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von Yamon    erstellt: 10.06.2009    letztes Update: 02.10.2010    Geschichte, Drama / P18 Slash    (abgebrochen)
Teil 1/ 60+x

Never raise doubts




Prolog



„VERDAMMTER BENGEL! SPERR SOFORT DIE TÜR AUF, ODER DU ERLEBST DEIN BLAUES WUNDER!“, dröhnte Onkel Vernons Stimme durch die verriegelte Tür, begleitet von wuchtigen Schlägen.  Der Junge auf der anderen Seite dachte nicht daran. Er hatte sich gerade eben so mit Müh und Not hier her gerettet, jetzt musste er nur noch beten, dass die Tür stabil genug war, das tobende Walross auszuhalten.

„ICH BRECH DIR DEINE KRÜPPELHÄNDE, WENN DU NICHT SOFORT AUFMACHST!“, donnerte Vernon. Das Holz krachte gefährlich, was Harry dazu verleitete sich noch fester dagegen zu stemmen.
„Wie konntest du das unserem Engel nur antun!“, kreischte Petunias schrille Stimme hysterisch aus dem Erdgeschoss, was ihren Gatten zu Höchstleistungen antrieb.  Aber sein Neffe hatte Glück: Die Tür hielt stand.

Nach einer Weile gab der Mann auf und der Junge hörte ihn die Treppe hinab stampfen, die unter dem beachtlichen Körpergewicht bebte.  Mit einem zittrigen Seufzer der Erleichterung ließ sich die Hoffnung der Zauberwelt an der Tür heruntersinken und bedeckte das Gesicht mit beiden Händen.

Gut, dass er die Schlösser an seiner Tür selbst anbringen gemusst und sie auf der anderen Seite angebracht hatte.  Eigentlich hatte Harry nur gehofft, dass Onkel Vernon es erst morgen früh herausfinden würde, dann hätte er sich noch etwas zu essen für die nächsten vier Tage holen können. Aber daran ließ sich jetzt nichts mehr ändern. Wenn er sich nicht hier in Sicherheit gebracht hätte…

Ausgerechnet diese Ferien musste Dudley früher aus seinem Trainingscamp zurückkommen und natürlich gleich seine neuesten Fertigkeiten an ihm präsentieren.  Da war es ein schwacher Trost, dass er gerade Essen gekocht und so eine heiße Pfanne zur Abwehr hatte verwenden können.

Mühsam stemmte Harry sich an der Tür hoch und wankte zu seinem Bett, wo er erschöpft zusammenbrach. Ein winziger Funke Zufriedenheit glomm in ihm auf. Wenn alles gut ging, würde er in vier Tagen hier wegkommen. Raus aus dieser Hölle, nie wieder zurück!

Die bittere Pille war, dass er bis dahin wohl hungern musste. Ins Bad konnte er nachts, aber am Treppenaufgang hatte Vernon eine Sicherheitsschranke installiert, an der er ohne Magie nicht vorbei kam, wohl im –berechtigten – Glauben, dass er sich Lebensmittel stahl. Was erwartete der Kerl denn auch? Ihm blieb ja auch nichts anderes übrig, wenn er sonst nur genug bekam, um nicht zusammenzuklappen!
Gestern Nachmittag war er das letzte Mal auf einem „Raubzug“ gewesen, als die Dursleys Dudley abgeholt hatten und so war er einigermaßen satt. Das hieß, sofern es ihm gelang alles bei sich zu behalten, so hart, wie Dudley ihm in den Magen geschlagen hatte.

Blind tastete Harry nach seiner dünnen Decke und zog sie mehr schlecht als recht über sich. Das hatte er nicht verdient. Warum wollte das keiner einsehen? Wie lange hatte er sich mit Dumbledore  gestritten, ihm wieder und wieder erklärt, was er mitmachen musste, wenn er hier war.
Aber der Direktor hatte nur mit seinem großväterlichem Lächeln abgelehnt.

Es sei das Beste.
Er sei sicher hier.
Voldemort könne ihn nicht kriegen.

Harry biss die Zähne zusammen, als er an das letzte Argument dachte:

Ein gewohntes Umfeld und seine Familie seien das Beste, um den Tod seines Paten zu vergessen.

Merlin, er wäre dem Mann fast an die Gurgel gesprungen. Er sollte Sirius, den einzigen, der ihn von den Dursleys hätte erlösen können, vergessen, indem er den Sommer bei diesen Monstern verbrachte?
Warum sollte er überhaupt vergessen? Trauern, es verarbeiten, ja, diese Ratschläge hätte er noch verstehen können. Nicht, dass er sie angenommen hätte, er wollte etwas anderes.  Aber sicherlich nicht vergessen. Niemals!
Er wollte und konnte es nicht.  Um damit fertig zu werden gab es nur eines und das war es, was Dumbledore ihm vor allem anderen verboten hatte. Es verseuchte Harrys Seele.  Und doch wusste er, auch wenn er es zurückdrängte, seit Onkel Vernon ihn das erste Mal verprügelt hatte:

Rache


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Hi!
Das ist meine erste echte Fanfiktion, bisher habe ich nur Originale hochgeladen, aber ich fürchte das Harry Potter Fieber hat mich erwischt.
Wie ihr schon aus der Kurzbeschreibung ersehen könnt, gehöre ich nicht zu den Dumbledore Freunden, versuche aber meine Zweifel auch zu begründen.

Wie jeder Autor freue ich mich natürlich über konstruktive Kritik und Rückmeldungen zu meiner Arbeit. Auch wenn ich schon einiges fertig habe können Verbesserungsvorschläge natürlich mit eingearbeitet werden.
bis bald
Yamon
 
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