, wie sie ihre Sachen zusammensuchte.
Wir würden in etwa zehn Minuten losgehen, somit hatten wir dann noch genug Zeit, um unsere Sachen in die Schule zu kriegen und unsere Freunde zu treffen. Alice würde die Zeit nutzen, um sie mit Jasper zu verbringen, ihrem Freund und einem meiner besten Freunde, während ich mich untätig zurücklehnen würde und die morgendlichen Abläufe beobachtete.
„Hol deine Sachen; ich treff dich am Auto.“
„Wer fährt?“, fragte ich, als sie mich in Richtung meines Schlafzimmers drängte.
„Der Fahrer, wer sonst?“ Alice sprach es aus, als ob ich blöd wäre und gab mir zusätzlich noch den dazugehörigen Blick.
„Ich dachte vielleicht wäre es uns erlaubt, mit unseren eigenen Autos zu fahren.“
„Nope. Unsere Eltern halten unsere Schlüssel an der kurzen Leine.“ Ich schnappte mir meine Siebensachen und flitzte ins Badezimmer zum Zähneputzen, während Alice weiterredete. „Sie wollen nicht, dass wir einen Unfall bauen, seit sie wissen, wie gerne wir schnell fahren. Aber es ist ja nicht so, als hätten wir je einen Unfall gehabt, also müssen sie sich keine Sorgen machen.“
„Willst du heute fahren?“, fragte ich, als ich aus dem Badezimmer kam.
„Na ja…ja.“ Ich öffnete meine Schreibtischschublade und warf ihr einen Schlüsselbund zu. „Was ist das?“
„Ersatzschlüssel-“
„Für?“
„Den Porsche.“ Sie quietschte und warf mich mit ihrer Umarmung praktisch zu Boden.
„Wie bist du an die rangekommen?“ Ich hielt mir meine Ohren zu.
„Komm mal ein bisschen runter, ich bin sicher nur Hunde können dich hören.“ Sie schubste mich spielerisch, als wir die hinteren Treppen zur Garage runtergingen.
„Aber wie hast du die in die Hand bekommen? Ich dachte sie hätten alle Kopien.“
„Hatten sie auch. Ich hab die im Arbeitszimmer gefunden und dachte sie wären vielleicht ganz praktisch.“ Sie lächelte mich an, dann stiegen wir ins Auto.
Das war ihr Liebling von allen Autos, die wir besaßen. Sie ist wie ein Geschwindigkeits-Teufel, viel schlimmer als ich. Bevor ich mich überhaupt angeschnallt hatte, waren wir weg. Sie hatte den Motor auf Touren gebracht und hetzte raus, über den Innenhof und auf die Straße, die vom Anwesen wegführte.
Normalerweise brauchten wir eine Stunde zur Schule, aber Alice brachte uns innerhalb von fünfundzwanzig Minuten dorthin. Das einbetonierte Grinsen auf ihrem Gesicht war unbezahlbar, als wir auf den Parkplatz auffuhren. Sie lächelte nur wie jetzt für zwei Gründe: Fahren wie grad eben, oder wenn sie an Aktivitäten mit Jasper teilnahm, über die ein Bruder wirklich nichts wissen sollte.
„Danke, Eddie!“, flötete sie als ich ausstieg und ins Hauptgebäude verschwand.
„Wo ist Alice?“, fragte Jasper, als ich grad die Treppen hochstieg.
„Draußen. Sie hat heute den Porsche, also wirst du sie wahrscheinlich nicht viel sehen.“, feixte ich und joggte davon.
Ich ging zum privaten Gemeinschaftsraum im dritten Stock, um meine Bücher abzuholen. Die Schule rühmte sich mit ihren königlichen Schülern. Jeder mit würdigem Titel hatte Zugang zu dem Gemeinschaftsraum im obersten Stockwerk, abgesondert von allen andern. Man hatte das Privileg alle Sachen hier zu lassen, mit der Sicherheit, dass niemand es klauen würde. Wenn sie dabei erwischt würden, wäre es katastrophal für das Ansehen der Familie.
Baron Fritzoy, der Direktor, beobachtete jeden sorgfältig. Er suchte jemanden und dieser jemand erwies sich als ich.
„Guten Morgen, Höchst Ehrenwerter Marquis von Cambridge“ – könnt ihr glauben, dass das mein Titel war? – „Ich wollte Ihnen sagen, dass sie für das Austauschprogramm akzeptiert worden sind. Sie und Ihre Schwester, Lady Alice Cullen, werden beide an dem Austausch teilnehmen. Ich glaube, Sie werden für drei Monate bei einer Schülerin untergebracht sein, dann wird sie drei Monate in Ihrem reizenden Haus verbringen und währenddessen jeweils die andere Schule besuchen. Ich bin sehr stolz, dass zwei meiner besten Schüler an Bord dieses mutigen Abenteuers gehen.“
Die Art wie dieser Kerl redete, ließ mich denken, dass die Schule, an die wir kommen würden, inmitten der Sahara wäre und nicht nur drei Autostunden entfernt. Trotzdem, er musste den Falschen erwischt haben, da ich mich nie für diesen Austausch angemeldet hatte.
„Es tut mir leid, Baron Fritzoy, aber ich habe mich nicht angemeldet-“
„Ich bin so froh, dass wir gehen können. Danke, dass Sie uns so schnell Bescheid gesagt haben.“, sagte Alice, die plötzlich neben mir aufgetaucht war. „Wann geht es los?“
„In einer Woche. Ich hoffe, Sie zwei haben eine schöne Zeit. Die Einzelheiten wurden zu Ihnen nach Hause geschickt, damit Ihre Eltern sie einsehen können. Bei irgendwelchen Problemen, lassen Sie sie bei mir anrufen.“ Damit verschwand er. Ich drehte mich zu Alice um, die mich unschuldig anlächelte.
„Was hast du getan?“, fragte ich zwischen zusammengebissenen Zähnen.
„Ich hab nur… gedacht, es wäre eine gute Idee unsere Kreise zu erweitern und neue Leute kennenzulernen. Du vor allem musst welche kennenlernen, Eddie, du bist ganz alleine.“
„Und ich mag es so.“
„Ach hör auf ein Langweiler zu sein. Wir fahren in einer Woche und es gibt nichts, was du dagegen tun könntest, also freunde dich mit dem Gedanken an.“ Sie verhielt sich wieder schwesterlich und übernahm die Führung in dieser Situation.
„Aber ich will nicht gehen.“ Das ließ mich wie ein bockiges Kind klingen und gab Alice einen Grund zum Lachen.
„Halt einfach den Mund, Eddie.“ Ich muss mit meinen Eltern sprechen und sie überzeugen, dass dies hier eine ganz schlimme Idee war.
Eine Woche später
„Also ihr beiden, seid artig. Macht Mr. Swan keinen Ärger. Alice, pass auf deinen Bruder auf und du Edward, pass auf deine Schwester auf. Benehmt euch, Kinder.“, sagte Esme, während sie uns umarmte und zum Abschied küsste.
Carlisle umarmte Alice und schüttelte meine Hand, bevor er uns beim Autobeladen half. Ich hatte die ganze Woche versucht sie zu überzeugen, dass das keine gute Idee für mich war, nicht gut für mein Studium, nicht gut für meine Musik, nicht gut für mein soziales Leben, aber sie waren nachgiebig und dachten Alice war ein Genie, dafür, dass sie das getan hatte. Erinnert mich es meiner reizenden elfenhaften Schwester heimzuzahlen.
Ich stieg ins Auto und der Fahrer fuhr vom Haus weg. Wir würden für drei Stunden fahren, säßen Alice oder ich am Steuer, hätten wir es in zwei geschafft. Unglücklicherweise haben unsere Eltern immer noch die Autoschlüssel und wir konnten keinen feigen Abgang machen, nachdem wir uns verabschiedet hatten.
„Wohin?“, fragte der Fahrer, sobald wir vom Anwesen herunter waren.
„Hölle.“, sagte ich mürrisch. Alice zerquetschte meinen Arm und gab ihm die korrekte Adresse.
„Entspann dich. Wer weiß, vielleicht überrascht du ja jeden und es gefällt dir doch oder du triffst jemanden.“
Wie unwahrscheinlich.
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Reviews sind natürlich gerne gesehen - sowohl bei An End Has An Start, als auch bei mir ;-)
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